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Re: Warten auf den Impfstoff

Fr, 16.Okt 2020, 22:24
Fakt ist, das Anfang der Woche bereits berichtet wurde, das Biontech (Mainz)
bereits seinen Impfstoff in der Zulassungsphase befindlich ist = also im Verfahren
behördlicher Zulassung.

Jene soll max 210 Tage, mindestenbs 170 Tage dauern.
Es wurde auch um eine (irgendwie) Verkürzung berichtet.
Und Biontech ist mit seinem bereits in voller Massenproduktion
und will bis Jahresende in 2,5 Monaten also bereits 100 Millionen
Impfdosen produziert haben.

Es kann also durchaus möglich sein das irgendwann Anfang nächsten
Jahres die ersten größeren Impkampagnen gegenüber jene die sie am
nötigsten haben begiinnen können.

Jedenfalls bedeutet im Zulassungverfahren für letzte Nachweise von
Verträglichkeit und noch unbekannten Nebenwirkungen sozusagen
ein großer Feldversuch der nach den ersten 3 Phasen bestandenen
stattfindet .. bevor sich die große Masse impfen lassen kann wenn
sie denn will.

Weitere von 193 weiteren sind teilweise ja auch schon weit fortgeschritten,
nur ein sehr sehr weit fortgeschrittenes in den USA wurde auf Grund von
etwas unklarer Nebenwirkung bei einem Patienten vorerst unterbrochen.
Und nur deshalb liegt Biontech aus Mainz nun als erster vorne !

Wenn alles glatt läuft, dürfte als zumindest ab nächsten Sommer das Problem
zumindest größten Teiles gelaufen sein sollte, und in dem nachfolgenden Herbst
hoffentlich nur noch max ein Paar kleine Nachwehen auftreten.

Ich selbst gehe aber davon aus, das bei den meisten eine Impfung nicht gereichen
wird, eher zweie und wohl zu Herbst 2021 noch einmal .. oder so.

Wollen wir mal hoffen das diese kurze Entwicklungszeit seit Beginn dieses Jahres
gegenüber normal 8 - 11 Jahre keine unvorhergesehenen Nebenwirkungen einbringt.
Denn so etwas wie einst bei Contergan vergleichbar, sollte möglichst nicht vorkommen.
Sadismus ist mir immer erwünscht.

Re: Warten auf den Impfstoff

So, 18.Okt 2020, 05:41
@ Meriten

Ich gehe hier sogar in Teilen mit dir konform. Zur Maskenfrage sehe ich aber, nur von der reinen Logik her, keine Relevanz, ob 28.2. oder heute. Die Virengröße hat sich ja nicht verändert, die Übertragung ebenfalls nicht. Nur das Virus selber, was ja unstrittig ist.
Was aber trägt ein verändertes Virus dazu bei, seine Meinung komplett umzudrehen in punkto " Virenübertragung als Ganzes " ? Erst macht Maske keinen Sinn, nun plötzlich doch. Dies erschließt sich nicht nur mir nicht. Was genau hat man dazugelernt? Ich empfinde kontroverse Äußerungen der Menschen, die uns derzeit an der mal kurzen, mal langen Leine halten mit dem allgegenwärtigen Schreckgespenst" Lockdown ". zu diesen entscheidenden Fragen als durchaus veröffentlichungswürdig. Mir kommt es auf das Gesagte selbst an der betroffenen Personen. Solange das korrekt wiedergegeben ist, kann mir der Veröffentlicher doch egal sein - ist doch so ähnlich wie der Brief und der Postbote. Hauptsache, der Brief kommt an...
Auch die Frage, wie und warum der Mensch " sich selber " immunisiert, ist doch eine feste Komponente. Es kommt etwas Neues an die Zellen, dein System erkennt es und merkt es sich, beim nächsten Mal bereits reagiert es passend. Auch da frage ich: Was in diesem Bezug hat man dazugelernt? Falls jemand der Ansicht ist, bei dem veränderten Corona-Virus, genannt Sars Cov 2, ginge das nicht, müsste das dann transparent und nachvollziehbar erklärt und - nachgewiesen - werden. Bis jetzt nehme ich zwei Seiten wahr: Die einen sagen, man wisse zu wenig, um das beurteilen zu können nach 8 Monaten und die anderen bekräftigen, genau diese Immunität entwickeln wir auch bei den sich verändernden Corona-Stämmen. Seis drum...


