Liebe Studiogänger!
In Anlehnung an den Thread „Gewissenbisse danach“ möchte ich einen Neuen eröffnen mit ähnlicher Thematik. Und wie es der Titel schon sagt dreht es sich um die Tage nach einem Studiobesuch.
Man sollte eigentlich meinen, dass man(n) nach einem Studiobesuch frisch gestärkt ins Leben zurückkehrt. Nur bei mir ist das anders, ich stehe dann meist da, mit verstriemten Hintern, durchstochenen Brustwarzen und ein paar Hundert Euro ärmer und tappe immer wieder in die Grübelfalle, frage mich was der ganze Schmarn eigentlich soll. Verfalle in fast schon einen depressiven Dämmerzustand, und das Leben steht still! Hoch geflogen, und tief gefallen!
Wenn ich dann den ganzen „meine göttliche Herrin“ Schwachsinn hier lese, dann könnte ich nur noch kotzen.
Mir geht es dabei absolut nicht um das Geld, und die Anzahl meiner Studiobesuche bestimmt nicht der Geldbeutel sondern eher meine psychische Verfassung. Die Sehnsucht ist da, aber ich kann dann dem Erlebten nichts positives abgewinnen, eher im Gegenteil.
Kennt ihr ähnliche Zustände?!
Mit freundlichen Grüßen
Begbie
So, 15.Okt 2006, 22:15
Hallo Begbie!
Ich finde deinen Beitrag sehr gut und sehr wichtig, weil er nichts mit den üblichen eindimensionalen Leistungs- und Warenkategorien zu tun hat, sondern nach dem Sinn der Leistungen fragt. Frustration und Überdruß dieser Art ahben sicherlich damit zu tun, daß trotz aller Erregung ein grundlegendes Bedürfnis unbefriedigt bleibt.
Du schreibst von unerfüllter Sehnsucht. Vermutlich liegt da der Schlüssel. Bestimmte Sehnsüchte lassen sich durch SM nicht befriedigen, schon gar nicht dadurch, daß man sich für eine begrenzte Zeit eine Leistung mietet. Worum es in deinem Fall dabei geht, weißt du - hoffentlich - am besten.
Zu deiner letzten Frage: ich kenne dieses Gefühl sehr gut. Dieses "Es hat mich trotz allen Aufwandes und aller Aufregung nicht ernährt."
Irredentia
Ich finde deinen Beitrag sehr gut und sehr wichtig, weil er nichts mit den üblichen eindimensionalen Leistungs- und Warenkategorien zu tun hat, sondern nach dem Sinn der Leistungen fragt. Frustration und Überdruß dieser Art ahben sicherlich damit zu tun, daß trotz aller Erregung ein grundlegendes Bedürfnis unbefriedigt bleibt.
Du schreibst von unerfüllter Sehnsucht. Vermutlich liegt da der Schlüssel. Bestimmte Sehnsüchte lassen sich durch SM nicht befriedigen, schon gar nicht dadurch, daß man sich für eine begrenzte Zeit eine Leistung mietet. Worum es in deinem Fall dabei geht, weißt du - hoffentlich - am besten.
Zu deiner letzten Frage: ich kenne dieses Gefühl sehr gut. Dieses "Es hat mich trotz allen Aufwandes und aller Aufregung nicht ernährt."
Irredentia
Ja genau
Mo, 16.Okt 2006, 17:41Hallo
Ja ich kann dich gut verstehen.denn mir geht es genau so, zuerst freue ich mich riesig auf die Session bin augeregt und male mir aus was wir alles anstellen werden und kaum ist die Session zu Ende habe ich ein Gefühl der Leere und fühle mich nicht wohl in meiner Haut.
Dazu möchte ich sagen das hat nichts mit meiner Herrin zu tun wir verstehen uns prima,sie geht auf meineWünsche ein und versucht wirklich alles das es für uns beide eine befriedigende Session wird und während der Session fühle ich mich ja auch wohl.
Aber danach, ich kann es einfach nicht erklären, warum ich mich nachher so schlecht fühle.
