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Literaturtipp: Susan Winemakers Buch "Schule der Genüss

So, 30.Dez 2007, 16:01
Susan Winemaker erzählt in ihrem Buch in drei Abschnitten aus ihrem Leben, von ihrer Tätigkeit als Domina in London.

Wie sie nach abgeschlossenem Philosophiestudium und Ausbildung zur Köchin aus Toronto in London ankommt und nach einer kochmäßig unspektakulären Arbeit in einer Restaurantküche, in der sie sich die meiste Zeit mit dem Küchenchef stritt, und einer nachfolgenden Tätigkeit als Privatköchin, mehrere Jahre als Mistress Anna als Domina arbeitete. Sie erzählt über die faszinierenden und bunten Charaktere ihrer Kundschaft, über die Lust/Schmerz Dichotomie, und sie schildert die Beziehung zu einem ihrer Gäste, einem hochkarätigen Manager mit ausgeprägter Sehnsucht nach extremen körperlichen Empfindungen. Dieser Gast wird der Katalysator für eine tiefere und intimere Erforschung ihrer eigenen Wünsche und wir lernen etwas über eine Beziehung, die die meisten von uns sich nie getrauen auszuleben, von der im meisten von uns nur träumen.

In ihren prickelnden Memoiren aus dem fünfjährigen Zeitraum ihrer Arbeit stellt sie all die Werkzeuge und ihren verschiedenen Gebrauch, Kupferrmünzen, Nippelklammern, Gummihosen und natürlich diverser Schlaginstrumente vor, führt den Leser in die Welt des Masochismus und seiner Spieler ein. Susan informiert von den Begegnungen und dem Umgang mit ihren Kunden. Das Vergnügen kommt aus der Verschiedenheit der Zutaten und sie beschreibt ungeschminkt die Wünsche ihrer Kunden von Bondage und Spanking zu Crossdrssing und Demütigung und ………..

Susan zeigte Verständnis über die männlichen Nöte, die männliche postorgasmische Einsamkeit, über die trotz all ihrer Komplexität männliche Einfachheit und ist verwundert, über die tiefe männliche Dankbarkeit für etwas ungeteilte sexuelle Aufmerksamkeit. Sie weiß, dass Männern zu einem Orgasmus zu verhelfen nichts damit zu tun hat, die Erde zu retten, noch ist es eine Möglichkeit für persönliches Wachstum und Entwicklung. Es geht um die Erforschung psychosexueller Möglichkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten. Es geht um Grenzen brechen. Es geht darum, zu verstehen was der Mensch ist.

Susan zeigt die vielen Parallelen des Jobs einer Köchin und einer Domina auf. Beide Tätigkeiten erfordern eine bedachtsame Fokussierung, ein exaktes Timing, Disziplin und Genauigkeit; beide Tätigkeiten erfordern den Erwerb von Fähigkeiten und Technik, den Kunstgriff mit dem Umgang seiner Zutaten, erfordern Improvisation und Kunstfertigkeit, Leidenschaft und Gefühle, den Umgang mit verschiedenen Strukturen und Neigungen, der Dienst am sinnlichen Vergnügen anderer und die Befriedigung des Appetits.

Sie verliebt sich in Adam einen als wunderschön, prächtig muskulös, geschilderten, hochkarätigen Manager. Susan gibt ihm als Gast, wonach er sich sehnt, was er braucht. Und als Antwort wird Susan süchtig nach den von ihm in ihr erweckten Gefühlen. Gefühle, die sie vorher niemals für einen ihrer Gäste hatte. Sie stellt sich die Frage, ist es Lust oder Liebe. Die Geschichte entwickelt sich zu einer leidenschaftlichen und obsessiven Liebesgeschichte. Sie nehmen ihre Spiele der nunmehr gegenseitigen erotischen Erforschung in ihr tägliches Leben und die Konsequenz des Verlassens der Bande des Studios und des Verliebens ist, dass Susan am Ende ihrer Reise in beiden Fällen, sowohl in Liebesdingen als auch in Küchenthemen, etwas klüger über sich selbst geworden ist.

Das Buch ist eine kluge und geistreiche, stilvolle und witzige, eloquente Analyse der persönlichen Entwicklung, Gefühle und Obsessionen einer Frau. Zwar werden der Fetisch und die gewünschten Behandlungen der Gäste detailliert dargestellt, jedoch ist das Buch nichts für diejenigen, die darauf hoffen etwa sexuelle Erregung zwischen den Seiten eines derartigen Buches für das eigene Kopfkino zu finden.

