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Sa, 13.Okt 2007, 20:14
Hallo Marfa,

ich weiß nicht, was Du hier gerne in meine Zeilen hineininterpretierst/interpretieren möchtest.

Wenn jemand nur Dienstleister ist, hat er keine SM-Neigung - dann leistet er einen Dienst - sagt wohl schon das Wort aus.
Ich habe jedenfalls nicht gesagt, dass eines besser oder das andre schlechter ist. Ich sagte - jeder soll das tun, was er für sich richtig hält!
Wo Du hier also heraus liest, dass ich finde, daß das eine besser oder das andre schlechter ist, weiß ich beim besten Willen nicht.
Es ging mir nur ums WIE!
Lady Katarina hat Folgendes geschrieben:
Und ich denke, dort wo reale Leidenschaft und Nähe im Spiel ist, ist die "Gefahr", dass es passiert noch viel größer, als bei einer unnahbaren Dame.


So ist die Äußerung leider komplett missverständlich. Kannst du bitte begründen, wieso für dich Unnahbarkeit konträr ist zu realer Leidenschaft und Nähe? Meinst du mit unnahbar = emotional und mental unnahbar oder = körperlich unberührbar? Was meinst du mit Nähe? Und ist Leidenschaft für dich nur bebendes Fleisch oder auch berührter Geist?
Also ich finde hier überhaupt nichts mißverständlich. Es ging um Liebe und nicht um die Dienstleistung ansich!!!!
Ich weiß nicht, wieso manche Dominas immer auf der körperlichen Nähe und nur von bebendem Fleisch sprechen und dieses aber meist (so hört es sich zumindest hier an) im negativen Kontext sprechen.

Was wäre denn an bebendem Fleisch und Geilheit schlecht?
Hatten wir dieses Thema nicht schon mal? Alles was nicht sexuell motiviert im SM - Bereich ist, bedarf sowieso einer Behandlung beim Therapeuten.

Aber nein - ich sprach nicht automatisch von körperlicher Unberührbarkeit.
Ich sprach vorrangig von geistiger - wobei diese beiden Dinge meist einhergehen.
Auch wenn das einige nicht gern lesen.
Und das ist eine Tatsache, dass einige Dominas nicht nur mit dem körperlichen, sondern auch mit dem geistigen Gefühl Nähe ein Problem haben - zumindest im Bezug auf Gäste.

Ich sprach hier explizit von geistiger Nähe.
Ich habe aber nie gesagt, dass Unnahbarkeit konträr zu realer Leidenschaft steht (stehen muss). Das hast Du gesagt.
Oder findest du, dass eine Kollegin, die ihr Privatleben und ihr privates SM-Leben nicht mit ihrem professionellen SM-Leben vermischt, keine SM-erin ist, oder nur eine SM-erin mit weniger Leidenschaft? Oder gar in die Nähe der oben beschriebenen Betrügerinnen rückt?

Marfa bitte, bleib bei der Realtität und dem, was ich sagte, nicht bei dem, was Du vielleicht gern gelesen hättest.
Das habe ich NIE gesagt.

Was sonst heisst für Dich - ich habe kein Problem mit reinen Dienstleistrinnen - es geht nur ums WIE!
Laß bitte meine Worte in dem Kontext stehen, wo sie standen und mische nicht alles durcheinander. Danke!

Grüsse,
Katarina
+ + + Junge Dominanz aus Leidenschaft + + +

~ ~ ~ Ich kreiere meine eigene Welt, – unabhängig von den Klisches und Regeln anderer Dominas und Sklaven! ~ ~ ~

So, 14.Okt 2007, 07:16
@Lady Marfa:
letztermaso @ Roxana

Ich weiß jetzt nicht, seid ihr blauäugig oder habt ihr einfach bisher Glück gehabt, dass ihr solcherlei nicht in eurem Umfeld erleben musstet? Jedenfalls scheint es das ja wohl doch zu geben, wenn sowohl Katarina als auch ich mit unseren ganz verschiedenen Erfahrungen dies erleben mussten. Und wer weiß, wer noch?

