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Frage an die Damen: sind Zuschauer erlaubt?

Sa, 13.Jun 2009, 12:16
Ich hatte gestern eine sehr interessante Unterhaltung mit einer guten Freundin. Es ist Ihr bekannt, das ich eine Affinität zu SM habe. Irgendwie interessiert sie das Thema und sie würde gern mal das "Mäuschen" bei einem meiner Studio Besuche spielen. Es geht da nicht um eine Paar, das sind wir nicht, oder um eine Gemeinschaftserziehung.

Wie würdet Ihr, liebe Damen, mit solch einer Anfrage, Besucherin bei einer Session, umgehen? Ist das sehr ungewöhnlich?

Persönlich frage ich mich, wie ein zuschauen die Freundschaft belasten kann. Ich denke da besonders an meine Leidenschaften wie NS und Strap - on. Etwas geschildert zu bekommen ist das eine, aber es direkt zu sehen? Ich würde einen Einfluss auf die gegenseitige Achtung und Wertschätzung befürchten.
Ich bilde mir aber ein, besonders aus ihrem Fragen heraus zu BDSM, egal in welcher Rolle, das es in ihr blodelt. Das da was hinaus will. Es besteht also Hoffnung.

Gibt es hierzu Erfahrungen oder Empfehlungen aus dem Münchner Raum?

Das sind eine ganze Menge Fragen, sorry aber das geht mir nach dem Gespräch gestern nicht mehr aus dem Kopf. Was hat sie mir da gestern Abend nur in den Kopf gesetzt? ... aber es reizt mich ... !

Sa, 13.Jun 2009, 12:58
Nun bin ich weder eine Dame noch stamme ich aus dem Münchener Raum, aber ich habe Erfahrung mit deinem Problem und der Fortsetzung, wie es ist, wenn die beste Freundin zuschaut.

Punkt 1: Eine Dame zu finden, wo das möglich ist, sollte nicht schwierig sein. Ich habe da bei meinen laut gedachten Überlegungen bzw. Fragen gegenüber Dominas nur positive Resonanz bekommen.

Punkt 2: Und das solltest du dir ganz dick und fett merken: Neugier ist NICHT gleich Neigung. Denn sei ehrlich, du willst sie dabei haben, weil es dir einen sexuellen Kick gibt, wenn jemand zuschaut und sieht, wie du erniedrigt und bestraft wirst, der vorher mit dir durch Freundschaft gleich gestellt war. Sollte sie zusehen und das spannend finden und tatsächlich sowas wie eine Neigung ausbrechen, Glückwunsch. Wenn nicht, dann lass es gut sein. Dann habt ihr eben "nur" eine spannende Erfahrung gemacht.

Punkt 3: Wenn du auch nur einen cm so wie ich bist, ist der auch für dich wichtig. Du hast es selbst schon geschrieben. Man hat tierische Angst, die Freundschaft durch diese Aktion extrem zu gefärden. Da musst du mit ihr vorher drüber reden und wirklich deutlich werden, was in dem Spiel passieren soll. Auch auf die Gefahr hin, dass sie die Sache abbläst. Macht sie es trotzdem, überfall sie nicht 3 Sekunden nach Ende der Session mit der Frage wie es war. Du selbst brauchst vermutlich deutlich länger, um das für dich zu klären, die Domina (für die das ebenfalls eine ungewohnte Herausforderung darstellen dürfte) auch, da kann es ein Mensch, der noch niemals so etwas in der Realität gesehen hat, einfach nicht sofort wissen. In meinem Fall haben wir das Studio verlassen, haben drei Tage überhaupt nicht drüber geredet und dann hat sie mich angerufen, wir haben uns getroffen und dieses Erlebnis besprochen. Diese drei Tage sind gekrochen und ich hatte jede Sekunde tierische Angst, dass sie sich meldet und sagt "es tut mir leid, ich seh dich nicht mehr so wie vorher". Stattdessen kam: "Danke, dass du mir die Zeit gegeben hast".

Das sind meine gut gemeinten Ratschläge, als jemand, der es schon versucht hat und gottseidank nicht damit auf die Nase gefallen ist.

Grüße
Zero
dum spiro, spero....

Sa, 13.Jun 2009, 14:36
Hallo Frechdachs,

es ist nicht so ungewöhnlich, dass Gäste nachfragen, ob es denn möglich sei, eine Zuschauerin dabei zuhaben.
Selbst habe ich es zwar noch nicht erebt, dass ein Gast eine interessierte Freundin mitbringt, aber für mich würde es kein Problem darstellen.

Ich kenne diese Neugier aus meinem eigenen Freundeskreis. Gerade interessierte und aufgeschlossene Personen, mit denen ich mich über meine Tätigkeit als Domina unterhalte, verraten mir, dass sie das sehr gerne einmal beobachten würden.

