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Der Weg ist das Ziel

Do, 29.Sep 2022, 20:41
Mich würde interessieren, wie Ihr alle euren Weg gefunden habt. Hattet ihr von Anfang an z.B. diesen einen Fetisch, den ihr auch „nur“ konsequent ausgelebt habt. Oder habt zu Beginn viel verschiedenes probiert?Der Domina mehr oder weniger freie Hand gelassen, somit Erfahrungen gesammelt.

Ich bin noch recht neu und unerfahren. Nun frage ich mich, was und wie mein weiterer Weg sein sollte.
Die ersten Sessions basierten eher auf meinem Kopfkino, zwar ohne Drehbuch und hervorragend umgesetzt, aber dennoch wusste ich konkret was ich will. Jetzt bin ich aktuell etwas verloren in der neuen Welt. Mir ist klar, dass ich den Weg weiter gehen möchte und mehr will!

Ich würde mich über eure Ratschläge und Erfahrungen freuen.

Re: Der Weg ist das Ziel

Do, 29.Sep 2022, 22:00
Bei mir war es eher andersrum. Ich wusste nicht wirklich wirklich was ich will und bin zu meiner ersten Session mit einem Neigungsfragebogen mit jeder Menge „vielleicht“-Optionen aufgetaucht. Seitdem habe ich einige Sachen ausprobiert, manche Tabus sind gefallen und ich habe einiges kennen gelernt was ich nicht mehr missen möchte.

Ich habe ihr eher freie Hand gelassen, für mich macht genau das den Reiz aus. Kontrolle abgeben und nicht wissen was passiert. Ein paar Themen stand ich eher skeptisch gegenüber, die haben mich dann aber total gepackt und ich wollte mehr. Ab und zu ist mal was dabei was nicht mein Fall ist, das lassen wir dann in Zukunft einfach bleiben.

Was genau meinst Du mit verloren? Dass Deine Wunschliste nicht länger wird oder zu lang?

Re: Der Weg ist das Ziel

Fr, 30.Sep 2022, 08:38
Gog hat geschrieben:
Do, 29.Sep 2022, 22:00
Bei mir war es eher andersrum. Ich wusste nicht wirklich wirklich was ich will und bin zu meiner ersten Session mit einem Neigungsfragebogen mit jeder Menge „vielleicht“-Optionen aufgetaucht. Seitdem habe ich einige Sachen ausprobiert, manche Tabus sind gefallen und ich habe einiges kennen gelernt was ich nicht mehr missen möchte.

Ich habe ihr eher freie Hand gelassen, für mich macht genau das den Reiz aus. Kontrolle abgeben und nicht wissen was passiert. Ein paar Themen stand ich eher skeptisch gegenüber, die haben mich dann aber total gepackt und ich wollte mehr. Ab und zu ist mal was dabei was nicht mein Fall ist, das lassen wir dann in Zukunft einfach bleiben.

Was genau meinst Du mit verloren? Dass Deine Wunschliste nicht länger wird oder zu lang?
Danke für deine Antwort!

Verloren fühle ich mich deshalb, weil ich gar nicht mehr so genau weiß was ich will. Das ich es will ist aber sicher!Auf der einen Seite möchte ich der Domina jede Freiheit geben. Mich fallen lassen und neues kennenlernen. Wie Du bereits schreibst, macht das einen großen Reiz aus.Allerdings denke ich auch, dass eine Domina keine Gedanken lesen kann und je mehr sie über einen weiß bzw. über dessen Vorlieben, desto besser kann eigentlich nur die Qualität der Session werden.
Aufgrund meiner geringen Erfahrung kann ich natürlich überhaupt nicht bewerten was mir gefällt oder nicht. Ich hätte bspw. NS eher auf meine Tabu-Liste gesetzt oder es zumindest nicht als etwas eingeordnet das ich unbedingt ausprobieren möchte. Nun kam es allerdings in einer Session dazu, dass die Lady mir ohne Vorwarnung diesen verabreicht hat. Will ich jetzt in einer Session nicht mehr missen…

Ich hoffe ich konnte es einigermaßen verständlich rüberbringen, was mich beschäftigt.

