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24/7

Moderatoren: DomHunter, Lady Lia, Atriox

24/7

Mo, 11.Apr 2005, 11:23
24/7
Fluch oder Segen
Lebbar oder nicht

Hallo No Ma’am und alle anderen Listies,

vor kurzem erschien eine Kontaktanzeige hier im Forum bezüglich 24/7. Für alle, die nicht genau wissen, was das bedeutet, hier eine kurze Erklärung (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

24/7, also 24 Stunden am Tag / 7 Tage die Woche (oder auch DS Dominance/Submission) beinhaltet für die meisten SMer ein Machtgefüge (Rollenverteilung), dass ständig besteht, und nicht nur während der Session. Dabei geht es in erster Linie nicht um das Zufügen/Erleiden von Schmerz, sondern im Vordergrund steht die festgelegte Hierarchie zwischen den Partnern.

Die von mir jetzt geschilderte Meinung ist meine ganz persönliche, ich erhebe keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

Ich unterscheide zwischen der 24/7 Phantasie und der 24/7 Realität.

In der Phantasie stellt sich so manch ein Sub folgendes vor:

Vollständige dauerhafte Versklavung
Dauerhafte Kennzeichnung (Brandeisen/Tattoo o.ä.)
Besitzloses Leben (und damit Überschreibung sämtlicher Besitztümer an den Dom)
Aufgabe aller sozialen/familiären/beruflichen Kontakte inkl Aufgeben der Wohnung/Arbeit usw
Kontrolle oder Aufgabe der eigenen Sexualität
Leben nach den Regeln des Doms
Aufgabe der eigenen Meinung und Verantwortung

Diese Liste lässt sich beliebig verlängern: Sklavenvertrag, medizinische Eingriffe, Einkerkerung…

Für den Dom bedeutet das: Unendliche VERANTWORTUNG

Komplette Verantwortung für das Leben eines anderen MENSCHEN, oder aber komplette Ignoranz/Gleichgültigkeit gegenüber einem anderen MENSCHEN.

In der Realität funktioniert das meines Erachtens NICHT, es sei denn, Dom braucht kein eigenes Geld verdienen (hat ja genug vom Sub bekommen), besitzt ein großes Haus mit Bediensteten, die sich um die alltäglichen Dinge des Lebens kümmern, damit Dom sich ganz mit seinem Sub und der daraus erwachsenen Verantwortung beschäftigen kann (Kontrolle aller Regeln, Kontrolle des Subs).
Sub braucht auch kein Geld zu verdienen, beide leben nur für ihre 24/7 Sexualität. Dom ist bereit, sich um einen erwachsenen Menschen zu kümmern, der sich durch seine Meinungslosigkeit und Verantwortungslosigkeit auf den Stand eines Kleinkindes begibt.

Und dann würde das passieren, was No Ma’am im Forum beschrieb:
Aber dann richtet sich doch auch der dominante Part nach diesen Regeln und macht sich so zum Hampelmann, widerspricht es sich doch irgendwie, dominant und sich nach Regeln richten. Macht man
sich nicht automatisch zu einem Erfüllungsgehilfen wenn man als Dom eine 24/7 Beziehung eingeht?
24/7 in der Realität bedeutet lebbares Machtgefüge inklusive vieler Kompromisse. Wenn eine 24/7 Beziehung nur aus Regeln besteht, dann machen sich beide zum Hampelmann und zum Sklaven der aufgestellten Regeln. Sub muß ständig ans Einhalten denken, Dom ständig ans Kontrollieren.

Bei 24/7 sollten beide Partner „die Kirche im Dorf lassen“ und ganz klar zwischen Phantasie und Realität unterscheiden können.

No Ma’am schrieb:
Was ich mir noch vorstellen kann ist das 24/7 bedeutet das der dominante Part eben immer die Möglichkeit hat die Unterwerfung des Sub zu fordern.
Und ich füge hinzu: …und die Unterwerfung den Gegebenheiten des realen Lebens anzupassen.

Nun komme ich zu der von meinem Partner und mir gelebten 24/7 Beziehung:

Bei uns herrscht ein dauerndes Machtgefüge, er oben, ich unten. Das heißt aber nicht, dass ich keine eigene Meinung habe, denn er liebt den Austausch mit mir. Will er aber eine Diskussion oder Meinungsverschiedenheit beenden, ist es sein gutes Recht, dies zu tun. Meine eigene Meinung behalte ich trotzdem.

Es gibt einige Dinge, die aus der 24/7 Beziehung ausgeklammert sind (manch einer nennt das jetzt Inkonsequenz, ich nenne es vernünftig lebbares 24/7):

Job (es bleibt meine Entscheidung, was ich beruflich mache), Geld (ich besitze ein eigenes Konto), wichtige „Beziehungsentscheidungen“ wie zB Abschliessen eines Bausparvertrages, Anschaffung von Möbeln.

Es gibt einige Regeln, die sich durch unseren Alltag ziehen. Diese Regeln lassen sich gut in den Alltag integrieren, stören ihn nicht. Es ist zB meine Aufgabe, ihm morgens seinen Kaffee zu bringen und seinen Computer anzuschalten.

No Ma’am schrieb:
aber wirklich 24/7 so eine Rolle zu spielen, ständig bestimmte Regeln einhalten, sich auf eine einzige Rolle zu reduzieren, wo liegt da der Reiz für Dich?
Ich spiele diese Rolle nicht, ich BIN. Da ich privat nicht switche, liegt der Reiz natürlich in der von mir bevorzugten „Rolle“.
Machst Du das weil Du Dich in dieser Rolle einfach wohl und geborgen fühlst
Ja.
Oder bist Du nicht fähig die Verantwortung für Dich selber zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen um es mal etwas provokant auszudrücken?


Ich bin durchaus alleine lebensfähig. :)
Ich kann Verantwortung übernehmen und Entscheidungen treffen. Wenn mein jetziger Partner nicht mehr da wäre (ob nun zB durch Tod oder Ende der Beziehung) bin ich jederzeit in der Lage, für mich selbst zu sorgen.
Ich treffe nach wie vor viele Entscheidungen für mein Leben selbst (wie zB Job) und will dies auch gar nicht abgeben.

Aber ich liebe es, nicht alle Entscheidungen selbst treffen zu müssen. Ich gebe gerne die Verantwortung für bestimmte Bereiche meines Lebens auf. Ich fühle mich wohl und geborgen damit.

Um noch mal auf die Kontaktanzeige einzugehen: No Ma’am schreibt:
Das eigentliche Problem jemanden zu finden ist aber das Sir Tobi ein Mann ist und keine Frau.
Nein, der Meinung bin ich nicht. Ich glaube nicht, dass es viele Frauen gibt, die sich so versklaven wollen, wie Sir Tobi es beschrieben hat.
Ich glaube, dass Männer öfters dazu neigen, Phantasie und Realität nicht auseinanderhalten können/wollen.

So mag es sicher viele Männer geben, die es sich toll vorstellen, eine immer verfügbare, dauergeile, gehorsame, meinungslose, nackt rumlaufende, putzende Sub zu haben.

Die Verantwortung, die das mit sich bringt, wird auf männlicher Seite gerne übersehen.

Das möchte ich NICHT pauschalisieren, es fällt aber doch auf, dass Männer zB in Kontaktanzeigen entweder selbst komplett entrechtet werden wollen, oder aber der Frau keinerlei Rechte einräumen wollen, und dass dominante Frauen sich einen willensstarken Sub wünschen (kein Widerspruch), und kein sabberndes Kleinkind.

