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Fr, 16.Nov 2007, 10:00
Jay - du hast genau das gesagt, was ich auch gesagt hätte. Danke.

@begbie
Wir Damen können durchaus unseren Kopf behalten, während wir sexuelle Gefühle austeilen. ;-) Ich hab mir noch nie gewünscht "mich selbst da hinzulegen", wenn ich den Rohrstock schwinge - denn wer soll mich denn verprügeln? Der Gast der da liegt? Die wenigsten strahlen genau das aus, was ich - wenn ich denn mal in die passive Rolle gehe - brauche. Die wenigsten beherrschen auch die Techniken, die ich brauche.
Ergo: bleibt keiner ausser mir übrig, der mich verhauen könnte. Dumm nur, dass Auto-SM (also SM an und für sich) nicht soviel Spass macht.
Ausserdem bin ich nicht so der Schmerzfanatiker.

Ich hatte aber schon Gäste, die sich gewünscht hätten, sie könnten sich bei mir rächen. Da hilft nur: "Richtig fest fesseln, dass er nicht loskommt" :-)

Liebe Grüsse
Nala

Fr, 16.Nov 2007, 10:21
begbie27 schrieb
Wie soll das gehen, dieses mentale miteinander verschmelzen, wenn die Dame die dir den Rohrstock drüberzieht vielleicht gerade denkt, "mein Gott wie gerne würde ich mich jetzt selbst da hinlegen"

Und somit wird sie einem devoten NIEMALS das (Gefühl) geben KÖNNEN wonach er sich sehnt, denn wenn einmal etwas tief unter die Haut geht, man(n) spürt dies.
Diese Art von Schwarz-Weiß-Denken weißt meiner Meinung nach auf charakterliche Defizite, sprich Unreife, oder auf fehlende Erfahrungen hin. Erwachsene Menschen sollten in der Lage sein, Ambivalenz als das Nebeneinander von gegensätzlichen Gefühlen, Gedanken und Wünschen wahrzunehmen und auszuhalten. Wer mit 27 (?) Jahren immer noch nicht erkannt hat, dass die Welt weder schwarz noch weiß ist, sondern mit sehr vielen Grautönen aufwartet, dem wird auch eine "Dame" mit dem Rohrstock keinen Verstand einbläuen können.

Mich erregt an fesseln, schlagen, hauen, beißen, kratzen, spucken, beschimpfen, dienen, demütigen, den Atem nehmen, ausliefern, vorführen, verwandeln, zwingen, loben, treten, streicheln, heranziehen, wegstoßen, dehnen, ohrefeigen, (...) die Hingabe und Lust. Ob ich beides nun geschenkt bekomme oder selbst schenke, macht da keinen Unterschied.

Fr, 16.Nov 2007, 15:25
nora schrieb:
Wer mit 27 (?) Jahren immer noch nicht erkannt hat, dass die Welt weder schwarz noch weiß ist, sondern mit sehr vielen Grautönen aufwartet, dem wird auch eine "Dame" mit dem Rohrstock keinen Verstand einbläuen können.
Ein wirklich - in jeder Hinsicht - sehr gelunger, auch stimmungsvoller Satz...

Gruß Renitenter

Fr, 16.Nov 2007, 17:45
Die Sichtweise von begpie besaß ich auch mal. Prügelt nicht so sehr auf den Mann ein. Das ändert sich mit den Jahren. Bei mir war es auch dieser Unwille, es mir einzugestehen, dass eine Domina Sehnsucht nach Schwäche besitzt, sich auch fallen lassen will. Das war black and white thinking bis zum abwinken. Vielleicht war ich da sogar noch fanatischer als begpie. Man benötigt ein paar Erlebnisse, um von diesem falschen Dampfer herunter zu hüpfen (oder geschubst zu werden). Aha-Erlebnisse. Das lernt er schon noch. Da mache ich mir keine Sorgen.

Mir ist es aber lieber, dass jemand so verbissen in solche Ansichten ist, als wäre er ein Typ Mensch, der Frauen missachtet, weil sie dominante Züge besitzen und der einen geheimen Schleier des Hasses mit sich trägt, um es ihnen hinterrücks reinzuwürgen, nachdem er sich als doch so devot ausgegeben hat. Das gibt es nämlich auch.