Es ist vielmehr eine ergreifende Liebesgeschichte zwischen Susan und Adam, die mich sehr beeindruckt hat. Ich las die Geschichte teilweise atemlos. Ich musste während dem Lesen das Buch zur Seite legen, aufstehen im Raum herumgehen, bevor ich weiterlesen konnte. Wenn ich an mein Vanilla-Dasein mit Frau und Kindern, Haus und Hund denke, und andererseits daran denke, dass viele Gäste ihre Dominas heiraten, dann ärgere ich mich zutiefst, dass ich nicht früher Studios, mit dem Ziel eine Lebensgefährtin zu finden, aufgesucht habe. Ich hätte Adam sein können.

Die Beziehung zwischen Adam und Susan scheiterte. Sie scheiterte jedoch nicht an ihren Obsessionen. Sie scheiterte nahezu klassisch, wie viele Beziehungen, an männlicher Kommunikationsunfähigkeit.




PS: Für den, der gerne im Original liest, da heißt das Buch “Concertina: The Life and Loves of a Dominatrix”. Hierzu gibt es auch eine HP: http://www.concertina.ca/ConcertinaHome.html

PPS: Ein hochinteressantes Fernseh-Interview mit Susan, in dem sie sich klar und feinfühlig über ihre Tätigkeit äußert, einschließlich des leidigen Punktes, dass Dominas keine sexuelle Erregung während ihres Jobs widerfährt, findet man hier: http://de.youtube.com/watch?v=vacT2HcUjYY

Sa, 05.Jan 2008, 18:19
@honigtatze:
Deiner excellenten Analyse des Buches von Susan Winemakers habe ich nichts hinzuzufügen.
Ich habe es auch in einem Zug auf der Couch im Studio durchgelesen und darüber lange Stunden den Feierabend vergessen. Ich war - wie du - berührt und aufgewühlt. Einige Szenen zwischen ihr und Adam sind mir wirklich unter die Haut gegangen: Zum Beispiel die Szenen des Wartens auf der Treppe. Whow! Starker Tobac!
Aber eines möchte ich dir doch sagen: Du hast nichts im Leben versäumt. Es gibt die Geschichten von Susan und Adam zwar auch im "richtigen" Leben - auch ich habe mich in einen Gast verliebt - aber leider kenne ich keine, die in einer dauerhaften und glücklichen Beziehung geendet ist. Und ich glaube auch du irrst, wenn du den Grund für das Scheitern der Story von Susan und Adam nur in der Kommunikationsunfähigkeit von Adam zu sehen glaubst.
Worüber hätten die beiden denn um Gottes Willen reden sollen??
Über Lust und Trieb kann man nicht reden.
Das läßt sich jeden Tag in der Sklaxxxxzentrxxx beobachten. Was da zerredet wird, geht auf keine Kuhhaut. Und was bringt es?

Sie waren beide an einem Punkt angekommen, an dem es um die nackte Exsistenz ging. Dramatisch ausgedrückt, könnte man sagen, es ging um Leben und Tod.
Glaubst du wirklich, die beiden hätten mit einem "vernünftigen" Gespräch bei einer guten Flasche Wein am beschaulichen Kamin noch etwas ändern können? Die Schraube wieder zurückdrehen?
Niemals.
Das, was die beiden erlebt haben, unterschied sich grundlegend von den bezahlten Illusionen im Studio: Es war echt und damit unumkehrbar, zutiefst schmerzlich und am Ende für beide ein Desaster.
Mach deinen Frieden mit dem Thema und sei froh, dass du niemals Adam sein wirst.
Oder willst du wirklich mutterseelenallein rohes Hühnchen zum Abendbrot essen?
Liebe Grüße von
Lady MacLaine

Sa, 05.Jan 2008, 22:32
Vielen Dank für Eure Beiträge. Ihr habt mich ja wirklich neugierig gemacht. Ich bin immer auf der Suche nach spannender Literatur zu "unserem Thema", die nicht so platt ist wie vieles.

Nur schade, dass ich jetzt weiß, dass die Beziehung am Ende scheitert. Aber nichtsdestotrotz, ich werde mich nach dem Buch umsehen. Gibt es dass in einer "normalen" Buchhandlung? Aber warum eigentlich nicht?

Herzliche Grüße
winke winke

So, 06.Jan 2008, 12:31
Verehrte Lady Maclaine,

herzlichen Dank für die Replik auf meine Rezession über das mitreißende und spannende Buch von Susan Winemaker.

