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Jungdomina Cynthia - erotisch & unberechenbar

Kinder-Tabus-es besser machen?

Mi, 08.Okt 2003, 13:12
Werte Gemeinde,

immer wieder les ich im Zusammenhang vor allem mit solchen Dingen wie etwa NS, dass das tabuisieren (von was??) in der Kindheit an solchen Präferenzen Erwachsener eine "Schuld" haben soll.

Nun frag ich mich:
was genau ist denn das Tabu gewesen?
Wie könnten wir, so wir denn mal irgendwann Kinder haben, es besser machen?

Das alles interessiert mich brennend, nur krieg ich nirgendwo ne Antwort, alles, was ich finde, sind diese obskuren Schuldzuweisungen......
Und wenn ich den Namen Sigmund Freud höre, fang ich an zu würgen.....

Habt Ihr Kinder?
Macht Ihr da was anders als Eure Eltern (*gg* vermutlich)?
Habt Ihr Ideen oder Anregungen?

Ich hoffe auf einen regen Austausch, sind ja genug Erwachsene hier, da wirds wohl ein paar Gören geben....

viele Grüße scratch

Mi, 08.Okt 2003, 21:21
Hallo scratch,

schwieriges Thema, das.

Ich treibe mich nun schon etwa 11 Jahre im Net herum, vor ungefähr 8 Jahren habe ich dann erstmalig zu gleichgesinnten Fetischfreunden gefunden und seitdem wird immer mal wieder "Ursachenforschung" betrieben.
"Meine Zunft" kann da durchaus mit einem repräsentativen, gesellschaftlichen Querschnitt dienen, sei es beruflich, bildungsseitig oder sozial.

Über die Frage, was denn eigentlich zu der Ausbildung spezieller, von der gesellschaftlichen Norm (extrem) abweichender, Fetische führt, kann man letztendlich geteilter Meinung sein.

Fachwissenschaftliche, fundierte Literatur gibt es nicht.
Lt. Auskünften von datenschlag.org kann man wissenschaftl. Publikationen zu dieser Thematik (in Bezug auf Extremfetische) kaum trauen, da diese meistenteils auf Basis der Beobachtung von Probanten aus der klinischen Psychiatrie fundiert und mithin nicht gesellschaftlich repräsentativ ist.

Grundsätzlich gibt es da 2 vertretene Meinungen unter den Fetischisten:
a) genetisch bedingt und
b) erworben.
Hier streiten sich die Geister.

Da aber fundierte Grundlagen fehlen, kann man nur spekulieren.

Man kann aber ein Phänomen beobachten:
Nahezu alle "Extrem"fetischisten wurden sich ihres Fetisches erst nach einem "Schlüsselerlebnisses" bewußt.
Ich habe mich mit einigen via Mail, mit anderen telefonisch, als auch persönlich zur Thematik unterhalten. Übereinstimmend kann ich da feststellen, daß dies bei allen gleich war: Vor dem "Schlüsselerlebnis" war kein einzigster Gedanke an den Fetisch gewesen. Nicht mal Ansatzweise.

Dies läßt mich persönlich an genetisch bedingten Fetischismus eher glauben, als an erworben.

Überlegung dazu:
Wenn wir Ursache und Wirkung beim Erziehungsprozeß beobachten, so kann man doch erkennen, daß hierbei die Entwicklung des Kindes "nach und nach" beeinflußt wird. Veranlagungen, Fertigkeiten, Verhaltensnormen, etc.pp. werden so langsam herausgearbeitet, gefestigt und geprägt, alles schrittweise. Nirgends kann man erkennen, daß "urplötzlich" etwas da ist, was es vorher nicht gab.

Gleichzeitig kann man aber im Vergleich 2er Menschen, die in etwa die gleiche Erziehung genossen, aus einem nahezu identischem, sozialem Umfeld kommen, feststellen, daß das gleiche Erlebnis, welches bei Einem zur Initialzündung zum Fetisch wird, beim Anderen dies aber nicht bewirkt.

Leider sind die mir bekannten Beispiele nicht ausreichend, um als repräsentativ gewertet zu werden.
Von daher muß ich weiter von "spekulativ" ausgehen, auch wenn ich persönlich von der "genetischen Fetischveranlagung" überzeugt bin.

