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Beitrag eines Außenstehenden (Kopie)

Do, 28.Aug 2003, 17:00
In meinem Forum habe ich heute nachfolgenden Beitrag entdeckt, den ich Euch hier nicht vorenthalten möchte.

Wenn auch Miss Cheyenne und Jean Louis die darin vorkommenden Hauptrollen sind, so habe ich diesen Beitrag aus dem Grund nicht bei MC ins Forum gestellt, weil er meiner Meinung nach einige Aussagen beinhaltet, die allgemein auf Domina-Sklaven-Beziehung zutreffen könnten.

Dieser Beitrag hat soviel Aussagekraft, daß man ihn mehrfach lesen muß. Jedesmal entdeckt man neue Aspekte.

Original by: Outsider Ansichten eines erstaunten Outsiders Thurs, Aug 28, 2003 at 11:30:38 (CEST)
Eigentlich war ich im Netz nur auf Streifzügen nach erotischen Seiten.
Ich suchte 'Frauen auf dem (Porzellan-)Klo'.
Dieses Bild einer defäkierenden Frau (ob auf dem Klo, oder in freier
Natur) turnt mich ungemein an, insofern als ich Defäkieren als Zeichen
von Kraft und Lebendigkeit des Körpers erlebe. Sexuell erregend ist
dies für mich aber nur insoweit, als ich mit den Ausscheidungen nicht
unmittelbar in Kontakt kommen muß. Schon das Spielen mit den
Aussscheidungen wie 'sich in die Hose machen', oder einreiben mit Kot
wäre wieder zuviel für mich.

Mit an Fassungslosigkeit grenzendem Erstaunen stieß ich dann aber auf
die Seite von Jean Louis und konnte nicht aufhören sie durchzulesen, obwohl mir an diesem
Konzept (bzw. Partnerschaftssform) soviel völlig fernliegt,
angefangen von einem Domina-Sklaven-Gefälle, bis hin zu eben diesem
Humantoilettendienst. Beim weiteren suchen bin ich nun in diesem Forum gelandet.

Die Offenheit von Jean Louis, trieb mich jedoch gerade dazu an, mich hier (aber auch per Mail
an Jean Louis) zu äußern.
Sicher ist es auch ein Stück Verarbeitung meiner Eindrücke, wenn ich
Euch schreibe, was mir durch Kopf und Bauch geht. Ich hoffe, ich belästige
Euch nicht allzusehr, aber vielleicht ist es für Euch ja auch
interessant, ein wirklich ehrlich gemeintes Feedback von einem völlig
Aussenstehenden zu erhalten...

Bis jetzt wußte ich noch gar nicht, daß 'Toilettensklaven' oder
'Humantoiletten' überhaupt existieren. Wohl war mir sowohl der in der
Psychiatrie verwendete klinische Begriff der 'Koprophagie' bekannt, als
auch wußte ich von Sexualpraktiken wie das Spielen mit Kot im eingangs
beschriebenen Sinne, aber dieses 'Konzept' einer Humantoilette ist für
mich völlig neu gewesen. Mittlerweile habe ich mich auf der Seite von Jean Louis (auch die
(FAQs))und auch auf anderen Seiten näher informiert.

Ich weiß nicht, wie oft sich bei meinem Rundgang durch die Welt von Jean Louis abgründiger
Ekel, Verblüffung, Traurigkeit, ja sogar Faszination
abwechselten.

In regelrechte Erschütterung versetzte mich seine 'Story'; --- es ist
unglaublich für mich zu erleben, wie ein für mich derart ekelhafter
Akt, das Verzehren von Kot, durch dessen von Jean Louis geschaffene rituelle, ja, sakrale
Überhöhung symbolhaft so intensiv seine Hingabe und Ergebenheit diesem Menschen
gegenüber transportieren kann, daß der Ekel auch bei mir, völlig in den Hintergrund tritt und
stattdessen Rührung aber auch Traurigkeit aufkommt. Zur Traurigkeit komme ich später noch.


Insofern, Jean Louis die Leistung des 'Zeremonienmeisters'
erbringt, indem eben er diesen Akt als kathartischen Ritus würdigt,
und sei es nur in seiner feinfühligen, nachträglichen
Reflexion/Erzählung, empfinde ich ihn übrigens seiner Herrin als
haushoch überlegen, nach allem, was ich hier gelesen habe...