Ich habe auch schon probiert auszusteigen, unmöglich ,nach einer gewissen Abstinenz überkommt mich ein regelrechter Zwang und die Lust dann fahre ich wieder hunderte Kilometer und das Spiel beginnt wieder von vorne.
Vielleicht ist es ja wirklich so, weil es nur für die gemietete Zeit ist und tief im inneren die Sehnsucht nach mehr verlangt,ich weiß es nicht, und so bleibt mir nur mich damit abzufinden es ist ein Spiel auf Zeit und das wars.
Bei mir dauert es ja nicht zu lange und dann wächst schon wieder langsam die Sehnsucht auf ein neues Spiel und vielleicht kommt einmal die Zeit wo ich mich auch nachher puddelwohl fühle so wie während der Session.
schöne Grü0e an euch alle Dino1
Ja ich kann dich gut verstehen.denn mir geht es genau so, zuerst freue ich mich riesig auf die Session bin augeregt und male mir aus was wir alles anstellen werden und kaum ist die Session zu Ende habe ich ein Gefühl der Leere und fühle mich nicht wohl in meiner Haut.
Dazu möchte ich sagen das hat nichts mit meiner Herrin zu tun wir verstehen uns prima,sie geht auf meineWünsche ein und versucht wirklich alles das es für uns beide eine befriedigende Session wird und während der Session fühle ich mich ja auch wohl.
Aber danach, ich kann es einfach nicht erklären, warum ich mich nachher so schlecht fühle.
Ich habe auch schon probiert auszusteigen, unmöglich ,nach einer gewissen Abstinenz überkommt mich ein regelrechter Zwang und die Lust dann fahre ich wieder hunderte Kilometer und das Spiel beginnt wieder von vorne.
Vielleicht ist es ja wirklich so, weil es nur für die gemietete Zeit ist und tief im inneren die Sehnsucht nach mehr verlangt,ich weiß es nicht, und so bleibt mir nur mich damit abzufinden es ist ein Spiel auf Zeit und das wars.
Bei mir dauert es ja nicht zu lange und dann wächst schon wieder langsam die Sehnsucht auf ein neues Spiel und vielleicht kommt einmal die Zeit wo ich mich auch nachher puddelwohl fühle so wie während der Session.
schöne Grü0e an euch alle Dino1
Mo, 16.Okt 2006, 18:24
Lassen sich Sehnsüchte überhaupt dauerhaft befriedigen?
Wohl genauso erfolgreich, wie sich Gefühle konservieren lassen.
Der "cold turkey" gehört leider mit zur Droge SEX.
Und zum S/M noch viel mehr (auch in privaten Beziehungen, nur gibt es da ein Wohlfühl- und Wiederholungs-Sicherheitsnetz).
Aber: ich habe es auch schon erlebt, daß ich eine Studiosession gebraucht, gebucht und genossen habe.
UND danach zufrieden war.
Einfach weil der Trieb - wie gewünscht - gestillt war.
Wohl genauso erfolgreich, wie sich Gefühle konservieren lassen.
Der "cold turkey" gehört leider mit zur Droge SEX.
Und zum S/M noch viel mehr (auch in privaten Beziehungen, nur gibt es da ein Wohlfühl- und Wiederholungs-Sicherheitsnetz).
Aber: ich habe es auch schon erlebt, daß ich eine Studiosession gebraucht, gebucht und genossen habe.
UND danach zufrieden war.
Einfach weil der Trieb - wie gewünscht - gestillt war.
Mo, 16.Okt 2006, 23:39
Zuletzt geändert von tittenman am Fr, 16.Feb 2007, 01:49, insgesamt 1-mal geändert.
Re: The day(s) after!
Di, 17.Okt 2006, 08:41Da kann ich nur zustimmen. Mir ging es oft so, dass ich nach dem Abspritz.. gedacht habe, Schade um das ganze Geld, könntest selbst billiger haben, jetzt nichts wie raus. Einige Ausnahmen gab es schon, aber trotzdem das Gefühl danach war nie so toll. Mitlerwiele mache ich es so, sowie mich etwas stört (natürlich vor Beginn und vor Zahlung) gehe ich einfach wieder. Da meine Vorlieben aber im bizarren Bereich liegen und ich sehr genaue Vorstellungen davon habe, was ich wo wie will (www) und ich nur noch feste Adressen aufsuche, habe ich meistens danach ein Gefühl der totalen Befriedigung und Erleichterung und alles im 100 EUR-Rahmen....begbie27 hat geschrieben: Wenn ich dann den ganzen „meine göttliche Herrin“ Schwachsinn hier lese, dann könnte ich nur noch kotzen. Begbie
Di, 17.Okt 2006, 09:52
Ich glaube, hier vermischen sich verschiedene Ursachen des Nach-Session-Blues.
