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Dominastudios und die Behörden

Sa, 08.Mai 2004, 21:02
Mein Besuch letzte Woche bei einem Hamburger Dominastudio, dessen Namen ich hier jetzt bewußt nicht nenne, und das Gespräch mit der Studioinhaberin regten mich zu diesem Thema an:

Wir es den meisten sicherlich bekannt sein dürfte, gibt es seit einiger Zeit für Dominas sowie für Damen der " käuflichen Liebe " die Möglichkeit, sich gewerblich anzumelden.

Dies hat zum Einen für den Fiskus und für die Behörden im Allgemeinen den Vorteil zusätzlicher Steuereinnahmen und Gebühren, für die Damen bedeutet dies eine Legalisierung ihres Tuns sowie soziale Sicherheiten.

So weit, so gut.

Ich sags Euch gleich vorweg: Das Gespräch mit meiner Lieblingsdomse hat mich derart erschrocken, wenngleich nicht überrascht, daß ich Euch mal reichlich um Eure Meinung betreffend nachfolgender Dinge bitten möchte!

Also, Lady X hat von sich aus ihr Studio gewerblich angemeldet.
Es dauerte gar nicht lang, und es erschien zunächst die Bauaufsicht. Diese bemängelte nicht vorhandene Fluchtwege ( meine Güte, werden durch Peitschenhiebe etwa Brände verursacht?).

Dann wurde das Personal in Abwesenheit von Lady X " befragt "...ob es denn regelmäßig zu bestimmten Zeiten zur Arbeit erscheinen müsse?

Antwort: Ja (natürlich werden vorher Dienstzeiten vereinbart..ist bei den Unternehmern ja wohl auch so...)

Im Ergebnis bekam Lady X zu hören, daß sie zukünftig ihr Personal als ANGESTELLTE anmelden müsse.......

Weitere Nettigkeit: Sollten Getränke ausgeschenkt werden ( ja,ja..unser Willkommenstrunk, also Wasser oder Cola pp.!), müsse eine " Schankerlaubnis " her.

Ferner wurde, auf welche Art auch immer, der Sessionpreis des Studios ermittelt.

Als Zweites observierte man vor dem Studioeingang die ein-und ausgehenden Gäste, um die Anzahl der Besucher zu ermitteln.

Und, als ob das nicht genug wäre, wurden sozusagen als Sahnehäubchen die Mülleimer nach Anzahl der benutzten Kondome durchwühlt.....alles nach dem Motto: Jedes Kondom = 1 Session = xxx Euro Einnahme.

Vor einigen Tagen meldeten die Medien, die Steuereinnahmen in z. B. Hamburg hätten sich erheblich erhöht, und zwar wegen einer " besseren Betriebsprüfqualität " der Fahnder.....

Tja, nun wißt ihr Bescheid.

Meine Meinung zu dem Ganzen lautet wie folgt:

Es ist richtig, wenn Betriebe geprüft werden und dafür gesorgt wird, das korrekt versteuert wird.
Es ist aber absolut falsch, Gewerbeneulinge

- zu gängeln, zu schikanieren und in ihrer ehrlichen und gutgemeinten Gesinnung, sich von selbst steuerlich erfassen zu lassen, dadurch zu blockieren, indem sich ein Wust von Prüfern und Behörden die Klinke in die Hand geben und Lady X durch die Art und Weise, wie sie ihr Tun durchführen, gleich wieder die Lust am Gewerbetreiben nehmen.

Oder anders gesagt: Auf alle Damen, die sich eigentlich auch anmelden wollen, wirkt dieses Vorgehen abschreckend. Das Ergebnis könnte sein, das auch weiterhin " undercover " gearbeitet wird.

Mal sehen, wie dann die Steuereinnahmen in diesem Bereich für 2005 sein werden....

Also, was meint ihr? Gerne dürfen sich auch diejenigen Mitglieder unter uns, die den aufgeführten Behörden angehören, zu Wort melden und ihre Sicht der Dinge schildern.