Das ist erstmal gar nicht sexuell motiviert und nicht jede interessierte Dame verbirgt eine noch nicht ausgebrochene Neigung. Zu deisem Zweck habe ich das Lady´s Dinner einegführt, eine nette Damenrunde, die von einem exzellenten und sehr zuverlässigem Kochsklaven kulinarisch verwöhnt wird und sich über alles informieren können, was ihnen bezüglich BDSM auf dem Herzen liegt. Bespielung des Sklaven inklusive.

Neulich hatte ich auch eine sehr harte Rohrstocksession, bei der der Zögling die Anwesenheit einer weiteren Dame gewünscht hat. Eine andere Freundin von mir war nur zu gern bereit, die Schläge akribisch zu zählen, zu beidseitigem Genuss.

Nun zu deiner Frage bezüglich der persönlichen Freundschaft:

Ich kenne zwar die Dame nicht, aber wenn deine Freundin ein echtes Interesse, eine gefestigte Persönlichkeit und vor allem das Grundprinzip von BDSM verstanden hat, solltest du dir keine Sorgen machen müssen, ob du durch die Behandlung in ihrer Achtung fällst.
Es macht wohl Sinn, ihr vorher darzulegen, welche Praktiken wohl ausgeführt werden können, so dass sie sich vorher überlegen kann, ob sie sich dies ansehen möchte oder nicht.

Auszuschliessen ist natürlich nicht, dass sie als Zeugin befremdet wird und sich womöglich auch dir gegenüber distanziert.

Überlege dir gut, ob deine Freundin diesen intimen Moment zwischen dir und der Domina deines Vertrauens miterleben darf oder nicht. Damit würde ich nicht leichtfertig umgehen.

LG

LVS
Lady Velvet Steel

Erziehung für Anspruchsvolle
BDSM Studio LUX
0152 / 347 130 51

So, 14.Jun 2009, 02:34
Grüß Euch,

also grundsätzlich habe ich persönlich z.B. kein Problem mit Zusehern. Schließlich kommen oft Pärchen in den unterschiedlichen Konstellationen zu mir oder ich spiele auf Parties (zwar meist privat, aber das ist ja unabhängig davon) mit anderen bzw. vor Zusehern - wo auch (Noch)nicht-SMler dabei zusehen.

Ich würde sie nur nicht zu Deiner eigenen Session mitnehmen.
Das hat unterschieliche Gründe.

Warum packst Du sie nicht mal ein und besuchst mit Ihr eine SM-Party oder eine Location wo öffentlich gespielt wird - wie z.B. bei uns in Wien das SMartcafe oder in Hamburg das Catonium als Beispiel.

Es ist natürlich immer ein heikles Thema.
Natürlich kann es passieren, dass es eine furchtbare Session ist und sie SM nicht so kennenlernt, wie er sein kann - schön.
Ich persönlich plädiere ja immer dafür, Neulingen bzw. Zusehern, die das wie in Deinem Fall Deine Freundin, eine SM-Session zu zeigen, die zeigt, wie achtsam, liebevoll und auch zärtlich SMler miteinander umgehen (können).

Ich glaube halt, dass es sinnvoller ist, eine andre Session anzusehen und mit ihr darüber zu sprechen.
Vielleicht hat sie dann auch die Möglichkeit, mit den Leuten die dort gespielt haben oder andren SMlern über Erfahrungen, Gefühle usw. zu sprechen.

Aber wenn Du es möchtest, dass sie eine SM-Session im Studio bei Deiner Domina erlebt, würde ich diese einfach danach fragen.
Ich glaube, jede hat da andere Zugänge und Erfahrungen gemacht.

Lieben Gruß,
Katarina
+ + + Junge Dominanz aus Leidenschaft + + +

~ ~ ~ Ich kreiere meine eigene Welt, – unabhängig von den Klisches und Regeln anderer Dominas und Sklaven! ~ ~ ~

So, 14.Jun 2009, 19:54
@all
erst einmal vielen Dank.
Der Wunsch nach einer Zuschauer Rolle scheint also nicht "out of the sky" zu kommen. Na dann werde ich mal hier bei einer der Damen im Studio nachfragen was sie davon hält.

Vielen Dank auch für Eure Hinweise zu dem Risko die Beziehung zu gefährden.
Leider, leider habe ich zu meiner Bekannten kein Verhältnis. Sie ist aber eine heisse Braut und ich kann ihr einfach keinen Wunsch versagen. Ist wohl etwas devot von mir, oder :-)

Den Gedanken eine der SM Parties zu besuchen werde ich ihr definitiv vorschlagen.

So jetzt geht hitchkikers guide to the galaxy weiter ... :-)
Antworten

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