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Re: Vergewaltigungsspiel - Welche Risiken ?

Mo, 26.Okt 2020, 21:49
Hallo.

Bitte um Nachsicht, aber was war nun die Frage bzw der Eingangsthread ? :- ))

Einstieg zweier alter Hasen hier sofort. Also hurtig zwischen den Zeilen gelesen. Und FSKnicht18 mitgepostet. Alldieweil eines von Moro's Lieblingsthemen.

Kann jetzt echt gut sein, dass ich Euch voll langweile mit der ewig gleichen Leier:

Bitte erst mal kurz klar und deutlich schildern, was "Vergewaltigungsspiel" genau für Dich meint. Also genau. Und da wir hier im jugendfreien Bereich sind, denke ich sogleich mal, dass es eher in Richtung, use me softly, geht. Subbie kommt gut gelaunt, notgeil und fein vorgedehnt ins Studio. Auf Bock, Liege oder dem Flokkati, wird er dann penetriert, bis er um Gnade winselt. Am liebsten von mehreren Ladies und mehrfach.

Das kann ein sehr geiles Erlebnis sein. Leicht unangenehm sogar beizeiten.

Ist aber keine Vergewaltigung. Sondern ein einvernehmlich abgesprochenes Benutzungsszenario. :- )

Unangenehm real wird das, wenn Sub nicht weiss, wer wann wie gross womit wie oft .... in ihn eindringt. Ungedehnt gar. Erbarmungslos rücksichtslos Deine Schmerzschreie ignorierend weitermacht... Bis schliesslich das absolute Safeword ertönt, das man doch gar nicht herausschreien wollte.... Weil 26x7 geil aussehen können aber schmerzhaft bis zum Abwinken sich anfuehlen können anfangs....

OK, was ich sagen wollte :- ) Kömmt immer drauf an. Mit wem.

Normalerweise sehe ich kein ernstes Gesundheitsrisiko im Sinne von bleibend und behandlungsbedürfend... Ich würde Meriten hier widersprechen wollen. Eine einmalige forcierte Dehnung des Schliessmuskels, auch mehrfach und über einen längeren Zeitraum, sollte keine Inkontigenz, also irreparable Erschlaffung des Schliessmuskels nach sich ziehen. Vergewaltigen an sich, also anal, sagt ja auch nichts aus ueber die Ausmasse des penetrierenden Objekts. Aber da sollte man den Anus nicht unterschaetzen ( *lach ). Regelmaessiges Fisten etc ist da schon eher grenzwertig, meiner Meinung nach.

Stock... was ? Oha, jetzt habt ihr mich erwischt. Ihr macht Euch lustig und Moro merkt nixx... :- ))

Jeeez, eigentlich sollte ich nu alles löschen. Aber da es nu schon geschrieben ist.... Nächstes Mal bitte irgendwo am Anfang ein kleines Ironiekürzel anbringen....

LG M. ( Der so gerne immer wieder mal richtig hart und erbarmungslos... )

Over and out. Bleibts gesund !
Wir spielen alle, wer es weiss, ist klug ( Arthur Schnitzler )

Re: Vergewaltigungsspiel - Welche Risiken ?