Bizarre Grüße

Mi, 08.Okt 2003, 21:35
Hallo Scratch!

Guter und interessanter Beitrag!

Sicher hat manches, was sich im Erwachsenenleben so entwickelt, seine Wurzeln in der Kindheit, das lässt sich nicht leugnen. Aber dieses ewige durchgehende Freud'sche Bohren bis ins Säuglingsalter hinein, inzwischen sogar bis in den Mutterleib, am besten gleich bis zur Zeugung zurück, geht mir auch schon lange auf die Nerven.

Ich stehe auf NS, ist ja inzwischen hier im Forum bekannt, weil du gerade das als Beispiel anführst. Ich bin mir aber absolut 100%ig sicher, dass meine Eltern daran nicht schuld sind, und auch meine Großeltern nicht und meine Tanten und Onkels nicht und meine Lehrer nicht usw. Da gab's in meiner Kindheit gar nichts Besonderes, kein spezieller Zwang, keine übertriebenen Tabus, keine übertriebene Freiheit, absolut gar nichts. Das hat sich bei mir, in mir und von mir so allmählich entwickelt.

Ich habe selbst zwei Kinder, absolut gleich aufgewachsen, gleich erzogen, gleich behandelt, gleich geliebt - inzwischen sind sie junge Erwachsene und haben sich so verschieden entwickelt, verschiedener geht's gar nicht.

Laßt uns unser Leben leben! Das Freud-Syndrom ist bei den Psychologen und Psychiatern gut aufgehoben.

Gruß Goofy
Frauen trösten uns über jeden Kummer hinweg, den wir ohne sie nicht hätten. (J. Anouilh)

Mi, 08.Okt 2003, 22:05
Hmmmmm

in irgendwelchen psychologischen Sachen rumzuwühlen war nicht meine Absicht. -Sorry....

Vielmehr interessieren mich die praktischen Seiten.....

Vielleicht gibt es ja bestimmt Momente im Leben eines Kindes, wo Erwachsene unbedacht etwas tun, was die Kinder prägt......

Für uns Große ist das nebenbei geschehen und im Kind - später im Erwachsenen- wirkt es nach.....

Ich las von der Tabuisierung mehrmals im Zusammenhang mit NS, deshalb habe ich das erwähnt.

Je länger ich darüber nachdenke, desto interessanter find ich das Thema.....

...nicht mehr nur das mit den Tabus in der Kindheit, sondern ganz allgemein.........

Ob SMler ihre Kinder anders erziehen als andere?
Irgendwie - freier - toleranter?

Ich glaub - ja, oder???

Meine Legitimation für diese Fragen ist übrigens schon trocken und sauber - von ganz alleine - war genau richtig, die Pannen konnte ich an einer Hand abzählen......

scratch

Mi, 08.Okt 2003, 22:49
scratch hat geschrieben:...

Ob SMler ihre Kinder anders erziehen als andere?
Irgendwie - freier - toleranter?

...
Ich hoffe ja!

Im großen und ganzen wird unsere Erziehung in Hinsicht auf Ethik und Moral ja nach wie vor von der christlichen Wertevorstellung dominiert, auch dann, wenn es uns nicht gänzlich bewußt ist.
Entsprechendes Geschichtsbewußtsein bzw. -kenntnisse setze ich jetzt einfach mal voraus, um nicht vom Urschleim anfangen zu müssen.

Das wir, mal abgesehen vom obligaten Religionsunterricht, aber nach wie vor von der Kirche mehr od. weniger gesellschaftlich dominiert werden, ist (vermutlich) den Wenigsten von uns bekannt bzw. bewußt. Sicherlich ein Politikum, aber nicht desto trotz hat es nicht wenige Auswirkung auf das Thema Erziehung und sollte, gerade bei dieser Thematik, nicht unbeachtet bleiben.
Eine interesannte Site dazu: http://www.ibka.org/archiv.html,
deren Studium sich durchaus lohnt.

Gerade im Hinblick auf SMler hoffe auch ich, daß hier mit einigen Dingen der traditionellen Erziehung gebrochen wird, um der nachwachsenden Generation einen offeneren Blick, mehr Fairneß und Tolleranz Anderen gegenüber, sowie eine freiere, unbelastetere bzw. unmanipulierte Eigenentwicklung zu gegeben.


Bizarre Grüße
Antworten

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