Über Lust und Trieb kann man nicht reden. Eine interessante These. Der ich widersprechen möchte.

Nur zugegebenermaßen braucht es freilich etwas mehr für eine längerfristige Beziehung.

LG Tatze

Susan Winemaker revisited

So, 25.Okt 2009, 13:00
Dem kurzen Thread hier habe ich es zu verdanken auf diese Buch aufmerksam geworden zu sein und, man hoere und staune, es fuer 0.99 Euro (!) plus Porto bei Amazon marketplace als neuwertiges gebundenes Mängelexemplar erstanden zu haben. Es gibt dort uebrigens immer noch Exemplare. Ich wuerde es empfehlen. Es handelt sich dabei um die englische Originalausgabe unter dem Titel "Concertina, The Life and Loves of a Dominatrix, Simon&Schuster London 2007, die deutsche Fassung ist natuerlich auch erhältlich aber nicht zu diesem Preis.

Das Buch ist fuer mich insofern beeindruckend, als es die (kommerzielle ) Domina - Sklave Beziehung aus Sicht der Domina beschreibt und später auch eine private Beziehung dieser Art. Ich dachte zunaechst, dass die Geschichte reine Fiktion sei, dem ist aber wohl nicht so, obwohl man natuerlich nicht wissen kann, wo Erlebnisbericht und Fiktion sich überschneiden.

Zum Inhalt brauche ich nicht viel zu schreiben, das hat der Threaderöffner ja bereits ausfuehrlich und gut getan, allerdings finde ich es auffaellig, dass egal auf welche (Verlags) Webseiten man geht, wenn man das Buch googelt, nur 2 sich immer wiederholende Rezensionen auftauchen. Da muessten doch 2 Jahre nach Erscheinen viel mehr Leute eine Meinung zu haben :-)

Ein sich durch das Buch ziehendes Motiv ist die Ähnlichkeit der kulinarischen und erotischen Genuesse und die Idee der Variabilität im sich Wiederholenden. Aus den gleichen Grundzutaten immer wieder etwas Neues zu schaffen ,sei es in der Küche, sei es in der Session.

So wird zB in Kapitel 6 ( Improvise ) beschrieben, wie perfekte Spagehtti Bolognese zubereitet werden können, um dann im Übergang zu zeigen, welche Sorgfalt und Liebe zum Detail die Vorbereitung auf eine Session bzw auf das Handwerk der Domiananz benötigt.

Der zweite Teil, die Liebesgeschichte zu Adam, liess mich etwas ratlos zurueck. Eine wunderbare ausgelebte Sexualitaet, aber keine wirkliche Beziehung ist möglich, was aber doch letztendlich am sehr ungewöhnlichen Charakter Adams liegt. So ungewöhnlich, dass er sich schwer analysieren laesst finde ich, denn natuerlich wuenschte man sich ein Happy End fuer so ein Paar. Vielleicht spricht das sogar fuer die Authentizitaet der Geschichte, weil man so einen Charakter sich gar nicht so einach ausdenken kann....

Ein sehr interessantes 140 minuetiges roundtable Gespräch über Paraphilia ( jetzt weiss ich dass ich evtl "polymorphe perverse sexuelle Verhaltensmuster" in mir trage :-) mit Susan Winemaker findet man übrigens in voller Länge hier:

http://www.youtube.com/watch?v=zwiY-pGyJnE

Dort diskutieren Psychologen, Psychiater, Philosophen und Medienwissenschaftler im Prinzip ueber die Unmöglichkeit, Grenzen zwischen normalem und paraphilen bzw anomalen sexuellen Verhalten zu ziehen.

Wen das weniger interessiert, kann gleich zu 0:42 springen, wo sie über ihre Erfahrungen spricht.

Ganz lustig ist der Teil, wo in Bezug auf Susans Buch gefragt wird , wo denn der Grund dafuer liegen könnte, dass jemand sich wünscht, über lange Zeit unter dem Hintern seiner Domina zu liegen um durch Atemreduktion Lustgefuehle zu erfahren.... (1:04)

P.S. : Bei allen Praktiken und Vorlieben die im Buch anklingen, die Szene im (gelebten ) 2.Teil wo Adam Susan am Flughafen abholt, Sie ihn vor hunderten von Fluggaesten schallend ohrfeigt und er ihr zu Fuessen sinkt, um ihr seine Unterwerfung zu demonstrieren, hat mich irgendwie am meisten beeindruckt.
Ist nicht normal, oder ? ;-)