So, auf anregende Diskussionen freut sich
Tanja


PS: Ich beantworte auch gerne Fragen zu lebbarem 24/7, werde aber sicherlich nicht alle Details meiner Beziehung hier veröffentlichen

24/7

Mo, 11.Apr 2005, 11:58
Hallo Tanja,

das ist mal ein echt interessantes Thema, und ich bin sicher, schon wieder mal eine andere Einstellung hierzu zu haben als die meisten hier.

Ich finde, dass SM eine Spielart sexueller Betätigung ist - nicht mehr und nicht weniger. Wer diese in den Alltag trägt, ist offensichtlich nicht in Lage (oder nicht gewillt) das wahre, ernsthafte Leben vom Genuss- und Vergnügungsleben zu unterscheiden.

Im SM-Spiel genieße ich es, die Verantwortung abgeben zu können, nicht Regie führen, nicht gestalten zu müssen. Wenn die Session vorbei ist, bin ich aber wieder der Unternehmer, der für eine Reihe von Mitarbeitern Verantwortung zu tragen hat. Es wäre unverantwortlich, unfair und auch ungewollt, da jemanden meinen Part übernehmen lassen zu wollen. Gerade weil ich im normalen Leben der Entscheider bin, derjenige, der letzlich für alles die Verantwortung trägt, genieße ich es, mich gelegentlich davon befreien zu können. Aber ich würde nicht auf die Idee kommen, das miteinander zu verwechseln!

Man muss doch in der Lage sein, seinen Sextrieb mal abschalten zu können. Es läuft ja auch niemand - selbst wenn er Maskenfetischist ist - 24 Stunden, 7 Tage die Woche mit eine Maske rum! Und wenn ich einen Smoking-Fetish hätte, würde ich auch nicht verlangen, dass meine Partnerin stets eine Zigarette zu brennen hat. Genauso wenig fände ich es sinnvoll, andauernd dieses Unterwerfungs- oder Dom-/Sub-Spiel zu spielen. Ich habe den Eindruck, hier hat sich eine Idee, ein Spiel gefährlich verselbstständigt. Würde ich das an mir bemerken, würde ich mich schleunigst um Hilfe bemühen!

Da finde ich, dass du, Tanja, und dein Partner einen guten Mittelweg gefunden habt. Aber die vollständige Verquickung von Trieb und Alltag wäre verkehrt, wenn nicht gar krankhaft, meine ich.

Fremder,
der jetzt mit wütenden Protesten aus vielen Ecken rechnet

Mo, 11.Apr 2005, 12:13
hmmm... also... ich seh das so Fremder ((der eigentlich gar nciht mehr so fremd ist *g*))

SM ist sex für mich.. richtig... D/s ist aber mehr für mich

anders gesagt.. wenn ich toppe.. dann bin ich nicht geil... aber ich empfinde tief in mir ein Machtgefühl.. einer Lust.. die nicht körperlich ist..

wenn ich 24/7 lebe.. und auch ich tue es privat.. dann empfinde ich dasselbe umgekehrt... wenn ich Ihm diene, dann ist da nciht unbedingt Lust... aber eine tiefes inneres bedürfnis Ihm zu gefallen... das heißt weder, daß cih mit der harten Realität nicht zurechtkommen, noch, daß ich unfähig bin zu leben.

. ich stimme da Tanja voll zu... es ist reizvoll zu einem gewissen Teil Verantwortung... eher.. Macht... abzugeben.. weil die Verantwortung trage ich selber.. ich muß ständig Rückmeldung geben wie's mir geht, ich habe Verantwortung für mein Leben.. aber die Macht über meinen Willen.. gebe ich ab... und das ist nichts, was ich als Sex bezeichnen würde.. es ist eine komplett andere *Spielart*

lieben Gruß
Iris

Mo, 11.Apr 2005, 14:25
Liebe Tanja,

ich finde deinen Beitrag sehr angemessen. Angeregt von Nalas gestrigem Posting möchte ich einen Vergleich ziehen.
Es ist bekannt, dass Vergewaltigungsszenarien zu den gängigsten weiblichen Erotik-Phantasien gehören. Doch es wäre töricht, daraus den Schluss zu ziehen, dass Frauen, wenn sie ehrlich sind, auch tatsächlich vergewaltigt werden wollen. Eine echte Vergewaltigung ist immer und ohne Ausnahme ein entsetzliches Vergehen. Eine Frau hat es mir mir einmal so erklärt:
"Der Gedanke, kraft der eigenen Erscheinung einen Mann so um den Verstand zu bringen, dass er nicht mehr an sich halten kann, alle Hemmungen über Bord wirft und in Kauf nimmt, für sein Handeln zur Verantwortung gezogen zu werden, kann in der Phantasie einen enormen Reiz ausstrahlen. Nichts aber wäre verhängnisvoller, als diese Phantasie als Aufforderung zu betrachten, wirklich über eine Frau herzufallen."

Beim 24/7 ist es das Gleiche. Eine völlige Entrechtung, ein ausnahmsloses Zu-Willen-Sein, ein vollständiges Aufgeben der eigenen Existenz ist ein solch krasser Rückfall in Infantilität, dass kein Mensch diesen Vorgang gutheißen kann, der noch klar bei Verstand ist und den man nur als pathologisch einstufen kann.

Eine Dom-Sub-Beziehung kann dauerhaft auch nur zwischen zwei Menschen stattfinden, denen die Begriffe Vertrauen, Verantwortung und gegenseitiger Respekt nicht fremd sind. Gerät man einen Top, der das Übertragen von Macht einfach nur hemmungslos ausbeutet, dann ist die Beziehung rasch beendet, nämlich dann, wenn der Sub nicht mehr fähig ist, Resourcen zu Verfügung zu stellen.

Ich möchte hinzufügen, dass meine eigenen Erfahrungen zu diesem Thema zuversichtlich stimmen. Ich habe noch nie 24/7 gelebt, strebe das auch nicht an und halte das auch nicht für realistisch. Es gab bei mir aber schon Beziehungen, die eindeutig Merkmale eines 24/7-Szenarios enthielten. Charakterisch hierfür war stets, dass die Frauen gezaudert haben, sich Macht über mich übertragen zu lassen und dass es lange, intime Gespräche gebraucht hat, um in einen Modus zu kommen, in dem beide sich wohl gefühlt haben; in dem weder ich mir ausgenutzt noch die Frau sich ausgelutscht vorkam. So etwas kann nur gedeihen, wenn zwei gleichwertige Partner wohl bedacht ein Abkommen treffen. Die Testfrage, die zu stellen ich jedem Kandidaten nur ans Herz legen kann, lautet:
"Würde diese Frau mich wegwerfen wie eine aufgebrauchte Batterie, sobald sie in mir keinen Nutzen mehr erkennen würde?" Wenn man sich diese Frage stellt und mit Ja! beantworten muss, dann wird über kurz oder lang genau das geschehen und das beinhaltet eine Form von Demütigung, die zumindest ich mir lieber gleich erspare.

Zum Schluss noch ein Gedanke abseits des Naheliegenden:
Die konventionelle Heirat ist vielleicht immer noch der bewährteste Weg in ein 24/7-Dasein. Wenn immer ich hochbetagte Männer frage, worin das Geheimnis ihres jahrzehntelangen Eheglücks besteht, bekomme ich stets folgende Antwort:
"Ich habe früher oder später immer `Ja, Schatzi´ gesagt!"

Gruß

Remington Steele

wütende Proteste

Mo, 11.Apr 2005, 20:53
Hallo Fremder,

meines Erachtens nach vermischt Du da mehrere Dinge:
Man muss doch in der Lage sein, seinen Sextrieb mal abschalten zu können
Ja. Das meine ich mit 24/7 in der Phantasie und mit 24/7 in der Realität.