Es ist einfach kein Thema und ich für meinen Teil verstehe auch gar nicht weshalb du es zu einem machst?

Ich meine, es wäre etwas anderes wenn wir durch unsere Werbung eine mögliche Liebesbeziehung suggerieren würden.
Aber eine solche Thematik steht an sich nunmal nicht zur Debatte.
Und dies nicht nur im Zusammenhang mit dieser Form der professionellen Dienstleistung, in der es ganz klar um eine käufliche Art der Erotik geht.

Wenn ich mich in meinen Zahnarzt verliebe, weil ich mir einrede daß er mich besonders zuvorkommend behandelt, dann liegt das Problem am Ende bei mir.
So, und weiter?
Hat der Zahnarzt nun gefälligst zu erkennen was in mir vorgeht?
Nein, denn daran würde er im Traum gar nicht daran denken. Es ist einfach kein Thema.
Und wenn ich ihm nun ganz klar sage was ich empfinde, kann ich meines Erachtens nicht mehr erwarten als seine Sicht der Dinge.
Letztendlich liegt es in mir, weiter unglücklich verliebt zu sein, oder die Dinge zu ändern, indem ich zum Beispiel den Zahnarzt wechsele.

Unser Schicksal nehmen wir doch "eigenverantwortlich" in die Hand.

Lady Katharina schrieb:
Ich weiß nicht, wieso manche Dominas immer auf der körperlichen Nähe und nur von bebendem Fleisch sprechen und dieses aber meist (so hört es sich zumindest hier an) im negativen Kontext sprechen.
Etwas was ich auch nicht nachvollziehen kann, denn es gibt ja keinen negativen Kontext, es sei denn man bewertet diesen so aus seiner Sicht.
Die unterschiedlichen Denkweisen werden logischerweise immer Mißverständnisse aufwerfen, da wir eben alle individuell sind und das zerpflücken der Inhalte ist einfach was für die Katz.
Wichtig ist doch das wir zu dem stehen, was wir für richtig halten und am allerallerwichtigsten: Das, was uns am Ende gut tut.

Roxana

So, 14.Okt 2007, 08:14
Lady Katarina hat geschrieben:
Ich habe schon viele Dominas kennengelernt und ihre "Arbeitsweisen".
...Kaviar von der Strasse geholt wird und als eigener verkauft wird, Katheter und Spritzen aus Geldgier ausgewaschen werden...
Holy shit.....Katheter und Spritzen "auswaschen"----das ist nicht Abzocke, das ist potenziell Mord!
"Eine Frage bleibt: Was will das Weib?"
S. Freud

So, 14.Okt 2007, 14:53
Lady Katarina hat geschrieben:Hallo Marfa,

ich weiß nicht, was Du hier gerne in meine Zeilen hineininterpretierst/interpretieren möchtest.?
Um nicht interpretieren zu müssen, hatte ich dich doch gebeten, es mir zu erklären, was du meinst.
Lady Katarina hat geschrieben:Wenn jemand nur Dienstleister ist, hat er keine SM-Neigung - dann leistet er einen Dienst - sagt wohl schon das Wort aus.?
Ich glaube, du weißt selber, dass die Welt bunter ist. Es gibt sogar Damen mit ECHTER SM-Neigung, die dennoch ihre Profession mit Dienstleistungsgedanken ausüben.

Lady Katarina hat geschrieben:Ich habe aber nie gesagt, dass Unnahbarkeit konträr zu realer Leidenschaft steht (stehen muss).
Lady Katarina hat geschrieben:Und ich denke, dort wo reale Leidenschaft und Nähe im Spiel ist, ist die "Gefahr", dass es passiert noch viel größer, als bei einer unnahbaren Dame.
Doch, genau das hast du. Mit deinem Satz stellst du selber reale Leidenschaft und Nähe auf die eine Seite und eine unnahbare Dame auf eine andere Seite. Aber wie du nun darstellst, wolltest du das wohl nicht aussagen, wenn ich dich nun richtig verstehe.
Lady Katarina hat geschrieben:Aber nein - ich sprach nicht automatisch von körperlicher Unberührbarkeit. Ich sprach vorrangig von geistiger -
Na siehst du, damit hätte es sich dann auch schon, danach hab ich dich doch gefragt, und damit hättest du meine Frage mit wenigen Wörtern beantworten können, danke!

