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Safety bei Forced Bi / Kondompflicht

Verfasst: Do, 12.Jul 2018, 11:27
von sara
Hallo,

wenn ein Mann eine Session mit einem zweiten Mann wünscht, könnte der zweite Mann entweder ein von ihm "eingeladener" weiterer Kunde sein (ich habe z.B. gerade hier ein Gesuch ausgeschrieben), oder ein zugebuchter Profi.

Ich habe gelegentlich solche Sessions gemacht, und immer strictly safe, weil ich normalerweise nach dem Motto handle, meine Kundschaft grundsätzlich keinen Risiken auszusetzen, die ich für mich selbst als zu gefährlich empfände. Blasen ohne Gummi gehört für mich dazu (egal, ob man "raus bevor's kommt", "spucken statt schlucken" oder "französisch total" praktiziert).

Was ist aber, wenn jemand sich eine der o.g. Varianten explizit wünschen würde und mir versichern würde, sich bewußt im Sinne von Risk-aware kink dafür entschieden zu haben?

Erstmal eine rechtliche Frage: inwieweit ist das nach dem ProstSchG nun ein Verstoß gegen die Kondompflicht? Inwieweit spielt es eine Rolle, ob der Geblasene finanziell entschädigt wird oder nicht? (Würde ein privates Gay Paar buchen, müßte ich als bespielende Domina wohl nicht auf deren Safety-Verhalten untereinander achten - wie ist es bei zwei nach meiner Kenntnis nicht liierten Privatpersonen?) - Und wer macht sich ggf. des Verstoßes schuldig (ich nehme an, ich wäre es, wenn es um zwei Privatpersonen ginge, denen ich unsafe Instruktionen gäbe? wären es die beiden Männer auch? und wenn der geblasene Mann selbst Profi ist, ist er dann verpflichtet, beim Geblasen-Werden auf Kondome zu bestehen - auch dann, wenn er sich über seinen Gesundheitsstatus aufgrund aktueller Tests und strikt eingehaltener Inkubationszeiten so gut wie sicher wäre? wie ist das eigentlich bei Frauen: müßte jede Sexworkerin, die sich lecken läßt, dann nicht auch konsequenterweise auf Glyde Dams bestehen?)

Und die moralisch-ethische: Wie würdet ihr das handhaben? Momenten agiere ich so, dass ich die Interessenten so deutlich auf die Risiken hinweise, dass ihnen bislang noch immer die Lust vergangen ist - was natürlich "schlecht für's Geschäft, aber gut für's Gewissen" ist. Hätte sich allerdings jemand auch nach Kenntnisnahme der möglichen Gefahren noch im Sinne von RACK ganz bewußt dafür entschieden, hätte ich wohl dem Sessionwunsch zugestimmt. Denn auch da gilt "Was du nicht willst, was man dir tu ... " und ich will ja auch nicht, dass jemand mir bei riskanten Entscheidungen (aller Art, nicht nur bei gesundheitlichen Fragen) nach gründlicher Abwägung der Pro's und Contra's (zu der es natürlich genügend Information geben sollte, keine rosaroten Brillen) letztlich die Fähigkeit ebenjener Abwägung abspricht.

Bin gespannt auf eure Antworten!

Re: Safety bei Forced Bi / Kondompflicht

Verfasst: Fr, 13.Jul 2018, 00:54
von otrok
§ 32 Kondompflicht
(1) Kunden und Kundinnen von Prostituierten sowie Prostituierte haben dafür Sorge zu tragen, dass beim Geschlechtsverkehr Kondome verwendet werden.
Gibt es denn auch eine Legaldefinition, was genau "Geschlechtsverkehr" im juristischen Sinne ist?

Je nach Auslegungsmethode könnte man guten Gewissens begründen, dass nur das Geschlechtsverkehr sein kann, was der Zeugung von Nachwuchs dienlich ist...

Re: Safety bei Forced Bi / Kondompflicht

Verfasst: Fr, 13.Jul 2018, 07:38
von Escort-Sklavin
Natürlich gibt es eine juristische Terminologie. In deine Schlupflöcher kannst du höchstens deinen Dong oder irgendwelche Gegenstände stecken, aber entfliehen kannst du vor dem Gesetz nicht. %lol%

Re: Safety bei Forced Bi / Kondompflicht

Verfasst: Fr, 13.Jul 2018, 11:42
von sara
otrok hat geschrieben:
Je nach Auslegungsmethode könnte man guten Gewissens begründen, dass nur das Geschlechtsverkehr sein kann, was der Zeugung von Nachwuchs dienlich ist...
Hm, Verkehr zwischen Geschlechtern.... könnte bei Wortklauberei meiner Meinung nach sämtliche Hetero-Interaktionen (auch nicht-sexuelle) einschließen, aber keine gleichgeschlechtlichen. Aber so darf man wohl nicht argumentieren. In der Tat frage ich mich aber auch immer, was Leute mit "GV" abkürzen. Und was mit "OV", da damit oft wirklich nur Fellatio und nicht Cunnilingus bezeichnet wird. Das checken selbst die Damen bei der Gesundheitsberatung nicht. Die sagten, sie können jetzt prüfen, ob man sich Chlamydien beim Vaginal- oder Oralverkehr geholt hat, und waren stolz darauf. Frag ich nach, wie sie das prüfen können, ist die Antwort: tja, wir machen einen vaginalen und einen oralen Abstrich. Da hab ich dann erstmal einen Lachanfall gekriegt.

Zu "Geschlechtsverkehr" sagt Wikipedia:
Geschlechtsverkehr bezeichnet im traditionellen Verständnis die heterosexuelle Vereinigung zweier Sexualpartner, bei der der Mann den erigierten Penis in die Vagina der Frau einführt – den Vaginalverkehr.

