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Und wieder Lady L.L im WOF ...

Fr, 30.Apr 2010, 13:45
„Ach, du ahnst nicht, wie ich leide, seh’ ich eine schöne Frau, die den Steiß in gelber Seide, schwenkt im Abendhimmelblau:“ – Ich weiß nicht wieso, aber obwohl ich Lady L.L noch nie in gelber Seide gekleidet gesehen habe, fallen mir bei ihr immer diese Zeilen des ollen Bert Brecht ein. Es wird wohl ihre unglaublich erotische Ausstrahlung sein, die sie gerne auch für ein „Tease and Denial“-Spielchen einsetzt. Wer dieser Ausstrahlung nicht erliegt, ist für diese Welt wohl einfach verloren. Und wer nicht das Bedürfnis verspürt, sich ihr zu Füßen zu werfen, ist für die BDSM-Welt einfach verloren. Dabei ist es nicht ihr Aussehen. Dass sie eine Schönheit ist, ist so augenfällig, dass es überflüssig ist, darüber zu reden. Es ist ihre ruhige, direkte Dominanz, die keinen Moment die Frage offen lässt, wo oben und unten ist. Es ist ihre Phantasie, die unerschöpflich zu sein scheint, wenn es darum geht, neue Demütigungen und Quälereien zu ersinnen. Aber es ist nicht nur das, was sie tut, sondern vor allem das Wie. Jede ihrer kleinen oder großen Gemeinheiten erscheint nicht nur als Quälerei, sondern zugleich als eine extreme Form der Zuwendung, wie ein Geschenk, dass ihr Untertan dankbar in Empfang nimmt.
Es fing an, schon lange bevor ich wieder bei ihr war. Ich hatte eine Nummer bekommen, die meinen Namen ersetzt. Sie schaffte es (frag’ bitte keiner wie) dafür zu sorgen, dass ich das nicht als Erniedrigung, sondern als Auszeichnung empfand. Die nächste Auszeichnung war die Anordnung per E-Mail, ein Halsband zu kaufen, dass ich vor dem Studio anzulegen hatte. Kurz vor dem Besuch dann die Anweisung, ich hätte ein Foto von mir beizubringen, mit einer Kerze im Arsch. Dazwischen immer wieder E-Mails mit kleinen Bemerkungen oder Fragen, die dafür sorgten, dass ich immer am Kochen blieb.
Im Studio passierte dann mehr, als ich hier berichten könnte. Alles so, dass ich nicht genug davon bekommen konnte. Eigentlich bin ich kein Adept des Analverkehrs, aber als sie Stück für Stück eine Leuchterkerze in meinem Anus verschwinden ließ (gar nicht so einfach, sie hinterher wieder raus zu kriegen ...), gehörte das zu dem Besten, was mir hätte passieren können. Nicht wenig trug dazu bei, dass sie es ganz unverhohlen genoss, so dass es ansteckend wirkte. Bei ihr mache ich Dinge mit, die mich bei anderen in die Flucht treiben würden. Eine Rolle dabei spielte Gina D. aus dem WOF. Die Zumutung für mich wurde erst offenbar, als ich Gina mit tiefer Männerstimme reden hörte, denn die Augen waren mir verbunden. Für jemanden, der so unheilbar heterosexuell ist, wie ich, war das starker Tobak. Aber Lady L.L bringt mich dazu, auch etwas mitzumachen, was nun so ganz und gar nicht auf meinem Wunschzettel steht. Und ich weiß, dass sie jedes Mal einen Schritt weiter gehen wird. Und trotzdem bin ich süchtig nach ihr. Mein Lieblinsplatz ist und bleibt unter ihr; am liebsten mit dem Gesicht unter ihrem Gesäß. (Ich weiß, dass viele Anhänger des Facesitting Frauen mit großem Hintern bevorzugen. Lady L.L weiß aber auch mit ihrer gertenschlanken Figur in dieser Hinsicht zu beeindrucken.)
Für mich ist sie ein Engel der Hölle. Das ist ein strikt subjektives Urteil, Andere dürfen das gern auch anders sehen, aber bei mir trifft sie den Nerv wie keine andere.

Euer MacHeath
Da ist doch einer schon der Satan selber,
Der Metzger er und alle andern Kälber,
Der schlimmste Hund der größte Hurentreiber,
Wer kocht ihn ab, der alle abkocht? - Weiber!
Das fragt nicht ob er will, er ist bereit.
Das ist die sexuelle Hörigkeit.
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