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Di, 21.Jul 2009, 19:16
Und ich denke imme noch...auf jeden topf, paßt ein deckelchen.


ich kenne viele kolleginnen und alle leben in einer partnerschaft , mich eingeschlossen. ich persönlich habe keine schwierigkeiten , ich lebe und liebe, wie wohl fast jede frau auch. und auf schwerreiche promis habe ich eh keinen bock.
ich glaube, der beruf erschwert vielleicht etwas die partnerwahl, aber eben nur etwas.
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@ Unique Mistress

Di, 21.Jul 2009, 19:17
Liebe Unique Mistress,

Zitat... die man privat nicht als dominant, sondern eher als tough und direkt bezeichnen würde; die genau weiß, was sie vor allem mal nicht will; die ein gutes eigenes auskommen hat und damit auch umgehen kann -

die vierte Variante: Ein Mann der sich nimmt was er sieht, ist immer wieder enttäuscht wie wenig von der oben genannten Beschreitung bleibt.

Di, 21.Jul 2009, 19:58
Hallo,

da treibt es mich doch zu zwei Anmerkungen.

Könnte es sein, dass ein überdurchschnittlich hoher Prozentsatz an Prostituierten oder Dominas emotional instabil ist? Damit will ich nicht sagen, dass jede oder überwiegend viele dazu gehören, sondern nur, dass der Prozentsatz höher ist (genauso wie vielleicht bei Künstlern, Fernsehstars usw.), was bedeutet, dass die Chancen, eine längerdauernde Liebesbeziehung mit einer professionellen Domina aufzubauen geringer sind als bei anderen Damen. Ich kann diese Behauptung nicht beweisen, halte sie aber für nicht unwahrscheinlich.

Trifft dies ggf. generell für dominante Partner zu? Wird so eine Beziehung nicht schnell einseitig und unattraktiv, wenn sie sich hauptsächlich nur um SM dreht. Das soll jetzt keine Klugscheißerei sein, denn manche leben 24/7, aber geht das überhaupt auf Dauer?

Ich habe gelesen, dass ein bekanntes Paradoxon bei manchen Homosexuellen sei, dass sie sich einen "echten Mann" wünschten, ihr Partner aber in ihren Augen doch "nur" ein Schwuler sei. Könnte es so ein analoges Problem auch bei der Beziehung zwischen Dominas und Subs geben, so dass selbst eine veranlagte Domina lieber einen sexuell "normalen" Partner oder gar Dom hat? Nur eine Frage, keine Behauptung.

Damit will ich keinesfalls sagen, dass "alternative" Liebesbeziehungen wie zwischen Dom und Sub nicht möglich sind.

Gruß

Odysseus

Di, 21.Jul 2009, 21:01
Ich würde mal festhalten, dass Rückschlüsse aus dem Verhalten im Beruf auf das Privatleben der Damen (und Herren) doch nur sehr begrenzt zulässig sind.

Darunter leidet vielleicht die ein oder andere Illusion (und mancher Schreiber hier wird es vielleicht gar nicht so genau wissen wollen), aber diese für mein Verständnis abstruse Diskussion kann mit einer Prise gesundem Menschenverstand vielleicht etwas klarer werden ;-) In Beziehungsfragen auf irgendeine Rollenverteilung zu pochen ist im Regelfall eine schlechte Idee.

Das Partner von Sexworkern generell vielleicht besser keine sexuelle Exklusivität einfordern sollten, versteht sich in gewisser Weise auch. Dass dadurch automatisch und immer Minderwertigkeitskomplexe oder ähnliches auftreten, halte ich für gewagt, und falls, so ist es nicht speziell auf die Profession "Domina" beschränkt.

Grundsätzlich: hier wird immer argumentiert, die Arbeit als Sexworkerin sei eine Belastung für die Beziehung/Partnerschaft. Man sollte vielleicht die Bereicherung nicht ganz vergessen.

Und jetzt genug der Ablenkung. ;-)
<i>You will always be fond of me. I represent to you all the sins you never had the courage to commit.</i>

Mi, 22.Jul 2009, 07:31
Odysseus hat geschrieben:
Könnte es sein, dass ein überdurchschnittlich hoher Prozentsatz an Prostituierten oder Dominas emotional instabil ist?

