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Der Sinn des Lebens

Mi, 29.Okt 2003, 19:55
Verfasst am: Mi, 29.Okt 2003, 18:41 Titel:
Hat Alex geschrieben, ich habs hierherkopiert von dort --->http://www.dominaforum.net/forum/viewtopic.php?p=2800 -scratch

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*auchweiterdiskutier*

Liebe Scratch,

auch wenn's nicht unmittelbar zur Themenstellung gehört:

Ohne die Aussicht (oder zumindest Hoffnung)
auf echte Liebe, verbunden mit einer echten, lebenslang anhaltenden Partnerschaft (mit allem Drumm und Drann), in der sich das gemeinsame Miteinander immer mehr vertieft, satt abflacht (was leider weit häufiger der Fall ist), könnte man sich doch glattweg die Kugel geben oder mit dem Strick vergasen.
Meinst' nicht auch? - Das Leben hätte doch echt keinen Sinn mehr, wenn man blos nebeneinander her latscht, mal bissel Sympathie, oberflächliches Begehren, etwas Freundschaft und natürlich Egobefriedigung.

Im Gegensatz:
Die/Den Andere/n bis in den letzten Winkel ihres/seines Herzens ein Leben lang glücklich machen, gemeinsam durch Himmel und Hölle gehen, ist doch erst die Würze des Lebens an sich.

Wo wir jetzt glattweg einen Thread "Sinn des Lebens" aufmachen könnten. :-)


Ähm ... nicht mal dem Notarzt würde ich mich ohne Weiteres anvertrauen, nur wenn es meine Herrin wünscht.

Wenn Du schreibst:
Zitat:
Das ist nach wie vor meine Meinung dazu, wie ich Dich so
lese, hast Du auch einfach eine ganz andere Vita als ich - und
jemand drittes hat noch was anderes erlebt und wird noch eine andere
Einstellung haben (wie schön, sonst hätten wir ja nix mehr zum Reden :-) )

so kann man dem auch nix weiter hinzufügen od. entgegensetzten, ist halt so.
Und es ist gut so, sonst wär's langweilig auf dieser Welt. :-))


Liebe Grüße



Alex

Mi, 29.Okt 2003, 20:18
*erst mal einen Himbeerblättertee koch und ein paar trockene Kekse aus dem Schrank hol*

Lieber Alex,

der Sinn des Lebens....

zu lieben, ohne einen Grund, für die oder den anderen mitfühlen,
teilen, zu einanderstehen egal was geschieht, im schwärzesten Regen im anderen die eigene Sonne sehen, alles tun, um den anderen glücklich zu machen, sich selbst darin loslassen, um gestärkt und bereichert im gleichen Moment wieder aufzusteigen - JA!

Nur so kann es wohl eigentlich sein - ohne das Drumherum, wenn man auf seine Gefühle hört....

Aber wer kann das? Ich kann kaum anders - ich eigne mich keineswegs für irgendetwas schnelles, was nebenbei abläuft.
Und was soll ich Dir sagen? Jedesmal stand ich dann am "Glücksspielautomaten des Lebens", warf eine Münze nach der anderen ein und

und warf

und noch eine

und warf

und nochmal

und

und

noch eine

hab ich noch eine?

und nochmal

und

und

die Männer nahmen sich, nachdem sie sich an mir auf irgendeine Weise bereichert haben, meistens nicht einmal die Zeit, irgendetwas zu klären.

Klar selber schuld, wenn ich mich ausnutzen lasse....
Klar?
Entweder ganz - oder gar nicht, so sehe ich das. Ich kann nicht mit jemandem zusammen sein ohne alles zu geben, niemals könnte ich da
egoistisch bleiben oder nur für mich denken.

Und diesmal merke ich, wie zwar alles gebe....nur nicht meine Seele.
Weiss nicht mal mehr ob ich noch eine habe oder ob der letzte sie vielleicht auch genommen hat - wie alles andere werde ich auch sie dann nicht mehr wiedersehen.

Und deshalb bin ich vorsichtig und klinge vielleicht auch "kühl" oder "oberflächlich", wie Du schreibst.