Grüße,
Steffen

Mo, 19.Nov 2007, 01:16
nora* hat geschrieben:begbie27 schrieb
Wie soll das gehen, dieses mentale miteinander verschmelzen, wenn die Dame die dir den Rohrstock drüberzieht vielleicht gerade denkt, "mein Gott wie gerne würde ich mich jetzt selbst da hinlegen"

Und somit wird sie einem devoten NIEMALS das (Gefühl) geben KÖNNEN wonach er sich sehnt, denn wenn einmal etwas tief unter die Haut geht, man(n) spürt dies.
Diese Art von Schwarz-Weiß-Denken weißt meiner Meinung nach auf charakterliche Defizite, sprich Unreife, oder auf fehlende Erfahrungen hin. Erwachsene Menschen sollten in der Lage sein, Ambivalenz als das Nebeneinander von gegensätzlichen Gefühlen, Gedanken und Wünschen wahrzunehmen und auszuhalten. Wer mit 27 (?) Jahren immer noch nicht erkannt hat, dass die Welt weder schwarz noch weiß ist, sondern mit sehr vielen Grautönen aufwartet, dem wird auch eine "Dame" mit dem Rohrstock keinen Verstand einbläuen können.

Mich erregt an fesseln, schlagen, hauen, beißen, kratzen, spucken, beschimpfen, dienen, demütigen, den Atem nehmen, ausliefern, vorführen, verwandeln, zwingen, loben, treten, streicheln, heranziehen, wegstoßen, dehnen, ohrefeigen, (...) die Hingabe und Lust. Ob ich beides nun geschenkt bekomme oder selbst schenke, macht da keinen Unterschied.
Ja mit 27 da glaubte ich auch noch an all die Grautöne. Heute zähle ich schon so einige Lenze mehr sowie Kerben auf meinem Dominagürtel.

Mein Fluch oder Segen, ich weiß es nicht, ist dass ich eines Tages auf eine Domina traf die, ich will es einmal so ausdrücken, all das hielt was die vielen anderen eben nur versprechen.
Es gibt Bereiche, da gibt es einfach keine Grautöne. Entweder ich bin tot oder ich lebe.
Entweder ich tue etwas, oder ich lasse es sein. Alles dazwischen macht meiner Meinung nach keinen Sinn.

Ich habe mich schon seit langem vom kommerziellen prof. Bereich verabschiedet, da ich meist mit einem größerem Gefühl der Leere aus dem Studio herauskam als rein.
Es ist nichts anderes als eine riesengroße Farce mit schlechten Statisten.

Und meiner Meinung nach sollte da wo Nutella draufsteht, auch Nutella drin sein.

Begbie

Mo, 19.Nov 2007, 22:13
begbie27 hat geschrieben:Mein Fluch oder Segen, ich weiß es nicht, ist dass ich eines Tages auf eine Domina traf die, ich will es einmal so ausdrücken, all das hielt was die vielen anderen eben nur versprechen.
Mit anderen Worten leidest Du unter einem posttraumatischen „in eine Domina verknallt gewesen sei“ - Syndrom oder wie dürfen wir das verstehen? Hey, hatten wir alle schon. Oder was genau meinst Du? Du schreibst in Rätseln.
begbie27 hat geschrieben:Ich habe mich schon seit langem vom kommerziellen prof. Bereich verabschiedet, da ich meist mit einem größerem Gefühl der Leere aus dem Studio herauskam als rein.
Die Phase hatte ich auch mal kurzfristig, knappe sechs Jahre ist es her. Da befand ich mich aber in einer Umorientierungsphase. Vielleicht geht es Dir ja genauso. Wobei dies im Nachhinein eine gute Erfahrung war. Jetzt zieht es mich nicht mehr runter, wenn ich draußen bin, mir eine Zigarette anzünde und nach Hause gehe. Man kann die negativen Gefühle umwandeln und aus sehr guten Sessions viel Kraft und Energie gewinnen. Ja, fast schon neuen Schwung und Elan. Wenn man dies zulässt. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass eine Domina keine Person ist, die nur ans Geld denkt, sondern eine Person, die sich sehr viele Gedanken darüber macht, was für ein Typ Mensch sie besuchen kommt und die sich freut, wenn man sie als Persönlichkeit ernst nimmt und ihr Ding durchziehen lässt. Denn im Gegenzug erfährt man Respekt und mal so richtig gute Nachgespräche. Ich weiß, ich bringe immer wieder die alte Leier an. Aber nach derartigen Begegnungen fühlt man sich eher wie neu geboren. Aber vielleicht funktioniert dies auch nur, wenn man den Besuch bei einer Domina nicht nur als rein sexuellen Akt betrachtet, sondern auch mit einem psychologischen Lerneffekt verbindet. Weil auch jede von ihnen aus einer Session etwas mit nimmt und dazu lernt.
Die Anzahl der Sessions spielt in dieser Hinsicht keine Rolle. Weil auch sie danach das Bedürfnis besitzt mit ihrem Partner oder einer Freundin über das Erlebte zu sprechen. Weil etwas raus muss. Und so müssen wir das auch handhaben. Erleben und dann drüber reden können. Da ist nichts mit Leere. Es ist eher ein Gefühl von Stärke. Was Tolles erlebt zu haben mit einem speziellen Menschen. Dieses Gefühl kann man umwandeln und dann auch auf andere Menschen übermitteln.
Wenn Du Dich von Dominas so angewidert fühlen würdest, kämen hier keine Beiträge von Dir.
Du hast Dich noch längst nicht verabschiedet.
begbie27 hat geschrieben:Es ist nichts anderes als eine riesengroße Farce mit schlechten Statisten.
Wenn es schon heißt „Ehret die Huren“, so müsste es auch lauten „Verneigt Euch vor den Dominas“. Denn die haben es nun wirklich mit seelischen Spezialfällen zu tun. Nicht immer nur an sich selber denken. Wie gesagt, ich kann mich jetzt schlecht in Dich hinein versetzen. Du müsstest präziser werden. Aber schlechte Statisten sind sie wahrlich nicht. Das wüsste ich, wenn ich auf meine Haut blicken würde und auf ihr kein Makel zu erkennen wäre. Glaube eher, dass Du im Moment einfach nur mächtig angepisst bist. Kommt vor. Drücke es eben exakter aus, was Dich nervt. So kommt es einem eher wie ein Jammern vor, dass etwas nicht so läuft, wie man es gerne haben würde. Mach mal.