LG
Moro
Wir spielen alle, wer es weiss, ist klug ( Arthur Schnitzler )

Re: Susan Winemaker revisited

Mo, 26.Okt 2009, 15:04
moronikus hat geschrieben: .......die Szene im (gelebten ) 2.Teil wo Adam Susan am Flughafen abholt, Sie ihn vor hunderten von Fluggaesten schallend ohrfeigt und er ihr zu Fuessen sinkt, um ihr seine Unterwerfung zu demonstrieren, hat mich irgendwie am meisten beeindruckt.
Ist nicht normal, oder ? ;-)

LG
Moro
Wie die Szene in den Film 'Lebenslänglich' mit Miss Cheyenne!
War auch im Flughafen, und der Sklave musste vor allen Leuten ihr die Schuhe küssen %klatsch%

Gruss, Runpax

Mo, 26.Okt 2009, 15:59
Lady MacLaine hat geschrieben:Es gibt die Geschichten von Susan und Adam zwar auch im "richtigen" Leben - auch ich habe mich in einen Gast verliebt - aber leider kenne ich keine, die in einer dauerhaften und glücklichen Beziehung geendet ist.
Liebe Lady MacLaine,

der Beitrag, dem das Zitat entnommen ist, ist zwar schon über anderthalb Jahre alt, aber ich habe diesen Thread erst jetzt entdeckt.

Also ich kenne einen Fall, wo aus einer Domina und ihrem Gast eine bis heute glückliche Beziehung, ja sogar Ehe geworden ist. Ich bin mit den beiden gut befreundet. Die Frau hat ihre Dominatätigkeit aufgegeben und ist in einem gut bürgerlichen Beruf tätig.

Grüße Goofy
Frauen trösten uns über jeden Kummer hinweg, den wir ohne sie nicht hätten. (J. Anouilh)

Mo, 26.Okt 2009, 17:05
@goofy: darum ging es nicht, ich kann dir unzählige Kolleginnen nennen, die der Szene den Rücken gedreht haben und mit ehemaligen Gästen in die bürgerliche Existenz zurück gegangen sind.
Madame Madeleine zum Beispiel, oder Lady Katharina, um bloss mal die zu nennen, die du auch kennst.

Die Frage war doch eine ganz andere: Ist es möglich extreme (und damit sind wirklich extreme Phantasien gemeint) SM-Praktiken in den bürgerlichen Alltag herüberzuziehen? Ist es möglich einerseits gleichberechtigte Partnerschaft zu leben und in "gewissen" Momenten die total, bedingungslose Unterwerfung?

Ich denke, du soltest dir das Buch vielleicht auch kaufen und lesen, um zu verstehen, worum es geht.
Susan und Adam hatten nicht so ein bisschen es-ist-freitagabend-lass-uns-SM-machen-Sex.
Das war ein ganz anderes Kaliber und daran sind sie auch gescheitert.

Gruss von
Lady MacLaine

Mo, 26.Okt 2009, 20:39
Danke für den Literaturtipp-und das nach der kürzlich beendeten Frankfurter Buchmesse im Jahr 2009;obwohl der Plot:profesionelle Domina trifft auf gutaussehenden,muskulösen Manager, wohl mehr den Marketingstrategien
geschuldet ist-interessanter wäre es z.b.,wenn sich ein Maso,der bei Opel be-
schäftig und von Zukunftängsten geplagt ist,sich in eine profesionell arbeitende Domina verlieben würde...
Anfang der 90Jahre,erschienen mehrere Sachbücher,die sich dezidiert
mit den Machtgefällen in Sado-Maso Beziehungen beschäftigt haben.
Kann eine Sadistin lieben?Ja,aber,und dieses "aber" ist ist ambivalent.
Der Grundtenor war folgender:der passive Teil hat immer mehr von seinem
persönlichen Einsatz zu verlieren;währendessen der oder die Top,nach Beendigung der Beziehung,sich von seinem Grundverständnis aus,neu definiert.Ich hoffe,das war in der Kürze der Zeit,nicht zu "Holzschnittartig"
formuliert

Grueßle Pittgrilli

Mo, 26.Okt 2009, 21:50
@Lady Maclaine:
ich kann dir unzählige Kolleginnen nennen, die der Szene den Rücken gedreht haben und mit ehemaligen Gästen in die bürgerliche Existenz zurück gegangen sind.