Frage: Erheben sich nicht immer die Sklaven dadurch über ihre Herrin,
indem sie ihren Devotismus als heilige Handlung deklarieren? Sind nicht
die Sklaven die wesentlich phantasie- und geistvolleren, indem sie ihre
Herrin samt ihres Dienstes an ihr erst zu dem machen, was es scheinen
soll? Was sind schon ein bisschen Jovialität oder dahingesagte Befehle
der Herrscherin gegenüber deren Würdigung / Hebung / Läuterung durch
den
Sklaven? Wer erbringt die eigentliche 'Leistung'?

Verzeiht mir bitte diese kätzerischen Worte, aber meinem Empfinden nach
klafft eine riesige Lücke zwischen dem Bild von seiner Herrin, das
entsteht, wenn er Sie zitierst und seiner Göttin-Stilisierung. Es ist
merkwürdig, aber ich habe so das Gefühl, daß sie nicht ein Tausendstel
von dem ist, wozu er Sie versuchst zu machen...

An diesem Punkt fällt mich auch Traurigkeit an bei dem Gedanken daran,
daß Ihr vielleicht einen riesigen Umweg geht mit der Art Eures
Verhältnisses, wofür sein Dienst wohl wirklich stehen mag, ob nicht nur
Lust, sondern auch Verzweiflung ihn oder auch Euch antreibt, in welcher Abhängigkeit Ihr
Euch wohl befinden möget, wie verletzbar diese Symbiose wohl sein mag und was passiert,
wenn sie auseinanderbricht, was anstelle einer solchen Symbiose noch stehen kann, ob es
keine Beziehung mehr
ausserhalb dieses Schemas geben mag?

Bitte fühlt Euch frei, Euch heftig zu wehren, wenn ich Euch zu
nahetrete, aber mich würde an dieser Stelle aufrichtig interessieren, ob die Beiden, also Frau
Cheyenne und Jean Louis ihr Handeln auch auf einer
Meta-Ebene besprechen könnt, oder Sie nur noch agieren in den zugedachten
Rollen? Heißt das z.B., daß er Ihr gegenüber dauer-devot ist/sein
mußt, oder gibt es auch Momente einer Begegnung auf gleicher Augenhöhe? Könnt Ihr also
auch mal von dem Rollen-Schema abweichen, es zwischendurch
auch mal völlig aufgeben?
Habt Ihr eigentlich auch Sex miteinander, im Sinne von einem
klassischen Geschlechtsverkehr, oder besteht die Sexualpraxis ausschließlich in einer
Toiletten-Dienerschaft?

Bei einem weiteren, sehr wichtigen Aspekt wurde mir mulmig: Jetzt mal
generell die Beziehung Domina-Sklave und die immanente Hörigkeit
betreffend:
Inwieweit besteht Euerer Ansicht nach die Gefahr der Übergriffigkeit
auf Dritte? Konkret: Würdet Ihr auch in Euerer Hörigkeit Gewalt anwenden
gegenüber Dritten, wenn es Euere 'Herrin' befiehlt? Ich habe Szenen aus
der Story von Jean Louis in Erinnerung, wo ein Freund oder Bekannter von ihm auf Ihren
Befehl hin vor Ihr auf die Knie ging, obwohl er seiner Aussage nach so etwas noch nie getan
hat. Es war sicher auch seine freie
Entscheidung, das zu tun, insofern also problemlos.
Was aber, wenn sich jemand weigert 'Ihren Befehl' auszuführen? Wie weit
ist es dann noch hin zum Mißbrauch des Sklaven, um den Herrinnen-Willen
auch gegenüber Dritten (gewaltsam) durchzusetzen? Diese Fragen kommen
mir gerade vor dem Hintergrund von dem öffentlichen Wirken von Frau
Cheyenne unter Einbezug Dritter (Tankstellenszene aus 'die Story').
Was wäre Jean Louis also bereit für Sie zu tun und wo kann man sich als
Erwachsener noch abgrenzen von seiner Sklavenrolle?
Wie groß ist die Gefahr einer megalomanen (größenwahnsinnigen)
Verblendung seiner Herrin, die ihn und Andere ausnutzen kann?

Es würden mich mal Eure Meinungen dazu interessieren.
Stoff zu Nachdenken gibt es sichtlich genug.


Bizarre Grüße
Antworten

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