Das ich nicht direkt beim ersten Treffen die Domina meines Vertrauen zum essen einlade, sollte doch eigentlich vorausgeschickt sein.
Es muss stimmen. Harmonie muß da sein. Gegenseitig.
Ich lade nicht die Domina zum essen ein, ich lade nicht den Steuerberater und nicht den Handwerker ein. Ich lade den Menschen ein.
Ist man sich sicher dass es nichts an menschlicher Qualität hat, verbringe ich keine Zeit mit dem Menschen.
Und natürlich macht die Optik auch etwas aus.
Sowenig wie die Domina mit Quasi Modo ausgehen würde, würde ein Gast mit einer Domina ausgehen, die aussieht als wäre sie auf der Geisterbahn besser aufgehoben.
Lady Katharina hat schon gesagt, solche Einladungen finden ja auch anderenorts statt.
Es gibt einen Unterschied:
Die Friseurin, der Tischler und all die anderen brauchen ihren Innungsmeister nicht um Erlaubnis zu fragen.
Eine Domina die unentgeldlich ihre Freizeit opfert, ist nicht nur unprofessionell sondern verstößt gegen die ungeschriebenen Regeln der Mutter Oberin und ihrer Stellvertreterin.
Der Respekt und die Toleranz die sie für sich einfordern, geben sie anderen jedoch nicht.
Auch die gegebene Diskretion ist es nicht wirklich da, wie es erst kürzlich in einem Thread zu erfahren war.
Im Norden scheint wohl alles anders zu sein. Ein kurzer Aufenthalt in einem Studio bewirkt, dass fortan alles Können und Wissen diesem Aufenthalt geschuldet ist.
Eines ist in dem sehr intensiv diskutierten "Geschenkethread" auch interessant: Nur 4 professionelle Dominas haben sich geäussert.
„Nichts ist schwerer, als den gelten zu lassen, der uns nicht gelten läßt.“
Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), östr. Schriftstellerin
Ernst R. Hauschka:
„Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt?"