Ob das Vertrauen für den nächsten Besuch schafft ??Köln –
Ein bizarres Liebesspiel und ein noch viel bizarrerer Prozess vorm Landgericht. Ein Freier hat eine Domina angezeigt. Der Sex-Sklave sagt: Sie hat mich verprügelt und mir 1000 Euro geraubt. Seine Herrin meint: Er wollte das so. Und dafür war es ein angemessenes Honorar.
Tatort des Sex-Schauspiels: Ein Sadomaso-Studio in der City. Am 5. September hatte hier ein Bestatter (49) einen Termin mit seiner Stammdomina (36). „Sie fesselte ihren Kunden mit Karabinerhaken ans Bett und traktierte ihn mit einem hochhackigen Schuh“, so die Staatsanwältin.
Dann, so die Anklage, soll die Domina ihrem Sklaven ein Messer vorgehalten und so den Pin seiner EC-Karte erpresst haben. Damit ließ sie 1000 Euro abheben. Der Freier ging zur Polizei, die Domina kam daraufhin in U-Haft.
„Es war alles freiwillig“, sagte die Domina vor Gericht, „ich nehme pro Stunde 200 Euro, und nach zwei Stunden hatte er kein Geld mehr.“ Da der Kunde noch fünf Stunden bleiben wollte, hätte er für den Restbetrag die EC-Karte herausgegeben.
So ganz wusste der Vorsitzende Richter Wilhelm Kremer mit den Vorwürfen nicht umzugehen. Wie auch, wenn ein SM-Sklave sich beschwert, von einer Domina verprügelt worden zu sein? „Der hatte ja ganz schön viele Blessuren“, meinte der Richter und zeigte Beweisfotos. Verschmitzt fragte er: „Waren die im Preis inbegriffen?“
Die Domina räumte ein, es an einem Punkt übertrieben zu haben. „Ihm reichte die Peitsche nicht mehr, da habe ich ihm meinen Stiefel ins Gesicht geschlagen.“ Der Kunde erlitt eine Platzwunde am Auge. „Das tut mir leid.“
Am Ende setzte es dafür eine Geldbuße von 200 Euro. Ansonsten wurde das Verfahren eingestellt – das Gericht ging nicht von einem Raub aus. Auch, weil Domina und Kunde während des Sexspiels gekokst hatten.
Aber wer rückt schon seine EC Karte raus. Gibt doch genug Warnungen im Netz vor so einer Nummer .






