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Re: Doms die zweigleisig fahren

Fr, 13.Nov 2020, 23:19
Jo , ich nochmal eben...

Eigentlich liegt die Ursache für die unterschiedlichen Kommentare zum Eingangspost in einer kleinen sprachlichen Besonderheit.

Alldieweil Eröffner schreibt, " neben realen Sessions" auch Moneyslavery anbietet. Also impliziert, das Letzteres keine "reale" Session darstellte...

Kann man so sehen. Muss man aber ganz offensichtlich nicht. Kann Fetisch sein. Be my guest.

Dass Meriten und zB auch meine Wenigkeit aber auf den ethischen Aspekt hier hinweisen, wiederholt hinweisen, ist in erster Linie der Tatsache geschuldet, dass wir entweder selber "unangenehme" Erfahrungen machen mussten oder davon gehoert haben UND dass wir uns hier im off topic open befinden.

Deshalb erschliesst es sich mir eher weniger, @Escort, dass Du irgendeine Art von Läuterung ansprichst. Es ist doch ein wesentlicher Unterschied, hier im open, wo auch Leute mit wenig Erfahrung mitlesen, erstmal zu warnen vor Risiken und Nebenwirkungen, als im c lo s e d Bereich Leuten ihren Fetisch schlecht zu reden bzw. negativ zu kommentieren.

Hat doch niemand nicht und wuerde mich auch wundern wirklich. Eigentlich selbstredend...

LG Moro
Wir spielen alle, wer es weiss, ist klug ( Arthur Schnitzler )

Re: Doms die zweigleisig fahren

Sa, 14.Nov 2020, 07:40
moronikus hat geschrieben:
Fr, 13.Nov 2020, 23:19
Deshalb erschliesst es sich mir eher weniger, @Escort, dass Du irgendeine Art von Läuterung ansprichst. Es ist doch ein wesentlicher Unterschied, hier im open, wo auch Leute mit wenig Erfahrung mitlesen, erstmal zu warnen vor Risiken und Nebenwirkungen, als im c lo s e d Bereich Leuten ihren Fetisch schlecht zu reden bzw. negativ zu kommentieren.
Es spricht überhaupt nichts dagegen konkret zu warnen, aber ich sehe manchmal eine Tendenz Gelddominanz und jene, die es anbieten, pauschal zu verteufeln, weil es einige (wenige) gibt, die daraus eine kriminelle Handlung machen. Das ist so wie zu sagen, weil einige Huren Zuhälter haben, haben alle Huren Zuhälter und die Prostitution sei daher etwas ganz Schlimmes. Zunächst einmal sind wir doch alle mündige Menschen, wobei, klar: Warnungen sind wichtig - vor allem aber konkrete Methoden an die Hand zu bekommen wie ein Neuling erkennen kann, wann z.B. etwas seriös aussieht und wann man eine Anbieterin besser meiden sollte und es in eine kriminelle Richtung geht.
Wobei man natürlich auch sagen muss, dass diese Warnungen vor Risiken und Nebenwirkungen schon reichlich hypothetisch sind, wenn kein konkreter Fall von einer Person vorliegt, die sich informieren möchte, sondern einfach eine Umfrage vom SM-Vampir.
"So where do you live, anyway?" - "Mostly in my head."

Re: Doms die zweigleisig fahren

Sa, 14.Nov 2020, 08:49
Naja konkrete Fälle von „Entgleisungen“ gibts schon:

https://www.stadtzeitung.de/region/augs ... 74774.html

https://theworldnews.net/de-news/wollte ... p-bezahlen

Juristische Einordnung:
https://www.juraforum.de/forum/t/jurist ... el.630762/

Ich bin schon der Meinung daß wir hier generell ruhig offen mit den Risiken von Paysex umgehen können. Für beide Seiten der Marktteilnehmer.. nicht im Sinne von Alman mäßigem ständigem Teufel-an-die-Wand-malen aber plötzliches vieles Geld und plötzliche Aufmerksamkeit attraktiver Frauen sind schon relativ harte Drogen..

Re: Doms die zweigleisig fahren

Sa, 14.Nov 2020, 11:28
Leider ist eben die Grenze, wo hört "Money Dom" auf und wo fängt Erpressung an fließend.
Das macht es extrem schwer das alles zu Beurteilen.
Letzendlich wird es wohl immer auf die individuelle Betrachtung hinauslaufen.
Ich jedenfalss mache IMMER einen großen Bogen um all die Domsen und Dömchen, die in Ihrem Profil sich (auch) als Moneydomina outen
Man kann leichter ein Atom zertrümmern, als ein Vorurteil

http://www.myblog.de/janus4252

Re: Doms die zweigleisig fahren

Sa, 14.Nov 2020, 13:30
Ja das mit der fließenden Grenze sehe ich auch so.

Hier zB eine Dame die sehr dreiste Forderungen an ihre Follower stellt:
https://lady-anja.com/Seite1159/Hall-of-Fame
In der „Hall of Fame“ werden besonders aktive Kunden lobend aufgeführt. Teilweise mit Angabe von Beträgen..

Ich bin zu der „Praktik“ (!?) vorsichtig neutral eingestellt und hatte irgendwann schon mal folgendes zu dem Thema geschrieben:

„Wir sind heute existentiell so abgesichert - manche Leute empfinden vielleicht den Gedanken an eine schöne Frau die diese ganze Sicherheit bedroht als erotisch. So ähnlich ist das viellleicht auch mit Sauberkeit (dirty Games), körperlicher unversehrtheit (Masochismus), Geschlechterzuordnung (TS/TV Transformation) - je unverrückbarer solche Aspekte in der eigenen Lebensrealität sind, desto eher neigt man vielleicht dazu, die Sprengung dieser Zementierung als intime sinnliche Handlung wahrzunehmen.“

Nur - da dieser Kink so schwierig nachzuvollziehen ist fragt man sich tatsächlich ob die „Hardcore Konsumenten“ nicht allesamt psychisch instabil und manipulierbar sind. Und dann weiter, umso wieviel schwieriger es für diese instabilen und labilen Menschen dann erstmal sein muß, 1000 EUR Klimpergeld zu erwirtschaften das man seiner Göttin vor die Füße legen kann..

Vielleicht ist das aber schon ein zu paternalistischer Schluß - nur weil man den Kink nicht nachvollziehen kann, seine Inhaber als geistig beschränkt einzuordnen...
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