Do, 14.Jun 2007, 05:01
von Dreiachser
Hallo zusammen,
wie gehe ich mit für mich unerreichbaren Dominas um? Ganz einfach: Ich kann sie nicht erreichen. In meiner Wohnortnähe gibt es keine Studios, Oberfranken ist nahezu studiofreie Zone. Die einzigen Gelegenheiten, zu denen ich eine Domina erreichen kann, sind meine langen Wochenenden, an denen ich Bekannte in Nürnberg besuche, vor denen ich meine SM-Neigung verstecken muss, wo ich bisher das Vergnügen hatte, sechs Sessions bei Lady Sabine Weber erleben zu dürfen. Außerdem war ich vergangenen August in Oberbayern in Urlaub, was mir einen Besuch des Studios Sturm in München ermöglichte. Das war’s aber dann auch. Für jemanden, der Auto fahren kann oder in einer Großstadt mit ICE-Verbindung wohnt, ist Deutschland nicht gar zu groß, aber für mich als auf dem Land wohnenden Blinden ohne Auto und dem nächsten ICE-Anschluss 100 km entfernt ist es praktisch so groß wie die USA für einen Fußgänger, vom Ausland ganz zu schweigen. Ich würde gerne zu Lady Katarina nach Wien fahren, Lady Nala in Hamburg würde ich gerne kennen lernen wollen, das Studio Avalon in Berlin und gar die Residenz Avalon mit ihren speziellen Veranstaltungen würden mich sehr interessieren, aber ich habe mich damit abgefunden, dass ich mir das sonstwohin stecken kann. Möglicherweise geht im August wieder etwas in München, aber da ist noch gar nichts konkret, aber die anderen erwähnten Örtlichkeiten sind für mich praktisch unerreichbar. Der gute Scotty vom Raumschiff Enterprise existiert in der Realität leider nicht und kann mich somit auch nicht mal schnell nach Berlin oder Hamburg beamen, und demzufolge muss ich froh sein, ab und zu in Nürnberg eine Session erleben zu dürfen. Ich hoffe auch, demnächst mal bei einer anderen Nürnberger Lady einen Termin zu bekommen, das ging letzte Woche leider schief, aber der Rest ist Schweigen. Also muss ich bei dieser Feststellung bleiben, die ich in einem anderen Thread im Dominaforum schon mal geschrieben hatte: Es gibt Entfernungen in Deutschland, die sind für mich eben nicht zu überwinden, so wahr die Erde eine Kugel und keine Scheibe ist.
Nachtrag zu den Beiträgen der werten Mitleser, die die Verhältnisse vor dem Internet kannten:
Ich kenne sie nicht, ich bin froh, dass es das Internet gibt, zumindest was das Thema BDSM angeht, und ich bin vor allem froh, dass es Softwareentwickler gibt, die es Unsereinem ermöglichen, mittels Braillezeile und Sprachausgabe leidlich mitzulesen. Ferry Masters & Co. Waren vor meiner Zeit, lange bevor ich ahnte, dass ich SMer bin.
Das war es vorläufig von meiner Seite zu diesem Thema, mal sehen, was hier noch nachkommt.
Bis neulich grüßt der Dreiachser.