Trifft dies ggf. generell für dominante Partner zu? Wird so eine Beziehung nicht schnell einseitig und unattraktiv, wenn sie sich hauptsächlich nur um SM dreht. Das soll jetzt keine Klugscheißerei sein, denn manche leben 24/7, aber geht das überhaupt auf Dauer?
warum sollten wir denn instabil sein? müssen wir nicht im gegenteil sehr gefestigt sein, um so einen job zu erfüllen?

und schaue ich mir im bekanntenkreis die länge der beziehungen von vanillas an...die sind auch nicht mehr lebenslang , sondern auf einige jahre begrenzt. ich erkenne da kaum einen unterschied.

auch wenn eine illusion zerplatzt, viele ladys leben gar nicht 24/7. sie haben keinen partner, der 24 stunden am tag kriecht wie ein wurm. die meisten haben partnerschaften auf augenhöhe und bdsm kommt halt im sexleben zu gewissen zeiten vor......aber nicht 24 stunden
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Mi, 22.Jul 2009, 12:15
Odysseus hat geschrieben:Hallo,
Könnte es so ein analoges Problem auch bei der Beziehung zwischen Dominas und Subs geben, so dass selbst eine veranlagte Domina lieber einen sexuell "normalen" Partner oder gar Dom hat? Nur eine Frage, keine Behauptung.

Damit will ich keinesfalls sagen, dass "alternative" Liebesbeziehungen wie zwischen Dom und Sub nicht möglich sind.

Gruß

Odysseus
Was ist den ein normaler Partner? sowas gibt es nicht!
Jeder Mensch hat seine sexuellen Geheimnisse die zu 100% im Detei unterschiedlich sind.

Mi, 22.Jul 2009, 16:17
Ich würde ehrlich gesagt keine Partnerschaft mit einer Domina anstreben. Ich hätte einfach Angst davor. Das spürt Mann/Frau und dann wird es meist sowieso nichts.

Mahatma

Die Domina im Privatleben

Mi, 22.Jul 2009, 18:09
Das Thema "reizt" in vielerei Richtung wie man den z.T. sehr interessanten und informativen Beiträgen entnehmen kann.

Abgesehen von der sexuellen Richtung (Vanille, BDSM) sind die
gesellschaftlichen Ausgangspunkte ja von entscheidender Bedeutung. Männer mit "einfachen" Berufen d.h. Handwerker, Arbeiter usw. sind genau so wertvoll wie solche mit anspruchsvollerem Werdegang (z.B.Akademiker, Unterrnehmer, Ärzte)
Es gibt viele Leutchen aus der zweiten Gruppe die sind moralisch "minderwertig", bösartig, gierig, schlecht. Das können die anderen aber auch sein. Die einen haben mehr Geld, die anderen weniger. Die einen leben zufrieden in Gesellschaften "Ihresgleichen": Kegelclub, Sportverein, Kneipengänger. Die "besser" gestellten Leute "formieren" sich im Golfclub, dem Tennisverein, dem Wirtschaftsclub.

Da ist das "Ihr da und wir hier" schnell vorgegeben. Jede Gruppe möchte untereinander sein, fühlt sich in Gesellschaft von "anderen" unwohl,gehemmt. Herkunft und (Aus)bildung sind schon wichtige Faktoren.

Das gilt auch für die Damenwelt. Problematisches Elternhaus führt zu seelischen Verletzungen, die können dann den Lebensweg sehr negativ beeinflussen. Nicht vorhandene Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten versperren den Zugang zu anderen Gesellschaftschichten. Wer nicht mitreden kann, keine Allgemeinbildung hat, wird sich nicht unbeschwert bewegen können. Die Frisörin führt andere Gespräche als die Chefsekretärin, die IT-Spezialistin, die studierte .xy. Das ist aber keine
Abwertung sondern nur "das Leben" wie wir es erleben. Moralisch, menschlich usw. usw. muss kein Unterschied bestehen - alle können gleich wertvoll sein.

