Adlerträger hat geschrieben: ↑So, 21.Sep 2025, 15:07
Aus meiner subjektiven Sicht mit nicht sovielen Pay4play- Erfahrungen ist die reine Preisentwicklung absolut im Rahmen und ja ich kann mir Sessions leisten!
Mein Gehalt und viele andere Kostenfaktoren sind seit Corona deutlich stärker gestiegen als der Stundenpreis bei den meisten Dominas. Daher empfinde ich die aktuellen Preise, meist um die 250–300 €/h, grundsätzlich als fair. Ab ca. 300 €/h dürfte für viele Kunden aber eine gewisse Schmerzgrenze erreicht sein – auch wenn es natürlich Ausnahmen gibt, die noch mehr verlangen.
Was mir jedoch aufgefallen ist (natürlich nur mein persönlicher Eindruck): Das „Drumherum“ rund um die eigentliche Session hat sich verändert. Beispiele:
• Terminvereinbarungen laufen fast nur noch schriftlich und sehr knapp ab.
• Das Vorgespräch ist deutlich kürzer.
• Termine werden eher mal verschoben.
• Nach der Session wirkt es oft hektisch, kaum bis gar kein Runterkommen oder Nachgespräch.
• Auf Feedback nach dem Termin kommt selten eine Antwort.
Ein möglicher Grund dafür könnte sein, dass die Rahmenbedingungen anders geworden sind: Mehr Nachfrage, engere Terminpläne, vielleicht auch gestiegene Belastung. Dadurch entsteht das Bedürfnis, Prozesse effizienter und „schlanker“ zu gestalten. Für die Domina bedeutet das: Sie verdient ausschließlich an der reinen Sessionzeit, während Vorgespräche, Kommunikation oder Nachbereitung aus ihrer Sicht unbezahlte Zeit darstellen.
Aus Zeitmanagement-Sicht ist es nachvollziehbar, dass genau diese Bereiche dann gekürzt werden. Für den Gast bedeutet es aber, dass zwar die Preise nicht übermäßig gestiegen sind, das gesamte Erlebnis drumherum jedoch weniger intensiv wirkt. Der Wert pro Stunde bleibt gleich, der Wert pro Session kann sich dagegen geringer anfühlen.
Außerdem nutzen eben mehr Dominas die Möglichkeit passives Einkommen zu aktivieren, durch ,,Fanseiten‘‘ oder eben Findom.