DomHunter
( ...Strap-it-On... )
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So, 09.Mai 2004, 01:00
Lieber DomHunter,

du sprichst wirklich ein interessantes Thema an. Der Fiskus freut sich bestimmt über weitere Steuereinnahmen, die ihm bisher verborgen geblieben sind. Ich glaube aber nicht, dass das Verhalten deiner Lady X die zukünftige Marschrichtung vorgibt. Natürlich ehrt es die Dame, wenn sie im behördlichen Sinne ordentlich ihren Betrieb führen will. Sicher gibt es noch eine Reihe von anderen Frauen, die sich für diesen Weg entscheiden werden oder das bereits getan haben. Aber seien wir doch mal ganz offen: Ein Dominastudio ist doch ein Eldorado für Glücksritterinnen und abenteuerlustige junge Frauen. Diese Frauen sind doch oft gerade erst dem bürokratischen Laufrad aus Stempeluhr, Tarifvertrag und Steuerkarte entkommen und haben die Flucht nach vorn angetreten. Als Domina genießen sie Freizügigkeit und Entfaltugsspielraum, wie es woanders keineswegs selbstverständlich ist.
Ist es nicht auch maßgeblich das Unkonventionelle an diesen Frauen, was sie für uns so interessant macht? Täusche ich mich, wenn ich behaupte, dass die meisten Frauen ihre Tätigkeit als Domina gar nicht offen legen wollen, weil sie ihr "Incognito" genießen, weil sie zumindest für eine gewisse Zeit lang diesen Teil ihrer Persönlichkeit unbehelligt und unbeaufsichtigt ausleben wollen und weil sie vielleicht später möglichst reibungslos in eine "bürgerliche" Existenz zurückkehren wollen?
Gewiss, alle Frauen haben ein Interesse an Legalität und angemessener Sozialversicherung. Ob das aber auch für eine angemessene Besteuerung gilt? Eine kurze Rechnung läßt Zweifel angebracht erscheinen. Aus Gründen des Taktes werde ich die Zahlen nur andeuten:
Eine Bizarrlady arbeite an fünf Tagen in der Woche. Am Tag hat sie in der Regel 1-5 Sessions. Für jede Stunde kassiert sie xxx Euro. Das sind im Monat xxx(xx) Euro. Abzüglich Kosten. Glaubst du wirklich, dass die Mehrzahl der Frauen neuerdings ein Interesse daran hat, diese Einkünfte vorschriftsmäßig zu versteuern? Was meinst du, wie viele Damen schlagartig von der Bildfläche verschwinden werden, wenn das obige Beispiel Schule macht? Es ist doch zu erwarten, dass die Damen es vorziehen wie bisher "im dunkeln" zu arbeiten, wenn überhaupt, dann ein niedriges Einkommen deklarieren und dabei ihren Mehrwert abschöpfen. Was die Krankenversicherung betrifft: da gibt es nach wie vor genügend Spielraum für die üblichen Tricksereien.
Wenn dereinst Recht und Ordnung auch den letzten Winkel des SM-Universums erreicht und es durchreguliert haben, wird die Welt des Bizarren eine andere sein. Ich bezweifle, dass es soweit kommt und ich bezweifle auch, dass ich dann noch ihr Mitbewohner wäre.

Gruß

Remington Steele

P.S. Das ist kein Aufruf zur Steuerhinterziehung!

Anmeldung / Fiskus

So, 09.Mai 2004, 10:40
Hallo,

Dom, was Du da schreibst, entspricht leider nur zu genau meiner Einschätzung des staatlichen Vorgehens in Deutschland allgemein. Schönes Beispiel hierzu ist doch auch das ganze Rumeiern um die Versteuerung von Kapitalerträgen. Erst wird eine Abgeltungssteuer versprochen, die kommt aber nicht. Dann will man uns die Alterseinkünfte sichern und schafft ein Bürokratiemonstrum namens Riester-Rente. Dafür macht man dann die Lebensversicherung durch Vollversteuerung platt, weil sie dient ja nicht der Rente, sondern nur dem schnöden Sparen. Und der Herr Wirtschaftsminister will uns dann auch noch den Sparerfreibetrag streichen, damit wir weniger sparen und mehr ausgeben. Alles für die Rente - denn die ist ja bekanntlich schon seit Norbert Blüm sicher! Ist nur ein Beispiel, es lassen sich noch viele finden.