51% ist die Mehrheit pflegt mein Freund zu sagen: Freunde mal ehrlich:
Aus welchen Berufen, Elternhäusern kommt die "Mehrheit" im Milieu? Natürlich gibts die "studierten" und die aus "gutem Elternhaus und mit guter Bildung" die horizontal arbeiten - und "Domina" fällt ja (leider) immer noch darunter, zumindest für die Gesellschaft. Und diese Schranke zu überwinden ist zu 99% nicht möglich. Deshalb werden Männer mit bestimmter Position - genau wie Lady MCLain es auf den Kopf trifft - in "ihrem" Leben niemals zu den Fantasien stehen, die sie im Studio ausleben.
Selbst wenn sie es wollten: Die Frauen aus diesen Kreisen sind das unüberwindldiche Hindernis. Männer untereinander würden noch augenzwinkernd ok sagen - aber dann gibt es die "Horde" der "tugendhaften Frauen" und da hat eine "solche" keine Chance.
Diese Ehemänner sind "die Bank von England" und die beschützen diese Frauen gemeinsam. Ergo: Domina und Businessman etc. bedeutet für diesen gesellschaftliche Ausgrenzung und Abstieg im Beruf.

Im Bürgerlichen kann es da toleranter zugehen, wie gesagt "kann".
Wenn alle nicht das große Geld haben, da braucht "frau" nichts zu fürchten. Da gibts dann evtl. noch die "bürgerliche Moral". Wenn dann der Sklave seiner Domina die Treue hält, kann man ja wegziehen der finanzielle Schaden wird nicht allzu groß sein und man ist ja nicht im ganzen Land bekannt.

Dominas haben das Problem, dass sie durch ihr Leben einen ganz anderen Horizont bekommen haben. Die Gespräche mit ihren Gästen hat sie enorm "nach vorne" gebracht. In deren Bereich können sie aber nicht kommen und den eigentlich (Herkunft, Ausbildung,usw.) passenden Partnern sind sie Meilenweit überlegen: Was sie haben können wollen sie nicht - was sie wollen bekommen sie nicht.
Naja, dann gibts ja auch noch solche Damen, die "unter sich" bleiben möchten mit ihren "Herren" und tief verwurzelt im Milieu...

Bleiben die ganz ausgeflippten: Künster etwa: Die haben ja Narrenfreiheit und können als "Muse" auch eine Domina haben.
Gesellschaftliche Anerkennung einer Domina? OK, "Domenika" aus Hamburg wurde seinerzeit von Frau Bürgermeisterin begrüßt -vor Presse und TV, das war`s dann aber auch. Zum Tee wurde sie nicht geladen.

Aber eine andere Konstellation: Die devote Partnerin - wie steht es damit?
Das "Dummchen" kann ruhig aus dem Studio kommen. Sie hat gelernt zu schweigen, schminkt sich nett und gut ist es. Sie ist zu allen nett und wird von anderen Frauen mitleidig akzeptiert. Und die "studierte Sklavin"? Wenn sie nebenbei im Studio arbeitet findet sie vielleicht jemanden oder es läuft vielleicht so wie im Film bei "Belle de Jour".

Gruß an die Gemeinde
die lilie

Fr, 24.Jul 2009, 09:34
Eine Beziehung zu einer Dame aus dem BDSM-Bereich könnte ich mir durchaus vorstellen, allerdings wäre dies in meinem Fall dann besser eine Bizarrlady als eine Domina. Jemand der sowohl aktiv wie auch passiv sein kann und daran noch ihren Spaß hat.

Nur muß man nicht Jedem, sein es Bekannte, Freunde, Verwandte oder Kollegen auf die Nase binden, dass der Beruf der Partnerin Domina bzw. Bizarrlady im BDSM-Bereich ist. So was fällt bei mir unter Intimssphäre und gehört wirklich nicht an die Öffentlichkeit. Falls es mal zur Sprache kommt, ist nichts dagegen einzuwenden, aber dass Ganze dann groß und breit zu treten, damit jeder Bescheid weiß, halte ich für übertrieben!

Fr, 24.Jul 2009, 09:49
AV_ hat geschrieben:Eine Beziehung zu einer Dame aus dem BDSM-Bereich könnte ich mir durchaus vorstellen, allerdings wäre dies in meinem Fall dann besser eine Bizarrlady als eine Domina. Jemand der sowohl aktiv wie auch passiv sein kann und daran noch ihren Spaß hat.
Meinst Du damit , das eine Domina, die im Studio unberührbar ist, dies dann auch privat so handhabt ?
Sorry, aber in meiner Freizeit habe ich tatsächlich sogar Sex UND Spaß dabei...Und ganz sicher auch die anderen Ladies.
Zuletzt geändert von Lady Yasmin am Fr, 24.Jul 2009, 11:13, insgesamt 2-mal geändert.
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Fr, 24.Jul 2009, 10:37
schön und gut AV - wenn du es so handhaben würdest, super!

