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Re: Langzeitsession und Diabetes

Mi, 31.Aug 2022, 21:58
Ich habe kein Diabetes aber ich merke auch das irgendwann die Energie raus ist. Für den Zweck habe ich immer mein Spezialgetränk dabei.
Es besteht aus Magnesium und Traubenzucker. Ich nehme immer diese Täfelchen mit der Sollbruchstelle in der Mitte.
Auf 1 Liter nehme ich 3 Tütchen Magnesium 300mg und 3-4 von den Täfelchen je nachdem was vorher als Spiel geplant ist.
Meist buche ich ein 3 Stunden Special mit kleinen Pausen. Dann werde ich in den Pausen sowieso gefragt ob ich was trinken möchte. Lasse mir dann meine Flasche reichen. Das sorgt bei mir wieder für genug Zucker / Energie für die nächste Runde.

Natürlich musst du als Diabetiker mit dem Traubenzucker aufpassen, das der Blutzucker nicht zu hoch schießt. Aber lieber kurzzeitig zu hoch als das du Unterzuckerst und dein Kreislauf schlapp macht.

Ein Arbeitskollege hat für den Notfall kleine Traubenzuckertütchen dabei. Das ist eine dickflüssige Flüssigkeit die sofort verwendbar ist und sehr schnell wirkt. Mach dich mal bei deinem Apotheker schlau.

Re: Langzeitsession und Diabetes

Mo, 16.Okt 2023, 19:43
SM-Vampir hat geschrieben:
Mo, 16.Okt 2023, 10:03
Ich glaube das Langzeitsessions nichts für Diabetiker sind.
…hier wurde aber nicht nach Deinem Glauben, sondern nach Erfahrung gefragt.
Insofern ist Dein „Beitrag“ für den Mülleimer!
Wiedermal eine „Glanzleistung“ von Dir hier im Forum!

@Andreas87:
So, und nun meine Erfahrung zum Thema als Diabetiker, der nicht irgendwas glaubt sondern weiß:
Ralf hat grundsätzlich schonmal recht mit dem was er dazu schreibt!
Ich bin optimal eingestellt (Typ-2, ohne Insulin)
Langzeitsessions, sogar bis 8 Stunden am Stück, waren bisher keinerlei Problem für mich.
Auch bei der Anwendung von Praktiken gibt es zumindest bei mir keinerlei Einschränkungen durch die Erkrankung.
Meine Herzensdame ist informiert und achtet auf meine Reaktionen.
Bei Bedarf gibt es zwischendrin ein Stück Schokolade und regemäßig Wasser.
Bei Insulinpflicht sollte/muss zusätzlich zwichendurch gemessen und bei Bedarf gespritzt werden.
Wichtig:
Informiere Deine Herzdame im Vorfeld über die Diabetes und besprich das ganz offen mit ihr!

Falls Du noch Fragen hast, kannst Du mir auch gerne eine PM schicken.
Viele Grüsse
Flyman

Re: Langzeitsession und Diabetes

Mo, 16.Okt 2023, 23:09
flyman hat geschrieben:
Mo, 16.Okt 2023, 19:43
SM-Vampir hat geschrieben:
Mo, 16.Okt 2023, 10:03
Ich glaube das Langzeitsessions nichts für Diabetiker sind.
…hier wurde aber nicht nach Deinem Glauben, sondern nach Erfahrung gefragt.
Insofern ist Dein „Beitrag“ für den Mülleimer!
Wiedermal eine „Glanzleistung“ von Dir hier im Forum!

Viele Grüsse
Flyman
@Flyman: Schade, das man hier keine Beiträge "liken" kann,
aber das hast du sehr schön auf den Punkt gebracht!

Grüße vom
Lederfreak
Optimismus für Singles: "Mein Bett ist halb voll!"

Re: Langzeitsession und Diabetes

So, 22.Okt 2023, 18:35
Ganz allgemein gilt auch hier: solche gesundheitlichen Einschränkungen muss man seiner Erfüllungsgehilfin definitiv im Vorfeld offenlegen, damit sie im Falle eines Falles sofort richtig reagieren kann.