Mit der zunehmenden gesellschaftlichen Akzeptanz auch anderer sexueller Praktiken hat der Begriff des „Geschlechtsverkehrs“ beziehungsweise des „Koitus“ eine Bedeutungserweiterung erfahren und findet auch für andere „penetrative“ (lat. „eindringen“) Sexualpraktiken wie den Analverkehr bei homosexuellen und heterosexuellen Paaren Verwendung. Je nach Definitionsverständnis können auch andere Varianten der intensiven Stimulation, an denen nicht die primären Geschlechtsorgane beider Partner beteiligt sind, zum Beispiel der Oralverkehr oder das Coire per mammae, im heutigen Sprachgebrauch zunehmend auch als eine Form oder ein Teil des Geschlechtsverkehrs angesehen werden.

Juristische Terminologie
Juristisch unterscheidet man zwischen:

„Beischlaf“, oft auch die ältere Bezeichnung „Beiwohnung“ steht für das zumindest teilweise Eindringen des Penis in das weibliche Geschlechtsorgan, den Scheidenvorhof.
„eine dem Beischlaf gleichzusetzende sexuelle Handlung“ beziehungsweise „eine dem Beischlaf gleichzusetzende geschlechtliche Handlung“ ist in jedem Fall ein Oral- oder Analverkehr mit dem Penis und eine Penetration der weiblichen Geschlechtsorgane mit Fingern oder Gegenständen.
In Deutschland ist das Eindringen mit Fingern oder Gegenständen in den Anus keine beischlafähnliche Handlung, da dieser kein Geschlechtsteil ist.

In Österreich fällt nach den Urteilen des Obersten Gerichtshofs seit 1990 „jede auf Befriedigung des Geschlechtstriebes gerichtete Form einer oralen, vaginalen oder analen Penetration“ darunter, damit auch anale Penetration mit Fingern („digitale Analpenetration“) und Gegenständen.[26] „Kann doch bei den notorischen Praktiken […] nicht gesagt werden dass der After grundsätzlich nicht zur Geschlechtssphäre zählt und mithin ein sich als Eingriff in den Intimbereich mit objektiv signifikantem (wenn auch pervertiertem) Sexualbezug darstellendes […] Verhalten bei sexueller Motivation […] eine »äußerlich nicht geschlechtsbezogene Handlung« darstellt.“[27] Verschiedene Rechtsexperten sind anderer Meinung.[28] Das Aneinanderreiben der Penisse (→Frotteur), auch mit intensiver Kopulationsbewegung, fällt nicht darunter, ebenso das Reiben des (erigierten) Gliedes an den Oberschenkeln und Samenerguss auf Gesicht oder Brust,[26] wahrscheinlich aber Cunnilingus, wo oft die Zunge penetriert.
In Liechtenstein fällt Penetration des Anus mit Finger und Gegenständen und orale Stimulation der weiblichen Geschlechtsteile darunter.[29]
Aber bislang geht ihr alle nur auf die schwer überprüfbaren rechtlichen Fragen ein. (So schwer überprüfbar sind die übrigens nicht, wenn z.b. dann in einem Sessionbericht hinterher eine tolle Forced-Bi-Session gelobt wird. Man müßte ja nichtmal einen Fake-Besuch machen als darauf aufmerksam gewordener Gesetzeshüter, sondern könnte einfach eine entsprechende Anfrage stellen.) Wichtig ist mir allerdings gerade vor allem, gemäß des eigenen Gewissens zu antworten. Und dazu interessiert mich eben auch eure Meinung.

Hier die entsprechenden Passagen auszugsweise aus einer längeren Mail-Kommunikation:
Kunde hat geschrieben:Ich habe gesehen, dass Sie auch Gay Master Service mit einem aktiven männlichen Kollegen anbieten.

Ich bin weder Bi noch Gay, finde es aber unglaublich erniedrigend wenn man z.B auf einen Stuhl gefesselt wird, die Hände mit etwas Bewegungsspielraum ans Halsband gebunden und von der Domina ohne Safeword gezwungen wird die Hose zu öffnen, riechen, massieren, lecken, blasen, alles mit detaillierten Anweisungen die streng befolgt werden müssen, dazu heftige verbale Erniedrigung wie Dreckshure usw. Anal geritten zu werden wäre von Vorteil. Wichtig ist eine sehr aktive Domina die z.B den Schwxxz in den Mund steckt, Kopf nach vorne drückt usw....


Bieten Sie Sessions in diesem Stil an?
Muss man mit oder ohne Gummi blasen, gar mit Abspritzen tim Mund drin?
Wie lange im Voraus braucht es eine Reservation für eine solche Session?
sara hat geschrieben:Bi-Sessions biete ich sehr gerne an. Beim Analverkehr wird auf alle Fälle ein Kondom benutzt. Auch beim Oralverkehr rate ich dazu, jedoch ist dies letztlich deine eigenverantwortliche Entscheidung im Sinne von RACK.

Bitte beachte http://regeln1.domina-frankfurt.net/232#rack und http://domina-frankfurt.net/232#safer-sex und http://domina-frankfurt.net/232#safer-sex
Kunde hat geschrieben:Analverkehr mit Gummi ist sowieso selbstverständlich, etwas anderes kommt auch nicht in Frage!!!
Beim Oralverkehr ist das Risiko sehr gering wie untenstehende Studie zeigt:
http://infekt.ch/2002/06/oralverkehr-oh ... iv-risiko/

Dies hat mich eben auch bewogen mal eine Forced Bi Sesssion zu probieren.
Wir hatten hier in der Schweiz vor ein paar Jahren eine Domina, die einen sadistischen Spass an extremen Demütigungen hatte. Forced Bi war eine ihrer Methoden um Hetero Sklaven extrem zu erniedrigen und Ihnen den Selbstrespekt auszutreiben.