Und dass unser derzeitiger Finanzminister ein fleißiger Datensammler und Kontrollfreak ist, die Krankenkassen fast pleite sind usw., wissen wir doch auch schon lange, also klar: Eine Gewerbeanmeldung ist öffentlich und damit für alle "Interessierten" eine Fundgrube zur Beitragserhebung. Und dann gibt es ja auch die teilweise aberwitzigen Aufsichtsvorschriften, die einer Aufsichtsbehörde Mitverantwortung usw. geben, wenn sie nicht genau genug beaufsichtigt. Welcher Aufsichtsbeamte will sich schon einem solchen Vorwurf aussetzen?

Dass unsere Finanzbehörden im übrigen so weit wie möglich nach der Devise handeln "Alle Steuerzahler sind im Zweifelsfall Steuerhinterzieher." ist doch auch ein offenes Geheimnis.

Solange es legal ist, auf eine Gewerbeanmeldung etc. zu verzichten, ist es höchstwahrscheinlich besser, dies auch zu tun. Ich befürchte aber, dass hier staatlicherseits eine ganz andere Taktik dahintersteckt: Jetzt werden erst einmal ein paar "Freiwillige" mit vermeintlichen Vorteilen gelockt, das gibt eine solide Datenbasis und in ein ein paar Jahren wird alles, was heute freiwillig ist, Pflicht. Und weil dann die Datenbasis ja schon recht gut ist, flattern dann allen Betroffenen die Schätzungen in den Briefkasten. Da gibt es ja heute schon recht nette Tabellen für viele Gewerbezweige (z.B. zur Umsatzschätzung in Kneipen).

1984 war schon, aber die schöne neue Welt kommt noch evil .

Im übrigen sollte man allen Damen, die sich mit Anmeldungsgedanken beschäftigen, dazu raten, sich von verschiedenen Seiten Rat einzuholen. Am besten sicher bei Kolleginnen, auch bei selbständigen Unternehmern (da gibt's doch sicher den einen oder anderen Stammgast mit dem man sowas mal bereden kann), evtl. bei der IHK etc. Steuerberater sind sicher eine gute Informationsquelle über die rein rechtlichen Folgen, dürften aber wenig neutral in ihrem Ratschlag sein. Die berechnen ihre Gebühren nämlich nach den Einkünften und sind daher sicher recht interessiert an einer Anmeldung ....

Viele Grüße
fanrheinmain

So, 09.Mai 2004, 11:49
Hallo mal wieder.
ich kann eure Meinung nicht teilen.
Warum bitteschön sollten Dominastudios anders vom Fiskus behandelt werden wie andere Kleinunternehmer?
Und warum ist es falsch, wenn man versucht Steuerhinterzieher zum Zahlen zu bringen?
Dafür, dass die Damen sich legalisieren kommen sie ja auch in den Genuß der sozialen Gegenleistungen.
Ich gehe einfach einmal davon aus, das ein halbwegs gut laufendens Studio im Monat mehr Einkommen für die Damen abwirft, als der Durschnittsverdiener hat, wozu ich mich auch zähle.
Und auch ich muß meine Steuern und sonstigen Abgaben zahlen, die bestimmt einiges geringer sein könnten, wenn wir alle Steuerhinterzieher zur Zahlung bringen würden.
Viele andere Kleinunternehmer und Firmengründer haben es da oft um Einiges schwerer, als so eine Domina, die meist einen festen Kundenstamm hat und somit auch ein gutes bis sehrgutes Einkommen.
In diesem Sinne, ein Hoch auf die Steuerfahndung. %klatsch% %klatsch% %klatsch% %klatsch% %klatsch%
sausauger

Dominas und die Behörden

So, 09.Mai 2004, 12:41
@ sausauger:

Ich teile durchaus Deine Meinung, dass Steuerehrlichkeit etc. nichts verwerfliches ist und man im Einzelfall durchaus auch mal etwas nachhelfen sollte. ABER: Schau mal auf die Historie. Keine Krankenversicherung für Prostituierte, keine Einklagbarkeit des Lohns, ein gesellschaftlich verordnetes Schattendasein usw.