Re: Der Weg ist das Ziel

Fr, 30.Sep 2022, 14:45
Interessantes Thema…

Ich habe mich vor ein paar Jahen erstmals getraut, die Schwelle ins Studio zu überschreiten, als sich bei mir plötzlich dazu die Gelegenheit geboten hat. Fantasien in diese Richtung hatte ich schon Jahrzehnte davor - aber auch nie so eine richtige Vorstellung, was einen da so erwartet bzw. bzw was ich konkret Erleben möchte. Irgendwas von einer eher reifen, kühlen blonden Herrin in Leder, die mich etwas mit ihren hohen Stiefeln traktiert und mich etwas mit einer Reitgerte tätschelt.

Aufgeschlagen bin ich dann überraschenderweise bei einem (für mich!) blutjungen Ding Anfang 20, Typ Schneewittchen mit wilden Tattoos und einer betörenden Stimme. Dieser wildfremden Frau habe ich im Vorgespräch meine ganzen aufgestauten Fantasien anvertraut :shock: Als das Finanzielle geregelt und es zum Bad ging, wurde mir etwas mulmig. Als sie mich dann vom Duschen abholte, hatte sie schon einen ganz anderen, zackigen Tonfall drauf… Da sie ja offensichtlich deutlich mehr Wissen und Erfahrung hat als ich, ließ ich sie einfach mal machen und versuchte, mich fallen zu lassen. Rückblickend war die Session jetzt (im Vergleich) nichts besonderes - aber sie hat mich auch nicht abgeschreckt - im Gegenteil; der Haken wurde gesetzt. Als ich sie ein paar Woche wieder besuchte, hatte ich wohl meinen Welpenschutz verloren; sie legte einige Schippen drauf und ich durfte schon so einige Dinge erleben, die ich mir im Vorgespräch nie gewünscht hätte.

Lange Rede, kurzer Sinn: meine besten Erfahrungen machte ich mit abstecken von Tabus und Vorlieben, in diesem Rahmen der Dame dann freie Hand lassen und die Reise genießen.
Life is too short to ignore your passions

Re: Der Weg ist das Ziel

So, 02.Okt 2022, 06:08
Waterlion08 hat geschrieben:
Fr, 30.Sep 2022, 08:38

Danke für deine Antwort!

Verloren fühle ich mich deshalb, weil ich gar nicht mehr so genau weiß was ich will. Das ich es will ist aber sicher!Auf der einen Seite möchte ich der Domina jede Freiheit geben. Mich fallen lassen und neues kennenlernen. Wie Du bereits schreibst, macht das einen großen Reiz aus.Allerdings denke ich auch, dass eine Domina keine Gedanken lesen kann und je mehr sie über einen weiß bzw. über dessen Vorlieben, desto besser kann eigentlich nur die Qualität der Session werden.
Aufgrund meiner geringen Erfahrung kann ich natürlich überhaupt nicht bewerten was mir gefällt oder nicht. Ich hätte bspw. NS eher auf meine Tabu-Liste gesetzt oder es zumindest nicht als etwas eingeordnet das ich unbedingt ausprobieren möchte. Nun kam es allerdings in einer Session dazu, dass die Lady mir ohne Vorwarnung diesen verabreicht hat. Will ich jetzt in einer Session nicht mehr missen…

Ich hoffe ich konnte es einigermaßen verständlich rüberbringen, was mich beschäftigt.
Aber da haben wir doch den Punkt. Aktuell bist Du superneugierig und willst „alles“, ohne genau zu wissen was das ist. Ich denke Du hast der Lady Deine Wünsche und Vorstellungen genannt.

Wenn ich neue Ideen, Wünsche oder Vorstellungen habe teile ich das der Lady mit. Sie weiß dass sie auch neue Punkte einbringen kann, dass das sogar gewünscht ist. Natürlich können die Damen nicht direkt in unseren Kopf blicken (hmmm, manchmal fühlt es sich an dass sie doch können ;) ), deswegen ist es wichtig Feedback zu geben. Während der Session durch Geräusche, Blicke, man kommuniziert ja nonstop.

Nach der Session, wenn sich alles etwas gesetzt hat und ich mich sortiert habe, schicke ich nochmal ein detaillierteres Feedback welche Sachen/Themen/Momente mir gut gefallen haben, was mir danach durch den Kopf geht, was mich beschäftigt.

So baut sich das Vertrauen auf und eine gewisse Verbindung. Es gibt Freiheiten, der eigentliche Rahmen wird durch die Tabus definiert. Hier und da werden diese hinterfragt, aber mit der Zeit und wenn man sich besser kennt kristallisiert sich ein gemeinsamer Weg raus. Du musst gar nicht wissen was Du genau willst, die Lady hat Erfahrung, sie nimmt Dich an der Hand und ihr geht den Weg zusammen. Schritt für Schritt.

