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Bereich Fetisch, ein Verlustgeschäft?

Fr, 06.Nov 2009, 21:05
Hallo Leute,

hab mal aus reinem Interesse nach der Auflagenzahl von Fetischmagazinen im Netz nachgeforscht und bin dann auf folgenden Bericht von einem renommierten Fetischmagazin gestoßen.

http://www.marquis.de/downloads/mediadaten090129_dt.pdf

Die Gesamtauflage beträgt gerade mal 12.000 Stück, wobei die deutschsprachigen Länder den Löwenanteil mit 6.000 Stück ausmachen!

Wie kann Marquis davon existieren? Die Preise für die Magazine sind, im Vergleich zur gelieferten Qualität, nicht gerade hoch. Zwar vertreibt Marquis auch noch andere Artikel, wie Fetisch-Kleidung, DVD´s, Erotikspielzeug usw., aber wenn man die angegebene Auflagenzahl zu Grunde legt, dann frage ich mich, wie die Firma dies übersteht.

Ich bin immer von einer Interessengruppe von 500.000 Interessierten ausgegangen, die dem einen oder anderen Fetisch nachgegangen sind; da muß ich wohl meine Zahl stark nach unten korrigieren!

Fr, 06.Nov 2009, 21:42
Ich denke mal, das Fetisch-Magazine das gleiche Problem wie alle anderen Zeitschriften haben und die Fetisch-Läden das gleiche wie der Tante Emma-Laden : DAS INTERNET.

Eine Bekannte von mir hatte selber jahrelang einen Fetisch-Laden, der leider vor die Hunde ging. Und sind wir doch mal ehrlich, der Löwenanzeil der Fetischisten besorgt sich sein Equipment und optischen Anregungen schön anonym im Internet.

Also geht wohl weniger die Fetisch-Industrie den Bach runter, vielmehr ändern sich die Vertriebswege.

Sa, 07.Nov 2009, 01:56
Nunja, Peter und Bianca machen da sicher kein Minus, aber das "grosse" Geschäft für Magazine ist vorbei, sieht man ja auch bei den anderen Blättern, manche gibt es nicht mehr, selbst der Playboy strauchelt, es gibt heute fast alles Online und wer da vor ein paar Jahren den Zug verpasst hat, hat jetzt das Nachsehen.

Gerade auch der Gothicmagazinbereich hat sich extrem mit dem Fetischbereich vermischt, sodaß es auch aus eher unerwarteten Bereich Konkurrenz gibt und in dem Bereich werden teils noch nichtmal Modelle und Fotografen bezahlt, ist ja eine Ehre dort veröffentlicht zu werden, so wird der Markt halt kaputt gemacht weil manche blind bei sowas mitmachen ohne nachzudenken...

Sa, 07.Nov 2009, 11:32
Ich denke mal Peter Czernich wird auch sehr gut von den Dominas und Modellen leben können die ein Fotoshooting mit ihm in Anspruch nehmen, das sind nicht wenige, bzw. werden immer mehr.
Seinen Style erkennt man sofort auf sämtlichen Homepages.

...

Sa, 07.Nov 2009, 11:33
Wer mal Lust und Laune haben sollte, der kann sich das Buch

Winning von Jack Welch besorgen.

Mir persönlich hat es sehr gut gefallen. Dort schreibt Jack Welch, ehemaliger CEO von General Electric, dass man in der Massenproduktion kein richtiges Geld mehr verdienen kann - da dort einfach zu viele Anbieter auf dem Markt sind.

Es ist jedoch möglich, in dem sogenannten Nischenbereich noch mit vernünftigen Preisen agieren zu können. Der Fetischbereich gehört ganz sich nicht zum Massenprodukt - jedoch, und da gebe ich Shimada Recht - hat sich der Vertriebsweg geändert.

Möglichkeiten gibt es im Nischenbereich Fetish nach wie vor genügend. Nur sollte dabei in Betracht gezogen werden - welche Wege heutzutage ein Interessent einschlägt.

Ich selber bin noch nie in einen Beate Uhse Laden gegangen oder habe mir einen Playboy am Kiosk gekauft.

Aber - die einschlägig bekannten Seiten im Internet schaut man sich durchaus an. Wozu also da noch einen Playboy am Kiosk kaufen.

Wenn das Produkt stimmt - wird es immer Interessenten geben. Wenn darüber hinaus noch ein angenehmer und vielleicht auch anonymer Vertriebsweg gewählt werden kann - ist die Nachfrage sicher höher - als woanders.

Sa, 07.Nov 2009, 15:00
Roxana Sallés hat geschrieben:Ich denke mal Peter Czernich wird auch sehr gut von den Dominas und Modellen leben können die ein Fotoshooting mit ihm in Anspruch nehmen, das sind nicht wenige, bzw. werden immer mehr.
Seinen Style erkennt man sofort auf sämtlichen Homepages.
Wenn dem mal so generell wäre dann wäre alles gut und ich hätte nicht das Inventar von 3 Fotostudios in meinem stehen die insolvent sind, der Markt ist leider kaputt gemacht worden, welches Modell bezahlt heute noch einen Fotografen und Visa wenn sie woanders jede Menge gute Fotografen findet die es auf TFP / umsonst machen und sie da die Qual der Wahl hat an Auswahl bzw. Angebot, zahlen tuen Modelle nur wenn sie da etwas bekommen was sonst keiner bieten kann für umsonst bzw. sie nicht auf dem Level des Fotografen sind und er kein Interesse hat.

Da hat Peter einen Riesenvorteil, er hat eine Riesenauswahl an Klamotten da, das hat sonst keiner, bzw. geht nur über Umwege wie bei Demask :-)

Re: ...

Sa, 07.Nov 2009, 15:07
pavarot hat geschrieben: Es ist jedoch möglich, in dem sogenannten Nischenbereich noch mit vernünftigen Preisen agieren zu können. Der Fetischbereich gehört ganz sich nicht zum Massenprodukt - jedoch, und da gebe ich Shimada Recht - hat sich der Vertriebsweg geändert.
Der Vertriebsweg hat sich zum einen geändert für Bild- und Videoinhalte aber auch die Kundschaft ist anspruchsvoller und wählerischer geworden, sowohl bei den Dominas, Wunschzettelkunden dürften deutlich zugenommen haben wie auch im Kleidungsbereich, wenn man mal schaut was teils so eingekauft wird und zu welchen Preisklassen ist das eh ein Nischenmarkt weil sich viele das rein finanziell gar nicht leisten können, wer einmal Plunder aus einem Erotikladen hatte, kauft da nie wieder, dann spart man lieber und kauft gleich was Richtiges, kauf mal Plüschhandschellen oder was Amtliches oder ein Lackkleidchen für 99 Euro oder eines im 3-4-stelligen Bereich, schon schrumpft der Kundenkreis auf einen exklusiven Kreis zusammen.

So, 22.Nov 2009, 17:44
In Zeiten wo alles im Netz zur Verfügung steht wundert es mich nicht das das Geschäft mit Magazinen rückläufig ist.

Wer kauft sich denn noch ein Hochglanzmagazin? Schließlich bekommt man doch genug Fetischfotos im Netz, ohne nur einen Cent dafür zu bezahlen.

Fetisch Dvd's liegen wie Blei in den Regalen.

Das bekannte Latexgeschäft Cocoon in England steht zum Verkauf.

Da weißte Bescheid.

Der Markt ist kaputt.Nix geht mehr.

Gruß
Rubberfriend
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