Sie war der Ansicht, dass blasen mit Gummi gar nichts bringe, dass sei ja wie Strap on. Sie geniesse es extrem zu sehen wie im Maul des Sklaven abgespritzt werde und danach alles aus dem Maul übers Kinn läuft, dazu noch ein paar Spritzer auf der Gummi Maske im Gesicht des Sklaven. Danach liebe sie es mit dem Strap nn nach zu vögeln bevor der Knebel reinkommt. Die Sklaven hat Sie mit den Händen ans Halsband gefesselt, so dass noch genug Bewegungsfreiheit da war zum Öffnen vom Hosenbund und Rausnehmen des Schwanzes. Zwangsriechen, Reiben im Gesicht, Lecken und Blasen waren die Themen.

Bei zögerlichen Sklaven hat sie das Maul mit dem Humbler oder der Schwanzleine geöffnet. Anal am liebsten mit dem Kopf auf dem Boden zwischen die Stiefel geklemmt und Arsch in der Höhe...

Eine Dame in Deutschland sagte mir, bei Ladys für Softsex sei in den Munspritzen wie bei uns in der Schweiz an der Tagesordnung. Bei den regelmässigen Gesundheitskontrollen sei das auch nie ein gesundheitliches Problem gewesen.

Mit diesen neuen gesundheitlichen Erkenntnissen ist der Gedanke wieder gekommen sich mal auf sowas einzulassen....

Meine Fragen:
ist bei Ihnen das pure Blasen oder Maulspritzen eher eine Randerscheinung?
Ich gehe davon aus, dass der Gay Master wohl homosexuell ist und auch eine gute Figur hat (nicht dick...)?
sara hat geschrieben:Es gibt verschiedene Gay- oder Bi-Master, mit denen ich grundsätzlich zusammenarbeite. Da ich selbst ebenfalls bisexuell veranlagt bin, habe ich recht viele Kontakte in die lebisch-schwule Szene. Und ich sehe mehr schwules Fellatio in Gay Clubs, die ich privat aufsuche, als im Studiokontext.

Jedes Session-Programm wird individuell auf die jeweiligen Kunden-Fantasien abgestimmt. Insofern ist fast jeder individuelle Session-Inhalt in gewisser Hinsicht "eine Randerscheinung". Da ich meinerseits an "fluid bonding" seit meinem BDSM-Coming-Out gewöhnt bin, d.h. nur innerhalb von festen Partnerschaften Sex mit Austausch von Körperflüssigkeiten habe und in allen sonstigen Affären und einmaligen Sessions persönlich immer "strictly safe" agiere (insbesondere auch meinerseits bei Frauen außerhalb meiner festen Partnerschaften ausschließlich mit Glyde Dam lecke), würde ich auch in einer "Forced Bi"-Session keine weiße mayo-Aufnahme anordnen, sofern dies nicht explizit kundenseitig "bestellt" wurde.

Ergänzend zu deinen Ausführungen möchte ich dich der Vollständigkeit halber darauf hinweisen, dass es in Deutschland keine Pflicht-Gesundheitskontrollen gibt, nur Pflicht-Beratungen und freiwillige Gesundheitskontrollen, und dass ich keine ärztlichen Atteste von eventuellen Mitspieler/inn/en verlange. Der absolute Haftungsausschluß, den du in meinen "Regeln" findest, erstreckt sich auch auf versehentlich platzende Kondome oder das (Rest-)Risiko beim Oralverkehr.

Ich informiere mich persönlich immer vorzugsweise bei Aidshilfe und Queer-Beratungen - dort findet sich zum Thema "Blasen" z.B. https://www.aidshilfe.de/shop/pdf/1592 oder http://www.queer.de/detail.php?article_id=12982 - beide Quellen raten, im Falle der weiße mayo-Aufnahme schnell auszuspucken und nochmal mit Wasser zu spülen. Inwieweit du dennoch lieber langsam "fließen lassen" möchtest, solltest du mir vorher sagen. Ich gebe zu, dass das von dir geschilderte Szenario auch für mich einen gewissen Reiz hat, und wie immer (auch bei anderen riskanten Hobbys wie z.B. dem Bergsteigen oder diversen Extremsportarten) muss man den persönlichen Lustgewinn und die persönliche Risikobereitschaft sorgfältig gegeneinander abwägen und dann entscheiden, welche Sicherheitsmaßnahmen man ergreifen und auf welche verzichten möchte (auch hier paßt das Sport-Beispiel gut!) - wissend, dass der einzige 100%-ige Schutz im 100%-igen Verzicht besteht.
Kunde hat geschrieben:herzlichen Dank für das umfassende Mail, das hätte ich so nicht erwartet!

Ich wusste nicht, dass sie mehrere Herren für solche Sessions zur Verfügung haben.
Wenn man die von Ihnen gesendeten Links durchliest scheint ein kleines Risiko zu bestehen.

Da haben Sie natürlich recht, dass man abwägen muss! Aber ich denke, dass eine solche Session ohne abspritzen im Mund keinen Teil so erniedrigend ist wie wenn der Master von der Domina aufgefordert wird nach dem Analfick den Gummi abzunehmen und der Sklavensau ins Maul zu spritzen, damit die ganze wuxxse wieder rausläuft, einfach ekelhaft…..

Sie schreiben, dass eine solche Session für Sie einen persönlichen Reiz hat, inwiefern wenn ich fragen darf?
Hat dies auch mit dem reinspritzen zu tun?
sara hat geschrieben:wie schon geschildert, lebe ich in einer Poly-Beziehung mit mehreren Männern/Frauen, innerhalb derer wir untereinander unsafen Sex haben (nach jeweils anfänglichem Test auf verschiedenste STD), während wir "nach außen" immer Schutzmaßnahmen ergreifen.

Innerhalb meiner "gesicherten" Beziehung stehe ich selbst auf "Schmuddeleien" mit Körperflüssigkeiten.