Natürlich kommt es immer auf die Tagesform an. An manchen Tagen steht ihr der Sinn eben nicht nach Thema A, an manchen Tagen bin ich nicht bereit für B.

Mit wachsendem Vertrauen hat sich bei mir auch der Fokus verändert. Von einem eher Lust-&-Schmerz-Ansatz in Richtung Verbindung/Fallenlassen/„Realität aus“. Schwierig zu beschreiben…

Aber am Anfang und Ende (und zwischendrin) steht immer Kommunikation.
(Natürlich in Maßen, wir sind uns bewusst dass das der Beruf der Ladies ist und sie nicht von diversen Gästen tagein/tagaus mit Fantasien überschüttet werden möchten, ich denke das ist klar)

Re: Der Weg ist das Ziel

So, 02.Okt 2022, 19:37
Gog hat geschrieben:
So, 02.Okt 2022, 06:08
Waterlion08 hat geschrieben:
Fr, 30.Sep 2022, 08:38

Danke für deine Antwort!

Verloren fühle ich mich deshalb, weil ich gar nicht mehr so genau weiß was ich will. Das ich es will ist aber sicher!Auf der einen Seite möchte ich der Domina jede Freiheit geben. Mich fallen lassen und neues kennenlernen. Wie Du bereits schreibst, macht das einen großen Reiz aus.Allerdings denke ich auch, dass eine Domina keine Gedanken lesen kann und je mehr sie über einen weiß bzw. über dessen Vorlieben, desto besser kann eigentlich nur die Qualität der Session werden.
Aufgrund meiner geringen Erfahrung kann ich natürlich überhaupt nicht bewerten was mir gefällt oder nicht. Ich hätte bspw. NS eher auf meine Tabu-Liste gesetzt oder es zumindest nicht als etwas eingeordnet das ich unbedingt ausprobieren möchte. Nun kam es allerdings in einer Session dazu, dass die Lady mir ohne Vorwarnung diesen verabreicht hat. Will ich jetzt in einer Session nicht mehr missen…

Ich hoffe ich konnte es einigermaßen verständlich rüberbringen, was mich beschäftigt.
Aber da haben wir doch den Punkt. Aktuell bist Du superneugierig und willst „alles“, ohne genau zu wissen was das ist. Ich denke Du hast der Lady Deine Wünsche und Vorstellungen genannt.

Wenn ich neue Ideen, Wünsche oder Vorstellungen habe teile ich das der Lady mit. Sie weiß dass sie auch neue Punkte einbringen kann, dass das sogar gewünscht ist. Natürlich können die Damen nicht direkt in unseren Kopf blicken (hmmm, manchmal fühlt es sich an dass sie doch können ;) ), deswegen ist es wichtig Feedback zu geben. Während der Session durch Geräusche, Blicke, man kommuniziert ja nonstop.

Nach der Session, wenn sich alles etwas gesetzt hat und ich mich sortiert habe, schicke ich nochmal ein detaillierteres Feedback welche Sachen/Themen/Momente mir gut gefallen haben, was mir danach durch den Kopf geht, was mich beschäftigt.

So baut sich das Vertrauen auf und eine gewisse Verbindung. Es gibt Freiheiten, der eigentliche Rahmen wird durch die Tabus definiert. Hier und da werden diese hinterfragt, aber mit der Zeit und wenn man sich besser kennt kristallisiert sich ein gemeinsamer Weg raus. Du musst gar nicht wissen was Du genau willst, die Lady hat Erfahrung, sie nimmt Dich an der Hand und ihr geht den Weg zusammen. Schritt für Schritt.

Natürlich kommt es immer auf die Tagesform an. An manchen Tagen steht ihr der Sinn eben nicht nach Thema A, an manchen Tagen bin ich nicht bereit für B.