Lady Katarina hat geschrieben:Ich sprach vorrangig von geistiger - wobei diese beiden Dinge meist einhergehen.

Du musst aber auch seltsame Kolleginnen haben, finde ich zumindest, und es tut mir richtig leid, wenn das deine meiste Erfahrung ist, dass die körperlich unberührbaren Kolleginnen, die du kennst, auch geistig von ihren Sessions nicht berührt werden.

Sonnige Grüße aus Hamburg

Marfa
klassische Domina http://www.la-marfa.com
Aus- und Fortbildungen und Coachings http://www.bdsm-akademie.com

So, 14.Okt 2007, 15:59
Grüß Euch,

@ Roxanna:

Danke, dass wenigstens eine versteht, was ich hier versuche zu sagen! winke winke

Sonst bin ich ganz bei Dir, was verschmähte Liebhaber angeht. Ich habe "es in der Vergangenheit für mich halt so geregelt, dass ich mit den Leuten gesprochen habe, ihnen erklärt habe, dass die Liebe einseitig ist und bleiben wird - unabhängig, wo sie sich in mich verliebt haben.
Das hat in der Regel am besten geklappt. Und wenn ich merke, dass jemand mit der Verliebtheit/Liebe zu mir nicht umgehen kann, weil sie eben nicht auf Gegenliebe stösst, dann beende ich die Geschichte.

@ Jagged:

Wenn Du mal Lust und Zeit hast, schau Dir mal meine Seit an. Ich habe dazu einige Texte verfasst und bin ganz Deiner Meinung. Das hat mit Abzocke und Betrug nicht mehr wirklich viel gemeinsam.

@ Marfa:
Ich glaube, du weißt selber, dass die Welt bunter ist. Es gibt sogar Damen mit ECHTER SM-Neigung, die dennoch ihre Profession mit Dienstleistungsgedanken ausüben.
Du bist also der Meinung, wenn jemand echt veranlagt ist, diesen Beruf einschlägt, es ohne seine Neigung und Genuss schafft, eine reine Dienstleistung zu geben? Das mag es sicher auch geben. Die Regel ist es aber sicher nicht.
Hmm?!
Aber ich hatte es ja als negativ betrachtet, reiner Dienstleister zu sein.

Lady Katarina hat Folgendes geschrieben:
Ich habe aber nie gesagt, dass Unnahbarkeit konträr zu realer Leidenschaft steht (stehen muss).

Lady Katarina hat Folgendes geschrieben:
Und ich denke, dort wo reale Leidenschaft und Nähe im Spiel ist, ist die "Gefahr", dass es passiert noch viel größer, als bei einer unnahbaren Dame.


Doch, genau das hast du. Mit deinem Satz stellst du selber reale Leidenschaft und Nähe auf die eine Seite und eine unnahbare Dame auf eine andere Seite. Aber wie du nun darstellst, wolltest du das wohl nicht aussagen, wenn ich dich nun richtig verstehe.
Habe ich nicht und wollte ich, wie Du nun richtig gelesen hast, auch gar nicht.
Denn für mich und viele die ich kenne, muss das nicht der Fall sein.

Aber es ist eine Tatsache, dass wenn ich mehr Nähe zulasse, leichter Gefahr laufe, dass sich jemand in mich verliebt, als wenn ich unnahbar bin.

Wo bitte habe ich jemanden auf eine und jemand anders auf ne andre Seite gestellt.
Ich teile Menschen grundsätzlich nicht in Schubladen oder Seiten auf - dazu sind sie mir zu verschieden.