Eine Ursache kann ganz bestimmt die sein, dass Gast sich nicht fallen lässt, sich nicht auf Domina einlässt, einen exakten Wunschzettel und Drehplan abgearbeitet haben möchte. Ich denke, dabei ist Frust quasi vorprogrammiert, weil der Drehplan allein im Kopf des Gastes entstanden ist, aber durch den Versuch der Realisierung mittels einer zweiten Person zwangsläufig ungeplante,"fremde" Elemente eingebracht werden, die häufig als störend empfunden werden und nicht verarbeitet werden können.
Eine weitere Ursache kann darin liegen, dass Gast nicht möglichst billig - und damit meine ich nicht oder nicht nur das Geld - das nachhaltige Gefühl einer Beziehung erwerben kann. Es ist eben auf Zeit, und ohne dass sich beide Teile dauerhaft wie in einer Beziehung mit ihrer Seele einbringen und am Zusammensein arbeiten.
Es könnte einfach Sucht sein, die einen nach versuchter und nicht erreichbarer Erfüllung immer mit Verzweiflung und Überdruss zurücklässt.
Oder es könnte daran liegen, dass eine Session wirklich funktioniert hat, wirklich Erfüllung gebracht hat, dass beim Gast Rauschzustände auftraten und Endorphine satt sein System überschwemmten. Wenn Gast danach realisiert, dass dies nur auf Zeit war und er danach damit allein ist, dann kann das Runterkommen besonders ernüchternd sein.
Marfa
Eine Ursache kann ganz bestimmt die sein, dass Gast sich nicht fallen lässt, sich nicht auf Domina einlässt, einen exakten Wunschzettel und Drehplan abgearbeitet haben möchte. Ich denke, dabei ist Frust quasi vorprogrammiert, weil der Drehplan allein im Kopf des Gastes entstanden ist, aber durch den Versuch der Realisierung mittels einer zweiten Person zwangsläufig ungeplante,"fremde" Elemente eingebracht werden, die häufig als störend empfunden werden und nicht verarbeitet werden können.
Eine weitere Ursache kann darin liegen, dass Gast nicht möglichst billig - und damit meine ich nicht oder nicht nur das Geld - das nachhaltige Gefühl einer Beziehung erwerben kann. Es ist eben auf Zeit, und ohne dass sich beide Teile dauerhaft wie in einer Beziehung mit ihrer Seele einbringen und am Zusammensein arbeiten.
Es könnte einfach Sucht sein, die einen nach versuchter und nicht erreichbarer Erfüllung immer mit Verzweiflung und Überdruss zurücklässt.
Oder es könnte daran liegen, dass eine Session wirklich funktioniert hat, wirklich Erfüllung gebracht hat, dass beim Gast Rauschzustände auftraten und Endorphine satt sein System überschwemmten. Wenn Gast danach realisiert, dass dies nur auf Zeit war und er danach damit allein ist, dann kann das Runterkommen besonders ernüchternd sein.
Marfa
klassische Domina http://www.la-marfa.com
Aus- und Fortbildungen und Coachings http://www.bdsm-akademie.com
Aus- und Fortbildungen und Coachings http://www.bdsm-akademie.com
Di, 17.Okt 2006, 10:12
Von einem Studiobesuch zu erwarten, er würde emotionalen Rückhalt leisten können (und sei die Dame noch so vertraut & sympathisch) ist schlichter Selbstbetrug.
the day after
Di, 17.Okt 2006, 10:31@Lady Marfa
schön beschrieben. Danke.
@Schmerzherzen
Erwarten kann man(n) das sicher nicht.