So, 03.Jan 2021, 03:31
Retraumatisierung. Als ernstzunehmendes Risiko, wenn es eine entsprechende Vorgeschichte gab. Kann sogar in einem einvernehmlich geplanten und von Sub bewusst gewollten Setting zb in Form von Flashbacks oder Dissoziation auftreten. Vermutlich häufiger bei passiver Frau als bei passivem Mann, aber diese Annahme könnte ein Vorurteil sein, basierend auf der Selektion der typischen Studiokundschaft: Kundinnen scheinen häufiger therapeutische Sexualität zB zur Aufarbeitung von Missbrauchserfahrungen (durch „Neuschreiben“ der Geschichte mit im Vorfeld gut geplanter Aftercare) zu suchen und Männer statistisch häufiger einfach Fun. Beides hat seine Berechtigung. Ob Rape Play heikel für den/die Bottom und möglicherweise auch für den/die Top ist, hängt von verschiedenen erinnerten und unerinnerten biografischen Faktoren, kognitiven Assoziationen zu „Rape“ oder auch zu bestimmter Verbalerotik (evtl ist es ein einziges Wort, das ein zuvor geiles Spiel in einen schlimmen Absturz triggert) und vom Realismusgrad der Umsetzung ab. - Obwohl ich das alles schreibe und vielleicht hier auf den ersten Blick wie eine Gegnerin wirke, biete ich Rape Play an. Aber eben, wie viele andere Szenarien auch, ggf nach einem gründlichen Vorgespräch über die individuellen Ziele. Und je nach Verlauf des Gesprächs mehr oder weniger intensiv durchdachte Vorsichtsmassnahmen, individuelle if-else-Absprachen und Aftercare-Vereinbarungen. Manchmal ist nichts davon nötig, manchmal ist es essentiell. Rape Play ist nicht gleich Rape Play. (Stelle euch die Tage noch zwei Links ein, hab ich aber gerade nicht parat...)

Re: Vergewaltigungsspiel - Welche Risiken ?

So, 03.Jan 2021, 11:31
Ich behaupte, Vergewaltigungsszenario gibt es im Pay-SM überhaupt nicht. Das scheitert am " Wünsch-Mir-Was " der Gäste, die ja schließlich für Dienstleistung bezahlen und deren klaren Vorstellungen dazu haben, wie die Begegnung abzulaufen hat ( natürlich mit finaler eigenen Befriedigung ) sowie an mangelnder Risikofreude der meisten Anbieterinnen, die oft gut zahlenden Kunden nicht verschrecken wollen. An Fantasiewelten scheitert so etwas sicher nicht.
Bereits die Terminabsprache zum Treffen ist da kontraproduktiv- wohl aber ließe sich in der Begegnung selber eine nette Überraschung einbauen.
Das echte " Willen-Brechen " ist auch nicht nur eine Fantasie von Männern.
Was mich angeht, dachte ich mir innerlich durchaus öfter: " Warum fragst du soviel - mach doch einfach " ;-). BDSM ist für mich die totale Unterwerfung und die Übergabe von Fleisch und Geist auf Zeit, das macht SM für mich besonders.


DomHunter
( ...Strap-it-On... )
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Re: Vergewaltigungsspiel - Welche Risiken ?

So, 03.Jan 2021, 12:50
Naja, der TE verwendete das Wort "Vergewaltigungs-SPIEL" - Menschen verwenden auch schon das Wort "Spiel" bzw. "Play" unterschiedlich.

Ein Vergewaltigungsspiel muss ggf. keine reale Vergewaltigung , keine reale Penetration und nichtmal eine eine gespielte Vergewaltigung oder gespielte Penetration beinhalten..... es genügt z.B. auch Verbalerotik über Vergewaltigung. Und auch dann besteht das Risiko, was ich genannt habe.... zumindest wenn mindestens eine/r der Beteiligten entsprechend vulnerabel ist, egal ob dessen bewußt oder nicht....

Bevor ich also die angekündigten Links poste, noch ein Links zum Begriff "Spiel":

https://www.domina-frankfurt.net/definitionen.html#play

Nun die Links zu "Rape":

Als PLAY, in dem es zumindest FANTASIEN von ECHTEN Vergewaltigungen gibt, ordne ich das dem Dark BDSM unter: https://www.domina-frankfurt.net/vorlie ... bdsm-.html

Es kann aber auch zu den "BDSM-Rollenspielen innerhalb der Klischees" zählen, und das war vermutlich vom TE gemeint und zwar in einer Variante MIT Penetration, aber OHNE echte Ver-GEWALT-igung mit echter GEWALT : https://www.domina-frankfurt.net/vorlie ... piele.html , ebenso wie ein Schlachtungs-Spiel ja auch keine echte Schlachtung enthält.