OK, Du hast sicher recht, dass eine Domina mit einem gut gehenden Studio ein recht hohes Einkommen hat. Aber mal ehrlich: nachdem man jahrzehntelang diesen Beruf geächtet hat, kommt man jetzt angeschlichen und will mit dem vollen Steuer-, Sozialversicherungs- und Aufsichtshammer zuschlagen. Halt einfach so, weil die Kassen jahrzehntelang mutwillig politische leergewirtschaftet wurden. Nach dem Motto "Bisher warst Du ja ein Paria, aber jetzt geben wir Dir gnädig die Hand und dafür rück' mal Deine Knete raus!"

Versetz' Dich doch mal in diese Lage hinein. Und von welchen "sozialen Gegenleistungen" sprichst Du bitte? Glaubst Du, die gesetzlichen Systeme wären bei näherem Hinschauen wirklich attraktiv für gut verdienende Selbständige?

Nimm's mir bitte nicht krumm, aber auch wenn ich als Angestellter in diesen Systemen drin bin: unsere Sozialversicherung und Steuerpolitik sind staatliche Bevormundung pur. Und das wäre in dieser exzessiven Form absolut nicht nötig, um dem Solidaritätsgedanken Rechnung zu tragen.

Übrigens noch ein ganz anderer Gedanke: Stell Dir vor, Du wirst gerade so richtig von Deiner Herrin auseinandergenommen und es taucht der nette Herr von der Berufsgenossenschaft oder der Gewerbeaufsicht auf (die haben weitgehende Zutrittsrechte) und will mal prüfen, ob der Pranger und die Peitschen auch den Vorschriften entsprechen und Dein Fluchtweg breit genug ist ... %red% Vielleicht darf er ja dann auch mal zuschlagen, um die Verletzungsgefahr zu überprüfen :-D ?

Man darf dabei auch nicht vergessen, dass manches, was wir so gerne mit uns geschehen lassen immer noch Körperverletzung sein kann ...

Sehr nachdenkliche Grüße
fanrheinmain

So, 09.Mai 2004, 13:10
Erstmal danke für Eure bemerkenswerten Beiträge sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung.

Ich bin wie alle ebenfalls sehr für Steuerehrlichkeit und auch dafür, daß dies ANGEMESSEN überwacht wird.

Es stellt sich doch aber wohl die Frage, auf welche Art und Weise dies geschehen sollte!

Da versucht jemand ganz vorsichtig und voller Optimismus aus seinem steuerlichen Schattendasein herauszutreten, meldet sein Gewerbe mit allen Konsequenzen an und wird von drei verschiedenen Behörden regelrecht niedergewalzt!!

Hat der Fiskus mit seinen Kontrollorganen nicht auch die Aufgabe, LANGFRISTIG Steuern einzuziehen?
Ist es da nicht viel besser, KOOPERATIV mit dem Neu- Gewerbetreibenden ZUSAMMENZUARBEITEN, jedenfalls solange es auch nicht den kleinsten konkreten Hinweis auf hinterzogene Steuern gibt?

Sollte es nicht noch viel mehr korrekt Gewerbetreibende geben?

Warum setzen sich die Kontrollorgane nicht einfach auf eine gemütliche Tasse Kaffee mit all den Lady X´s zusammen, besprechen das Ganze in Ruhe und kommen zu GEMEINSAMEN Ergebnissen?

Ich gehe in weiten Passagen völlig einher mit fhanreinmain....Deutschland und seine Bürokratie sind in Europa geradezu unübertroffen.Geradezu panisch wird jeder Cent, der zu holen ist, schnellstmöglich eingetrieben... Genau dies ist m. E. die Bremse für Kreativität und Wachstum. Auch bei unseren Domsen....



DomHunter
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So, 09.Mai 2004, 15:47
Hallo,

@fanrheinmain:
Du hast zwei Schlüsse gezogen, die ich für gerechfertigt halte.
1. Man wird eine zuverlässige Datensammlung schaffen, anhand derer man die üblichen Einkünfte eines Dominastudios abschätzen kann.
Genau das werden die Finanzämter tun!