Doch der Wunsch ist bei einigen vielleicht da.
Und das ist ein Gefühl...rational erklärbar, aber emotional sicher nicht so leicht abzustellen.
Für diejenigen, die beim SM mehr suchen als die körperliche Befriedigung, kann ein Domina-Besuch im Nachhinein eventuell zu so einem inneren Konflikt führen.
Selbstbetrug hin oder her. :-)
Lieben Gruß,
Tanja
schön beschrieben. Danke.
@Schmerzherzen
Erwarten kann man(n) das sicher nicht.
Doch der Wunsch ist bei einigen vielleicht da.
Und das ist ein Gefühl...rational erklärbar, aber emotional sicher nicht so leicht abzustellen.
Für diejenigen, die beim SM mehr suchen als die körperliche Befriedigung, kann ein Domina-Besuch im Nachhinein eventuell zu so einem inneren Konflikt führen.
Selbstbetrug hin oder her. :-)
Lieben Gruß,
Tanja
Re: The day(s) after!
Di, 17.Okt 2006, 10:45Das kann ich sehr gut nachvollziehen und halte es ebenso! Ich erhalte meine Befriedigung, rein körperlich, mehr erwarte ich nicht. Ich bin dann ja meist auch wieder froh, abends in meinem gewohntem komfortablen Lebensumfeld zu sein. Dementsprechend brauchen Leute wie wir auch keine ewig lang dauernde Session sondern nur einen gezielten Einsatz der Domina bzw. der notwendigen Utensilien zur Triebbefriedigung. Aber es gibt eben Menschen, die mehr suchen. Vielleicht wissen sie das aber selber noch gar nicht.michael.berlin hat geschrieben:Da kann ich nur zustimmen. Mir ging es oft so, dass ich nach dem Abspritz.. gedacht habe, Schade um das ganze Geld, könntest selbst billiger haben, jetzt nichts wie raus. Einige Ausnahmen gab es schon, aber trotzdem das Gefühl danach war nie so toll. Mitlerwiele mache ich es so, sowie mich etwas stört (natürlich vor Beginn und vor Zahlung) gehe ich einfach wieder. Da meine Vorlieben aber im bizarren Bereich liegen und ich sehr genaue Vorstellungen davon habe, was ich wo wie will (www) und ich nur noch feste Adressen aufsuche, habe ich meistens danach ein Gefühl der totalen Befriedigung und Erleichterung und alles im 100 EUR-Rahmen....begbie27 hat geschrieben: Wenn ich dann den ganzen „meine göttliche Herrin“ Schwachsinn hier lese, dann könnte ich nur noch kotzen. Begbie
Allerdings sollten diese Menschen mal dringend damit anfangen, ggf. auch mit professioneller Hilfe. Es wäre schade, wenn etwas so schönes und intimes wie SM für schwere psychische Schäden mitverantwortlich wäre. Und es wäre auch schade um diese Menschen.
Ich bitte, diese Worte richtig zu interpretieren. Dies ist keinesfalls dispektierlich gemeint.
Grüße
Latexus

Latexus

Di, 17.Okt 2006, 14:00
@Lady Marfa
In diesem Beitrag ist wirklich alles genannt, was hier zutreffen könnte - intelligent und hervorragend. Gerade deshalb würde ich gern einmal wissen, wie Lady Marfa als erfahrene Domina mit dem - unter den genannten Aspekten - wohl am häufigsten auftretenden umgeht, um eine negative Wirkung möglichst auszuschließen: Ich meine die Diskrepanz zwischen der eigenen "Kopfgeburt" und der "Fremdrealisierung", bei der zwangsläufig fremde, möglicherweise unerwünschte Handlungen den Verlauf "stören" können. Wie kann man das am besten vermeiden bzw. wie geht frau damit am wirkungsvollsten um, damit die Session dennoch im Sinne der Wunschvorstellungen des Gastes ein Erfolg wird.