Für mich selbst ist es auch nicht reizvoll, einen Penis mit Kondom zu blasen - das hat für mich die Konsequenz, dass ich es außerhalb meiner festen Beziehung dann eben gar nicht tue.

Ich empfinde es nicht als erniedrigend, wenn mir oder einem meiner Partner/inn/en nach dem Oralverkehr Sp*rma oder Squirting-Flüssigkeit aus dem Mund oder nach dem Vaginal/Analverkehr weiße mayo aus der Mumu/ dem Po läuft, aber ich finde das vom eigenen Feeling her bzw. als Voyeurin geil.

Ich mag es auch, Sp*rma oder P*sse auf dem Körper eines Menschen zu verreiben. Im Studio-Kontext würde ich dir ggf. das weiße mayo eines Masters auch im Gesicht verreiben, allerdings würde ich dafür für meine eigene Safety eben Handschuhe tragen.

Also: ich verstehe den Reiz, den du empfindest, wenn dein Maul gefüllt wird.

Ich sehe aber Schwulen auch sehr gern beim Sex zu und mag es als Voyeurin besonders, wenn der Aktive dann schneller und schneller stößt und sich während des Fickens (ins Kondom) ergießt, also kein Rausziehen zugunsten eines Blowjobs kurz vor'm Orgasmus, sondern "Durchreiten".

Re: Safety bei Forced Bi / Kondompflicht

Verfasst: Fr, 13.Jul 2018, 15:51
von moronikus
Guten Tag !

Besser als Guenter es bereits getan hat, kann man wohl kaum kommentieren zu diesem Thema.

Und ich persönlich finde es herzallerliebst und vorbildlich wie Lady S Ihre Gäste zu den Risiken und Nebenwirkungen derartiger ungeschuetzter Praktiken aufklärt bzw warnt. Obwohl man meinen sollte, dass heutzutage so etwas Allgemeinwissen ist, so ganz sicher kann man da nie sein.

Es ist ein bisschen wie diese Kiste RomeoyJulieta, die ich heute öffnete. Wunderhueppsch anzusehen mit ihren goldenen Aufklebern, Siegeln, Steuermarken usw. Bis auf diese ungeheuer haesslichen Auflkleber , die uns die EU das Vergnuegen hat, vorzuschreiben... "Rauchen schadet ihrer Potenz "etcpp... Und nicht nur aussen, no way ,auch in der Kiste. Logo. Whatbloodynonsense. Als ob man das nicht wuesste heute, das Rauchen der Gesundheit nicht zutraeglich ist. Na gut.

Ungeschuetzter Verkehr ist natuerlich eine andere Hausnummer und kein Spass wirklich, dazu ist das Risiko einfach zu gross. Wobei oral und vaginal/rektal/optional schon ein Unterschied für mich wäre.

Aber ja auch oral, Zahnfleischbluten und Infektionsrisiko . Niemand kann das völlig ausschliessen und insofern ist Vorsicht sicher besser als Nachsicht. Anspritzen lassen halte ich persönlich für unbedenklich. Wenn es jemanden kickt. Schlucken, hm. Aufnehmen und ausspucken für den Kick, wie man es in so vielen Pornos sieht, evtl.

Natuerlich muss man als professioneller und verantwortungsvoller Dienstleister ( :- ) sich absichern. Legitim und eigentlich auch irgendwo selbstredend.

Was die Gaeste dann fuer sich entscheiden, jo. Alt genug seid ihr ja.

Was ist GV ? ( @ otrok ) . *Lach. Musste da sofort an Clinton denken und, "I swear I ddnt hv sex with Monica Levinsky " Ich für meinen Teil weiss, was ich unter GV verstehe *lach.

Und der käme ungeschuetzt einfach nicht in Frage. So what ?

Ähnlich irgendwo hier mal ein Fred, Vaginalplastikkondomfellatioschutzgedoens. Ja klar. Da kann ich es wirklich auch lassen. Ok evtl ist eine Frage der Ansicht ( POV ) und Optik. Aber erstens würde ich mal aus Prinzip nicht jedermann lecken wollen ( *lach ) zweitens ist es auch nach all den Jahren fuer mich nicht ersichtlich, warum das Vergnuegen bei derartigen Praktiken nur beim ausführenden Part liegen sollte. Ein Top bietet dies aus Prinzip nicht an. OK, akzeptiert und no further discussion. Alles andere waere ein Spiel, ein Tease and Denial und nichts anderes ist es doch auch oft.

Und zu guter Letzt: Ich hatte mal das Vergnuegen einer Top-gefuehrten Bisession mit 3 maligem (hoerthoert!) passivem Verkehr ( watt der eingeworfen hatte weiss ich nich ;- ) und zum Schluss ermunterte Herrin den Herrn mir einfach ins Gesicht zu spritzen, alldieweil sie mich so gut kennt, dass sie weiss dies wäre für mich in so einer TV-Spielsituation keinProblem. Weil er mich aber kaum kannte hat er davon abgesehen. Und ein herrliches Erlebnis war es trotzdem.

Bottomline: Jeder ist seiner Gesundheit Schmied und gut beraten, zu bedenken, was er mit wem in welchem Zustand macht oder mit sich machen laesst.

Aber das ist wohl wohlfeil :- )

Happy week-end !

Moro

Re: Safety bei Forced Bi / Kondompflicht

Verfasst: Fr, 13.Jul 2018, 17:11
von otrok
moronikus hat geschrieben: Was ist GV ? ( @ otrok ) . *Lach. Musste da sofort an Clinton denken und, "I swear I ddnt hv sex with Monica Levinsky " Ich für meinen Teil weiss, was ich unter GV verstehe *lach.
Moro
Genau an den Fall dachte ich, als ich dies schrieb.