2.Die Behörden werden sich in den betrieblichen Ablauf des Studios einmischen.
Wer schon einmal Vertreter vom Aufsichtsamt, von der Steuerfahndung, von der Feuerwehr oder gar von der Zollfahndung in der Firma gehabt hat, der weiß, dass er im eigenen Haus nichts mehr zu melden hat. Auch eine Domina wird da ganz kleine Brötchen backen müssen. Es sei denn, sie trifft auf einen entsprechend veranlagten Beamten, dem sie schon zeigen wird, wo die Peitsche hängt . . .

Den Deal "Steuerehrlichkeit gegen volle soziale Akzeptanz" gibt es nicht.
Steuerpflichtig waren Dominas schon immer. Es erhöht sich nur die Transparenz ihrer Tätigkeit. Und Parias werden die Damen wohl bleiben.


@sausauger:
Natürlich soll jeder seine Steuern korrekt bezahlen. Aber es liegt doch in der Natur der Dinge, dass niemand freiwillig einen Cent mehr herausrückt, als er sich gezwungen sieht. Niemand tut das. Kein Politiker, kein Notenbankpräsident, kein Bauunternehmer, kein Metzger, kein Börsenspekulant und auch keine Domina. Nicht einmal die Kirche. Die am allerwenigsten. Wenn überhaupt jemand brav seine Steuern bezahlt, dann nur, weil er späteren Ärger vermeiden will. Nur ein denkwürdiges Gegenbeispiel fällt mir ein: Im Jahre 1993 verkündete die damalige Daimler-Benz AG, sie wolle ihren Bilanzgewinn nicht in einer für das Unternehmen günstigen Form verbuchen, sondern das Kapital lieber dem Fiskus zugute kommen lassen. Sofort gab es einen Aufschrei seitens der Aktionäre. Dabei hätten doch angesichts dieses mustergültigen solidarischen Verhaltens eigentlich alle applaudieren müssen . .

Steuerregelungen sollen gerecht sein. Sie sind es aber nicht. Wie könnten sie es auch sein? Das Leben selbst ist nicht gerecht! Ein Steuersystem belohnt immer diejenigen, die sich am geschicktesten verhalten. Eine Domina wird darüber nachdenken und entsprechende Schlüsse ziehen.


@DomHunter:
Bürokratien sind doch nicht die Bremsen von Kreativität und Wachstum, sondern ein Symtom für deren Mangel. Nur dort, wo Ideenreichtum, Pfiffigkeit, Selbstständigkeit, Mut zum Risiko und originelles und praktisches Denken längst gewichen sind, nisten sich Bürokratien ein. Eine bürokratische Organisation hat per definitionem nur noch das eine Ziel die eigene Existenz zu gewährleisten.
Dominastudios sind Inseln der Phantasie und Individualität. Ich glaube nicht, dass zukünftig die Damen den Behörden freimütig ihre Pforten öffnen, es sei denn, sie befürchten schwere Repressalien.

Gruß

Remington Steele

Mo, 10.Mai 2004, 11:32
Hi an alle!
Interessantes Thema! Vielleicht interessieren euch ja auch einige Fakten aus der Praxis: Ende der achtziger Jahre bin ich anonym angezeigt worden. Es folgte Steuerschätzung, Androhung eines Steuerstrafverfahrens usw.... Habe dann weinenden Auges eine für damalige Verhältnisse enorme Summe bezahlt und eingesehen, dass der gerade Weg doch der bessere ist. Seit dem bin ich mit allem drum und dran angemeldet. Aber das reicht nicht! Falls Kolleginnen mitlesen:Jede im Studio angetroffene Mitarbeiterin wird überprüft! Wenn sie keine "offiziellen" Einkünfte wie Rente, Unterhaltzahlungen, Gehalt oder Ähnliches hat, wird unterstellt, dass sie ihren gesamten Lebensunterhalt eben im Studio verdient. (Von irgendwas muss ja jeder leben...) Diese Summe wird rückwärts hochgerechnet und der Betreiberin zur Versteuerung angelastet. Bundesweit sind nach diesem System schon unzählige Läden plattgemacht worden.
Ich weiß, wie schwierig es ist, neuen Mitarbeiterinnen klar zu machen, dass sie sich anmelden müssen! Aber bei nur vier oder fünf nachweislich im Studio arbeitenden Damen kommen da immense Summen zusammen.
Darum mein Rat: Wenn es auch unbequem und nervig ist, sorgt für Ordnung beim Fiskus, sonst ist das böse Erwachen vorprogrammiert.
Gruss aus Berlin
Lady MacLaine

Di, 11.Mai 2004, 19:48
... eine typisch deutsche Diskusion.