Mit wachsendem Vertrauen hat sich bei mir auch der Fokus verändert. Von einem eher Lust-&-Schmerz-Ansatz in Richtung Verbindung/Fallenlassen/„Realität aus“. Schwierig zu beschreiben…

Aber am Anfang und Ende (und zwischendrin) steht immer Kommunikation.
(Natürlich in Maßen, wir sind uns bewusst dass das der Beruf der Ladies ist und sie nicht von diversen Gästen tagein/tagaus mit Fantasien überschüttet werden möchten, ich denke das ist klar)
Spannend was du schreibst!Insbesondere der Punkt, dass du nach einer Session Feedback gibst!Wie reagieren die Damen darauf?Finde ich prinzipiell richtig gut und werde ich nach meinem nächsten Besuch auch machen.
Ich erstelle für mich gerade eine Art Liste, was ich alles ausprobieren möchte bzw. wo ich weiß dass es mich anmacht. Möchte damit dann aber keines falls den Eindruck erwecken, dass das alles abgearbeitet werden muss. Es soll nur dazu dienen, mich besser kennenzulernen.
Ich kann mir halt wirklich vorstellen, dass viele Gäste die Damen mit ihrem Kopfkino bombardieren. So möchte ich absolut nicht sein.
Ich sehe meine Liste auch eher als langfristiges Projekt. Nur frage ich mich, ob eine professionelle Dame diese Liste vor jeder Session wirklich immer hervor holen würde. Ich bezweifle auch, dass Sie sich die Vorlieben der einzelnen Gäste wirklich merken können.
Erinnert ihr bei jeder Buchung nochmal an eure Vorlieben?

Re: Der Weg ist das Ziel

So, 02.Okt 2022, 20:56
Waterlion08 hat geschrieben:
So, 02.Okt 2022, 19:37

Spannend was du schreibst!Insbesondere der Punkt, dass du nach einer Session Feedback gibst!Wie reagieren die Damen darauf?Finde ich prinzipiell richtig gut und werde ich nach meinem nächsten Besuch auch machen.
Ich erstelle für mich gerade eine Art Liste, was ich alles ausprobieren möchte bzw. wo ich weiß dass es mich anmacht. Möchte damit dann aber keines falls den Eindruck erwecken, dass das alles abgearbeitet werden muss. Es soll nur dazu dienen, mich besser kennenzulernen.
Ich kann mir halt wirklich vorstellen, dass viele Gäste die Damen mit ihrem Kopfkino bombardieren. So möchte ich absolut nicht sein.
Ich sehe meine Liste auch eher als langfristiges Projekt. Nur frage ich mich, ob eine professionelle Dame diese Liste vor jeder Session wirklich immer hervor holen würde. Ich bezweifle auch, dass Sie sich die Vorlieben der einzelnen Gäste wirklich merken können.
Erinnert ihr bei jeder Buchung nochmal an eure Vorlieben?
Zu meinem Feedback bekomme ich in der Regel eine kurze Rückmeldung. Vor dem ersten detaillierteren Feedback hatte ich nachgefragt ob es ok wäre ein paar Zeilen zu schreiben. Ich besuche eine Dame regelmäßig und wir haben da denke ich eine ganz gute Vorgehensweise gefunden.

Darf ich fragen ob Du regelmäßig zu einer Dame gehst oder ob Du eher wechselst?

Ich erinnere mich nicht an jedes Detail jeder Session, dazu waren es ein paar zuviele. Es gibt ein paar Themen die regelmäßig immer wieder (bzw eigentlich jedes Mal) vorkommen, z.B. Brustwarzenbehandlung. Wenn es besondere Themen gibt erwähne ich die vorab, meistens wenn ich etwas Neues ausprobieren möchte. Das sehe ich dann immer als Vorschlag (ich denke sie sieht das genau so), für mich ist ein großer Reiz eben das Unbekannte. Dass ich eben nicht weiß was passiert, dass es kein Drehbuch gibt. Ich will es gar nicht wissen. Das sorgt bei mir für eine wunderbare Aufregung die ich nicht missen möchte.

Die Kommunikation läuft eigentlich wie folgend:

Vorher:
- Terminabsprache
- Ein paar Tage vorher: Ideen/Wünsche/Fantasien (hier könntest Du Deine „Liste“ mitschicken, evtl ändert sich die ja von Session zu Session, Ideen kommen dazu, andere sind „abgehakt“, wenn es Vorschläge sind ist das ja nur eine „Auswahl“ à la „alles kann, nichts muß“)

Am Tag der Session vorher:
- Teilweise kurze Terminbestätigung, mag entfallen wenn man sich kennt

Während der Session:
- Konstante Kommunikation über Blicke, „Geräusche“, teilweise Worte wenn z.B. etwa an diesem Tag nicht passt, das ist nicht weiter böse gemeint, sondern dient dem gemeinsamen Verständnis. Wenn ich mich bei etwas wirklich unwohl fühle (und das nicht im positiven kinky Sinn) hören wir damit auf. Es wird gelacht, geschrien, geflucht und gesprochen.

