Do, 17.Okt 2019, 07:43
von DomHunter
Das ist alles freilich Ländersache, heißt, es gibt restriktive BL, die Prostitution auf Teufel komm raus weg haben wollen wie eben Baden-Württemberg, genauer Stuttgart, dann wieder liberal und tolerant geführte andere Länder. Das Stuttgart von der Politik her extrem feindlich eingestellt ist zu Etablissements im Stadtgebiet, hat sich ja herumgesprochen. Eine einzelne Location in der Stadt, die sich auf der anderen Seite Null um Konzession oder Erlaubnis bemüht hat, könnte mal deren Aufhänger werden ungeachtet aller anderen Studios, die sich mit viel Mühe und Aufwand alle Papiere geholt haben und genau auf Einhaltung achten inklusive aufwändiger Administration etc.
Nebenan in Bayern geht es dann wiederum hart, aber fair zu: Wer alle Bestimmungen einhält und auch permanente Kontrollen vor Ort über sich ergehen lässt, hat seinen Laden und behält ihn auch ( so der aktuelle Stand der Dinge ). Bayern freilich hat ein Überangebot an Beamten und Kontrolleuren - das trifft aber längst nicht zu auf diverse andere Bundesländer, die dem Thema Prostitution nicht mehr an Bedeutung, im Guten, wie im Schlechten, - zumisst, als erforderlich.
In Frankfurt / Main will man das Bahnhofsviertel bereinigen, also hat man alle 183 Ausübungsstätten in der Stadt erfasst und den Daumen drauf - und doch ist eine Fortführung von Prostitution, oftmals abgespeckt, auch weiter erlaubt. Hauptaugenmerk liegt da immer auf dem Bahnhofsviertel - da wird wirklich mit allen legalen Mitteln versucht, aus Eros-Centren Hotels zu machen und einiges mehr.
Da im Leben bekanntlich so gut wie alles dem Geld folgt und diverse Betreiber und Anbieterinnen viel davon ausgegeben haben ( Konzessionen und alles, was damit zusammenhängt, Erlaubnisse pp. ), damit sie weiter tätig sein können, - dies gemäß geltenden gesetzlichen Vorgaben -, erscheint es mir doch sehr abenteuerlich, wenn der Staat im Nachhinein diesen Betrieben und Anbieterinnen mittels Freierbestrafung all das ad absurdum führen möchte. Da dürfte eine Klagewelle auf jede einzelne Stadt und Gemeinde zurollen mit m. E. reichlich Aussicht auf Erfolg, bei welcher die entstandenen und entrichteten Kosten wieder zurückgefordert werden würden. Auch wurde ja im letzten Gesetz der Beruf Prostituierte anerkannt - denen dann die Grundlage für Einkünfte nehmen zu wollen mittels neuen Regelungen ist doch widersinnig.
Ich glaube schon aus diesem Gründen nicht, dass sich das sogenannte schwedische Modell durchsetzen wird.
DomHunter