Aber eigentlich bin ich gar nicht so......eigentlich.....eigentlich...denn ohne das Gefühl für meinen Partner kann ich ihn doch nicht schlagen - nicht festbinden - nicht mit wunderbaren Schmerzen beglücken. Denn da bin ich so, dass ich das ohne Wärme und ohne Respekt niemals tun könnte.


boh. Was privat...... :shock:

Mo, 03.Nov 2003, 12:42
Liebe Scratch,

endlich komme ich dazu, darauf zu antworten.
(Hatte des verlängerte WE + 1 Tag Urlaub für den Umzug meines Herzblattes genutzt.)

Ich glaube, rein theoretisch sehen wir den Sinn der Lebens, bzgl. der Partnerschaft, völlig gleich.

Und "praktisch"?
Auch ich habe so meine Negativerfahrungen machen müssen. Muß wohl Jede/r. Von daher kann ich Deinen Beitrag vollauf nachempfinden und verstehen.
Allerdings stehe ich auf dem Standpunkt, daß ich mich nicht treiben lassen darf, sondern Rückschläge und Endtäuschungen in Kraft und Rüstzeug für Kommendes umwandeln muß, denn nur so kann sich der Sinn der Existenz meiner Selbst erfüllen.
Soweit ich es abschätzen kann (was natürlich keine Garantie ist), hat sich diese Grundeinstellung insofern bezahlt gemacht, als ich jetzt sagen kann:
Bei Lady Nadine und mir haben sich Topf und Deckel gefunden. Es paßt alles. Das Interessante daran ist, daß wir in keinem einzigsten Punkt (bisher) auf unsere Kompromißfähigkeit zurückgreifen mußten. Wir sind einfach immer der gleichen Meinung, mehr noch, wir verstehen uns regelrecht wortlos, kurzer Blickkontakt reicht völlig, um den Anderen zu verstehen. Und diese seltene Harmonie bestand von Anfang an, sogar bei unserem ersten Treffen, als wir uns (bis auf ein kurzes Tel.Gespräch zur Terminvereinbarung) völlig unbekannt waren und ich sie als "zahlender Gast" besuchte.
Hätte ich mich von den bisherigen Rückschlägen werfen lassen, hätte ich vermutlich:
a) nicht den Mut zu einem Neuanfang gehabt und
b) diese Harmonie nicht erkennen können.

Wenn man jetzt aber mal von der privaten Schiene der Liebesbeziehung wegsieht, worin besteht denn dann der Sinn des Lebens?
Sicherlich, würde man so manch einen dazu befragen, könnte man Antworten bekommen, wie beispielsweise:
- Karriere und beruflicher Aufstieg,
- möglichst viel Geld bei möglichst wenig Arbeitsaufwand zu verdienen,
und andere, weitestgehend egoistische Zielstellungen.
Doch ist es das wirklich? Kann eine solche Einstellung, selbst wenn mit (wirtschaftlichem) Erfolg gekrönt, auf dauer befriedigen?

In diesem Punkt glaube ich doch, daß erst unsere Nachwelt darüber befinden wird, ob unser Leben wirklich sinnvoll war!
Nicht das man jetzt unbedingt einen Nobelpreis erringen muß od. noch Generationen lang im Geschichtsbuch steht, aber lokal, im einenen Wohnort sollte man schon über Generationen hinweg in positiver Erinnerung verbleiben.

Könnte jetzt Jemand einwerfen:
So ein Müll, immer wenn ich jemandem etwas Gutes tue, bekomme ich einen Arschtritt!
Richtig! - Oft ist es jedoch so, daß das Positive irgendwann später, aus einer völlig unerwarteten Richtung eintritt, dann aber in viel stärkerer Form, als man selbst Positives getan hat.
Von daher sind aktive Nächstenliebe und Menschlichkeit letztlich sogar ein stärkerere Karriereförderer und Einkommensquell, als der größte Egoismus, den man aufbringen könnte.


Liebe Grüße



Alex

Mo, 03.Nov 2003, 22:16
Hallo Alex,

ich hoffe, der Umzug ist gut gegangen und Ihr seid wieder einigermaßen erholt.

*grins*
Bei Euch klingt ja alles wie ein wunderschönes Märchen......