In der Schweiz konnte man übrigens Ehebruch nur mit einem gegengeschlechtlichen Partner begehen, bei gleichgeschlechtlichem Beischlaf war dies nicht der Fall... OK, die Praxis wurde irgendwann mal geändert und die Verschuldensfrage bei Ehescheidungen ist nun ganz abgeschafft.

Juristische Termini sind nicht immer identisch mit dem, was man so landläufig unter einem Begriff versteht.

Re: Safety bei Forced Bi / Kondompflicht

Verfasst: Fr, 13.Jul 2018, 17:47
von moronikus
Hey otrok !

Das ist ja kurios. Die Eidgenossen :- ))

Wobei man natuerlich nie vergessen sollte, wo wir uns hier aufhalten. Was fuer viele hier "normal" ist oder irgendwo selbstredend, ist fuer andere immer noch Tabu oder wird ausgeklinkt.

Weil nicht sein kann was nicht sein darf.

Und das ist meine Rede immer. Zu glauben, dass wir hier, in Europa und so aufgeklaert und abgeklaert wir auch denken zu sein. ( Ich glaube für meine bescheidenen Teil, wir haben es recht weit gebracht, mit all unseren Unzulaenglichkeiten ) also zu denken, dass jeder, der hierher kommt frueher oder spaeter doch diese unsere Errungenschaften zu wuerdigen lernen wird. Das ist ueberhaupt nicht selbstverstaendlich und in meinen Augen ein wirklicher Trugschluss.

Toleranz fuer das, was ich für tolerabel beurteile, und Toleranz für jeden Andersdenkenden ist sehr oft sehr unterschiedlich. Nicht, dass ich denke wir haetten oder könnten uns hier für das Mass aller Dinge halten. Aber im Vergleich zu einem grossen Teil der Welt sind wir recht weit vorangekommen in vielen grenzwertigen Bereichen. Also grenzwertig für Normalos :- )) . ( Pls define <normal>)

Aber das ist nu total off-topic.

Wo waren wir ? Ach ja. Play safe , sane and consensual and if RACK, it must be, still denke an Deine Gesundheit. Alldieweil wir (leider) nur haben dieses eine kurze Leben. Was wertvoll ist.

Und welches wir geniessen sollten, so gut wie wir nur können, und dankbar sein, dass wir es hier dürfen und können, in vernuenftigen , legalen und ethisch vertretbaren Grenzen.

Was las ich neulich bei BBC World news ? Im Iran gab es 80 Peitschenhiebe für jemanden der, als er war 15 (!!) Alkohol konsumierte, und dies irgendwie irgendwo unsocialmediatechnisch hat kundgetan,
dann eben heute verurteilt und abgestraft wurde.

Fuer Masos hier evtl eine Belohnung. Menschenrechtstechnisch... was für eine verrueckte Welt....

My 5cents for z week-end ;- )

Moro

Re: Safety bei Forced Bi / Kondompflicht

Verfasst: Sa, 14.Jul 2018, 11:14
von sara
Guenter. hat geschrieben:
sara hat geschrieben:(...) Wichtig ist mir allerdings gerade vor allem, gemäß des eigenen Gewissens zu antworten.
@Sara

Wenn dich dein Gewissen dazu drängen sollte, bei einer (zwar unwahrscheinlichen) Anfrage Ordnungsbehörde denen behilflich zu sein, solltest du besser darauf achten, dass alle deine Kunden die Kondompflicht beachten.

Nee, die Gewissensfrage war abseits der Juristenfrage.

Ich meinte da die Antwort von mir an den Kunden, der die Anfrage nach weiße mayo-Aufnahme stellt.

Wie ich das "gelöst" habe, habt ihr ja gesehen.

Privat handhabe ich es übrigens ähnlich streng. Ich gehöre zu den Menschen, die außerhalb der Poly-Beziehung bei Privat-Dates wirklich auch (konsequent) Glyde-Dams benutzen, wenn sie andere Frauen lecken und (nicht immer, aber meistens) auch Glyde Dams benutzen lassen, wenn das Gegenüber mich lecken will.

Mein BDSM-Coming-Out ist 20 Jahre her und ging mit einer entsprechend strengen Safer-Sex-"Erziehung" einher - beides genoß ich in der lesbischen Berliner BDSM-Szene, die sich damals erst relativ frisch aus einem Unterzweig von sexpositivem Feminismus gegründet hatte.

Ernsthafte Sorgen wegen der Kondompflicht mache ich mir übrigens nicht, das war eher der Nebengedanke, der aufkam, als ich dem Kunden antwortete. Die Hauptfrage war wirklich eher die Gewissensfrage, wieviel abtörnende Information ich einem Buchungsinteressenten vor die Augen halten "muss" (ethisch!), der diese offenbar weitestgehend schließen möchte. Bei anderen riskanten Praktiken, z.B. manches aus dem Klinikbereich, kläre ich ja auch auf und bestehe dann auf einer gemeinsamen Abwägung der (meist subjektiven, individuellen) Pro's und (meist medizinischen, insofern objektiveren) Contra's, sofern es sich im Bereich befindet, wo ich selbst keine eindeutige Position (= so gefährlich, dass ich es auf keinen Fall mache) habe.

Meist genügt "xy ist ziemlich riskant, aber ich habe es auch schon mit mir machen lassen bzw. würde mich selbst bei einem/einer Top meines Erfahrungsgrads auch passiv darauf einlassen" mir als Grund, es bei einem SEHR REFLEKTIERTEN Menschen anzubieten und bei einem, mit dem ich nicht auf einer mir angemessen erscheinenden Ebene reden kann, nicht.