Für mich hat das Dienen nicht vordergründig etwas mit Sexualität zu tun. Um es ganz plakativ zu formulieren: Ich bin nicht geil, nur weil ich meinem Herrn morgens den Kaffee serviere. Doch es erfüllt mich mit einer inneren Befriedigung (nichtsexueller Art).
Wer diese in den Alltag trägt, ist offensichtlich nicht in Lage (oder nicht gewillt) das wahre, ernsthafte Leben vom Genuss- und Vergnügungsleben zu unterscheiden.
Nein. Ich unterscheide sehr wohl zwischen Genussleben und ernsthaftem Leben. Nur weil ich in meiner Beziehung nicht gleichberechtigt sein möchte (gleichwertig sehr wohl übrigens!) bedeutet es doch nicht, daß ich ständig nur Sex im Kopf habe.

Ich habe versucht, gerade diesen Unterschied deutlich zu machen. In der Phantasie funktioniert 24/7 auch mit 24 Stunden Geilheit die ganze Woche. Oder wie Du selbst auch schreibst, trägt auch ein Maskenfetischist nicht ständig eine Maske.
In der Phantasie tut er das sicherlich. In der Realität geht das natürlich nicht.

Eine 24/7 Partnerschaft bedeutet nicht, daß ständig Sex stattfindet. Es bedeutet einfach, daß beide Partner sich auf eine Hierarchie geeinigt haben, die dann in der Beziehung Bestand hat.
Genauso wenig fände ich es sinnvoll, andauernd dieses Unterwerfungs- oder Dom-/Sub-Spiel zu spielen.
Wir spielen nicht. Wir SIND. Wir schlüpfen in keine Rolle. Wir SIND.

Du lebst Deine Sexualität in Sessions aus, willst für eine bestimmte Zeit in eine Rolle schlüpfen. Du willst Sklave "spielen". Doch Du willst keine "wahre" Sklaverei. SM ist ein Spiel für Dich. Und das soll es gerne bleiben. Es ist ein schönes Spiel.

Ich dagegen sehe es durchaus als meinen Lebensweg an, meinem Partner in bestimmter Art und Weise zu dienen. Es ist für mich kein Spiel, sondern Lebenseinstellung.
Aber ich würde nicht auf die Idee kommen, das miteinander zu verwechseln!


Ich verwechsele nichts. Meine Art BDSM zu leben bedeutet mehr als der kurze Rausch der SM-Session. Meine Hingabe meinem Partner gegenüber möchte ich im Dienen ausdrücken. Extremzofe spricht von tiefem inneren Bedürfnis, ihm zu gefallen.

Und sie hat Recht, wenn sie von Macht abgeben spricht, und nicht von Verantwortung. Die Verantwortung trage ich weiterhin, das habe ich vielleicht unglücklich ausgedrückt. Aber die Macht, die will ich nicht haben.
Aber die vollständige Verquickung von Trieb und Alltag wäre verkehrt, wenn nicht gar krankhaft, meine ich.
Es würde nicht funktionieren! Das ist das, was ich ausdrücken wollte. Ständige Geilheit gibt es nicht in der Realität.

Liebe Grüsse
Tanja
die jetzt gerade nicht in HighHeels und Nahtstrümpfen vor dem PC sitzt , um ihrem Herrn zu gefallen, sondern in Schlabberpulli und dicken Socken, weil ihr sonst zu kalt ist

Mo, 11.Apr 2005, 21:31
hallo tanja,

wenn dir kalt ist, wärme ich dich. gern sogar.
im übrigen stimme ich dir, was das thema angeht, zu.
so, wie du es beschrieben hast, ist eine 24/7-beziehung auch für mich lebbar. fürchterlich, wenn eine frau überhaupt keinen eigenen willen hat und nur noch das tut, was der mann will. das wird sehr schnell langweilig und man gibt die beziehung auf. auch eine 24/7-untergebene sollte ihren herrn nicht nur körperlich, sondern auch geistig fordern.
das leben besteht schließlich nicht nur aus sex.

gruss

gast5 (der sich so langsam, ganz langsam, geistig für einen trip nach hamburg warm läuft...)

Di, 12.Apr 2005, 00:42
Hallo Tanja

Hmm schöne Umschreibung von 24/7.

Ich selbst habe einiges ausprobiert, aber bemerkt, dass 24/7 absolut nichts für mich ist.
Natürlich schon, wenn es begrenzt ist - denn ich habe festgestellt, dass für mich selbst 24/7 keinen Reiz hat, wenn es ständig präsent ist.

Allerdings hielt ich es mit meinem Partner trotzdem so, dass er jederzeit einfordern konnte, was er wollte. Da ich nicht auf "dienende Rollen" stehe, war das bei uns etwas "brutaler".
Allerdings - und das muss ich auch sagen - wenn ich keine Lust hatte, habe ich das durch bestimmte Reaktionen ausgedrückt. Aber mein Partner hat sich trotzdem auch mal gern das geholt, wonach ihm war.
Den Kaffee durfte er sich aber selber holen (und mir gleich einen mitbringen, da ich der Langschläfer in der Beziehung war) und ich durfte an seinen Rechner nicht ran (er hatte immer Angst, ich könnte ihm seine Pornofilmchen klauen *ggg*) und er durfte an meinen Rechner nicht ran (weil er ständig meine Pornobildchen geklaut hat *gg*)

Ich habe in der Beziehung auch nicht geswitcht, denn mein Partner konnte absolut nichts damit anfangen.

Ich meine, dass für mich selbst 24/7 nicht gut ist.
Aber ich denke, solange man eine gesunde Eigenverantwortung mit beisteuert und man bei wichtigen Diskussionen nicht einfach vom dominanten Partner ausgebootet wird und Grundsatzentscheidungen trotzdem selber treffen kann, ist an einer 24/7 nichts auszusetzen.
Bedenklich wäre es, wenn der passive ohne den aktiven nichts mehr auf die Reihe bekommen würde.

Ich selbst finde es immer spannend, wenn Menschen sich zur totalen 24/7 hingeben, ständig Sklaven sein wollen, auf dem Boden schlafen wollen und sich von Resten ernähren wollen. Denn sobald ich für jemanden ständig einkaufen muss, ihn zum Arztbesuch befehligen muss, er ohne mich sterben würde, übernehme ich die Verantwortung über sein Leben.
Ich würde mich auf sowas nicht einlassen - mir reicht die Verantwortung über das Leben meiner Miezen. Und selbst die würden mich nicht brauchen, würde es einen Dosenöffner geben, den sie selbst betätigen könnten :-)

Und zu 24/7 - meine Meinung - gehört mehr, als nur Vertrauen. Es gehört eine ordentliche Portion Mut dazu und auch immer die Möglichkeit, als Mensch (und nicht als Dauer-Sklavin oder Dauer-Herr) angesehen zu werden.
Denn auch der Dominante Part braucht mal eine starke Schulter, an der er sich seine Sorgen ausheulen kann.

Und bestimmt gibt es Momente, in denen der Freund von Tanja ihr etwas ans Bett bringt oder seinen Rechner selbst anstellt. Und sobald auch das passiert (ohne dass man sich einen Zacken aus dem Krönchen haut) nennt man das nicht mehr 24/7, sondern eben Liebe .... und die sollte 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche da sein .....

Liebe Grüsse
Nala

...

