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Preisgestaltung in Studios

Mo, 05.Apr 2010, 15:33
Hallo,

ich habe eine Frage, die mich schon seit längerem interessiert. Und zwar geht es um den Unterschied in der Preisgestaltung bei einem Bordellbesuch und bei einem Besuch in einem Dominastudio.

Im Allgemeinen liegen die Preise für 1h bei einer Hostess (schönes neudeutsches Wort) bei 100 bis 200 Euro (je nach Stadt und wenn man nicht gerade in ein Edelbordell geht).

Die Preise für eine einstündige Session bei einer Domina in der gleichen Stadt beginnen im Schnitt bei 200 Euro, nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Sie beginnen also am oberen Rand der Preise bei einer Hostess.

Jetzt frage ich mich, woher dieser Unterschied kommt, da in meinen Augen der Dienst einer Hostess doch bei weitem "körperintensiver" ist, als bei einer klassischen Domina (ich rede jetzt nicht von Bizarrladies, die beides anbieten).

Bitte versteht mich jetzt nicht falsch! Ich will in keiner Weise sagen, daß eine richtige Domina nicht auch mit "Leib und Seele" bei der Sache ist. Aber schließlich verkauft ja die Hostess ihren eigenen Körper, also ihr intimstes, was sie hat. Eine klassische unberührbare Domina tut dies ja nicht.

Worin liegt also der Grund, daß Sessions in einem Studio meist erheblich teurer sind, als eine sexuelle Dienstleistung.

Nochmal: Ich habe hohen Respekt vor beiden Tätigkeiten und möchte auch beide Dienstleistungen zukünftig weiter nutzen. Auch möchte ich hier keine Preisverhandlungen beginnen.

Mir ist dieser Sachverhalt eben nur so aufgefallen, und es interessiert mich einfach, was die Gründe sind.

Bin schon gespannt auf eure Antworten.

Danke und Gruß

Chris

Preisgestaltung

Mo, 05.Apr 2010, 16:04
Für mich ist die Tätigkeit einer richtigen Domina nicht vergleichbar mit einer Hostess. Denn eine verantwortungs- bewusste Lady wird erst einmal viel über die diversen SM-Praktiken (safe, sane, consensual) lernen müssen, bevor sie als professionelle Domina aktiv werden kann.

Da für die Arbeit als Hostess keine vergleichbare Qualifikation erforderlich ist, gibt es natürlich mehr Damen, die sich in diesem Gewerbe tummeln und damit die Preise drücken. Außerdem ist zu sehen, dass SM-Equipment und Studioausstattung viel Geld kostet, was ebenfalls auf die Preise umgelegt werden muss.

Mo, 05.Apr 2010, 18:31
Worin liegt also der Grund, daß Sessions in einem Studio meist erheblich teurer sind, als eine sexuelle Dienstleistung.
Auch wenn ich mich nicht intensiver an der -zigsten Preisdiskussion hier im Forum beteiligen möchte, verdient diese konkrete Frage eine (einfache) Antwort: In einem "normalen" Appartment bist du bei einer gebuchten Stunde in den meisten Fällen 60, oder, wenn die Dame großzügig ist, 65 Minuten nach Betreten des Etablissements wieder auf der Straße, Smalltalk inklusive. In einem SM-Studio ist meist ein sehr viel ausführlicheres Vorgespräch nötig als "einmal französisch und Verkehr, bitte", dazu kommt oft Zeit für Session-Vorbereitungen, und auch die benötigte Zeit, um das Studio anschließend wieder benutzbar zu machen, beschränkt sich nur selten auf ein frisches Handtuch auf dem Liebeslager. Berechnet wird dabei nur die Zeit für die eigentliche Session, da es für das Gelingen einer Session schlicht essenziell ist, ein Vorgespäch ohne Zeitdruck zu führen.

Konkret: Ein Gast, der in einem seriösen Studio eine Stunde bucht und bezahlt, ist meist ca. anderthalb Stunden im Haus, und frühestens zwei Stunden nach dem letzten Termin kann die Frau sich einem nächsten Gast widmen. Somit musst du nicht einmal inhaltlich den "Wert" dieser Dienstleistungen vergleichen (es gibt sicherlich in beiden Branchen Frauen, die mehr oder weniger Energie, Wissen und Herzblut investieren, ausserdem ist der Übergang gerade bei uns Bizarrladies fließend), sondern nur den Zeitfaktor berücksichtigen, um zu sehen, dass der Unterschied so groß nicht ist, falls es überhaupt einen gibt.

Alles weitere regeln Angebot und Nachfrage, eine Rechtfertigung halte ich nicht für zielführend.

Gruß,
Undine
Undine de Rivière - Domina und Fetisch-Escort
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Di, 06.Apr 2010, 13:00
@
Ich möchte mich auch nicht an einer neuen Preisdiskussion beteiligen - jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Meiner Meinung nach sind aber Gründe im urgeschichtlichen Hintergrund zu finden, wo in "alten Zeiten" der SM noch etwas Abgehobenes oder Exclusives war. Es ist auch müßig, über unterschiedliche Ausstattungen zu reden - dem Einen gefällt´s, dem Anderen nicht. Und wer extra mehr Geld dafür hinlegt, dass der Bock mit Lederpolster bezogen ist - na, dann soll er es halt tun...