Gespannt auf Lady Marfas Antwort und mit LG
Renitenter
In diesem Beitrag ist wirklich alles genannt, was hier zutreffen könnte - intelligent und hervorragend. Gerade deshalb würde ich gern einmal wissen, wie Lady Marfa als erfahrene Domina mit dem - unter den genannten Aspekten - wohl am häufigsten auftretenden umgeht, um eine negative Wirkung möglichst auszuschließen: Ich meine die Diskrepanz zwischen der eigenen "Kopfgeburt" und der "Fremdrealisierung", bei der zwangsläufig fremde, möglicherweise unerwünschte Handlungen den Verlauf "stören" können. Wie kann man das am besten vermeiden bzw. wie geht frau damit am wirkungsvollsten um, damit die Session dennoch im Sinne der Wunschvorstellungen des Gastes ein Erfolg wird.
Gespannt auf Lady Marfas Antwort und mit LG
Renitenter
Di, 17.Okt 2006, 14:20
Hm. Ich versuche gerade das im ersten Beitrag geschilderte zu verstehen und nachzuvollziehen.
Derartige Gefühle kenne ich eigentlich nur dann, wenn die Session Mist war und ich mich abgezockt fühle.
Die meisten Sessions geniesse ich zu tiefst. Nach einer erfüllten (oder soll ich erfüllenden schreiben?) Session fühle ich mich gut und entspannt.
Die Tage danach arbeite ich konzentrierter und bin auch sonst viel ausgeglichener und mit mir und meinem Umfeld zufriedener.
Man kann eigentlich sagen, mit einer guten Session tanke ich Kraft.
Die Betonung liegt aber auf guter Session.
Derartige Gefühle kenne ich eigentlich nur dann, wenn die Session Mist war und ich mich abgezockt fühle.
Die meisten Sessions geniesse ich zu tiefst. Nach einer erfüllten (oder soll ich erfüllenden schreiben?) Session fühle ich mich gut und entspannt.
Die Tage danach arbeite ich konzentrierter und bin auch sonst viel ausgeglichener und mit mir und meinem Umfeld zufriedener.
Man kann eigentlich sagen, mit einer guten Session tanke ich Kraft.
Die Betonung liegt aber auf guter Session.
Di, 17.Okt 2006, 14:26
Die von Begbie27 genannten Probleme haben nichts mit "guter" oder "schlechter" Session zu tun. Das Problem liegt - wie schon gesagt - in der von Lady Marfa äußerst zutreffend geschilderten Diskrepanz zwischen Phantasie und Fremdrealisierung. Deshalb interessiert mich die Antwort von Lady Marfa bezüglich dieses Problems besonders.
LG
Renitenter
LG
Renitenter
Di, 17.Okt 2006, 18:59
Ich als Domina kann den möglichen Nach-Session-Blues nicht verhindern, bei keiner der Ursachen.
Ich kann höchstens darauf hinweisen, dass nach einer Session, in der der Gast hoch geflogen ist, er auch tief fallen kann, wenn die Wirkung nachlässt.
Im Falle aber, dass ein Gast mit sehr präzisem Kopfkino zu mir kommt und ich auch im Vorgespräch merke, dass er sich an seinen häufig zuhause allein gedachten und perfektionierten Fantasien exakt und ohne Spielraum festklammert, muss ich ihm klarmachen, dass es mit sehr großer Wahrscheinlichkeit anders kommen wird, als er es sich vorstellt, weil er ja in seiner Fantasie beide Parts spielt und immer zur richtigen Zeit die "andere" Person das richtige tun und sagen lässt. Allein dadurch, dass er mit mir eine aussenstehende Person, die nicht allein in seinem Kopf wohnt, involviert, kommen zwangsläufig andere, neue, fremde Elemente dazu. Und wenn er diese nicht will, nicht gespannt und neugierig darauf ist, sich nicht auf eine dynamische Entwicklung seiner Fantasie einlassen will oder kann, dann kann ich ihn als Gast nur ablehnen resp. es ihm überlassen, trotz der sehr deutlich und drastisch geschilderten Gefahr des Scheiterns die Session stattfinden zu lassen.
Ich muss aber zugeben, dass ich einen solchen Fall bisher nicht hatte. Die Gäste, die eine bestimmte Fantasie erleben wollten und eine Session bei mir gebucht haben, die waren immer bereit, Spielraum zu lassen und sich auf das einzulassen, was ich von mir aus einbrachte.