Bevor ich das erste Mal einen Hodensack genagelt habe, habe ich mich selbst einer Nagelung in einer Übungssession ausgesetzt. Beim Katheterisieren weiß ich, dass auf Dauer Mikrorisse zu Vernarbungen führen können, aber dass ich es auch gelegentlich mit mir machen lasse. Da ich jetzt selbst gebranded wurde und auch erstmals unter Anleitung branden durfte, traue ich mir mit gewissen Menschen nach gründlicher Vorabsprache nun auch aktiv ein Branding zu. Bei Atemkontrolle gehe ich aktiv relativ gesehen wenig weit, weil ich selbst passiv nur begrenzt damit Erfahrung habe. Magensonden setze ich nicht, obwohl ich bereits selbst eine gelegt bekam, aber ein kink-bewußter Arzt hat mir dringend davon abgeraten, ebenso wie von Proxxxxx-Infusionen, die ich bislang weder aktiv noch passiv kenne: sowohl bei Magensonden als auch bei Proxxxxx-I.V. geht wohl selten etwas schief - aber wenn doch, kommt ggf. der Notarzt zu spät und muss der Leichenwagen bestellt werden. - Also ich orientiere mich aktiv immer daran, was ich passiv auch kenne bzw. was ich passiv auch für verantwortbar halte. Meist halte ich passiv für verantwortbar, was ich passiv kenne (natürlich vorausgesetzt, ich halte mich auch aktiv für ausreichend kompetent: nur, weil ich eine Hook Suspension passiv kenne, kann ich sie ggf. noch nicht aktiv ausführen ... ). Also korrekter ist: meist halte ich aktiv für vertretbar, was ich passiv kenne UND mir aktiv habe so ausführlich habe zeigen lassen, dass ich mich sicher fühle (bzw. sicher genug, um es bei einem REFLEKTIERTEN Partner im Sinne von RACK nach gründlicher Vorabstimmung zu machen). Eine Ausnahme war lange KV. Das kannte ich lange passiv gar nicht, habe es aber bei Menschen, die mich darum gebeten habe, ggf. aktiv angeboten. (Inzwischen habe ich zumindest meinen eigenen KV und den zweier fester Polybeziehungs-Personen in sehr geringen Mengen gekostet - das ist noch nicht vergleichbar mit dem Verzehr eines großen Haufens, aber ich bin nicht mehr völlig unerfahren.)

Wie auch immer: Wenn es um weiße mayo-Aufnahme geht, kenne ich die passiv und kann (wenn auch anders motiviert, da es mir nicht um Demütigung dabei geht) den Reiz nachvollziehen, den der Sub empfindet. Aber ich würde selbst nie das weiße mayo eines Unbekannten schlucken, der eben nicht mit mir nach entsprechender Testung nach Einhaltung der Inkubationszeit in das "fluid bonding" einsteigt (was bedeutet, dass ich es tatsächlich nur mit sehr, sehr wenigen Menschen praktiziert habe - dann aber gern). Wenn ich also entscheiden soll, ob ich jemanden "zwinge" / auffordere, etwas Unsafes zu tun, ist das schon auch eine Sache, in der ich ja nicht nur zusehe, sondern aktiv dazu beitrage. Wäre es jemand, der ständig in allen möglichen Studios weiße mayo schluckt, dann würde ich in der Tat sagen: "Darauf kommt's dann auch nicht mehr an.". Aber im konkreten Fall bin ich wohl diejenige, die in ERSTMALS dazu bringt. Da sehe ich schon eine gewisse Verantwortung. - Wenn ich jemanden nur dazu zwinge, etwas Unsafes mit MIR zu tun, z.B. mein Blut zu trinken (ja, ich stehe durchaus auch auf Blood Play - auch mit "Füttern aus der Spritze" etc.), dann KENNE ich wenigstens meine eigenen Test-Ergebnisse, deren Datum und mein Verhalten seit der Inkubationszeit - muss aber darauf hinweisen, dass ich meine Poly-Partner/inn/en zwar wirklich vertraue, aber eben "nur" vertraue. Da würde ich auch ein super ausführliches Vorgespräch führen. - Aber dann kann ich eine klare Angabe machen, was ich über meine eigene Gesundheit weiß und was ich nicht weiß. Buche ich einen fremden Profi zu, dann könnte ich von dem theoretisch auch die Vorlage eines Gesundheitsattestes verlangen, aber das wäre eben auch nur begrenzt aussagekräftig und wohl auch zu aufwändig. Wenn einer meiner eigenen Partner-Menschen der weiße mayo-Spender wäre, hätte ich etwa dieselbe direkt/indirekte Gewissheit wie bei mir selbst. Aber keiner meiner beiden Poly-Männer möchte in eine Profi-Session einbezogen werden. - Also kann ich nur beziehungsextern zubuchen. Und bevor ich jemanden "zwinge" (natürlich nur, wenn er nicht vorher doch noch "Mayday" ruft, weil er es sich im letzten Moment doch noch anders überlegt hat - mir ist schon klar, dass es kein echter Zwang wäre), dessen Saft aufzunehmen, möchte ich doch über Safety/Unsafety geredet haben. Eine Frage ist halt, wie tief die Aufklärungsarbeit dabei gehen muss. Zum Beispiel wäre die Buchung vermutlich sicher gewesen, wenn er es bei dem selbst entdeckten Link und dem Glauben, wir wären alle pflichtgetestet, eher naiv belassen hätte. Dass ich ihm nochmal klarer gemacht habe, dass das so nicht stimmt bzw. wohl der Wunsch auch Vater des Gedankens ist, dass das "nicht so schlimm ist", vergeigt mir mit hoher Wahrscheinlichkeit nun die Buchung - verhindert aber vielleicht auch, dass jemand ein Risiko eingeht, das er überhaupt nicht überblickt hat und dass er eben nicht "sowieso" ständig eingeht..... (Ist ein bißchen so, wie wenn ich einen Freund auf moralischer Kippe zum ersten Ehebruch eher ermutige oder eher davon abhalte. Wenn ein Kunde ohnehin seit Jahren seine Gattin betrügt, sag ich ihm nicht, er soll nun aus moralischen Gründen nicht zu mir kommen, sondern freue mich über den Auftrag.) - Sowas meinte ich mit Gewissensentscheidung.