Di, 12.Apr 2005, 07:29
Guten Morgen Listies,


@gast5
auch eine 24/7-untergebene sollte ihren herrn nicht nur körperlich, sondern auch geistig fordern
Das schaffe ich schon *grins*

mir ist übrigens schon wieder kalt…ich hoffe, Du findest Mittel und Wege, es mir warm und kuschelig zu bereiten *fg*


@ Nala
Ich selbst habe einiges ausprobiert, aber bemerkt, dass 24/7 absolut nichts für mich ist.
Ich habe es jahrelang als erstrebenswert gesucht, und weiß jetzt, dass ich es vor 5 Jahren noch gar nicht ausgehalten hätte. Es erfordert m.E. eine gewisse Erfahrung und Reife.
Es ist manchmal unendlich frustrierend, erfordert viel Selbstdisziplin und ist meist wunderschön, geborgen und warm.
Allerdings - und das muss ich auch sagen - wenn ich keine Lust hatte, habe ich das durch bestimmte Reaktionen ausgedrückt


Das kenne ich nur zu gut *grins*.

Das sind die Momente, die mich richtig fordern. Manchmal gelingt es, manchmal nicht. Ich bin ja auch nur ein Mensch, und nicht nur Sklavin. Die Aufgabe des Doms ist es dann, solch eine Reaktion entsprechend einzuordnen und entsprechend damit umzugehen. Sprich, er muß das richtige Maß finden zwischen Rücksichtnahme und Durchsetzen des Gewünschten.

Mein Partner verlangt dann oft, dass ich anfange, den gewünschten Befehl zu befolgen, um ihn dann aufzuweichen. „Gehorsamsübung“ nennt er das.
Bedenklich wäre es, wenn der passive ohne den aktiven nichts mehr auf die Reihe bekommen würde.
Ja. Das wäre bedenklich.
Ich selbst finde es immer spannend, wenn Menschen sich zur totalen 24/7 hingeben, ständig Sklaven sein wollen, auf dem Boden schlafen wollen und sich von Resten ernähren wollen. Denn sobald ich für jemanden ständig einkaufen muss, ihn zum Arztbesuch befehligen muss, er ohne mich sterben würde, übernehme ich die Verantwortung über sein Leben.
Die Frage, die sich mir stellt, ist, ob so etwas dauerhaft lebbar ist. Oder wie Remington Steele schrieb, ob sich die Ressourcen irgendwann erschöpfen.
Ich würde mich auf sowas nicht einlassen
Ich auch nicht, weder auf aktiver noch auf passiver Seite. Ich möchte die Verantwortung für mein Leben gerne behalten, ich hab schließlich nur das eine Leben.
mir reicht die Verantwortung über das Leben meiner Miezen. Und selbst die würden mich nicht brauchen, würde es einen Dosenöffner geben, den sie selbst betätigen könnten :-)
Naja, wenn ich an unseren Kater denke, bräuchte er dann aber auch ein selbstreinigendes Katzenklo. :)
Denn auch der Dominante Part braucht mal eine starke Schulter, an der er sich seine Sorgen ausheulen kann.
Ja. Natürlich. Mein Dom ist eben auch und vor allen Dingen Mensch.
Und bestimmt gibt es Momente, in denen der Freund von Tanja ihr etwas ans Bett bringt oder seinen Rechner selbst anstellt.
Solange er keinen Kaffee für mich macht, *brrrrr*. Kaffeekochen ist nicht gerade seine Stärke. Dafür macht er die beste Milch mit Honig, wenn ich krank bin. Und die bringt er auch ans Bettchen.
Und sobald auch das passiert (ohne dass man sich einen Zacken aus dem Krönchen haut) nennt man das nicht mehr 24/7, sondern eben Liebe .... und die sollte 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche da sein .....
Boah, der Satz macht ja einen Kloß in den Hals.

Liebe Grüsse
Tanja

Di, 12.Apr 2005, 12:16
Ich denke, man sollte bei dem Thema 24/7 immer bedenken, dass es dabei mannigfaltige Wege gibt, dieses auch zu leben...

Wenn man versucht, 24Stunden am Tag eine Rolle zu spielen, den Alltag überladen mit Regeln und Ritualen, dann wird diese Form des Zusammenlebens zwangsläufig zur Farce, einfach weil dann auch der dominante Part eben diesen Regeln unterworfen wird, denn er muß diese ja ständig einfordern und überprüfen...
Das wäre mir selbst ehrlich gesagt viel zu anstrengend, den ganzen Tag über mit gestrenger Miene auf einem Podest zu verharren, dass sub mir errichtet hätte, und mit der Peitsche die Einhaltung meiner Gesetze zu überwachen. ;)
Da habe ich weiß Gott besseres zu tun... :)

Wenn man aber als Dom/ sub 24/7 in einer Partnerschaft lebt und sich von Anfang an so gar nicht verstellt, dann ist dies eine durchaus lebbare (für mich die einzig lebbare) Lebensform- und durchaus harmonisch!
Mein Haussklave ist auch gleichermaßen mein Lebenspartner, und Liebe ist ein viel zu kleines Wort für das, was ich für ihn empfinde.
Und/Aber er ist auch 24/7 mein sub, auch für ihn gelten Regeln, die er jederzeit zu befolgen hat.
Er darf zum Beispiel nicht auf die Couch oder auf einem Stuhl sitzen, dafür hat er dann überall dort Bodenkissen, auf denen er es sich neben mir bequem machen kann...
Auch hat er, wenn wir gemeinsam unterwegs sind, immer links von mir zu gehen, mir die Türen aufzuhalten und mir aus dem Mantel zu helfen, also eigentlich ganz normale Höflichkeitsbelange, die jedem Mann gut stünden.
Wo er schläft, bestimme ich, er darf zwar jeden Abend am Bett knien und fragen, ob er an meiner Seite schlafen darf, aber wenn ich das nicht erlaube, schläft er ohne Murren an dem von mir angewiesenen Platz.
Ich bestimme, was er isst, und ich bestelle im Cafe für ihn mit.

Dies alles sind aber Regeln, die ganz selbstverständlich zu unser beider Leben gehören, und sie tragen durchaus zur Harmonie bei- und fungieren nicht als Schikane.

Mir persönlich leutet es auch so gar nicht ein, was es mit Dominanz zu tun hat, wenn man einen anderen Menschen enteignen will, ihn seiner eigenen Meinung berauben möchte und ihm mit mit zahlreichen Schikanen den
Alltag zum Spiessrutenlauf werden lässt...
All dies wäre für mich eher ein Zeichen dafür, dass Domme ihren sub dafür missbraucht, um Frust abzubauen oder eigene Fehlbarkeiten zu übertünchen.
Ich stehe zu meinen Fehlern, alles andere würde mir doch nur selbst das Leben schwer machen, und wenn mein sub mich auf meine Fehler hinweist:
So what? Schliesslich ist er genau deswegen mein Partner geworden, weil er eben mir geistig und intellektuell durchaus das Wasser reichen kann.
Und Sessions sehe ich nicht als Mittel zum Frustabbau, wie leider so viele...
Wenn ich schlecht gelaunt bin, spiele ich nicht-Punkt.
Macht mein sub Fehler, bestrafe ich ihn immer erst dann dafür, wenn meine erste Wut verraucht ist, dann hab ich dann doch auch erst wieder so richtig Spass daran und kann es auch genießen! :)

Kurzum, ich denke, man kann als Dom erst dann SM leben und wirklich geniessen, wenn man einfach der Mensch bleibt, der man ist.
Erst dann kann man entspannt agieren,
erst dann ist Dominanz real und fühlbar.
Als Rolle in einem Theaterstück kann man einfach nicht entspannt agieren, und man kann als eine solche schon gar nicht leben...

Liebe Grüße,
Lady Saskja!