Dazu hinterfrage ich die Fantasie bereits im Vorgespräch auf alle möglichen Aspekte, die darin eine Rolle spielen könnten und versuche diejenigen herauszufinden, die eben nicht vorkommen sollen. So kann als Beispiel ein Gast, der eine Analerfahrung wünscht, von schlichter Dehnung über Prostatareizung über Fisting, Öffentlichkeit, Lächerlichkeit bis hin zur Vergewaltigung alles mögliche ein- oder ausschließen. Und ich schildere immer wieder Szenen, von denen ich mir vorstellen könnte, sie in die Session einzubauen. Entweder ommtt man so auf einen gemeinsamen Nenner, in dem ich das Gefühl habe, den Gast verstanden zu haben, und der Gast sich und seine Fantasie als Gerüst bei mir gut aufgehoben fühlt, sodass er anfangen kann, zu genießen, was in der Zeit passiert, oder es kommt eben kein Konsens und damit keine Session zustande.
Ich hoffe, das war jetzt verständlich geschrieben?
Marfa
Ich kann höchstens darauf hinweisen, dass nach einer Session, in der der Gast hoch geflogen ist, er auch tief fallen kann, wenn die Wirkung nachlässt.
Im Falle aber, dass ein Gast mit sehr präzisem Kopfkino zu mir kommt und ich auch im Vorgespräch merke, dass er sich an seinen häufig zuhause allein gedachten und perfektionierten Fantasien exakt und ohne Spielraum festklammert, muss ich ihm klarmachen, dass es mit sehr großer Wahrscheinlichkeit anders kommen wird, als er es sich vorstellt, weil er ja in seiner Fantasie beide Parts spielt und immer zur richtigen Zeit die "andere" Person das richtige tun und sagen lässt. Allein dadurch, dass er mit mir eine aussenstehende Person, die nicht allein in seinem Kopf wohnt, involviert, kommen zwangsläufig andere, neue, fremde Elemente dazu. Und wenn er diese nicht will, nicht gespannt und neugierig darauf ist, sich nicht auf eine dynamische Entwicklung seiner Fantasie einlassen will oder kann, dann kann ich ihn als Gast nur ablehnen resp. es ihm überlassen, trotz der sehr deutlich und drastisch geschilderten Gefahr des Scheiterns die Session stattfinden zu lassen.
Ich muss aber zugeben, dass ich einen solchen Fall bisher nicht hatte. Die Gäste, die eine bestimmte Fantasie erleben wollten und eine Session bei mir gebucht haben, die waren immer bereit, Spielraum zu lassen und sich auf das einzulassen, was ich von mir aus einbrachte.
Dazu hinterfrage ich die Fantasie bereits im Vorgespräch auf alle möglichen Aspekte, die darin eine Rolle spielen könnten und versuche diejenigen herauszufinden, die eben nicht vorkommen sollen. So kann als Beispiel ein Gast, der eine Analerfahrung wünscht, von schlichter Dehnung über Prostatareizung über Fisting, Öffentlichkeit, Lächerlichkeit bis hin zur Vergewaltigung alles mögliche ein- oder ausschließen. Und ich schildere immer wieder Szenen, von denen ich mir vorstellen könnte, sie in die Session einzubauen. Entweder ommtt man so auf einen gemeinsamen Nenner, in dem ich das Gefühl habe, den Gast verstanden zu haben, und der Gast sich und seine Fantasie als Gerüst bei mir gut aufgehoben fühlt, sodass er anfangen kann, zu genießen, was in der Zeit passiert, oder es kommt eben kein Konsens und damit keine Session zustande.
Ich hoffe, das war jetzt verständlich geschrieben?
Marfa
klassische Domina http://www.la-marfa.com
Aus- und Fortbildungen und Coachings http://www.bdsm-akademie.com
Aus- und Fortbildungen und Coachings http://www.bdsm-akademie.com
Di, 17.Okt 2006, 21:32
Das hast Du sehr schön und verständlich geschrieben, Marfa.
Sehr interessant und informativ!
DomHunter
Sehr interessant und informativ!
DomHunter