Du schreibst:
Allerdings stehe ich auf dem Standpunkt, daß ich mich nicht treiben lassen darf, sondern Rückschläge und Endtäuschungen in Kraft und Rüstzeug für Kommendes umwandeln muß, denn nur so kann sich der Sinn der Existenz meiner Selbst erfüllen.
Das klingt gut und ich glaube, diejenigen, die das wirklich können, SO können, dass keine Stolperfallen draus werden, haben wirklich Glück.

Ich tu das nicht. Ich guck mir dies Leben so an und freue mich jetzt schon aufs nächste, vielleicht in einem andern Jahrhundert, vielleicht in einem anderen Land. Alles was ich aus meinen Erfahrungen so ziehe, ist das Bedürfnis, mich weit weit zurückzuziehen, alles was mich daran hindert, ist, dass die Evolution mich zum Herdentier gemacht hat.

Gerne würde ich mal zwei, drei, vier, ganz viele Wochen in einem Kloster mit Schweigegelübde leben (lach nicht @Duweisstschonwenichmein) und da nix mitbekommen.

Tja. Dann fragst Du nach dem allgemeinen Sinn des Lebens.
Oha.

Christian Morgenstern schrieb: "Der Mensch: Die Suche des Nichts nach dem Etwas".

Auf keinen Fall kann es sein, möglichst viel Geld anzuhäufen.
Ich denke immer, nichts von all dem irdischen Tand hier kommt mit in mein Grab - dort liege nur ich und noch nicht einmal das ist sicher (denn: bin ich mein Körper? ...Also ich ganz sicher nicht) - deswegen liegt mir am materiellen Reichtum nichts. Natürlich würde ich nicht nein sagen zu viel Geld. Allerdings könnte ich mich nicht über meinen Reichtum freuen, solang woanders Menschen leben, die weniger als 1 $ pro Tag zum Leben haben oder ganze Familien nur 100g Reis pro Tag.

Was würden diese Menschen sagen, fragten wir sie nach dem Sinn des Lebens? Ich nehme mal an, sie wären höflich, würden uns aber insgeheim einen Vogel zeigen.......

Für mich selber habe ich also keinen Sinn, manchmal habe ich auch wirklich das Gefühl, ein weitestgehend sinn-loses Leben zu führen, was
eventuell damit zusammenhängt, dass ich meiner Berufung nicht nachgehen kann. Und vermutlich auch nie können werde.

Ich war mal ganz kurz davor, dann machte mein Leben einen unerwarteten Schlenker und ich war sogar DABEI, doch es ging aus einem wichtigen Grund nicht weiter.

Nun knabbere ich seit über zwei Jahren daran, was ich stattdessen tun könnte und will und die Gedanken ziehen Endlosschleifen, immer noch eine - zu nem Ergebnis komme ich nicht, nur zu immer neuen Flausen.
Das blockiert und bremst mich enorm und mir fehlt aber irgendwie der Kick, endlich mal zu einem Ergebnis zu kommen. Muss mal schauen, ob ich mich selber vielleicht mal zu einer gewissen Zielstrebigkeit erziehen kann.....*ggg*

*laber*
In diesem Punkt glaube ich doch, daß erst unsere Nachwelt darüber befinden wird, ob unser Leben wirklich sinnvoll war!
Nicht das man jetzt unbedingt einen Nobelpreis erringen muß od. noch Generationen lang im Geschichtsbuch steht, aber lokal, im einenen Wohnort sollte man schon über Generationen hinweg in positiver Erinnerung verbleiben.
Boh, das ist aber schon ganz schön viel, findest du nicht? Naja, wenn jedeR so denken und handeln würde, wär diese Welt eine andere....

Und nun gerade grübele ich, ob ich jemanden kenne, die oder der durch besondere Nächstenliebe stadtbekannt bei uns ist und nee, alles was mir einfällt, sind Leute, die sich dicke machen für neue Straßen, für mehr Einkaufzentren und kürzere Ladenöffnungszeiten.

Vermutlich gibt es sie aber wohl - aber warum ist den Leuten immer das Geld wichtiger? Wenn bei uns mal Geld für ein Hospiz gespendet wird, gibts einen kleinen Artikel im Lokalteil. Für die Ratssitzung für und wider noch einen Konsumtempel auf der grünen Wiese gibts die Titelseite.

Und was sagt uns das???

....nachdenklich: scratch
Antworten

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