Naja, und dann gibt es eben noch die Coaching-Sessions, in denen bedarfsweise echte Gewalterfahrungen bewusst thematisiert werden:
https://www.domina-frankfurt.net/vorlie ... ching.html (was wiederum durch Nach-Spielen mit verändertem Ausgang, oder aber nur durch liebevolles Gegenprogramm ganz ohne spielerische Grenzverletzungen und stattdessen mit überbetonter Fürsorge, oder auf noch andere individuell zu vereinbarende Weise erfolgen kann)

und es gibt noch die Session, wo es -ähnlich, wie Domhunter es sich oben wünscht- wirklich wesentlich um die Lüste der Dienstleisterin (oder einer privaten Partnerperson) geht (was dann aber, anders als DomHunter es sich wünscht, auch absolut zärtlicher Vanilla-Sex oder eine nicht-genitale Fetischpraktik oder noch etwas anderes sein kann, was dann zur Erwartungshaltung desjenigen/derjenigen, der/die für jene Lüste "benutzt" werden möchte, wohlmöglich gar nicht passt und was von Kunden nur äußerst selten tatsächlich in die Praxis umgesetzt wird) . Mein Angebot "Das erste Mal / Conscious Sex" beinhaltet dabei die Berücksichtigung meiner echten genital-sexuellen Lüste: https://www.domina-frankfurt.net/vorlie ... nt-worship (unterster Abschnitt auf der Seite!) , aber das ist dann wirklich frei von jedem Rollenspiel und somit meistens doch weit weg davon, was jemand sich wünscht, der/die "benutzt werden" möchte (und zwar genau auf die Weise, auf die er/sie benutzt WERDEN WILL .... kann ich ja machen, aber dann ist es eben ein Spiel, wenn ich nur SPIELE, dass ich das Gewünschte WIRKLICH GERADE AUCH SEXUELL WOLLEN WÜRDE, z.B. ihn/sie "hart nehmen" oder ihm/ihr "strenge Kommandos" zu geben, mich möglichst genau so zu "bedienen", wie ER/SIE mich gerne berühren (oder wie er/sie gerade meine strenge Stimme hören) möchte .... in Conscious Sex möchte ich hinsichtlich der Stimulationen meines Körpers tatsächlich eher passiv als aktiv eine liebevolle Assistenz für "ich wünsch mir was" erfahren , so wie ich sie bei typischem "Wünsch dir Was"-Programm gegen Entgelt auch Kund/inn/en (oder privat im Switching nach entsprechender Absprache von "heute meins - morgen deins" auch Partner/inn/en) für deren konkreten Wünsche biete.... wenn es so einfach wäre, dass sich Männer und Frauen (oder auch zwei Frauen, zwei Männer und andere Kombinationen zwei oder mehr von Personen) so 1:1 wie Puzzleteile in ihren Fantasien ergänzen würden, dann gäbe es vermutlich keinen Paysex, sondern lauter privat glückliche/erfüllte Ficker/innen + Gefickte und Benutzer/innen + Benutzte und Verwöhner/innen und Verwöhnte ....

Ein "ich wünsch mir, dass du mich benutzt/vergewaltigst/verwöhnst" bedeutet häufig eben (privat und professionell) doch, dass dabei Vergewaltigung oder Benutzung oder Verwöhnung gespielt (i.S.v. auf die Wünsche EINES Hauptprotagonisten ausgerichteten, mit offener oder verblümter Assistenz der Erfüllungsgehilf/inn/en zur Umsetzung der geheimsten Sehnsüchte) oder gefaked wird .... von "miteinander gespielt" würde ich hier sprechen, wenn diese Ausrichtung einvernehmlich und transparent kommuniziert wird, von "vorgespielt", wenn es vorgetäuscht wird (um Geld zu kriegen, um von einer Partnerperso auf anderem Gebiet versorgt oder umsorgt zu werden oder ihr etwas Gutes zu tun oder aus erfahrungsbasierter Resignation heraus , dass es sowieso nicht so wird, wie man/frau es gerne hätte ....) ... ich ziehe "miteinander spielen" privat und professionell klar vor.

Beste Grüße, Sara
Antworten

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