Ich persönlich suche für meinen speziellen Bereich liebe, aber durchaus dominante Damen bzw. Spielkameradinnen, die meine Leidenschaften teilen und darauf eingehen. Den Preiswahnsinn, der sich in manchen Studios abspielt, mache ich allerdings nicht mit. Hinzu kommt noch die Dauer einer Session, die bei mir regelmäßig bei zwei Stunden liegt, eher drei - und gelegentlich plane ich auch Mammutsessions über fünf Stunden. Und es ist schon erstaunlich, welche Erfahrungen man im Informationsaustausch mit Studios macht und wie wenig Flexibilität bei der Preisgestaltung vorherrscht. Da solche Dinge aber vertraulich sind, werde ich hierüber nie Einzelheiten bekannt geben = Insofern ist wirklich Jeder seines eigenen Glückes Schmied - und kaufen (Entschuldigung!) kann man eh nur das, was man auch bezahlen kann.

Liebe Grüße
Kranker
Mein Nick ist KRANKER - und krank Sein kann so schön sein...
Life is Life - besser heute als zu spät!

Di, 06.Apr 2010, 13:24
@ Chris: Ist Ökonomie. Undine beschreibt zu Recht den höheren Aufwand (zeitlich) und dann kommen noch die höheren Kosten dazu (Kleidung, Ausstattung, Equipment, etc.). Aber der wichtigste Grund sind die höheren Einstiegsbarrieren. Jede Frau in einem bestimmten Alter und mit einem bestimmten Aussehen, kann relativ schnell als "Hostesse" arbeiten. Insbesondere können auch Frauen, die wenig Deutsch sprechen, diese Dienstleistung anbieten und deshalb sind die Preise unter Druck. Z.B. osteuropäische Frauen haben oftmals andere Erwartungen vom Leben und können/müssen zu tieferen Preisen arbeiten. Im SM-Bereich sind Einstiegsbarrieren höher: man muss gut die Sprache können, braucht mehr handwerkliche Kentnisse ("Ausbildung" wie man bestimmte Behandlungen durchführt braucht mehr als 1-2 Tage ....), braucht teures Equipment, Räume, Kleidung, etc.

Zudem falls Einnahmen, also Löhne der Dominas, viel zu hoch wären, würde ja andere Anbieter dies unterbieten. OK, in bestimmten Regionen ist es schon eine Art von "Oligopol", d.h. gibt 2-3 grosse Studios und wenn eines Preise senken würde, würden alle 2-3 Studios langfristig darunter leiden. Zudem sind Dominabesuche vermutlich relativ preisunelastisch (gesamter Markt), d.h. wenn alle Studios Preise um 50% senken würden, wird Umsatz insbesamt zurückgehen, d.h. es würde z.B. nur 20% mehr Kunden kommen und so könnte man verlorengegangener Umsatz nicht durch mehr Kunden reinholen. Also wie Zigaretten. Aber um dies zu beurteilen, bräuchte man Angaben wieviel ein Studio bzw. eine Dame verdient.

Zur Klarstellung, ich spreche hier über das "obere SM-Segment", also wo der Kunde bestimmte Ausstattung, Kentnisse, etc. erwartet, also nicht einfach Bordellzimmer mit Peitsche.

angemessener Tribut

Di, 06.Apr 2010, 17:12
Eine Domina hat eine viel größere Verantwortung zu tragen,das bei den von uns gewünschten extremen Spielen die tatsächliche Gesundheit des Zöglings nicht ernsthaft gefährdet wird und für diese Gewißheit zahle ich auch gern etwas mehr.

Ich möchte eine harte und authentische Session erleben,aber trotzdem wieder gesund zu Hause ankommen,denn auch danach muß das Leben wieder weiter gehen und jeder seinen Verpflichtungen nachkommen.

Denn letztendlich ist alles nur ein Spiel,wenn auch ein CRUEL GAME !

An dieser Stelle halte ich es für angemessen,auch mal einen Dank an die strengen Lady`s auszusprechen für diese spezielle Umsicht und Fürsorge !

Viele Grüße

Gast-H winke winke

Preisunterschiede

Di, 06.Apr 2010, 20:27
Das ist ganz einfach; eine prosti.....te oder hostess bedient aus meiner sicht eher die "banalen" Wünsche eines Kunden während eine Domina die ausgefalleneren Wünsche befriedigen muss. Die hemm- resp. die ekelschwelle lassen sich beide sparten natürlich entsprechend in barem entlöhnen, nur dass eine Domina aus meiner sicht eher eine intellektuelle Basis haben muss während die andere einfach plump ausgedrückt nur die Beine breit macht.

