Ich denke das hat jeder verstanden.sara hat geschrieben: Tatsächlich geht es mir im konkreten Fall bei meinem Bedürfnis, ihn zu einem "Outing vor sich selbst" zu bekehren[...]um ihr Wohlbefinden, weil ich sie eben auch sehr mag und ihr stilles Leiden an seiner Ambivalenz miterlebe.
Was viele Schreiber hier zum Ausdruck bringen wollten, war, dass sie auch dem Mann durchaus nachfühlen können. Im Augenblick in dem man es praktiziert = geil. Hinterher = igitt, peinlich.
Bei einer Session mit einer professionellen Domina ist einem das eventuell weniger peinlich und unangenehm (weil die das ja bestens kennt) bzw. man hat ja privat nichts miteinander zu tun. Im Schutz der Anonymität fällt einem doch einiges leichter. Oder man verkrümelt sich danach ganz schnell, die Domina ist nicht für die "seelische Nachsorge" zuständig. Vielleicht sieht man sich eh nie wieder.
Im Forum habe ich so oft solche Aussagen gelesen wie "wenn man dies und das mit sich machen lässt, wie kann die Domina(!) einen noch respektieren". Wenn solche Gedanken ein paar Männer umtreiben, um wieviel schwieriger muss es dann bei der eigenen Partnerin sein...
Und was ich überspitzt formuliert (wie immer - gewöhnt euch dran :P) meinte, war außerdem, dass es durchaus einige Praktiken gibt, bei denen ich heilfroh bin nicht selbst drauf zu stehen. Und wenn ich das täte, wärs mir nicht nur peinlich, sondern ich würde sogar versuchen sie loszuwerden. Sowas wie im Animal-Crushing Beispiel (und kommt mir jetzt nicht wieder mit "das ist Gewalt und kein BDSM" - ich hab ein Schocker-Beispiel gebraucht mit dem ich hier keinem auf den Schlips...trample.). Bei sowas wie Animal Crushing kotze ich beim Gedanken dran schon im Strahl, ich bezweifle aber aber, dass die, denen dabei einer abgeht, sich das so ausgesucht haben
-> deshalb finde ich, die Praktik um die es geht ist von Belang. Bei dem Mann um den es geht also angeblich was gängig-Harmloses. Zumindest für die Threaderstellerin und Leser hier.
Die Leute hier sind aber denkbar ungeeignet "harmlos" beurteilen. Wer hier aktiv schreibt, ist mit sich und seinen Vorlieben meist im Reinen, erfahren, sehr selbstbewusst im Umgang damit. Aber das sind ganz, ganz viele Leute nicht.
Was hier drin als "total normal" gehandhabt wird, ist das "draußen" absolut nicht.
Wie der "ich-möchte-einen-Raum-betreten"-Typ. Was hab ich innerlich die Augen gerollt.
Manche erkennen eben für sich, dass das was die Allgemeinheit für normal hält oder anerzogen, nicht unbedingt gut und richtig sein muss.
Andere - wie der Kerl um den es geht - (noch) nicht. Aber er ist zumindest schon mal an dem Punkt, an dem er seine Fantasie auch tatsächlich umsetzt. Vielleicht hilft es ihm mal zu sehen, dass er nicht allein ist. Und wenn er zum Beispiel drauf steht, ein bisschen NS zu schlürfen und sich deshalb schämt - soll er mal in Foren und Berichten über Gemeinschaftsevents schauen. Da wird gewetteifert wer mehr Liter schafft
Auf ihn einzureden halte ich persönlich für nicht zielführend.
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Seiner eigenen Freundin wegen seiner eigenen Unsicherheiten ein schlechtes Gewissen zu machen, halte ich aber nach wie vor schlicht für unverschämt.