Nach der Session:
- Aftercare: Smalltalk, kurze Rückmeldung wenn einem direkt was einfällt

Nachher (bei mir so 1-3 Tage nach der Session):
- Etwas detailliertere Rückmeldung/Feedback zur Session bzw speziellen Momenten die sich in meinem Kopf eingebrannt haben


Die alten Hasen mögen hier vielleicht etwas grinsen, für mich hat sich das bewährt und ich fühle mich dabei gut aufgehoben.

Re: Der Weg ist das Ziel

Mo, 03.Okt 2022, 15:47
Waterlion08 hat geschrieben:
Do, 29.Sep 2022, 20:41
Mich würde interessieren, wie Ihr alle euren Weg gefunden habt. Hattet ihr von Anfang an z.B. diesen einen Fetisch, den ihr auch „nur“ konsequent ausgelebt habt. Oder habt zu Beginn viel verschiedenes probiert?Der Domina mehr oder weniger freie Hand gelassen, somit Erfahrungen gesammelt.

Ich bin noch recht neu und unerfahren. Nun frage ich mich, was und wie mein weiterer Weg sein sollte.
Die ersten Sessions basierten eher auf meinem Kopfkino, zwar ohne Drehbuch und hervorragend umgesetzt, aber dennoch wusste ich konkret was ich will. Jetzt bin ich aktuell etwas verloren in der neuen Welt. Mir ist klar, dass ich den Weg weiter gehen möchte und mehr will!

Ich würde mich über eure Ratschläge und Erfahrungen freuen.

Es gibt nach meinem Dafürhalten kein Patentrezept, wie man diesen Werdegang in Sachen BDSM gestalten sollte.

Ich habe meine Affinität für BDSM während meiner Teenagerzeit entdeckt – in einer Ära, als das Internet noch gar nicht existierte. Es war also etwas schwierig, die eigenen Neigungen konkret zu erfassen.

Damals kannte ich nur eine Handvoll Comics - u.a. "Sweet Gwendoline" von John Willie - und hatte auch "Die Geschichte der O" gelesen, als der Roman einmal für kurze Zeit nicht auf dem Index stand. Auch gab es Szenen in Spielfilmen, die mich antörnten. Mir wurde jedenfalls klar, dass das Fesseln (aktiv und passiv) für mich eine starke erotische Komponente hat. Zudem war mir damals schon klar, dass ich manche Dinge nicht machen möchte - und diese sind bis heute meine Tabus geblieben

Schließlich habe ich mich als Student mit zitternden Knien in eine Bordellstraße im Ruhrgebiet gewagt. Es war wohl einer der größten Glücksfälle meines Lebens, dass ich dort auf eine sehr verständnisvolle und sympathische Dame getroffen bin. Bei ihr durfte ich meine ersten praktischen BDSM Erfahrungen sammeln. Natürlich gab’s die obligatorische Frage: „Was möchtest Du denn machen?“ Darauf habe ich grob zusammengezählt, was mich so erregt und die Domina hat aus diesen Vorlieben eine schöne kleine Session gestaltet. Als ich das Bordell verlassen habe, hatte ich euphorische Glücksgefühle, die noch sehr lange anhielten.

Im Laufe der Jahre habe ich dann mit privaten und professionellen Partnerinnen die unterschiedlichsten Sachen ausprobiert. Manches hat mir gefallen und ich habe es daraufhin immer wieder gerne gemacht. Andere Praktiken haben mich hingegen völlig kalt gelassen. Mittlerweile kann ich neuen Spielpartnerinnen vor der Session ein detailliertes Profil meiner Neigungen und Tabus geben.

Insofern kann ich nur den Rat geben: 1. Die eigenen Neigungen, Wünsche und Tabus konkretisieren. Vielleicht sogar mal aufschreiben. 2. Experimentierfreudig bleiben und auch mal der Spielpartnerin freie Hand geben – so lange die Tabus nicht verletzt werden.
.