Di, 12.Apr 2005, 15:42
Hallo Nala, hallo Tanja,

Eure Ansichten und Einstellungen zu dem Thema finde ich klasse!!!
Ich verstehe Euch absolut!

Ich stelle mich kurz vor:

Madame Marlies, aktive Zeit als Diensleisterin o\o 29 Jahre,
seit 31.12.2004 Madame Marlies A.D.!

Verheiratet mit Miss Francine, TV-passiv-leicht devot!

Ich lebe 24/7 in einer sehr harmonischen Form, denn wir lieben und achten, respektieren uns.....Liebe ist die Grundvorraussetzung,daß
diese Art von Leben überhaupt funktioniert und Bestand hat!
Wir sind seit 3 Jahren glücklich verheiratet, kennen uns 16 Jahre, zusammen sind wir 4 Jahre!

Für uns ist diese Art zu leben völlig normal, weil niemand zu irgendetwas gezwungen wird, sondern eine Selbstverständlichkeit....aus inniger Liebe!
24/7 ist auch für viele SM´ler etwas anderes, wie z.B. Regeln aufstellen,
Bestrafungen! Machtgefühle habe ich nicht....ich bin einfach dominant..ich verstelle mich nicht...ich/wir lebe(n) SM....täglich....auch ohne SEX......
spielen auf verbaler Ebene und haben viel Spass dabei :-D


Viele Grüße
Madame Marlies

Di, 12.Apr 2005, 15:43
Eine 24/7 Beziehung so wie Tanja sie beschreibt ist sicherlich möglich.
Das war ja auch mein Gedanke mit dem 24/7 die Möglichkeit hat gewisse
Dinge einzufordern und dann muss der Dom eben auch das nötige Gefühl
haben zu wissen wann er etwas einfordern kann, in welcher Situation usw.
Das ihr jetzt nicht so streng nach den Regeln der “O” lebt sondern euch
für euer Leben eben eigene Regeln aufgestellt habt welche Bereiche
darunter fallen und welche nicht finde ich auch vernünftig. Nur wo die
Motivation dafür herkommt, wo der Reiz liegt, das verstehe ich noch
nicht so recht. Tanja schreibt: Wir spielen nicht wir sind! Natürlich spielt
ihr. Ihr habt euch ein Rollenspiel ausgedacht, Regeln festgelegt und das
spielt ihr 24/7. Ihr seid beide berufstätig und ihr seht euch nicht die ganze
Zeit und dann schläft man ja auch noch und so sind es an manchen Tagen
dann doch nur ein paar Stunden in denen Du real Sklavin bist. Ich meine
jetzt die Sklavin Deines Herrn, nicht die im Studio. Ich weiss, Du fühlst
Dich natürlich immer als die Sklavin Deines Herrn aber es ist doch ein
Unterschied ob man das nur fühlt oder ob man das wirklich immer real
ist. Wäre mal interessant wie das bei euch ist wenn ihr beide mal im
Rentenalter seid und ständig zusammen sein könnt.





Zitat:
Das eigentliche Problem jemanden zu finden ist aber das Sir Tobi
ein Mann ist und keine Frau.



Tanja hat folgendes geschrieben:
“Nein, der Meinung bin ich nicht. Ich glaube nicht, dass es viele
Frauen gibt, die sich so versklaven wollen, wie Sir Tobi es beschrieben
hat.”

Das hast Du jetzt falsch verstanden. Damit meinte ich das wenn eine
Frau das will wird sie viele Männer finden die ihr diesen “Traum” er-
möglichen wollen. Wenn ein Mann sowas sucht meldet sich keine
Frau, jedenfalls keine ohne finanzielle Interessen.



Tanja hat folgendes geschrieben:
“Das möchte ich NICHT pauschalisieren, es fällt aber doch auf, dass
Männer zB in Kontaktanzeigen entweder selbst komplett entrechtet
werden wollen, oder aber der Frau keinerlei Rechte einräumen wollen,”

Das ist mir noch nicht aufgefallen. Wenn man sich mal die Anzeigen
bei alt.com anschaut sind die angeblichen Vorstellungen von Frauen
weit extremer als die der Männer. Man weiss natürlich nie hinter
welcher Anzeige wirklich eine Frau steckt und welche von einem
anderen Mann geschaltet wurde. Mein bisheriger Eindruck war das
Frauen in der Fantasie extremer sind als Männer aber das diese Frauen
dann zu gar nichts real bereit sind und dann weiss man natürlich nicht
ob es überhaupt Frauen waren...Zudem sollte man bedenken das Frauen
die sich im Internet bewegen ein durchschnittlich höheres Bildungs-
niveau haben während bei Männern quer durch die Gesellschaft alle
Schichten vertreten sind. Den Eindruck habe ich jedenfalls.

Kontaktanzeigen finde ich interessant, spiegeln sie doch ein wenig
die Verhältnisse der einzelnen Neigungen wider. Interessant deshalb
weil der Typ Frau der häufig in Studios anzufinden ist, die naturver-
anlagte dominant/sadistische Frau zwischen 20 und 35 in der reali-
tät fast gar nicht existiert. Ich gehe nur von denen aus bei denen ich
weiss das sie real waren und wirklich ohne finanzielle Interessen.
Frauen ab ca. Mitte 30 bis ende 40 dom/sad ohne finanzielle Interes-
sen gibt es schon. Mitte 20 bis ende 30 gibt es auch einige Switch
Frauen. Die meisten Frauen ohne fin. Int. sind aber eher dev/maso.
Dev aber auch nur im Rollenspiel und nicht im realen Leben.




Tanja hat folgendes geschrieben:
“und dass dominante Frauen sich einen willensstarken Sub wünschen
(kein Widerspruch), und kein sabberndes Kleinkind.”

Also die Frauen auf die Du jetzt anspielst, die suchen einfach einen
Mann mit viel Kohle. Die Texte sind immer wieder die gleichen und
wenn da der richtige kommt und ihnen nach kurzer Zeit sagt das er
doch keine dom Frau sucht sondern eine sub dann wird aus der dom
eine sub. Ein sabberndes Kleinkind sucht keine Frau. Es gibt real
fast keine Frau die einen wirklich rundum devoten Partner will.


Ich bin ja weder dev noch dom sondern nur S und M aber ich
hatte auch schon Freundinnen die waren sowas von devot aber ganz
ohne SM sondern von Natur aus. Als man die kennenlernte war das
gar nicht zu erkennen aber sobald man mit denen zusammen war
wurde es immer schlimmer. Das macht einen wahnsinnig wenn
ein Partner nicht seine Meinung sagt sondern immer nur ja. Wenn
so eine Frau sagt sie spielt nicht sondern sie ist, dann könnte ich
das unterstreichen. Aber wenn Tanja doch immer ihre eigene
Meinung sagt, jedenfalls solange bis ihr Partner es ihr verbietet
und sie diese Meinung dann trotzdem behält dann ist sie nicht
sondern sie spielt diese Rolle! Du hast Dir vorgestellt wie es
wäre als 24/7 Sklavin zu leben und der Gedanke hat sich in Deinem
Kopf festgesetzt. Dann hast Du Dir den richtigen Partner gesucht.
Deshalb sage ich das Du jetzt diese Rolle spielst. Eine Frau die
richtig devot ist die hat gar nicht das Bedürfnis zu widersprechen,
sie will gar nichts entscheiden. Du sagst doch selber das es für
Dich immer wieder eine Herausforderung ist Dich in Deine Rolle
zu fügen. Vielleicht willst Du Dir ja selber etwas beweisen?