Ich würde gerne wissen wie diese Art von Partnerschaften aussehen.
Was sind das für Frauen? Junge, hübsche Dinger, die nichts im Kopf haben und nur den Dominajob machen, weil es für sie der einzige Weg ist Geld zu verdienen? Die Männer etwa reif und reich, die sich mit einer viel jüngeren Puppe schmücken wollen? Und wenn beide aufeinander treffen ist es für die Frau nicht mehr notwendig als Domina Geld zu verdienen und sie hängt den Job mehr als gerne an den Nagel, weil sie nun eine bequemere Geldquelle hat?
Oder wie sieht das aus?

Di, 27.Okt 2009, 06:51
Nein, Lady Aurelia.
Das haben wir ja schon in dem von dir eröffneten Pfad bezüglich der Partnerschaften besprochen: Wirklich reiche, mächtige und einflussreiche Männer wählen "Uns" nie und nimmer zur offiziellen Partnerin oder Ehefrau. Egal, ob wir dann aussteigen oder nicht......
Die angesprochenen Männer sind eher "Normalos" die leider kein Millionenkonto zu teilen haben, sondern eher die kleinere Lebensvariante.....

Gruss von
Lady MacLaine

Di, 27.Okt 2009, 16:13
Lady Maclaine,

sind es also eher "gleichberechtigte" Partnerschaften, die entstanden sind zwischen Domina und Gast? Warum haben die Frauen aufgehört als Domina zu arbeiten, nachdem sie sich mit den ehemaligen Gästen eingelassen haben? Wurden sie von ihren Partnern dazu gezwungen aufzuhören? Von irgendwas müssen die Frauen doch noch leben.

Di, 27.Okt 2009, 17:22
Liebe Lady Aurelia,

als eine der genannten Beispiele möchte ich mich hier nur kurz zu Wort melden, da mir persönlich diese kokettierte Naivität im Dialog mit einer gewissen Überheblichkeit wahnsinnig auf die Nerven geht!

Auch ich habe den Beruf der Domina aufgegeben (freiwillig und ohne Zwang!) und führe eine gleichberechtigte Partnerschaft, die keineswegs so ausschaut, dass ich nun endlich eine sprudelnde Geldquelle gefunden habe und meine viele Freizeit mit dem Ausreizen der diversen Kreditkarten verbringe. Alles andere sollte dann auch diesbezüglich privat bleiben!

Nach wie vor arbeite ich selbst für mein Geld und meinen „Luxus“! Nur ich bezahle meine Mieten und Fixkosten, sogar die Trainerstunden auf dem Golfplatz! Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben.

Von daher bitte ich doch, ein wenig mehr Respekt walten zu lassen und wildfremde, Ihnen unbekannte Damen nicht als Geldquellen suchende Puppen zu bezeichnen!

Wovon andere Ex-Dominas leben interessiert mich nicht und geht mich auch nichts an! Ebenso verhält es sich mit deren Partnerschaften.

Im Übrigen habe ich das genannte Buch ebenfalls gelesen und kann wenig Übereinstimmungen mit MEINEM Leben finden. Spannend war es trotzdem!

Mit freundlichen Grüßen
ehemals Lady Katharina

Di, 27.Okt 2009, 19:21
@ Katha:
HALT-STOPP-ZURÜCK
Falls Du mit dem momentanen Nickname "Katha" die Berliner Domina Katharina bist, die ehemals am Potsdamer Platz gearbeitet hat und seit cirka 2 Jahren ausgestiegen ist - dann hat Lady Aurelia dich weder erwähnt, genannt oder irgendwie in die Diskussion eingebracht.

Das war ich (Lady MacLaine) die auf einen Beitrag von Goofy geantwortet hat und dich und Madame Madelaine als Beispiele für ausgestiegene Kolleginnen genannt hat.
Lady Aurelia kennt dich gar nicht.

Ich wollte auch nichts und wieder nichts über deine persönlichen Befindlichkeiten schreiben, mir fielen Dein und Madlaines Namen halt nur als Beispiel ein.


Mal abgesehen davon, hast DU dich (ob nun aktiv oder nicht aktiv) hier nie für die Meinung von Irgendjemandem interessiert. (Hi Gooofy - tolles Buschtelefon?)
Also würde ich vorschlagen: Lass es gut sein und geniesse dein bürgerliches Leben inclusive selbstbezahlter Golfstunden %klatsch%

Gruss von umme Ecke
Lady MacLaine
die auch ihre Unterhosen selbst bezahlt
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