Fakt ist, das Gesetze eingehalten werden müssen. Konsequenzen liegen auf der Hand. Fakt ist, das Steuerbehörden oft sehr weit über das Ziel schießen.

Hier Partei für die eine oder andere Seite zu ergreifen ist wohl nicht richtig. Die Spielregeln sind klar und man spielt dannach, nicht dagegen. Das hat Lady Maclaine auch erkannt. Da kann ich nur jeder der Damen den Tipp geben sich kundig zu den Theman zu machen.
Beispiele:
Das gesamte Equipment im Studiokann steuerlich geltend gemacht werden.
Nur mit festen Arbeitszeiten ist man noch nicht Angestellter. Da gibt es Kriterien (vgl. Scheinselbstständigkeit, ...). Wir haben in der Firma auch externe Mitarbeiter die zu festen Zeiten zu erscheinen haben. Dafür macht man ggf. eine externen Erklärung und einen Vertrag (Dienstleistungsvertrag, der Werkvertrag dürfte wohl an der Zielerfüllung scheitern :-)

Nicht alles was die Steuertypen sagen entspricht der Wahrheit. Etliches ist gelogen und Rechtswiedrig. Kann ich an Hand meinem Steuereinspruch von 1997 beweisen!!

Nicht immer lohnt sich das Ausfechten bis in das letzte Detail. So zahle ich seit 2002 ca. 1000 Euro Steuern mehr, obwohl das nach Auskunft Pricewater nicht richtig ist. Das sind 1000 Euro p.a. und das ist der Mühe nicht Wert, da der Aufwand zum erlangen der Gerechtigkeit weit darüber liegt. Da arbeite ich die Zeit lieber und habe statt dessen 2-3k => 1-2000 Gewinn :-)

Übrigens ist Deutschalnd in der EG! Bauvorschriften müssen legalisiert sein, vgl. EG Höde der Toilette. Hiermit und den EG Fördermitteln, kann man die Behörden prima beschäftigen :-)

Ich glaube es ist Zeit für ein FAQ für all die Dominas, welche sich legalisieren möchten. Ehe ich es vergesse, es gibt Fördergelder, wenn man sich als Frau privatisiert. Es gibt Fördergelder wenn man andere Frauen einstellt, ...

Also nicht gegen das System! Mit dem System,das ist das Motto!!

Nur wenn einem die Regeln nicht vertraut sind, ist man geschockt bei deren Anwendung. Mitspielen!!!

Di, 11.Mai 2004, 20:16
Ach Wishmaster,

ich weiß nicht, wie DomHunter darüber denkt, aber gibt es denn etwas Schöneres, als wenn man in den Armen seiner Herrin stirbt und es dabei lichterloh brennt?

Gruß

Remington Steele

Di, 11.Mai 2004, 20:21
@frechdachs

Du schreibst: "Fakt ist, das Gesetze eingehalten werden müssen."

Absolut korrekt! Nur dort, wo es legale Gestaltungsspielräume gibt, muss man schon aufpassen, dass man die richtige Wahl trifft. Dass es davon einige gibt, zeigt ja - vom Einzelfall mal völlig abgesehen - nicht nur Deine, sondern auch die Mail von Wishmaster.

Typisch deutsch? Ja! Weil bei uns immer alle Gesetze genau eingehalten werden müssen. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, wo sie mit Augenmaß und Kulanzspielraum so ausgelegt werden, dass alle Beteiligten mit den Kompromissen leben können ...

Zitat eines Österreichers: "Die Deutschen leben die Gesetze, wir leben mit den Gesetzen."

