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Re: Meldepflicht beschlossen

Di, 14.Mai 2019, 13:07
Bürokraten haben eben keine Ahnung vom realen Leben hauptsache es gibt eine Verordnung hinter der man sich verstecken kann.
ich frage mich auch, wieviele Hilfsangebote denn die Zeitschrift EMMA (bzw Alice Schwarzer) ins Leben gerufen hat, um genau den Prositutierten oder Sexarbeiteri/innen die unter Zwang arbeiten zu helfen?
Weiss das jemand?
Man kann leichter ein Atom zertrümmern, als ein Vorurteil

http://www.myblog.de/janus4252

Re: Meldepflicht beschlossen

Di, 14.Mai 2019, 22:01
Das wissen die wahrscheinlich nicht mal selbst. Oder sie wissen es sehr genau: Gar keine.
So herablassend wie Schwarzer auf Protistuierte blickt, kann ich mir kaum vorstellen, dass sich diese Sichtweise beim Jobwechsel einer Sexdienstleisterin so radikal verändert, dass man der verhassten Hure, selbst wenn sie ausgestiegen ist, helfen wollte.
"So where do you live, anyway?" - "Mostly in my head."

Re: Meldepflicht beschlossen

Fr, 07.Feb 2020, 00:12
canedass hat geschrieben:
Di, 24.Jan 2017, 12:44
Der steuerliche Aspekt ist für den Gesetzgeber sicherlich sehr wichtig gewesen, da die Einnahmen aus Prostitution mangels Kontrolle bisher schwer zu besteuern waren.

Das wird sich nun sicherlich ändern, da sich alle anmelden müssen und die Anmeldung an des Finanzamt weitergeleitet wird. Das gilt übrigens auch für das Sozialamt etc. Aber da gib es auch nichts zu jammern. Steuern müssen wir alle zahlen, ob uns dies nun passt, oder nicht.

Viel schlimmer ist allerdings, dass es künftig keinen Schutz der Wohnung mehr geben wird. Bisher musste man weder Polizei, noch Ordnungsamt ohne besonderen Anlass die Wohnung besichtigen lassen. Künftig reicht allein die Behauptung, in der Wohnung werde Prostitution ausgeübt aus, sich notfalls mit Gewalt Zutritt zu verschaffen. Das dies, wie Domhunter schreibt, derzeit auch schon so gehandhabt wird, liegt daran, dass sich viele nicht wehren. Dieses rechtswidrige Verhalten der Behörden wird jedoch künftig rechtmäßig. Es bleibt abzuwarten, was das Bundesverfassunggericht dazu sagen wird.

Eines ist allerdings ganz sicher: Wer meint, es werde sich nicht viel ändern, der liegt bestimmt falsch.

Canedass
Sehe ich genauso ... wir alle zahlen Steuern und werden überprüft. Und wer dies nicht mag un akzeptiert, der kann in ein anderes Land auswandern, wo dies nicht so gehandhabt wird. Aber ob man dort mit seinen vier Wänden dann glücklicher sein wird, dies bezweifle ich doch sehr. Warum kam und kommt denn der Schwung aus den osteuropäischen Ländern? Sicherlich nicht, weil man daheim besser verdient hat. Wie dem auch sei, an Gesetze sollte man sich richten, auch wenn es uns nicht immer von Persönlichkeiten, beispielsweise aus dem Sportgeschäft, vorgelebt wird. Dies bedeutet nicht, dass man diese Personen als Vorbilder haben muss, denn es ist falsch.

Und wie dies zukünftig von den Behörden mit der Wohnungsprostitution angewendet wird ... dies bleibt abzuwarten und man hört sicherlich das ein oder andere zukünftig in den Pressenachrichten. Vor allem in den Zeitungen, die von Alice Schwarzer bevorzugt werden oder in der sie Artikel schreiben darf. Grundsätzlich finde ich es aber in Ordnung, dass man diese "Hausfrauen" genauso von den Behörden im Auge hat, wie die Studios, Laufhäuser, etc. und deren Angestellte oder MieterInnen. Ich kann ja auch nicht einfach Mettbrötchen und Bier aus dem Fenster meiner Mietwohnung heraus verkaufen. Und wenn ich dabei stöhne, nackig bin und ggfs noch meine Nachbarn mit erotischen Sachen belästige, finden die dies auch nicht schön, nebenan zu wohnen oder ihre Kinder durch das Treppenhaus zu schicken. Ein Mehrfamilienwohnhaus ist, wie es heisst, ein Wohnhaus und bezahlte Sexpraktiken sollten in dafür vorgesehene Räumlichkeiten stattfinden. Dann kommt man auch nicht mit dem Finanzamt in Konflikt.

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