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Neulich mit Lady Luci auf der Terrasse im Penthouse Elegance

Mo, 10.Sep 2018, 20:03
„Neulich, mit Lady Luci auf der Terrasse“
oder
„Jagdszenen im Penthouse Elegance“

(Ein Monolog)

Oh, je. Jetzt kommt sie angetigert.
Mit der Peitsche in der Hand.

Tolles Lederkleid. Zum Niederknien schön.
Sieht sowieso so aus, als ob ich gleich zu Boden gehe.

Und was für tolle Schuhe sie wieder anhat.
Sie kennt meine Schwächen ganz genau.

Mir fällt aber auf die Schnelle nicht ein,
was ich wieder falsch gemacht haben könnte.
Wenn sie so tobt, war es sicher keine Kleinigkeit.

Jetzt bekomme ich einen Denkzettel
und weiß nicht mal, warum.
Ganz schön blöd, aber so ist mein Leben manchmal.

Nach dem Grund frage ich sie lieber nicht.
Genauso gut könnte ich einem Stier auf die Nase hauen,
und darauf wartet, daß er Männchen macht.

Vielleicht kann ich ihr entfliehen?
Nur, wohin?

Ich Trottel bin immer wie gelähmt,
wenn sie mich mit ihren schönen Augen fixiert.

Zisch (Peitschenhieb). Au. Jetzt hat sie mich gestellt.
Eingekeilt in einer Ecke. Verflucht, ist die Lady schnell.

Ich bin erledigt. Aus, die Maus.
Betteln hilft nicht und ein „Gnade“ lacht sie weg
und holt erst richtig aus.

Nur ein unterwürfiges, zwischen ihren Hieben herausgepreßtes
„Danke Lady … Danke schön … Ihr seid so edel …
Ich bete euch an“, verkürzt das Leiden
und ihre Hiebe werden weicher.
Tief in ihrem Innern ist sie halt ein lieber Mensch.

Au. Vielleicht ist es auch nur ein Mißverständis. Au.
Obwohl – au - jetzt fällt mir wieder etwas ein. Au.
Das hat sie mir neulich erst mit Vehemenz verboten. Au.
Wie schnell man sich doch erinnert – au -
wenn einem – au - eine Lederpeitsche auf die Haut knallt. Aua.
Verdammt nochmal. Heute ist sie richtig wild. Au.
Ich glaub, ich stell mich besser tot.

Was für schöne Schuhe. Jetzt bin ich ihnen ganz nah.
Ich habe es geahnt. Ein, mir noch, unbekanntes Modell.

Sie denkt immer so lieb an mich,
bevor sie mir, mit ihrer magischen Peitsche hilft,
meine Fehler zu korrigieren.

Ihre Augen sehen von hier unten ganz bezaubernd aus.
Ein verschmitztes Lächeln taucht in ihnen auf
und ein warmer Blick streift über mein Gesicht,
bevor sie zum nächsten Hieb ausholt.

Ich überlege bereits,
welchen Fauxpas ich mir morgen leisten werde.
Da muß ich findig sein.
Schließlich soll man eine schöne Frau nicht langweilen. Aua.

Langsam reicht es. Au. Es wird unlustig. Au.
Genau jetzt legt sie erst richtig los. Aua.
Weil es ihr nur dann echten Spaß macht, wenn er mir vergeht. Au.
Das vergißt mein löchriges Gehirn immer wieder.

_________________________________________________________
Eines ist gewiß.
In Luci’s „Händen“ wird „Mann“ zu Mousse (Schaum).

Trotzdem, oder auch gerade deshalb, führt mich mein Weg
immer wieder dorthin.

William Shakespeare
Stratford-upon-Avon, 17. Juli 2018
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