Das letzte Zitat hast Du ein wenig aus dem Kontext genommen.
Ich sagte nämlich und das macht einen Unterschied -
"Aber nein - ich sprach nicht automatisch von körperlicher Unberührbarkeit.
Ich sprach vorrangig von geistiger - wobei diese beiden Dinge meist einhergehen.
Auch wenn das einige nicht gern lesen.
Und das ist eine Tatsache, dass einige Dominas nicht nur mit dem körperlichen, sondern auch mit dem geistigen Gefühl Nähe ein Problem haben - zumindest im Bezug auf Gäste."
Dazu brauche ich nichtmal Menschen kennenzulernen, es reicht meist, wenn ich viele Beiträge in vielen Foren lese.
Und ich könnte Dir jetzt einige Beispiele nennen, tu ich aber nicht, weil das nicht meine Art ist.
Das muss wie gesagt, jede für sich selber wissen und entscheiden.


Und nein - ich habe keine Kolleginnen, denn ich habe mein eigenes Studio und werke dort alleine mit meiner Freundin bzw. mit Damen (Gastauftritte) von denen ich überzeugt bin, dass sie das Ganze aus Leidenschaft heraus machen - weil ich das eben für MICH so entschieden habe.
Habe aber etliche kennengelernt und wenn man ein wenig Menschenkenntnis besitzt und in Psychologie nicht alles verschlafen hat, dann kann man gewisse Aussagen und Handlungsweisen ganz gut deuten.

Aber wie gesagt - es geht hier nicht darum - Menschen deswegen zu verurteilen oder in eine Ecke zu stecken.
Da tust Du mir unrecht, Marfa. Ich habe lediglich darüber gesprochen - wir sind hier ja in einem Diskussionsforum.

Grüsse aus dem ebenfalls sonnigen Wien,
Katarina
+ + + Junge Dominanz aus Leidenschaft + + +

~ ~ ~ Ich kreiere meine eigene Welt, – unabhängig von den Klisches und Regeln anderer Dominas und Sklaven! ~ ~ ~

So, 14.Okt 2007, 17:38
@LadyMarfa

Gut, dann kam ich Ihrer Meinung nach mit einem Totschlagargument an. Dann ziehe ich es zurück und versuche es auf einer anderen Ebene. Wie viele Männer kennen Sie, die sich bereitwillig von einer professionellen Domina ausnützen lassen würden/wollten? Ich persönlich keinen einzigen und ich denke, ich bin in der Hinsicht nicht wirklich unerfahren, lerne aber gerne hinzu. Nennen Sie mir bitte eine Zahl und Beispiele, ohne Namen zu nennen. Um es Ihnen zu erleichtern: ich persönlich kenne eine nicht professionelle Domina aus Berlin, die es schon erlebt hat, dass sich ein relativ wohlhabender Mann in einer Annonce um zwei Ladies bemüht hatte, die ihn nach seiner Tätigkeit in der Bank in den Keller sperren würden, ihn bis auf Misshandlungen kaum beachten würden und die sich seiner Besitztümer habhaft machen könnten. Das ging nicht lange gut, bis er mental zusammen brach. Natürlich nicht. Der gute Mann hatte danach auch massive Probleme, sich vor Gericht das ein oder andere Recht zurück zu erkämpfen, geschweige dass er beruflich gelitten hat. Nur muss ich das als ausnutzen von Seiten der Dommes betrachten? Ist es wirklich so, dass er ausgenutzt wurde? Muss ich Mitleid haben? Er gab die Annonce auf, er wollte es so. Er war derjenige, der den Anstoß gab. Er erhoffte sich so, zwei Dommes zu finden, die ihm das geben würden, was er sich wünschte. Und als er es bekam, da sah die Realität auf einmal ganz anders aus. Wenn Männer dazu bereit sind, sich ausnutzen zu lassen, dann immer mit einem Hintergedanken. Sie wollen das Unnahbare als Besitz. Es wächst ihnen nur über den Kopf, wenn ihr lautes Schreien wahrgenommen wird. Dies ist meine Erfahrung. Klar, mag auch Frauen geben, die gerne ausnutzen wollen. Aber es sind die Männer, die sich an professionelle Dominas wenden, mit einem Plan. Es sind nicht die Dominas, die sich an Männer wenden. Wenn die Kerle nicht clever genug sind, werden sie eben überfahren. Dann muss ich aber auch sagen, dass sie es sich verdient haben.

