geniesser67 hat geschrieben:Aber die Babymilch (gegen Bares versteht sich) anbieten an wildfremde Männer? Das ist für mich eine so intime Angelegenheit, dass ich das kaum nachvollziehen kann, es sei denn, frau hat echte finanzielle Nöte. Will das nicht verurteilen, doch hat diese Frau mein tiefes Mitleid, aber wahrscheinlich hat sie keine Alternativen, um ansonsten an Geld zu kommen.
Du sagst richtig: es wäre
dir zu intim. Dann schliesst du aber von dir auf andere. Was Lady MacLaine meines Erachtens bei solchen Diskussionen leider auch oft tut.
Wem was wann mit wem, mit oder ohne Geld, zu intim ist, ist allerdings eine dermassen individuelle Angelegenheit, dass man da wohl kaum allgemeingültige Maßstäbe ansezten kann. Ich sehe keine Anzeichen dafuer, dass die angesprochene Dame widerwillig aus Geldnot handelt - kann natürlich sein. Kann aber auch sein, dass die unberührbare Lifestyle-Fetischdommse von nebenan abends kotzt, weil sie keine rumkriechenden Kerle mehr sehen kann. Oder jede(r) andere Berufstätige mit seinem oder ihrem Beruf unglücklich ist.
Persönlich habe ich mehrere Frauen erlebt, die (in diesen Fällen nach der Geburt ihres Kindes) aus Spass mit ihrer Milch regelrecht rumspritzten und damit sehr unbekümmert umgingen. Davon war eine Sexworkerin, die Muttermilchspiele ebenfalls im Programm hatte. Ich kannte sie nicht besonders gut, aber es schien ihr meinem Eindruck nach eher diebischen Spass zu machen, die Männer mit diesem "Extra" zu überraschen. Sie war stolz auf ihre spezielle Fähigkeit.
Ich finde die pauschale "Sexworker=Opfer"-Nummer ziemlich schwierig. Natürlich gibt es in unserer Branche ganz, ganz traurige Fälle, aber entsprechende Verallgemeinerungen ohne jeglichen Hinweis auf wirkliche Not finde ich unangebracht. Mir selbst passiert sowas manchmal, wenn ich höre, dass Frauen (nach meinen Standards) grob unsafe arbeiten - "die armen, was müssen die es wohl nötig haben".
Andererseits gibt es Frauen, die aus privatem Vergnügen jedes Wochenende mit fünf fremden Kerlen ohne Gummi poppen, und die ganz bestimmt niemand zwingt. Wer bin ich, über die Beweggründe anderer Menschen zu urteilen.
Und Nala kann ich nur unterstützen. Sie hat ihrem Kind ganz sicher nicht damit geschadet, auch schwanger noch ihren Spass zu haben. Und dass Nala Spass hat bei dem, was sie tut, ist schwer zu übersehen.