"In 1969 I gave up women and alcohol. It was the worst 20 minutes of my life." - George Best

"The big difference between sex for money and sex for free is that sex for money usually costs a lot less." - Brendan Behan

Re: Der Weg ist das Ziel

Di, 04.Okt 2022, 08:58
Gog hat geschrieben:
So, 02.Okt 2022, 20:56
Waterlion08 hat geschrieben:
So, 02.Okt 2022, 19:37

Spannend was du schreibst!Insbesondere der Punkt, dass du nach einer Session Feedback gibst!Wie reagieren die Damen darauf?Finde ich prinzipiell richtig gut und werde ich nach meinem nächsten Besuch auch machen.
Ich erstelle für mich gerade eine Art Liste, was ich alles ausprobieren möchte bzw. wo ich weiß dass es mich anmacht. Möchte damit dann aber keines falls den Eindruck erwecken, dass das alles abgearbeitet werden muss. Es soll nur dazu dienen, mich besser kennenzulernen.
Ich kann mir halt wirklich vorstellen, dass viele Gäste die Damen mit ihrem Kopfkino bombardieren. So möchte ich absolut nicht sein.
Ich sehe meine Liste auch eher als langfristiges Projekt. Nur frage ich mich, ob eine professionelle Dame diese Liste vor jeder Session wirklich immer hervor holen würde. Ich bezweifle auch, dass Sie sich die Vorlieben der einzelnen Gäste wirklich merken können.
Erinnert ihr bei jeder Buchung nochmal an eure Vorlieben?
Zu meinem Feedback bekomme ich in der Regel eine kurze Rückmeldung. Vor dem ersten detaillierteren Feedback hatte ich nachgefragt ob es ok wäre ein paar Zeilen zu schreiben. Ich besuche eine Dame regelmäßig und wir haben da denke ich eine ganz gute Vorgehensweise gefunden.

Darf ich fragen ob Du regelmäßig zu einer Dame gehst oder ob Du eher wechselst?

Ich erinnere mich nicht an jedes Detail jeder Session, dazu waren es ein paar zuviele. Es gibt ein paar Themen die regelmäßig immer wieder (bzw eigentlich jedes Mal) vorkommen, z.B. Brustwarzenbehandlung. Wenn es besondere Themen gibt erwähne ich die vorab, meistens wenn ich etwas Neues ausprobieren möchte. Das sehe ich dann immer als Vorschlag (ich denke sie sieht das genau so), für mich ist ein großer Reiz eben das Unbekannte. Dass ich eben nicht weiß was passiert, dass es kein Drehbuch gibt. Ich will es gar nicht wissen. Das sorgt bei mir für eine wunderbare Aufregung die ich nicht missen möchte.

Die Kommunikation läuft eigentlich wie folgend:

Vorher:
- Terminabsprache
- Ein paar Tage vorher: Ideen/Wünsche/Fantasien (hier könntest Du Deine „Liste“ mitschicken, evtl ändert sich die ja von Session zu Session, Ideen kommen dazu, andere sind „abgehakt“, wenn es Vorschläge sind ist das ja nur eine „Auswahl“ à la „alles kann, nichts muß“)

Am Tag der Session vorher:
- Teilweise kurze Terminbestätigung, mag entfallen wenn man sich kennt

Während der Session:
- Konstante Kommunikation über Blicke, „Geräusche“, teilweise Worte wenn z.B. etwa an diesem Tag nicht passt, das ist nicht weiter böse gemeint, sondern dient dem gemeinsamen Verständnis. Wenn ich mich bei etwas wirklich unwohl fühle (und das nicht im positiven kinky Sinn) hören wir damit auf. Es wird gelacht, geschrien, geflucht und gesprochen.

Nach der Session:
- Aftercare: Smalltalk, kurze Rückmeldung wenn einem direkt was einfällt

Nachher (bei mir so 1-3 Tage nach der Session):
- Etwas detailliertere Rückmeldung/Feedback zur Session bzw speziellen Momenten die sich in meinem Kopf eingebrannt haben


Die alten Hasen mögen hier vielleicht etwas grinsen, für mich hat sich das bewährt und ich fühle mich dabei gut aufgehoben.

Deine Zeilen sind sehr lehrreich für einen Anfänger wie mich.
Ich hatte bislang 5 Sessions und diese immer bei der gleichen Dame. Habe das Gefühl, dass mich ein Wechsel wohl eher enttäuschen würde und man müsste ja eigentlich auch jedes Mal wieder von vorne beginnen. Zumindest so lange man nicht wirklich weiß was man alles will.

Oder würdet ihr eher sagen, ein regelmäßiger Wechsel, auch zu Beginn der Karriere, erweitert den Horizont?
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