MfG,
Steffen

Mo, 15.Okt 2007, 00:25
Lady Katarina hat geschrieben:.

@ Jagged:

Wenn Du mal Lust und Zeit hast, schau Dir mal meine Seit an. Ich habe dazu einige Texte verfasst und bin ganz Deiner Meinung. Das hat mit Abzocke und Betrug nicht mehr wirklich viel gemeinsam.
Ja, ich hab mir deine Seite mal angeschaut---*unglaublich*! Was du da beschreibst, entspricht ungefähr dem Risikolevel von Strassenstrich....nur daß der Gast in solchen Studios wahrscheinlich gar nicht daran denkt, welche Risiken er eingeht.

...inhaltlich übrigens eine sehr nette Seite mit vielen interessanten Informationen, gerade was Sicherheitsaspekte betrifft!
"Eine Frage bleibt: Was will das Weib?"
S. Freud

Mo, 15.Okt 2007, 01:06
Lady Marfa hat geschrieben: Es ist leider immer wieder zu lesen, wie Damen, die mit vermeintlich weiteren, großzügigeren Grenzen als ich arbeiten (z. B. berührbar, oder wie hier den Gast ins Privatleben lassen), solche, die wie ich mit strikteren Grenzen arbeiten, mehr oder weniger unterschwellig als Nicht-SM´erin, lieb- und leidenschaftslos, aufs Geld fixiert etc. versuchen abzuwerten. Und ich kann mir nicht wirklich erklären, worauf sich dieses Phänomen begründet.
Ich muss gestehen, dass ich selber ziehmlich lange diese Vorstellung hatte. Meine persönliche Erklärung dieses Irrtums: es gibt die Vorstellung der Prostituierten, die keine Lust mehr hat, ihren Körper zu vermieten, und die sich, um leichter mehr Geld zu verdienen ohne sich noch untenrum freimachen zu müssen, ein paar Stiefel und ne Peitsche kauft und als unberührbare Domina loslegt...Und dazu die, zugegebenermaßen peinlich naive, Idee: Wenn die Domina "authentisch" ist in ihrem S/M, dann müsste sie doch eigentlich auch geil werden in einer Session, und sich gern lecken lassen...

Blödsinn, natürlich, jedenfalls als allgemeine Annahme. Mir ist inzwischen klar, daß authentischer S/M sehr unterschiedlich ausgelebt werden kann, mit mehr oder weniger Grenzen. Ich persönlich finde im Moment Grenzen und eine gewisse "Unerreichbarkeit" prickelnder, als die Garantie, dass ich jeden Wunsch erfüllt bekomme.
"Eine Frage bleibt: Was will das Weib?"
S. Freud

Keine Leistung ohne Honorar

Sa, 20.Okt 2007, 13:47
Hallo peizu,

ich finde dein Ansinnen irgendwie anmaßend, distanzlos und völlig daneben.

Du forderst von der langjährigen Domina deines Vertrauens, dass sie dir auch zwischen der Session mal für einen Gedanken per Mail zur Verfügung steht. Sie hat das abgelehnt. Sie hat absolut richtig gehandelt.

Zum einen ist dein Ansinnen auf Mailkontakt zwischen einigen Sessions distanzlos, da du – bloß weil dir schon über eine längere Zeit gelegentlich etwas ungeteilte sexuelle Aufmerksamkeit zuteil wurde – nun anscheinend denkst, darüber hinausgehende Aufmerksamkeit fordern zu können. Dieser Menschenschlag, der die Hand fordert, wenn ihm der kleine Finger gereicht wurde, ist bekanntlich auch nicht der angenehmste.