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Re: Warten auf den Impfstoff

So, 18.Okt 2020, 21:08
DomHunter hat geschrieben:
So, 18.Okt 2020, 05:41
Was aber trägt ein verändertes Virus dazu bei, seine Meinung komplett umzudrehen in punkto " Virenübertragung als Ganzes " ? Erst macht Maske keinen Sinn, nun plötzlich doch. Dies erschließt sich nicht nur mir nicht. Was genau hat man dazugelernt?
Zu genau dieser Frage (warum der Sinneswandel bez. der Masken) hat sich der Wieler vom RKI gestern oder heute in einem Fernsehinterview geäußert:

Am Anfang gingen sie (das RKI) noch davon aus, dass ein Infizierter erst dann andere anstecken kann, wenn er Symptome zeigt. Masken erachteten sie deshalb nur als sinnvoll bei Leuten mit Krankheitssymptomen. Nachfolgende Untersuchungen hätten aber ergeben, dass die Möglichkeit andere anzustecken auch schon bis zu vier Tage vor dem Auftreten erster Symptome besteht. Daher hätten sie ihre Meinung revidiert und empfehlen seitdem das Maskentragen für jeden, auch ohne Krankheitssymptome.

Inwieweit dieses Statement Sinn macht, kann ja jeder selber entscheiden.
"Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen."

Re: Warten auf den Impfstoff

Mo, 19.Okt 2020, 01:22
Ich besuche auch gerne abseits des BDSM Bordelle, vorzugsweise Saunaclubs. Da ist meistens ein großes Gedränge in dem Raum mit der Bar, teilweise steht man Schulter an Schulter, gerade in der fiesen Jahreszeit, wenn auch die Außenbereiche die viele Clubs haben nicht nutzbar sind. Ich hatte mich nach dem Kippen des Prostitutionsverbots in NRW schon wieder auf diverse gemütliche Clubbesuche gefreut, aber die schiebe ich erstmal auf. Ich bin zwar kein Risikopatient, aber ich renne auch nicht wie Trottel Trump lachend in die Kreissäge.

Mir steht es wirklich bis oben. Wenn die Impfung verfügbar ist, dann lass ich mir in jede Arschbacke ne Spritze von dem Zeugs verpassen, da können die Erleuchteten hier Traktate über Bill Gates und die Pharma-Mafia in die Tasten hauen bis die Fingerkuppen bluten.
Bitte den Hintereingang benutzen...

Re: Warten auf den Impfstoff

Mo, 19.Okt 2020, 08:19
In diesem Sinne trägst du in jedem Fall dazu bei, dass das alles hier auf Sicht mal ein Ende findet, denn in diesem Punkt hat sich die BR festgelegt Schwarz auf Weiß.
Einher geht natürlich eine bestimmte Anzahl von Leuten, die sich auch tatsächlich impfen lassen, da redete man zuletzt von rund 60 Prozent der Menschen.
Die Bereitschaft dazu ist aber in D längst nicht so ausgeprägt wie die Akzeptanz zu den einschränkenden Maßnahmen, die wir über uns verfügt werden - über Sinn und Unsinn muss man ja nicht im Detail ausführen an dieser Stelle, denn dadurch ändert sich ja nichts in tatsächlicher Ausführung.
Der Eine lässt sich beide Arschbacken damit punktieren :-), der Andere halt nicht, besonders bei solchen Aussagen ( Herr Wieler bei Phoenix, " Postbote " freilich Karsten Haustein, die Kernaussage wurde aus einem 28 Minuten-Interview mit Phoenix herausgenommen ohne Verfremdung )
https://www.facebook.com/karsten.hauste ... 464019126/

Nicht zu wissen, " was " Impfstoff bewirkt. Das war ehrlich, denn das weiß man erst nach mehreren Jahren. So oder so. Mein Arsch bleibt jedenfalls jungfräulich, was ne Spritze angeht und solange man es sich selber aussuchen kann, also - solange -, geht es mir auch an Denselben vorbei.