Iris hat folgendes geschrieben:
“anders gesagt.. wenn ich toppe.. dann bin ich nicht geil... aber ich empfinde
tief in mir ein Machtgefühl.. einer Lust.. die nicht körperlich ist..”

Das empfinde ich überhaupt nicht. Da liegt vielleicht ein grundlegender
Unterschied zwischen einem Dom und einer Dom, die Motivation. Ich
spiele gerne mit dem Körper der Frau und ich beobachte gerne die Reak-
tionen.



Iris hat folgendes geschrieben:
“... wenn ich Ihm diene, dann ist da nicht unbedingt Lust... aber ein
tiefes inneres Bedürfnis Ihm zu gefallen...”

Ich glaube auch hier ist ein grundlegender Unterschied zwischen einem
männlichen Sub und einer weiblichen Sub. Die Frauen die ich real kennen-
gelernt habe hatten alle eine ähnliche Motivation. Sie waren zwar eher
maso und dev nur für ein Rollenspiel aber auch für sie stand es im Vor-
dergrund dem Dom zu gefallen. D. h. sie wollten z. B. von einem Mann
gefesselt und gequält oder ausgepeitscht werden aber ihre eigene Lust
stand nicht im Vordergrund sondern es war ihnen am wichtigsten das
sie das Gefühl hatten das es dem Mann Spass macht sie zu behandeln.
Männliche Subs haben meist ganz konkrete Fantasien die sie ausleben
wollen und sie stellen ihren eigenen Orgasmus in den Mittelpunkt.
Natürlich gibt es auch da Ausnahmen. Da ist nur mein bisheriger
Eindruck. Wie das bei rein devoten Männern aussieht weiss ich nicht.
Aber auch hier liest man manchmal interessante Sachen die für die
Dom eigentlich nur Arbeit bedeuten.

Wenn ich so ein starkes Bedürfnis habe einem anderen zu gefallen,
ist das dann nicht ein Zeichen für ein schlechtes Selbstwertgefühl?
Ihr sagt jetzt natürlich das ist weil ihr euren Partner liebt aber ich sage
dann mal das dieses Bedürfnis schon vorher da war!

Wie sieht es mit dem dominanten Part aus. Wenn jemand das
Bedürfnis hat einen anderen 24/7 zu beherrschen. Ist das nicht auch
ein Zeichen dafür das derjenige im normalen Leben etwas zu kurz
gekommen ist? Schlechtes Selbstbewusstsein weil er/sie im Alltag
einen Mangel an Macht und Respekt von anderen verspüren?
Interessant wäre es auch wenn jemand hier seine Meinung äussern
würde der/die 24/7 die Rolle des Top spielt. Mich würde es schon
interessieren worin die Motivation dafür liegt.



Lady Saskja hat folgendes geschrieben:
“Mir persönlich leutet es auch so gar nicht ein, was es mit Dominanz
zu tun hat, wenn man einen anderen Menschen enteignen will, ihn
seiner eigenen Meinung berauben möchte und ihm mit zahlreichen
Schikanan den Alltag zum Spiessrutenlauf werden lässt...
All dies wäre für mich eher ein Zeichen das Domme ihren sub
missbraucht, um Frust abzubauen oder eigene Fehlbarkeit zu über-
tünchen.”


Lady Saskja hat folgendes geschrieben:
“Er darf zum Beispiel nicht auf die Couch oder auf einem Stuhl sitzen,
dafür hat er dann überall dort Bodenkissen, auf denen er es sich neben
mir bequem machen kann...”
“Wo er schläft, bestimme ich, er darf zwar jeden Abend am Bett knien
und fragen, ob er an meiner Seite schlafen darf, aber wenn ich das nicht
erlaube, schläft er ohne Murren an dem von mir angewiesenen Platz.
Ich bestimme, was er isst, und ich bestelle im Cafe für ihn mit.”



Dazu erspare ich mir jetzt jeden Kommentar weil man ist ja tolerant...
Nur wo der Reiz liegt eine solche Beziehung zu leben, das verstehe ich
immer noch nicht. Gut, hier kam jetzt der Spruch es ist die einzig lebbare Form der Partnerschaft für mich aber was ist daran schön oder erstrebenswert?
National organisation of men against amazonian masterhood

Di, 12.Apr 2005, 17:05
Ich glaube auch hier ist ein grundlegender Unterschied zwischen einem
männlichen Sub und einer weiblichen Sub. Die Frauen die ich real kennen-
gelernt habe hatten alle eine ähnliche Motivation. Sie waren zwar eher
maso und dev nur für ein Rollenspiel aber auch für sie stand es im Vor-
dergrund dem Dom zu gefallen. D. h. sie wollten z. B. von einem Mann
gefesselt und gequält oder ausgepeitscht werden aber ihre eigene Lust
stand nicht im Vordergrund sondern es war ihnen am wichtigsten das
sie das Gefühl hatten das es dem Mann Spass macht sie zu behandeln.
Männliche Subs haben meist ganz konkrete Fantasien die sie ausleben
wollen und sie stellen ihren eigenen Orgasmus in den Mittelpunkt.
Natürlich gibt es auch da Ausnahmen. Da ist nur mein bisheriger
Eindruck. Wie das bei rein devoten Männern aussieht weiss ich nicht.
Aber auch hier liest man manchmal interessante Sachen die für die
Dom eigentlich nur Arbeit bedeuten.
So doof das vielleicht ist - aber den Eindruck gewinne ich oftmals auch.
Während eine devote Frau eine Hilfe ist, bedeutet ein devoter Mann oft Arbeit.

Aber NoMaam - jeder muss seine Partnerschaft so ausleben, wie Partner das am besten Leben können.

Wird eine Partnerschaft aus dem Grund aufgebaut, dass beide sich eine 24/7 wünschen, dann wird es immer eine sexuelle Beziehung sein, die auch nur eine sexuelle Basis hat. Bricht diese Basis irgendwann mal zusammen, dann ist die Beziehung vorbei.
Ergibt sich in einer Beziehung allerdings irgendwann mal das berühmt-berüchtigte "24/7", und der sexuelle Zweig bricht irgendwann mal (egal welche Gründe), so wird - wenn die Partnerschaft solide ist - die Beziehung halten und auch dies Überleben.

Nehmen wir doch mal Tanjas Beispiel ihrer 24/7 Beziehung.

Es wäre eine negative Sache, wenn sie wirklich tagtäglich in Strapsen und geiler Wäsche rumlaufen MÜSSTE, obwohl sie es eigentlich nicht will, und dann auch noch ständig für Grabschattacken oder andere Dinge "herhalten" müsste (obwohl ihr grad nicht wirklich danach ist, weil sie sich zB. launisch fühlt, nicht wohlfühlt, Bauchschmerzen hat, etc.)
Es wäre eine negative Sache, wenn die komplette Beziehung auf Sex basieren würde (Tanja hätte also nicht das Recht, sich selbst zu Entfalten in Form von Kleidung, Freiheiten, Treffen von Freunden, etc.)
So eine Partnerschaft würde absolut nicht lange halten - denn irgendwann hat sich jeder an Strapsen und Strapshaltern sattgesehen.
Ich denke, jeder Mann (und sei er noch so überzeugter Dom) würde es irgendwann langweilig finden, wenn die Freundin ständig Sklavin ist, in knapper Wäsche mit offenem Mund und geöffneten Schenkel (für den wirklich tiefen Einblick) sitzt und jede Frage nur mit "Wie du/Sie wünscht/en, Herr" beantwortet.
Selbst der abgebrühteste Dom (im pathologisch sexuellem Sinne) würde irgendwann seine Sklavin packen und ihr am liebsten eine eigene Meinung einprügeln wollen.
Es wäre eine Reizüberflutung, die irgendwann nur noch Überflutung wäre - ohne Reiz.