Des Weiteren ist dein Ansinnen eine anmaßende Ausbeutung deines Gegenübers. Diese offen zu Tage tretende Raffgierigkeit; dieses auf den eigenen Vorteil und Gewinn bedacht sein, ist doch verachtenswert. Die Domina handelt unökonomisch, wenn sie darauf eingeht und sich von dir die eigene Zeit stehlen lässt. Denn du wirst kaum bereits ein, für diesen Mailaustausch zu bezahlen. Darüber hinaus verschenkt sie Kundenbindungspotential, da der Gast diese Leistung doch gar nicht würdigt bzw. nicht würdigen kann.

Zusammenfassend halte ich dein Ansinnen daher für eine Unverschämtheit.

Ich kenne es auch, dieses „einen Gedanken die einen zwischen Beratungsgesprächen durch den Kopf gehen“, bei mir abzuladen. Ich kenne es auch, diese Stammtischäußerung, da frag ich morgen mal meinen Steuerberater/Rechtsanwalt/Unternehmens-/Finanzierungs- oder Bankberater, den bezahl ich ja eh schon.

Nur ein Beispiel aus der Steuerberatung mag dir dies verdeutlichen: Wenn ein Steuerberater pro Tag einen kleinen Rat (§ 21 StBGebV) mit einem Gegenstandswert von 10.000 EUR zu einem Satz von 3/10 „vergisst“ abzurechnen, dann verliert er 145,80 EUR; das sind im Jahr 30.000 EUR.

Tatze

Sa, 20.Okt 2007, 14:54
Hallo Honigtatze,

ich kann Peizus Ansinnen nicht als raffgierig einordnen und ehrlich gesagt irritiert mich Dein Statement, denn Deine Antwort lässt sich eher dahingehend klassifizieren.

Sicher war Peizus Ansinnen nicht, die Dame ständig anzumailen- doch zwischendurch mal?

Die Domina verschenkt Kundenbindungspotential??? Gerade das schöpft sie aus - wenn sie auch mal gegen nicht Bares antwortet (wie gesagt, das soll im Rahmen bleiben!). Ich selber bin im beratenden Gewerbe tätig, fakturiere zwar nicht nach Streitwert, aber nach Zeitaufwand und mein Stundensatz bewegt sich auch auf Sessionniveau - wenngleich ich keine Dusch- und Gesprächszeiten einkalkulieren muss, denn mein Kapital ist mein Wissen. Wenn ich aber nun jeden Telefonanruf und jede Frage per Email fakturieren würde, käme ich zwar kurzfristig über die Runden, langfristig sähe die Rechnung aber nicht positiv aus. Ich muss zusehen, dass ich die Balance halte. Und wenn meine Lady so schroff reagieren würde (sicher, ich weiss nicht, was sich sonst noch abgespielt hat), dann hätte mich die Lady das letzte Mal gesehen. Ich habe den Bogen allerdings nie überspannt - sicher ist es illusorisch, wenn ich auf jede Mail ausführlich reagieren würde, doch eine feinfühlige Frau - im allgemeinen haben Frauen dafür ein glücklichers Händchen - wird das schon schaffen.

Und ist es wirklich eine so schlimme Arbeit? Ich bekomme täglich etwa 50 berufliche emails, auf die ich innerhalb von 24h reagieren muss - das kann man schaffen und ich habe keine 40h Woche wie ein 08/15 Verdiener. Setzt natürlich einen professionellen Umgang mit dem Medium Internet voraus, doch auch dies setzte ich bei einer erfolgreichen Lady voraus und nach meinem Dafürhalten werden Ladies, die damit nicht umgehen können, langfristig auf der Strecke bleiben.

Die Mischung und der Ton machts - auf beiden Seiten - übrigens wie bei so vielen Dingen im Leben. Höflichkeit und Respekt sind das Öl des Miteinander Umgehens. Und das auch in diesem Gewerbe!

Herzliche Grüße,
Geniesser67 winke winke
Männer werden nicht erwachsen, ...
die Spielsachen werden nur teurer.