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Re: Warten auf den Impfstoff

Do, 22.Okt 2020, 14:29
Jo. Mal am Rande.

Ich finde das gut, das hier jemand mit Adminautoritaet den Einen lobt, den Anderen tadelt. Gar mit neudeutschen Adjektiven wie krud(e) , weil wir haben ja sonst kaum Auswahl im Deutschen. Ne, so soll das wohl sein heutzutage, Irgendjemand hat das Sagen. Weiss , was Sache ist. Fein.

Im Grunde ging es hier darum, dass jemand fragt, ob, wie, wo, und überhaupt auch andere Probleme haben derzeit, gefuehlt. Ne wichtig ist RKI irgendwann. Sonst nixx... Gibt auch noch andere Dinge, die uns beruehren...

Aber manche Gesellen... die haben ihre eigenen Prioritaeten. Geschwafelt, aber dann doch wichtig.... also gefuehlt wichtig....

LG M.
Wir spielen alle, wer es weiss, ist klug ( Arthur Schnitzler )

Re: Warten auf den Impfstoff

Do, 22.Okt 2020, 15:00
Hallo Moro,

ich möchte hier einmal (vielleicht auch etwas überraschend) die Gelegenheit nutzen und eine Lanze für den DomHunter brechen. Es ist sein Forum und er hat unbestritten das Hausrecht. Ich kenne wenig Foren, in denen eine so offene Diskussion wie hier geführt werden kann. Gerade bei einem so polarisierendem Thema. Das zeigt schon eine gewisse menschliche Größe. Im übrigen bin ich mittlerweile rund 10 Jahre hier im Forum unterwegs (eigentlich noch länger) und habe DomHunter auch als niveauvollen und fairen Menschen schätzen gelernt (ähnliches gilt aus meiner Perspektive auch für dich). Man sollte daher nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Ich hätte hier keine 687 Beiträge geschrieben, wenn mir dafür die Zeit zu schade wäre.

Schöne Grüße

Meriten
Was du nicht willst, das man dir tu,
das füg auch keinem anderen zu
(es sei denn, dein Partner ist maso)

Re: Warten auf den Impfstoff

Do, 22.Okt 2020, 17:00
Hey Meriten,

Ja, und ja :- ) und wer mich nicht nur vereinzelnd liest, weiss das auch.

Ich bin Deiner Meinung. Und habe das überhaupt nicht böse gemeint. Gar nicht. Es fiel mir nur etwas auf, hier. Also mir.

Nich mehr und nich weniger :- )

Insofern alles cremig, und würde ich diese Forengemeinschaft nicht schaetzen, warum solltte ich mir Muehe geben... und so viel schreiben... :- )

LG M.
Wir spielen alle, wer es weiss, ist klug ( Arthur Schnitzler )

Re: Warten auf den Impfstoff

Do, 22.Okt 2020, 17:51
Man kann sich auch ne Menge Nerverei ersparen, theoretisch, die Thematik ist aber zu bedeutend und wenn schon Meinungsfreiheit in D derzeit stark eingeschränkt wird, Leute entlassen werden, weil sie eine konträre Meinung vertreten, auf Prominente nach Meinungsäußerung der von RTL organisierte Shitstorm losbricht und ein BILD Reporter anderntags provokativ auf seinem Grundstück in Florida steht, wenn ein Polizeihauptkommissar suspendiert wird, weil er in seiner Freizeit auf einer Querdenken-Demo spricht, ein hoher Beamter des bayrischen Innenministeriums suspendiert wird, weil er seinen Job machte, eine Polizistin ein Dienstaufsichtsverfahren an den Hals bekommt, weil sie bei Schiffmann-Video-Gucken beobachtet wird und nach und nach bei YouTube, Facebook und Co alle kritischen Kanäle derzeit entfernt werden - dann sollte das unbedeutende DF hier vormachen, wie es anders geht. Ich persönlich darf mich ja nicht über sowas aufregen und es genau so handeln, nur weil ich den Delete-Knopf vor der Nase habe. Und doch gibt es die alten Regeln, Persönlichkeitsrechte. Es gibt niemals einen Grund, schmutzige Wäsche zu waschen.
Und richtig, jemanden zu loben, weil er sich mit einem Beitrag Mühe gegeben hat, Quellen herausgesucht usw, und den anderen zu kritisieren, der ihn mit dümmlichen Witzen sehr von oben herab mit nem kruden ( :-)) Gedicht beschenkt, ohne auf ihn einzugehen: Die Freiheit nehm ich mir und das finde ich auch ganz in Ordnung, wenn man Wert auf Niveau und Informationsgehalt legt. Und nun könnt ihr hier gerne wieder themenbezogener weiter schreiben. Ich nehm mich jetzt auch hier raus.
----Offtopic Ende----