Viele Ladies (so mein Eindruck) haben auch eine medizinische Ausbildung genossen und wissen definitiv, wie mit solchen Handicaps umzugehen ist.
Wie nennt man das Sexualorgan des Sklaven? - Gehirn :-)

Re: Langzeitsession und Diabetes

Fr, 03.Nov 2023, 20:19
Hallo Andreas87,

mir ist nicht genau klar, ab wann du eine Session als Langzeitsession ansiehst. Bis gut vier Stunden kann ich mitreden, mehr als das oder gleich mehrere Tage hatte ich noch nicht.

Das ganze ist auf jeden Fall abhängig vom Diabetes-Typ oder eher von der Therapie (Insulin, Metformin,...). Außerdem besteht auch die Frage, in wieweit du noch von weiteren Begleitproblemen wie Blutdruckschwankungen betroffen bist. Nicht zuletzt kann ein rtCGM die Sache vereinfachen. Dass du deinen Diabetologen fragst ist mutig, aber sicher eine gute Idee.

Wie schon von Vorschreibern gesagt, das A und O ist, dass die federführende Dame Bescheid weiß. Hat diejenige keinen medizinischen Hintergrund sind auch ein paar Erklärungen im Hinblick darauf, was passieren kann und was man dann macht nötig. Macht auch aus, wie du ihr signalisierst, dass etwas sein könnte.

Dass eine Session eine körperliche Ausnahmesituation ist, brauche ich dir nicht zu erzählen. Du hast ja geschrieben, dass du schon ein- und zweistündige Sessions hattest. Du hast aber auch geschrieben, dass es dort keine Probleme gab.

Zumindest meine Erfahrung ist, dass ich in Sessions auf andere Signale meines Körpers höre, als im Alltag. Das heißt, dass ich drohende Unterzuckerungen, aber auch höheren Blutzucker manchmal anders empfinde, als ich es gewohnt bin. Das kann je nach Situation manchmal ein Vor-, manchmal aber auch ein Nachteil sein. So kann sich eine Endorphinwolke durchaus wie eine Unterzuckerung anfühlen. Deshalb im Zweifel messen.

Als ich noch blutig gemessen habe, hatten meine damalige Stammlady und ich eine Art Vereinbarung. Sie hat die Session so gestaltet, dass wir nach ca. zwei Stunden eine Pause hatten, die sich auch psychologisch außerhalb des Sessionkontexts abgespielt hat. Die konnte ich dann nutzen, um zu messen. Da ist natürlich ein Klimmzug nötig, um eine solche Pause stimmig zu integrieren.

Falls du ein rtCGM benutzt, hast du den Vorteil der Alarme bei zu hohen und zu niedrigen Werten. In diesem Fall kannst du mit der Dame absprechen, dass das Lesegerät irgendwo diskret in Empfangsreichweite liegt. Sollte es zu hupen beginnen, dann schaust du nach und entscheidest, wie du reagierst. Das kann zwar den Sessionkontext stören, aber lieber so, als dass später der Notarzt in die Session platzt.

Am Ende noch drei praktische Tips.

- Es ist wie im Alltag auch. Wenn dein Blutzucker gerade unruhig ist oder wenn er hoch war und du stark korrigieren musstest, dann miss lieber ein Bisschen öfter.
- Im Hinblick auf Unterzuckerungen: In der Session finde ich Cola praktischer als Traubenzucker. Wenn du zum Beispiel von einem Knebel einen trockenen Mund hast, ist Traubenzucker eine ziemliche Herausforderung.
- Denk daran auch nach der Session noch eine Weile häufiger auf deinen Blutzucker zu schauen. Die Kombination aus Stress- und Glückshormonen kann noch ein Bisschen nachwirken. Meine Erfahrung, je intensiver die Session, desto länger die Nachwirkungen.

Bei mir hat es bis jetzt in Sessions noch nie unlösbare Probleme gegeben, egal ob kurz oder lang. Meine Lösungen sind aber nur auf einer 'für mich funktioniert es so' Basis. Du wirst sie wahrscheinlich nicht eins zu eins übernehmen können.

Du bist Experte für deinen Körper. Schau, was du dir zutraust. Dann sind die Chancen gut, dass es klappt.
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