Sa, 20.Okt 2007, 15:16
@geniesser:

Code: Alles auswählen

Die Mischung und der Ton machts - auf beiden Seiten - übrigens wie bei so vielen Dingen im Leben.
Nicht nur das, die Freiwilligkeit ist wesentlich.
Entweder ist eine Lady motiviert dazu eine gewisse Korrespondenz mit ihren Stammgästen zu führen oder sie läßt es.
Liegt doch in jedem selbst.

Die Option des "schreibens" zu gewähren, ist mir wichtig.
Schließlich kann ich nach Lust und Laune agieren, da gibt es kein müssen und daher auch nicht das Gefühl kostbare Zeit zu verschwenden.
Der ein oder andere braucht nach einer Session eine gewisse Zeit um das erlebte zu verarbeiten.
Er möchte, kann und braucht auch nicht "reden" unmittelbar danach, also freue ich mich über ein schriftliches feedback.

Honigtatze stellt es so dar, als wenn grundsätzlich ein Zugzwang dabei vorherrscht.
Wer läßt sich den schon aufdrücken? Und wenn, selbst Schuld.
Dann macht sich Domina halt selbst zur Sklavin.

Chatten kann ich gar nichts abgewinnen und wenn man mal überlegt wieviele Damen da Unmengen von uneffektiver Zeit mit einigen Schmarotzern (überspitzt) aufbringen-aber wenn es ihnen Spaß macht kann man kaum von "unökonomisch handeln" oder "aufgezwungen" sprechen.
Und wenn es so wäre, sollte es wohl "Honigtatze"(ich nehme an in der Nehmerposition?) oder anderen unbeteiligten kein Kopfzerbrechen bereiten.


Roxana

Sa, 20.Okt 2007, 17:08
Hallo Honigtatze,

Peizu hat doch lediglich das Bedürfnis nach ein wenig mehr emotionaler Nähe.Da ihm dies verwehrt wird,macht er sich folgerichtig Gedanken nach Veränderung,sprich eine andere Dame,die ungezwungener damit umgeht.Fragt hier nach wie es andere Ladys halten.
Was soll daran unverschähmt sein?
Für meinem Geschmack reduzierst Du das zu sehr auf die ökonomische Schiene.

Gruss Mechanik
zu leiden für die Schönste...ist das schönste

So, 21.Okt 2007, 23:32
Guten Abend!
Wirklich ein interessantes Thema!
Ich muss zugeben, dass ich nicht alle Beiträge bis ins Detail gelesen habe - das hätte Stunden gedauert und wo blieben da der Haushalt und mein Liebster? *grins*
Ich muss zugeben, dass ich noch nicht über allzu viel Erfahrung verfüge. Bis vor kurzem war ich bloss die Herrin meines Liebsten.
Bei meinen ersten Schritten als nebenberufliche Domina habe ich Folgendes festgestellt: Ich schätze es durchaus im Vorfeld über einen potentiellen "Sklaven" mehr zu erfahren und fordere Interessenten geradezu dazu auf mir ihre Gedanken mitzuteilen.
Ich finde das sehr hilfreich. Nicht, dass ich dann die Wünsche, etc. 1 zu 1 umsetze, aber es hilft mir, den Menschen, der mit gegenübertreten wird besser einzuschätzen. Ich wende dafür tatsächlich sehr viel Zeit auf. Ich sitze manchmal stundenlang am Computer und schreibe E-Mails.
Es ist allerdings auch so, dass ich (da ich das Ganze ja auch zu meinem Vergnügen und nicht als Haupterwerb mache) wirklich Freude daran habe. Ich möchte zu den Menschen, dich ich erziehe eine persönliche Beziehung aufbauen. Es ist klar, dass es da Grenzen gibt. Massenhaft Leute können das nicht sein. Wenn jemand das vollberuflich macht, ist das sicher too much.
Ich habe auch noch etwas anderes festgestellt: Es gibt Leute, die im E-Mail-Austausch extrem Fantasien aufbauen - sie entwickeln ein Traumbild von einer Herrin - und sind dann enttäuscht, wenn sie mir beim ersten Mal gegenüber stehen.
Ich habe mir deshalb vorgenommen, nicht mehr allzu viel Zeit in E-Mail-Austausch vor der ersten Begegnung zu investieren. Man muss sich einfach mal gegenübertreten um zu merken, ob die Chemie wirklich stimmt.
Investieren ist ein sehr aussagekräftiges Wort ...
Es war hier auch immer wieder von Dienstleistung die Rede.
Ich denke, da dürfen wir uns nichts vormachen.
Ich sehe klar einen Unterschied zwischen privater Herrin und Domina.
Einerseits bin ich private Herrin meines Ehe-Sklaven, andererseits Domina.
Es geht doch in beiden Konstellationen immer um das Gleiche: Beide Seiten müssen irgendwie das Gefühl haben, dass ihre Bedürfnisse befriedigt werden. Irgendwie muss man die Waage halten, sonst krachts auseinander.
Als private Herrin bin ich da natürlich viel freier. Ich gehe zwar durchaus auf die Sehnsüchte meines Lebenspartners ein, er muss aber auch meine befriedigen.
Als Domina erhalte ich für meine Erziehung, die ich anbiete eine finanzielle Entschädigung. Das heisst nicht, dass ich keinen Spass habe, an dem was ich tue, aber ich bin da natürlich eher bereit, die Wünsche meines Gegenübers zu erfüllen. Wie gesagt, die Waage muss stimmen!
Selbstverständlich darf ich dann nie durchschimmern lassen, dass ich bloss einen Wunsch erfülle. ;-)
Oje, das ist nun wirklich Meta-Ebene! Also eigentich nichts für Sklaven-Ohren oder -Augen! ;-)
Nun ja, seien wir ehrlich: Es ist ganz was anderes, zu einer Domina zu gehen oder sich wirklich auf die Beziehung mit einer privaten Domme einzulassen ....
Aber das sprengt das Thema.
Gute Nacht!
Annemarie
Freiheitsberaubungen aller Art