In einigen Bodellen hab ich mal den "intelligenztest" beim "Personal" gemacht, zu 98% wussten die nicht mal, was fetischismus ist! Eine Domina braucht intelligenz, fantasie und sachkenntnisse während sich eine Hostess (oder auch Dirne genannt) rein auf das horizontale konzentrieren muss. Fürs simple ritual ums genital wird keine fachausbildung verlangt. Erstere lassen sich ihre geistige überlegenheit gegenüber der anderen natürlich auch entsprechend entlöhnen - zu recht! Oder kennst du einen Arzt, der zum Preis eines Fabrikarbeiters arbeitet?
Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die Dummheit der Menschen.
Beim Universum bin ich mir aber nicht so ganz sicher.

Mi, 07.Apr 2010, 11:21
Hallo,

der Preis ist sicher irgendwie höher.
Für mich sind das aber zwei Welten. Ich war bei Hostessen mit dominanten Service, und habe zu über 80 % schlechte Erfahrungen gemacht.

Richtige Dominas sind etwas anderes. Ich persönlich betrachte den Besuch bei einer Domina nicht wie einen Besuch bei einer Hostess. Ich sags mal so:
"Ich lass mir für viel Geld einen runterholen". Ich suche bei einer Domina keinen Sex. Außerdem hat ein gutes Studio ganz andere Fixkosten.
Ausstattung, viele verschiedene Räume. Der eine ist Kliniker, der andere Fetischist, der näcshte braucht einen Kerker u.s.w.

Wobei ich auch schon sagen muß, das Ich mir persönlich schon eine Grenze gesetzt habe, was das Tribut betrifft. Ich besuche z. B. in Nürnberg ein Studio nicht mehr, weil es 20 € über den üblichen Tribut verlangt.

Sevus
Masso-Mann

wie in der freien Wirtschaft

Di, 20.Apr 2010, 15:30
es gibt die grossen -die exclusiven - die Spezialisten und dann die breite Masse.
Ich selbe habe vor über 20 Jahren mit dem Beruf Hure angefangen,die die nur die Beine breit gemacht hat.-----------------------
Klar ist es ein Unterschied ob ich nur ein normales App. zur Tätigkeit brauche oder mit einem Dominastudio Geld machen möchte.
Wobei was heute in den Studios geboten wird- ich meine jetzt ausschliesslich die Ausstattung- hola die Waldfee - da hat sich was getan !!!!!und das kostet gewaltig - in diesem Ausmass wie heute hat es das damals nur sehr selten gegeben.---Wobei früher gab es weniger Dominas -weniger Huren + somit hat Hure / Domina damals auch mehr verdient.----------
es ist schon ein sehr harter Kampf geworden - heut sein Geld hiermit zuverdienen.
Die Gäste wollen immer mehr Auswahl an Bekleidung - Service etc. aber das muss ja erstmal bezahlt werden- wenn du nicht gerade das Glück hast ein Moneyschwein zu haben hast du alleine keine Chance gross raus zukommen.
In vielen Studios werden teils überhöhte Tagesmieten verlangt - Werbung kostet auch ganz schön oder du musst mind. 12 h im Studio sitzen + dann noch 50/ 50. + teils Zickenalarm ertragen.
Ich arbeite jetzt nur noch alleine - biete meine Passionen an, in einem kleinem einigermassen ausgestattetem Studio.Verdiene weniger aber ich bin glücklicher + habe keinen Psychostress.
Und eines noch : NUR die Beine breit machen kann auch anstrengend sein ; eine Domina muss halt mehr Kopfarbeit leisten heisst aber nicht das sie deshalb intelligenter ist als eine die nur die Beine breit macht !!!! Gruss Miss Stinkefuss

Di, 20.Apr 2010, 17:40
@ miss stinkefuss: In einigem hast Du Recht, aber schreibe doch einfach, dass Du einfach Geld verdienen willst und nicht "biete meine Passionen" an. Ich finde es übrigens beleidigend wenn Du schreibst "das Glück hast ein Moneyschwein zu haben hast du alleine keine Chance gross raus zukommen". Erstens sind "Moneyschweine" etwa so häufig wie naturveranlage professionelle Dominas, die NUR aus Spass arbeiten und zweitens empfinde ich es nicht als Glück, wenn jemand ein "Moneyschwein" ist. Finde übrigens den Name abtörnend. Aus meiner Sicht würde sich eine dominante Dame nie so nennen. Evtl. bietet sie sowas an, aber sie würde sich nie so nennen. Aber nur meine 5 Cents.

Di, 20.Apr 2010, 21:48
Hallo,
miss flachbirne hat geschrieben:wenn du nicht gerade das Glück hast ein Moneyschwein zu haben
Das ist eben der Unterschied zwischen den Mädels vom Straßenstrich und der kultivierten Dame aus einem renommierten Studio. Einfach das Niveau ...

Und ein "Moneyschwein" wird sich niemals auf Deinen Level herablassen, insofern wirst Du auch niemals ein "Moneyschwein" in Deinem Leben kennenlernen. Und das ist auch gut so, auch wenn es in den langen Stunden am Straßenrand in den alten Deichmann Stiefeln es auch mal öfters Stinkefüsse gibt, aber das ist eigentlich Dein Problem ...

Wenn jemand mit einer solchen Einstellung an die Sache herangeht, das gibt von mir eine dicke, rote Karte stop.

Gruß

NippleTorture
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