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Re: Warten auf den Impfstoff

Do, 22.Okt 2020, 19:49
Was ich in der öffentlichen Debatte komplett vermisse:

Was ist, wenn keiner der Impfstoffe rechtzeitig freigegeben wird? Wenn wir trotz aller Maßnahmen eine vollständige Durchseuchung der Bevölkerung bekommen, bevor es einen Impfstoff gibt (weil dieses Mistvirus einfach so hochansteckend ist und möglicherweise die kalte Jahreszeit liebt)? Wenn im Winter die Intensivbetten und das Personal ausgehen und die Leute doch massenhaft sterben?

Dann hat alleine Deutschland Billionen Euro in den Sand gesetzt, hunderttausende Existenzen vernichtet und zehntausende Verzweifelte in die Depression oder den Suizid getrieben für ... was genau?

Für den vergeblichen Versuch der Bekämpfung einer grippeähnlichen Pandemie, wie sie alle paar Jahrzehnte nun mal vorkommt? Einer Pandemie, wie sie noch vor 50 Jahren die ganze Welt mit einem Schulterzucken - ohne große Maßnahmen - über sich ergehen lassen hätte (siehe hier oder hier)? Haben wir Menschen uns seitdem so sehr verändert, dass wir damit nicht mehr klarkommen? 1970 waren wir ja auch schon eine Wohlstandsgesellschaft.

Also, gesetzt den Fall, was passiert dann? Werden die Deutschen das mit einem Grummeln einfach so hinnehmen ("OK, den Versuch war's wert")? Oder wird es eine gründliche öffentliche Aufarbeitung geben? Oder wird man versuchen (unter tatkräftiger Mithilfe unserer "Haltungsjournalisten"), die Sache möglichst rasch unter den Teppich zu kehren? Letzteres wird nämlich nicht funktionieren, wenn diese Fragen überall auf der Welt gestellt werden.

Damit ihr mich nicht falsch versteht: ich bin in dieser Sache selbst gespalten. Meine Eltern leben beide noch und gehören zur Risikogruppe. Und ich könnte es mir nie verzeihen, wenn sie sich durch meine Unachtsamkeit bei mir anstecken würden.

Ich mache auch keinem der Entscheider einen Vorwurf. Nicht einem Söder, nicht einem Laschet, nichtmal einem Trump, nicht einem Bolsonaro, nicht einem Löfven, nicht einem Putin, nicht einem Macron, nicht einem Conte. Nicht einer Merkel (auch wenn ich sie absolut nicht leiden kann). Die fahren nämlich alle auf Sicht und wollen gleichzeitig wiedergewählt werden. Meiner Meinung nach lässt sich im Moment noch überhaupt nicht sagen, wie die richtige Handlungsstrategie in der COVID-Krise auszusehen hat. Ich denke, das ist erst in einigen Jahren nach gründlicher wissenschaftlicher Analyse möglich.

Jedenfalls möchte ich nicht in der Haut eines dieser Entscheider stecken, denn - egal zu was sie sich entschließen oder nicht entschließen - es wird in jedem Fall viele Leute sehr wütend machen (und von ihnen als Schritt in die falsche Richtung angesehen werden zwink ).

Aber: ich denke, Deutschland (und auch der Rest der Welt) balanciert hier auf einem sehr gefährlichen, sehr schmalen Grat.
"Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen."
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