Mi, 22.Jul 2009, 18:09
von die lilie
Das Thema "reizt" in vielerei Richtung wie man den z.T. sehr interessanten und informativen Beiträgen entnehmen kann.
Abgesehen von der sexuellen Richtung (Vanille, BDSM) sind die
gesellschaftlichen Ausgangspunkte ja von entscheidender Bedeutung. Männer mit "einfachen" Berufen d.h. Handwerker, Arbeiter usw. sind genau so wertvoll wie solche mit anspruchsvollerem Werdegang (z.B.Akademiker, Unterrnehmer, Ärzte)
Es gibt viele Leutchen aus der zweiten Gruppe die sind moralisch "minderwertig", bösartig, gierig, schlecht. Das können die anderen aber auch sein. Die einen haben mehr Geld, die anderen weniger. Die einen leben zufrieden in Gesellschaften "Ihresgleichen": Kegelclub, Sportverein, Kneipengänger. Die "besser" gestellten Leute "formieren" sich im Golfclub, dem Tennisverein, dem Wirtschaftsclub.
Da ist das "Ihr da und wir hier" schnell vorgegeben. Jede Gruppe möchte untereinander sein, fühlt sich in Gesellschaft von "anderen" unwohl,gehemmt. Herkunft und (Aus)bildung sind schon wichtige Faktoren.
Das gilt auch für die Damenwelt. Problematisches Elternhaus führt zu seelischen Verletzungen, die können dann den Lebensweg sehr negativ beeinflussen. Nicht vorhandene Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten versperren den Zugang zu anderen Gesellschaftschichten. Wer nicht mitreden kann, keine Allgemeinbildung hat, wird sich nicht unbeschwert bewegen können. Die Frisörin führt andere Gespräche als die Chefsekretärin, die IT-Spezialistin, die studierte .xy. Das ist aber keine
Abwertung sondern nur "das Leben" wie wir es erleben. Moralisch, menschlich usw. usw. muss kein Unterschied bestehen - alle können gleich wertvoll sein.
51% ist die Mehrheit pflegt mein Freund zu sagen: Freunde mal ehrlich:
Aus welchen Berufen, Elternhäusern kommt die "Mehrheit" im Milieu? Natürlich gibts die "studierten" und die aus "gutem Elternhaus und mit guter Bildung" die horizontal arbeiten - und "Domina" fällt ja (leider) immer noch darunter, zumindest für die Gesellschaft. Und diese Schranke zu überwinden ist zu 99% nicht möglich. Deshalb werden Männer mit bestimmter Position - genau wie Lady MCLain es auf den Kopf trifft - in "ihrem" Leben niemals zu den Fantasien stehen, die sie im Studio ausleben.
Selbst wenn sie es wollten: Die Frauen aus diesen Kreisen sind das unüberwindldiche Hindernis. Männer untereinander würden noch augenzwinkernd ok sagen - aber dann gibt es die "Horde" der "tugendhaften Frauen" und da hat eine "solche" keine Chance.
Diese Ehemänner sind "die Bank von England" und die beschützen diese Frauen gemeinsam. Ergo: Domina und Businessman etc. bedeutet für diesen gesellschaftliche Ausgrenzung und Abstieg im Beruf.
Im Bürgerlichen kann es da toleranter zugehen, wie gesagt "kann".
Wenn alle nicht das große Geld haben, da braucht "frau" nichts zu fürchten. Da gibts dann evtl. noch die "bürgerliche Moral". Wenn dann der Sklave seiner Domina die Treue hält, kann man ja wegziehen der finanzielle Schaden wird nicht allzu groß sein und man ist ja nicht im ganzen Land bekannt.
Dominas haben das Problem, dass sie durch ihr Leben einen ganz anderen Horizont bekommen haben. Die Gespräche mit ihren Gästen hat sie enorm "nach vorne" gebracht. In deren Bereich können sie aber nicht kommen und den eigentlich (Herkunft, Ausbildung,usw.) passenden Partnern sind sie Meilenweit überlegen: Was sie haben können wollen sie nicht - was sie wollen bekommen sie nicht.
Naja, dann gibts ja auch noch solche Damen, die "unter sich" bleiben möchten mit ihren "Herren" und tief verwurzelt im Milieu...
Bleiben die ganz ausgeflippten: Künster etwa: Die haben ja Narrenfreiheit und können als "Muse" auch eine Domina haben.
Gesellschaftliche Anerkennung einer Domina? OK, "Domenika" aus Hamburg wurde seinerzeit von Frau Bürgermeisterin begrüßt -vor Presse und TV, das war`s dann aber auch. Zum Tee wurde sie nicht geladen.
Aber eine andere Konstellation: Die devote Partnerin - wie steht es damit?
Das "Dummchen" kann ruhig aus dem Studio kommen. Sie hat gelernt zu schweigen, schminkt sich nett und gut ist es. Sie ist zu allen nett und wird von anderen Frauen mitleidig akzeptiert. Und die "studierte Sklavin"? Wenn sie nebenbei im Studio arbeitet findet sie vielleicht jemanden oder es läuft vielleicht so wie im Film bei "Belle de Jour".
Gruß an die Gemeinde
die lilie