Di, 11.Mai 2004, 20:26
@fanrheinmain
Mit typisch deutsch meinte ich das sofortige Verständnis für die Majorität bzw. in dem Fall für die Behörden.
Deshalb auch mein abwenden von Partei für eine der Seiten und der Aufruf doch ein treuer Untertan zu sein und das Spiel machen :-)

Mit deinem Statement: mit den Gesetzen leben, genau das ist mein Aufruf und ggf. ein FAQ für die Damen.

Do, 13.Mai 2004, 20:03
Hallo,

na, dann drehe ich das Rad jetzt weiter, auf die Gefahr hin, dass ihr beide euch nun auf mich stürzt.

Wishmaster und DomHunter, ihr Zwei seid doch eigentlich gar nicht so weit voneinander entfernt. Der Punkt ist doch, dass wir uns in einer Phantasiewelt bewegen, in der so getan wird, als ob die üblichen, für jedermann gültigen Regeln, außer Kraft gesetzt und verdreht werden - in einer perversen Welt eben. Diese Welt wird aber ihres Zaubers beraubt, wenn sie mit der banalen Realität behördlicher Regelungen in Berührung kommt.
Weiter oben habe ich geschrieben:
"Wenn dereinst Recht und Ordnung auch den letzten Winkel des SM-Universums erreicht und es durchreguliert haben, wird die Welt des Bizarren eine andere sein. Ich bezweifle, dass es soweit kommt und ich bezweifle auch, dass ich dann noch ihr Mitbewohner wäre."

Gemeint war damit:
Profi-Dominas sind von Berufs wegen Gaunerinnen! Sie verkaufen uns Illusionen zu einem absurden Preis. Und sie bewegen sich in einem verruchten und zweifelhaften gesellschaftlichen Umfeld, das niemals eine Chance haben wird, im ordentlichen bürgerlichen Gewand daherzukommen. Mit ihren menschlichen Qualitäten hat das gar nichts zu tun! Diese Frauen verdrehen uns die Köpfe und verleiten uns zu wunderbar unvernünftigem Vehalten, daraus erklärt sich doch überhaupt erst ihre Faszination. Es ist geradezu lächerlich von diesen Frauen ein gesellschaftskonformes Verhalten zu verlangen und zu erwarten, dass man bei ihnen den gleichen Maßstab anlegt wie bei einem gewöhnlichen Betrieb. Eine Domina ist eine ruchlose und unmoralische Person, und die fehlende behördliche Lizenz zeichnet sie aus wie die Narrenkappe den Karnevalisten. Natürlich, wenn die Dame klug ist, sorgt sie dafür, dass sie sich mit den Behörden gutstellt. Alles andere ist Augenwischerei.

Also, wenn ich jetzt keine Senge kriege, dann werde ich aber nachdenklich!

Gruß

Remington Steele

Fr, 14.Mai 2004, 06:34
Warum solltest Du Senge kriegen? Also von mir jedenfalls nicht :-D

Du hast ja völlig recht...auch, wenn der Preis teilweise dann gerechtfertigt ist, wenn die Domse reichlich investiert und das Geld einfach braucht. Ewig leben die Domsen mit dem Vorurteil:" Du hast ja eh genug Geld...."

Und genau dies stimmt oft einfach nicht!

Aber, Geld zu verdienen halte ich für legitim und jeder möchte eben so viel davon haben, wie möglich. Der Dominabesuch ist eben eines der letzten Abenteuer unserer Zeit...und ab und zu mal so richtig unvernünftig sein. Das braucht der Mensch.. , sozusagen als Belohnung für Dinge, die man im realen Leben vollbracht hat...

Weitere Meinungen? Übrigens schade, daß sich niemand von Seiten der Behörden geäußert hat, um die Sicht der Dinge auch mal von dieser Seite zu durchleuchten....

Wie auch immer, somit schließe ich diesen Austausch.


DomHunter
( ...Strap-it-On... )
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Di, 29.Jun 2004, 21:40
Weitere Meinungen? Übrigens schade, daß sich niemand von Seiten der Behörden geäußert hat, um die Sicht der Dinge auch mal von dieser Seite zu durchleuchten....

Wie auch immer, somit schließe ich diesen Austausch
Domi

Meinst du, die outen sich ???
Wär schon ne geile Vorstellung, aber sein wir mal ehrlich........
NUR EIN TRAUM winke winke
Gesperrt

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