Aber leider gibt es gesellschaftliche Normen, denen wir alle unterworfen sind. Und dazu gehört, dass man als Begleiterin (Freundin, Lebensgefährtin, zukünftige Exfrau oder wie auch immer) zu jedem erdenklichen Anlass jedermann vorgestellt wird. Mit vollem Vor- und Zunamen sowie Beruf. Das ist heute so üblich und und ganz normales Gebaren.

Was willst du da sagen?
Mit roten Kopf ein paar "Ähhhhs, oder Mhhhms" rumstottern?
Klar, an der Currybude mit 'nem Bier in der Hand ist der Beruf uninteressant (hat ja eh niemand einen) aber geh ein bisschen höher und du wirst ziemlich auf die Nase fallen.
Gruss
Lady MacLaine

Beruf

Fr, 24.Jul 2009, 10:51
Ihr Lieben,

folgende Berufsgruppen haben leider keine Chance bei meiner Partnerwahl:

Zahnarzt - hab ich Angst vor

Ärzte im allgemeinen - ich hasse Klinikspiele

Lehrer und Sozialpädagogen - pseudointellektuelles Geschwafel nach Feierabend ist schrecklich

Schlagzeuger - zu laut

Finanzbeamte - verstehen keinen Spaß und schlafen abends immer ein

Als Partner vorstellen kann ich mir:

Geiger - herrliches Instrument

Konditor - ich liebe Kuchen

Winzer - ich liebe Wein

Bibliothekar - Bücher lesen, meine Leidenschaft

Im Gegensatz zu Lady Yasmin bin ich ja berührbar und darf in meiner Freizeit Sex haben. *grins*

Also ist eine gute Kondition und ein wohl geformtes Sexualorgan Voraussetzung für eine gelungene Partnerschaft.

Lieben Gruß,
LadyTanja

PS: Wer's nicht gemerkt hat "Ironie on"
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Fr, 24.Jul 2009, 11:31
@Lady MacLaine

Natürlich ist für einen Arbeiter aus der Unterschicht dies nicht so relevant, für einen Facharbeiter aus der Mittelschicht könnte dies schon wichtiger sein! Und für jemanden aus der gehobenen Mittelschicht, ist das noch relevanter, daß weiß ich schließlich selbst.

Was soll man sagen, wenn eine Dame aus dem Milieu vorstellt wird?

Vielleicht das ihr Beruf Psychologin der Sexualwissenschaft ist!
http://de.wikipedia.org/wiki/Sexualwissenschaft

Denn im Umbennen von Berufbezeichnungen sind wir Deutschen ja Weltmeister. Eine Putzfrau heißt heute ja Raumpflegerin, genauso wie ein Verwaltungsangestellter jetzt als Administration Manager bezeichnet werden kann. Übrigens für den Begriff der Prostituierten sagt man heutzutage Freizeitdame.

Dann kann auch eine Domina/Bizarrlady als Psychologin der Sexualwissenschaft vorgestellt werden, mit einer fachlichen Umschreibung ihres Aufgabengebiets unter wissenschaftlichen Aspekten, so daß ihr Gegenüber denkt, es wirklich mit einer Wissenschaftlerin zu tun zu haben.

Der Fantasie sind schließlich keine Grenzen gesetzt!

Beruf

Fr, 24.Jul 2009, 12:03
@LadyYasmin

Floristin...mit Blumen umgehen zu können, ist eine Gabe, die mir überhaupt nicht in die Wiege gelegt wurde.
Bei mir überlebt kaum eine Zimmerpflanze.

Ich ernte bei meinem erlernten Beruf meist recht verständnislose Blicke bei allen Menschen, die nicht in Hamburg oder Bremen leben.

Den Ausbildungsberuf Schifffahrtskauffrau kann man nämlich nur in diesen beiden Städten lernen.

Da ich viele Jahre zweigleisig (als Sexarbeiterin und Schiffsmaklerin) gearbeitet habe, komme ich auf 15 Berufsjahre im "soliden" Berufsleben und ebensoviele Jahre als Sexarbeiterin.

Lieben Gruß,
LadyTanja
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