Ich selbst stelle mir - aufgrund der Erzählungen von Tanja - ihre Beziehung anders vor.
Ich meine, dass Tanja ein gutes Mundwerk hat und sich auch so schnell kein A für ein B verkaufen lässt.
Ich kann mir blühend vorstellen, dass die beiden (obwohl ich sie nicht kenne) sich fetzen können, dass aussenstehende die Ohren anlegen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass Tanja auch gern mal einen frechen Spruch bringt und mit einem breiten (triumphierenden) Grinsen dasitzt, weil sie die verbale Schlacht mit dem Gegenstück gewonnen hat.
Ich kann mir vorstellen, dass auch Tanja bei Ungerechtigkeit ihr Gegenüber die Krallen ausfahren würde - und aus dem Schmusekätzchen dann eine wilde Raubkatze wird.

Ich kann mir aber auch vorstellen, dass ihr Liebster ihr, wenn sie dann mal zu sehr Triumphiert, gerne mal ihre Grenzen zeigt und im triumphalen Wortgefecht den Spiess umdreht um schliesslich selbst auf dem Thron zu sitzen.
Ich kann mir vorstellen, dass der Liebste auch gerne mal ein Machtwort (a la "Hugh- ich habe gesprochen") von sich gibt, wenn die Diskussion zu nervenaufreiebend wird oder ständig wiederholt wird, was sowieso klar ist.
Naja und er ist ein Mann (zumindest gehe ich davon aus).

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Tanja jeden Abend am Kreuz hängt und von ihrem Liebsten für irgendwelche Banalen Dinge bestraft wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr Liebster sie jeden Tag im Mini antanzen lässt um sich von ihr einen Blow-Job zu holen.
Im Gegenteil - ich denke die beiden haben auch tollen Blümchensex und ich denke auch, dass Tanja soviel erotik in sich trägt, dass sie ihren Männe auch mal nach Strich und Faden verführt, dass der Kerl gar nicht weiss, wie ihm grad geschieht.

Nein, in meinen Augen ist das keine 24/7, wie man sich das gerne vorstellt.
In meinen Augen ist das eine "dicke Wollpulli Trainingshosen sexy Minirock Highheels Zuckerbrot und Peitsche"-Partnerschaft.
Es ist das Leben.

Denn - und so schätze ich auch Tanja ein - wenn sie Bock auf Sex hat, dann wird sie das zeigen und nicht darauf warten, bis Masterchen aus den Puschen kommt. Und ihr Männe wird ihr ebenfalls zeigen, wann er seine Tanja gerne in tollen Positionen hätte.
Aber ebenso wird sich der grosse Dom auch mal an Tanja kuscheln und ihr sagen, wie gut ihr Haar heute riecht und dass er sie liebt.

Und somit denke ich - zumindest laut dem, was ich hier gelesen habe - dass das kein Spiel sondern eine ganz normale Beziehung ist, indem Liebe die grösste Rolle spielt.

Natürlich versteckt man sich gerne hinter Begrifflichkeiten (ich hoffe du siehst das nicht Negativ, Tanja).
Ich kenne ein Pärchen - sie liebt Rohrstockerziehung ohne Ende. Er weigert sich, sich selbst als BDSMler zu bezeichnen (denn die sind ja alle Pervers) - im selben Moment schnappt er sich grinsend den Rohrstock und zieht ihn seiner Frau über den Hintern. Denn das ist in Ordnung und vollkommen normal.
Und seine Frau? Tja, die geniesst es und sie wird sich hüten, ihm zu sagen, dass er sich bereits mitten in der Welt des BDSMs befindet :-)

Partnerschaft ist Partnerschaft - jeder definiert sie, wie er möchte. Solange sie sich in gesunder Waage und gesunder gegenseitiger Selbstüberschätzung und Liebe bewegt, ist es okay.

Tanja ist keine Sklavin(das würde bedeuten, dass sie jedem ergiebigst gehorcht, und das glaube ich bei ihr nicht :-) ) - und ihr Liebster auch kein Herr (es würde bedeuten, dass er auf jedes Wesen hier einen dominanten Einfluss hätte, und auch das halte ich nicht für möglich). Sie sind ein Paar, die eben IHRE Regeln festgelegt haben. Sie haben beide Neigungen, die sie ausleben. Sie spielen gegenseitig mit ihren Reizen und errogenen Zonen und jeder will, dass es dem anderen gut tut.
Und darum geht es - in einer Partnerschaft. Ob man sie nun 24/7 oder sonstwie nennt, ist dann im Prinzip egal.

Liebe Grüsse
Nala

Di, 12.Apr 2005, 17:41
@ No Ma´am :
Ich denke, es wurde nun hier von vielen sehr schön beschrieben, wie sie eben ihre Form des 24/7 leben, und wo eben darin der Reiz für sie liegt.
Dass du in diesen Ausführungen nicht die Antwort findest, worin da der Reiz für dich bestehen könnte, dies zu leben, liegt doch auf der Hand, denn jeder "tickt" nun einmal anders und wünscht sich eben auch anderes zum glücklich sein, oder?
Die Kunst liegt schlichtweg darin, eben den Partner zu finden, der sich genau dasselbe erträumt wie man selbst.
Genausogut könntest du jetzt nach dem Reiz von Apfelmus fragen, wenn du selbst aber gar keine Äpfel magst... ;)

Es gibt nun einmal nicht DIE Wahrheit, sondern viele, und die meinige stellt überhaupt nicht den Anspruch an sich, für alle zu gelten...

Di, 12.Apr 2005, 20:32
Hallo Ihrs,

Hi No Ma’am,

ich denke, Lady Saskjas Beispiel mit dem Apfelmus spricht für sich. :)

Wie soll ich Dir die Motivation dahinter erklären, wenn es absolut nicht Dein Spiel zu sein scheint?

Wenn mir jemand sagen würde, er findet es toll, eine Schweinemaske aufzusetzen und zu grunzen, würde ich mich auch schwer tun, gerade dieses Spiel erotisieren zu können.
Ich weiss, Du fühlst Dich natürlich immer als die Sklavin Deines Herrn aber es ist doch ein Unterschied ob man das nur fühlt oder ob man das wirklich immer real ist
Soweit ich informiert bin, ist die Sklaverei in Deutschland abgeschafft.
Kein Sklave ist realer Sklave, keine Herrin reale Herrin. Niemand ist das reale Eigentum eines anderen.
Kein Sklavenvertrag hätte vor einem deutschen Gericht Bestand, er ist sittenwidrig.
Insofern hast Du natürlich Recht, es ist eine Rolle und wir „spielen“ diese. Ich gehöre ihm nicht wirklich. Die größtmögliche Form, einem anderen Menschen zu gehören ist wohl die Ehe. :)

Wie real müsste es denn für Dich sein, um real zu sein?
Wäre mal interessant wie das bei euch ist wenn ihr beide mal im
Rentenalter seid und ständig zusammen sein könnt
.

Für ein durchschnittliches Paar sind wir sehr viel zusammen, da mein Partner von zu Hause arbeitet und ich ja bekanntermaßen keinen 8 Stunden Bürojob habe.
Damit meinte ich das wenn eine Frau das will wird sie viele Männer finden die ihr diesen “Traum” ermöglichen wollen.
Aber eine Frau will meist keine 24/7 Versklavung, wie der Mann sich das vorstellt.

Dann kann sie nämlich einfach heiraten und schon hat sie 24/7.

Wenn ein Mann sowas sucht meldet sich keine Frau, jedenfalls keine ohne finanzielle Interessen.