(Ganz konsistent ist das mit der Ehebruch-Sache auch nicht, dessen bin ich mir vollends bewußt. Aber ich habe mich dazu zumindest vor Jahren mal recht bewußt positioniert. Was ich bei der unsafen Forced Bi Sache eben gerade erst versuche. Und dazu gern eure Meinung hören möchte.)

Re: Safety bei Forced Bi / Kondompflicht

Verfasst: Sa, 14.Jul 2018, 22:57
von Gelöschter Benutzer 34081
Habe zufällig dieser Tage einen Bericht gelesen, dass die Anzahl der Neuinfektionen mit Geschlechtskrankheiten in Deutschland (speziell Sachsen) wieder zunimmt, besonders bei Tripper. Früher als Seemannsschnupfen bekannt, Penicillin einwerfen, fertig. Die Gonokokken sind aber extrem anpassungsfähig und mittlerweile multiresistent. Also nix mehr Schnupfen, eher Lungenentzündung mit unangehmen Dauer- und möglicher Todesfolge.
Wer Lotto spielt und auf den Hauptgewinn hofft sollte Kondome nutzen, denn ohne Lümmeltüte einen Treffer zu erzielen ist deutlich wahrscheinlicher als im Lotto einen Volltreffer zu landen 😎
Die Wahrscheinlichkeit, beim ungeschützten Verkehr von der Obrigkeit erwischt zu werden kenne ich nicht, dürfte aber kleiner sein als sich anzustecken.
Die Damen, die ich kenne, achten alle auf Hygiene. Einige beenden bereits den ersten telefonischen Kontakt bei der Frage nach "Ohne" und verzichten auf solche Kunden. Verhungern müssen sie deswegen nicht.

Re: Safety bei Forced Bi / Kondompflicht

Verfasst: Mi, 18.Jul 2018, 08:52
von sara
Champion hat geschrieben: Die Damen, die ich kenne, achten alle auf Hygiene. Einige beenden bereits den ersten telefonischen Kontakt bei der Frage nach "Ohne" und verzichten auf solche Kunden. Verhungern müssen sie deswegen nicht.
Ich achte auch auf Hygiene, um weder mich noch Menschen, die entsprechende Risiken nicht eingehen möchten, zu gefährden.

Die Frage ist (und nicht wegen des Verhungerns!), wie ich mich dazu positioniere, wenn ein Kunde explizit von mir verbalerotisch dazu animiert werden möchte, die von mir empfohlenen Hygienemaßnahmen bei Sexpraktiken an einer weiteren Person (der ebenfalls dazu bereit ist, aber als Geblasener natürlich kleineres Risiko eingeht als der Bläser) zu übergehen.

Im Prinzip würde sich dieselbe Frage (wie geht man mit einem Kunden um, der FÜR SICH ein Risiko mehr oder weniger bewußt sucht bzw. eingeht) auch in all den Studios und Puffs stellen, wo jemand alte Kondome ausschlürfen möchte. (Da ist ja immerhin die Kondompflicht erfüllt, was für ein Scherz!)

Re: Safety bei Forced Bi / Kondompflicht

Verfasst: Mo, 23.Jul 2018, 18:42
von moronikus
sara hat geschrieben:Die Frage ist... wie ich mich dazu positioniere, wenn ein Kunde explizit von mir verbalerotisch dazu animiert werden möchte, die von mir empfohlenen Hygienemaßnahmen bei Sexpraktiken an einer weiteren Person (der ebenfalls dazu bereit ist, aber als Geblasener natürlich kleineres Risiko eingeht als der Bläser) zu übergehen.
Ich denke, dass Sie, verehrte Lady Sara, diese Frage definitiv für sich beantwortet haben.

FK Guenter. hat wohl die einschlägige Rechtslage durchleuchtet, soweit dies realistischerweise überhaupt moeglich ist. Warum, soll man jemanden nicht verbaltechnisch an seine Grenzen führen dürfen oder gar wollen ( Machtgefuehl )... ( legal order ethisch usw ).

Ist es nicht genau das, was viele Grenzgaenger sich wuenschen? Ich für meinen Teil kenne dieses Gefuehl und Begehren nur zu gut. Wenn man denn so gestrickt ist und entsprechend dispositioniert, dann kann man sich glücklich schaetzen, eben nicht in "irgendein" Laufhaus zu rennen, wo solche Dinge auch schonmal ohne "Rücksicht auf Verluste" einfach durchgezogen werden, im Sinne von Gast wuenscht sich das, Gast zahlt und Gast zahlt evtl umso mehr, je geiler die jeweilige Fantasie ist, sondern an ein Studio oder eine Lady sich anzuvertrauen, wo es ganz genauso geil werden wird, aber wo man sich gewiss sein kann, dass man immer zumindest vorgewarnt wird, wo man zumindest sicher sein kann, dass die jeweilige Tagesform, die Faktoren, die das individuelle Vorsichtsbewusstsein doch zumindest mal trueben koennen, wie zB leichter Pegel oder andere enthemmende Faktoren, dass sie eben beruecksichtigt werden.

Eben weil Ladies mit Erfahrung und Niveau und Klasse oder wie man dieses verantwortungsvolle Umgehen mit dem Spielggüber auch immer bezeichnen mag, weil sie wissen und erkennen und es ihnen eben nicht egal ist, was danach kommt.

Ist es nicht gerade dies, was den Unterschied ausmacht und warum wir bereit sind ( sein sollten , wie ich meine ) studioübliche Tarife zu entrichten, wohlwissend, warum sie es wert sind ?
Guenter. hat geschrieben:Sollte man versuchen, alle Risiken im Leben zu vermeiden? Dann wäre es sinnvoll, beim Alkohol, Tabak, ungesunder Ernährung und zu wenig Bewegung anzufangen. Diese Faktoren reduzieren die Lebenserwartung erheblich...