Grüße,
Steffen

Mo, 19.Nov 2007, 23:14
@ begbie

Stimmt, so ´ne Pause ist nichts schlimmes. Ich bin zwar ohnehin kein so häufiger Studiogänger, habe aber jetzt seit ein paar Monaten eine Auszeit genommen, nicht mal bewusst, auch vollkommen ohne Groll oder negatives Schlüsselerlebnis oder was auch immer : Mir ist im Moment einfach nicht danach, was aber nicht heißt, das das Kopfkino nicht weiterläuft. Vieleicht macht´s morgen Klick und ich gönne mir mal wieder einen Besuch bei einer Dame, vielleicht dauerts noch ein paar Wochen. So what, so was kann man, oder sollte ich genauer sagen, so was kann ich nicht ohne die richtige Stimmung erzwingen. Man setzt sich selber nur unter Druck, verpulvert doch ein schönes Sümmchen Bares und der Domina herself tut man auch keinen Gefallen, wenn man mit zwiespältigen Gefühlen zu einer Session kommt, das kann eigentlich nur schiefgehen. Ist mir selber schon passiert, daher habe ich daraus auch so meine persönlichen Lehren gezogen.

Was die schlechten Statisten angeht, finde ich Dein Urteil übertrieben. Aus meiner Erfahrung machen die meissten Damen ihre Sache gut oder oft auch mehr als das. Ich kann eigentlich aus meiner Erfahrung auf kein negatives Erlebnis zurückblicken, das von einer mangelnden Qualität einer Domina herrührt. Ein paar mal hat zwar die berühmte Chemie nicht gestimmt, aber dafür kann ja die Domina eher nichts. Nicht alle Menschen passen zueinander, das muß man akzeptieren. Ist aber auch nicht nur im SM-Bereich so.

Aber wenn Dir der professionelle SM-Bereich nicht mehr zusagt, ist der von Dir vollzogene Abschied aus den Studios nur konsequent, wenn Du Dein Sm-bezogenes Glück im privaten Bereich
gefunden hast, umso besser.

Allerdings steht man meiner Meinung nach in der privaten SM-Szene vor viel größeren Gefahren, der falschen Domina in die Hände zu fallen. Ich persönlich bin im privatem Bereich eigentlich zu 99% dominant, mich einer flüchtigen Bekannten oder gar Unbekannten auszuliefern (Mein Faible für Bondage könnte mich da in eine unangenehme Lage bringen) wäre mir ehlrich gesagt zu kitzelig. Da vertraue ich doch lieber den Profis.

Ebenfalls interessiert mich auch die Frage sein, warum bist Du nicht bei Deiner Traumdomina geblieben??
Antworten

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