Do, 25.Okt 2007, 08:44
Die Diskussion hat das ursprüngliche Thema längst verlassen...
Lady Marfa, Tanja und Nora hatten in ihren ersten Antworten darauf schon das Meiste gesagt. Auch Annemarie hat noch was Vernünftiges beigetragen. :)
Ich persönlich empfinde Emailkontakt (o. von mir aus Telefon) auch außerhalb der Sessions durchaus als sinnvoll. Mir fällt vieles erst hinterher ein, was ich eigentlich noch sagen wollte. Und bei einer "Dienstleistung" die doch einen eher persönlichen Bereich angeht, wie eben SM und damit auch Erotik, ist eben doch was ganz anderes als Steuerberatung u.ä.! (Wobei ich aber ergänzen will, dass mein Steuerberater mir schon viele Tipps gegeben hat ohne mir jedes Mal eine Rechnung zu schicken. Und ich frag ihn auch wie's ihm geht wenn ich anrufe oder ihn irgendwo treffe!)
Das hängt eben jeweils von der "Beziehung" ab die zwei Personen haben, ist es eher "freundschaftlich" oder rein "professionell". Wer wenig Zeit hat, schreibt logischerweise keine langen Mails. Das versteht man dann ja auch.
Also ich glaube dass es auch für eine langfristige Geschäftsverbindung von Nutzen sein kann, wenn man sich ein wenig (natürlich "im Rahmen", also nicht täglich 10 Mails) austauscht. Wenn beide dazu bereit sind, kann das sehr positiv wirken.
Als "Unverschämtheit" kann ich solch ein Ansinnen nicht werten - unverschämt wäre es z.B. bei einer Lady ungefragt zu Hause aufzutauchen oder eine kostenlose Session zu fordern...
Wenn eine Dame keinen Mailkontakt wünscht oder keine Zeit dazu hat, muss man das akzeptieren. Fragen darf man aber schon.

Do, 25.Okt 2007, 12:51
@Gully:

Das Thema "E-mail Kontakt zu einer Domina zwischen den Sessions" ist durchweg präsent und die unterschiedlichen Auffassungen dazu wurden bis hierhin auch diskutiert.

Roxana
Antworten

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