Spaß im Leben ist oft mit gewissen Risiken verbunden. Wichtig ist, dass man diese möglichst realistisch einschätzt. Risikoabwägung gilt für mich auch beim Sex. Da bin ich zwar um Sicherheit bemüht, aber bei einen absoluten 100 % Schutz würde mir zu viel Spaß verloren gehen.
Exakt so verhaelt es sich. Und es spielen so viele Faktoren hier mit hinein, dass es schwer, wenn nicht unmöglich ist, allgemeingueltige Empfehlungen zu geben. Lebensalter und Situation. Finanzielle Situation. Risikobereitschaft und und und.

Es ist immer ein Abwägen. Und die Entscheidung ist immer eben von diesen Faktoren abhaengig.

Es gäbe unendlich viele Beispiele um dies aufzuzeigen. Inwieweit is Bungee-jumping weniger verrueckt als ungeschuetztser Oralverkehr. ? Inwiefern schuetzt der Fahradhelm wirklich vor schweren Verletzungen ( Thema heute auf allen Kanaelen DLF ) WIll man sich vor allen Risiken im Leben schützen, bleibt man zu Hause, wartet auf das naechste Hochwasser oder Erdbeben oder wasauchimmer.

Unser Leben ist so zerbrechlich wie ein Grashalm und unsere Begierden so unendlich wie unsere Libido, unser Geltungsbeduerfnis und unsere Gier nach neuen Erfahrungen, nach Kicks, nach dem Flow und und und.

Solche Grenzen zu erkunden kann eine Lust sein, eine Erfahrung, man kann wachsen an ihnen und man kann verbrennen an ihnen. Mit ein wenig Nachdenken und mit dem richtigen Gegenüber kann es überiridisch sein. Ansonsten kann es einen zerbrechen. Je nachdem.

Als kleinen Aphorismus zum Abschluss und nicht ganz unpassend zum Thema sei mir erlaubt zu zitieren Johan Wolfgang von und zu:

Kein Genuss ist voruebergehend. Der Eindruck den er zurücklaesst ist bleibend...

Und für mich sind und waren viele Eindruecke nicht nur bleibend, sie sind für mich wie ein Lebenselexir...

Suum quique eben und jeder muss/soll nach seiner Facon glücklich werden.

Deshalb muss man noch lange nicht leichtsinnig oder willenlos unueberlegt mit jedermann werden...

LG Moro

Re: Safety bei Forced Bi / Kondompflicht

Verfasst: Mo, 23.Jul 2018, 19:18
von Gelöschter Benutzer 34081
Eben in der Tagesschau: Ab Herbst soll ein Aidstest für zu Hause auf den Markt kommen; außerdem noch eine Pille zur Verhütung der Infektion 😊

Re: Safety bei Forced Bi / Kondompflicht

Verfasst: Mo, 23.Jul 2018, 19:57
von Atriox
Champion hat geschrieben:Eben in der Tagesschau: Ab Herbst soll ein Aidstest für zu Hause auf den Markt kommen; außerdem noch eine Pille zur Verhütung der Infektion 😊
In Österreich ist der HIV-Selbsttest ab heute erhältlich. In Frankreich, Belgien und Italien gibt es ihn schon länger.

Re: Safety bei Forced Bi / Kondompflicht

Verfasst: Mo, 23.Jul 2018, 20:31
von moronikus
Jau, und gut ist das. Eigentlich lange überfaellig.

WOBEI, also mal abgesehen von dem HIV Selbsttest. Der sicherlich absolut sinnvoll ist in jeder Beziehung. Es war ja auch die Diskussion um die Medikamente, die wo, wie war dieses Monsterwort, Präemptivphrophylaxe oder so aehnlich, also im Sinne von Medikation, die nicht nur posttherapeuthisch wirkt bei HIV sondern auch vorbeugend. Die Pille davor fuer bigayrisikofans.

Und die Kritik die hier natuerlich sofort mitschwingt, ist, dass vögel, blas und s c h l u c k ich alles und jede(s)n immerzeit und ueberall und totalegal ungeschuetzt, weil hab ich genommen Pille auf Krankenschein, die Kritik finde ich nicht unberechtigt. Denn es gibt jede Menge anderer Risiken bei GV OV AV ungeschuetzt.

HIV ist sicher eines der Übelsten. Den Virus kriegen wir nicht mehr raus aus dem Körper, zumindest für die naechsten 30 oder so Jahre, Zitat Mikrobiologe heute im Rundfunk oder so. Glaub ich dem jetzt einfach mal, so ueberraschend dies auch klingen mag . Aber es gibt derer doch unzaehlig mehr.

Also die Message sollte schon immer sein, Medikamente gut und schoen, mal eben einen Präser überziehen, darüberhinaus, ist das echt so ein Problem ?

Latexallergie, jo. Krieg keinen hoch mit Gummi. Alter, das liegt immer am Partner, glaub es mir. Gaaaanz selten an Dir und dann konsultierst du den Arzt oder die Herrin deines Vertrauens.

Oder ?

LG M.

Re: Safety bei Forced Bi / Kondompflicht

Verfasst: Mo, 23.Jul 2018, 23:45
von AV_
Die Kondome werden auch immer dünner. Habe was von 0,045 mm gelesen, frage mich ob da die angebliche Reißfestigkeit wirklich noch vorhanden ist. Vor allem wenn man wie ich drauf steht, dass die Dame beim Lutschen auch mit ihren Zähnen den Lümmel massiert. Auch soll die Gleitflüssigkeit bei einigen Menschen Allergien auslösen. Vielleicht vorher den Lümmel mit etwas AQUAglide bestreichen und dann Kondom drüberziehen.