Safety bei Forced Bi / Kondompflicht
Verfasst: Do, 12.Jul 2018, 11:27
Hallo,
wenn ein Mann eine Session mit einem zweiten Mann wünscht, könnte der zweite Mann entweder ein von ihm "eingeladener" weiterer Kunde sein (ich habe z.B. gerade hier ein Gesuch ausgeschrieben), oder ein zugebuchter Profi.
Ich habe gelegentlich solche Sessions gemacht, und immer strictly safe, weil ich normalerweise nach dem Motto handle, meine Kundschaft grundsätzlich keinen Risiken auszusetzen, die ich für mich selbst als zu gefährlich empfände. Blasen ohne Gummi gehört für mich dazu (egal, ob man "raus bevor's kommt", "spucken statt schlucken" oder "französisch total" praktiziert).
Was ist aber, wenn jemand sich eine der o.g. Varianten explizit wünschen würde und mir versichern würde, sich bewußt im Sinne von Risk-aware kink dafür entschieden zu haben?
Erstmal eine rechtliche Frage: inwieweit ist das nach dem ProstSchG nun ein Verstoß gegen die Kondompflicht? Inwieweit spielt es eine Rolle, ob der Geblasene finanziell entschädigt wird oder nicht? (Würde ein privates Gay Paar buchen, müßte ich als bespielende Domina wohl nicht auf deren Safety-Verhalten untereinander achten - wie ist es bei zwei nach meiner Kenntnis nicht liierten Privatpersonen?) - Und wer macht sich ggf. des Verstoßes schuldig (ich nehme an, ich wäre es, wenn es um zwei Privatpersonen ginge, denen ich unsafe Instruktionen gäbe? wären es die beiden Männer auch? und wenn der geblasene Mann selbst Profi ist, ist er dann verpflichtet, beim Geblasen-Werden auf Kondome zu bestehen - auch dann, wenn er sich über seinen Gesundheitsstatus aufgrund aktueller Tests und strikt eingehaltener Inkubationszeiten so gut wie sicher wäre? wie ist das eigentlich bei Frauen: müßte jede Sexworkerin, die sich lecken läßt, dann nicht auch konsequenterweise auf Glyde Dams bestehen?)
Und die moralisch-ethische: Wie würdet ihr das handhaben? Momenten agiere ich so, dass ich die Interessenten so deutlich auf die Risiken hinweise, dass ihnen bislang noch immer die Lust vergangen ist - was natürlich "schlecht für's Geschäft, aber gut für's Gewissen" ist. Hätte sich allerdings jemand auch nach Kenntnisnahme der möglichen Gefahren noch im Sinne von RACK ganz bewußt dafür entschieden, hätte ich wohl dem Sessionwunsch zugestimmt. Denn auch da gilt "Was du nicht willst, was man dir tu ... " und ich will ja auch nicht, dass jemand mir bei riskanten Entscheidungen (aller Art, nicht nur bei gesundheitlichen Fragen) nach gründlicher Abwägung der Pro's und Contra's (zu der es natürlich genügend Information geben sollte, keine rosaroten Brillen) letztlich die Fähigkeit ebenjener Abwägung abspricht.
Bin gespannt auf eure Antworten!
wenn ein Mann eine Session mit einem zweiten Mann wünscht, könnte der zweite Mann entweder ein von ihm "eingeladener" weiterer Kunde sein (ich habe z.B. gerade hier ein Gesuch ausgeschrieben), oder ein zugebuchter Profi.
Ich habe gelegentlich solche Sessions gemacht, und immer strictly safe, weil ich normalerweise nach dem Motto handle, meine Kundschaft grundsätzlich keinen Risiken auszusetzen, die ich für mich selbst als zu gefährlich empfände. Blasen ohne Gummi gehört für mich dazu (egal, ob man "raus bevor's kommt", "spucken statt schlucken" oder "französisch total" praktiziert).
Was ist aber, wenn jemand sich eine der o.g. Varianten explizit wünschen würde und mir versichern würde, sich bewußt im Sinne von Risk-aware kink dafür entschieden zu haben?
Erstmal eine rechtliche Frage: inwieweit ist das nach dem ProstSchG nun ein Verstoß gegen die Kondompflicht? Inwieweit spielt es eine Rolle, ob der Geblasene finanziell entschädigt wird oder nicht? (Würde ein privates Gay Paar buchen, müßte ich als bespielende Domina wohl nicht auf deren Safety-Verhalten untereinander achten - wie ist es bei zwei nach meiner Kenntnis nicht liierten Privatpersonen?) - Und wer macht sich ggf. des Verstoßes schuldig (ich nehme an, ich wäre es, wenn es um zwei Privatpersonen ginge, denen ich unsafe Instruktionen gäbe? wären es die beiden Männer auch? und wenn der geblasene Mann selbst Profi ist, ist er dann verpflichtet, beim Geblasen-Werden auf Kondome zu bestehen - auch dann, wenn er sich über seinen Gesundheitsstatus aufgrund aktueller Tests und strikt eingehaltener Inkubationszeiten so gut wie sicher wäre? wie ist das eigentlich bei Frauen: müßte jede Sexworkerin, die sich lecken läßt, dann nicht auch konsequenterweise auf Glyde Dams bestehen?)
Und die moralisch-ethische: Wie würdet ihr das handhaben? Momenten agiere ich so, dass ich die Interessenten so deutlich auf die Risiken hinweise, dass ihnen bislang noch immer die Lust vergangen ist - was natürlich "schlecht für's Geschäft, aber gut für's Gewissen" ist. Hätte sich allerdings jemand auch nach Kenntnisnahme der möglichen Gefahren noch im Sinne von RACK ganz bewußt dafür entschieden, hätte ich wohl dem Sessionwunsch zugestimmt. Denn auch da gilt "Was du nicht willst, was man dir tu ... " und ich will ja auch nicht, dass jemand mir bei riskanten Entscheidungen (aller Art, nicht nur bei gesundheitlichen Fragen) nach gründlicher Abwägung der Pro's und Contra's (zu der es natürlich genügend Information geben sollte, keine rosaroten Brillen) letztlich die Fähigkeit ebenjener Abwägung abspricht.
Bin gespannt auf eure Antworten!