Da verweise ich auf Nalas Posting, die schrieb:

Während eine devote Frau eine Hilfe ist, bedeutet ein devoter Mann oft Arbeit.

Über Kontaktanzeigen schreibst Du:
Interessant deshalb weil der Typ Frau der häufig in Studios anzufinden ist, die naturveranlagte dominant/sadistische Frau zwischen 20 und 35 in der realität fast gar nicht existiert.
Da gebe ich Dir Recht. In Studios werden Männerphantasien erfüllt. Devote Männer wollen gerne eine knackige 20jährige Domina mit 15 Jahren Erfahrung. Funktioniert nicht, doch oft siegt bei Männern die Optik vor der Kompetenz.

Also, ich weiß ja nicht, wo Du Kontaktanzeigen liest. Doch auch vor dem Medium Internet gab es schon SM-Anzeigen in diversen Printmedien.

Wahllos herausgeschrieben aus den Schlagzeilen Nr 34:

Beispiel:

Dev Mann sucht phantasievolle Herrin mit einem Faible für Fesselungen aller Art, Bondage, Kettenhaltung, Handschellen, Knebel, Ausgeliefertsein, Hilflosigkeit, Ausdauer, Dein Wille sowie Dein Hang zu Gemeinheiten und ausgefallenen Spielen sollen mein zukünftiges Dasein als Dein Sklave bestimmen

Hört sich für mich nach viel Arbeit für die Herrin an.

Dom Frau: Begib Dich in meine Hände, laß Dich fallen, aber sage nicht, dass Du mit meiner Dominanz nicht gerechnet hättest.

Hört sich schön an.

DomMann: Strenger Erzieher sucht tabulose Sklavin, um sie abzurichten

Hört sich nach Wxxx an
Es gibt real fast keine Frau die einen wirklich rundum devoten Partner will.
Nein, weil devote Männer Arbeit machen. Tue dies, tue das, sei meine Göttin, ich mag dies und ich mag das. Herrin = Wunscherfüllerin
Das macht einen wahnsinnig wenn ein Partner nicht seine Meinung sagt sondern immer nur ja.
Ja. Du hast es doch erfasst. Immer devot ist langweilig. Keine eigene Meinung ist langweilig. Wie soll ich jemanden auf die Knie zwingen, wenn er längst unter dem Teppich herumkriecht? Wie Widerstände brechen, wo keine da sind?
Aber wenn Tanja doch immer ihre eigene
Meinung sagt, jedenfalls solange bis ihr Partner es ihr verbietet
und sie diese Meinung dann trotzdem behält dann ist sie nicht
sondern sie spielt diese Rolle
Nein. Dann bin ich ein denkendes Individuum mit eigener Meinung.
Du sagst doch selber das es für Dich immer wieder eine Herausforderung ist Dich in Deine Rolle zu fügen
Die Herausforderung besteht darin, mich zu fügen, obwohl ich nicht dergleichen Meinung bin. Da fängt für mich persönlich Gehorsam an.
Wenn ich so ein starkes Bedürfnis habe einem anderen zu gefallen, ist das dann nicht ein Zeichen für ein schlechtes Selbstwertgefühl
Mein Selbstwertgefühl ist riesig. Wenn Du in einer Partnerschaft lebst, möchtest Du Deinem Partner doch auch gefallen, oder?
Schlechtes Selbstbewusstsein weil er/sie im Alltag
einen Mangel an Macht und Respekt von anderen verspüren?
Wenn ich einen Dom hätte, der sich nur mir gegenüber dominant verhält, aber in der Gesellschaft ein absolutes Weichei ist, würde ich ihn und seine Dominanz sicher nicht lange ernst nehmen können.

@Nala
Ich meine, dass Tanja ein gutes Mundwerk hat und sich auch so schnell kein A für ein B verkaufen lässt.
Ich kann mir blühend vorstellen, dass die beiden (obwohl ich sie nicht kenne) sich fetzen können, dass aussenstehende die Ohren anlegen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass Tanja auch gern mal einen frechen Spruch bringt und mit einem breiten (triumphierenden) Grinsen dasitzt, weil sie die verbale Schlacht mit dem Gegenstück gewonnen hat.
Ich kann mir vorstellen, dass auch Tanja bei Ungerechtigkeit ihr Gegenüber die Krallen ausfahren würde - und aus dem Schmusekätzchen dann eine wilde Raubkatze wird.

Ich kann mir aber auch vorstellen, dass ihr Liebster ihr, wenn sie dann mal zu sehr Triumphiert, gerne mal ihre Grenzen zeigt und im triumphalen Wortgefecht den S s umdreht um schliesslich selbst auf dem Thron zu sitzen.
Ich kann mir vorstellen, dass der Liebste auch gerne mal ein Machtwort (a la "Hugh- ich habe gesprochen") von sich gibt, wenn die Diskussion zu nervenaufreiebend wird oder ständig wiederholt wird, was sowieso klar ist.
Naja und er ist ein Mann (zumindest gehe ich davon aus).


Yepp, absolut 100%

Du schreibst:
Nein, in meinen Augen ist das keine 24/7, wie man sich das gerne vorstellt
Das ist lebbar, nur MANN stellt es sich gerne anders vor
Natürlich versteckt man sich gerne hinter Begrifflichkeiten (ich hoffe du siehst das nicht Negativ, Tanja).
Nö. Ist schon okay. Wir geben dem Kind ja immer gerne Namen, gelle.

Ich habe einen Gast, der absolut auf Schulmädchenerziehung steht. Es ist aber unbedingt für ihn erforderlich, dass das Schulmädchen gerade 18 geworden ist, damit er nicht über sich denken müsste, er wäre pervers und pädophil. Dabei tragen 18jährige selten weiße Kniestrümpfe :)

Just my 2cts

Liebe Grüsse
Tanja
*die auch heute wieder keine Strapse trägt

Di, 12.Apr 2005, 21:27
@saskja
Du hast die Anspielung einfach nicht verstanden. Einerseits
schreibst du das nach deinem Empfinden es nichts mit
Dominanz zu tun hat wenn man dem devoten Part den Alltag
zum Spiessrutenlauf werden lässt, wenn man ihn benutzt um
Frust abzubauen usw. und dann schreibst du das Dein Sub
nicht auf einem Sofa sitzen darf, er dort zu schlafen hat wo
es dir gerade passt, du ihm vorschreibst was er zu essen
hat usw.

Mal eine Zwischenfrage: Was bedeutet dominant? Also für
mich ist das eine Person mit Führungsqualität die selbst-
bewusst ist und souverän.

Du möchtest doch dominant sein und was schreibst du?

“Macht mein sub Fehler, bestrafe ich ihn immer erst dann
dafür, wenn meine erste Wut verraucht ist...”

Du kannst dich über so einen Kinderkram aufregen? Das
hat doch mit Dominanz nichts zu tun, dann bist du irgendwie
ein bisschen unausgeglichen um es mal vorsichtig
auszudrücken. Man kann ja bei einem Fehler etwas Wut
oder auch Enttäuschung vorspielen aber sich wirklich
über sowas aufregen? Das ist doch einfach lächerlich...

Lady Saskja hat folgendes geschrieben:
“Es gibt nun einmal nicht DIE Wahrheit, sondern viele, und die
meinige stellt überhaupt nicht den Anspruch an sich, für alle zu
gelten..”

Und das ist gut so! Wenn ein dominanter Mann sowas von sich
geben würde dann würde man ihn als Psychopathen abstempeln
aber ich glaube da beschwere ich mich jetzt im falschen Forum...
National organisation of men against amazonian masterhood
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