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Re: SM Sucht

Do, 11.Sep 2025, 15:12
Janus4252 hat geschrieben:
Do, 11.Sep 2025, 12:47
@ Daytona
in dem Zusammenhang stimmt das sicherlich
Wobei der Teufelskreis immer der gleiche ist, egal ob finanzieller oder körperlicher Ruin
es bleibt immer ein Wrack zurück
Nun, es gibt Millionen, die mit der/ihrer Sucht jahrzehntelang leben, ohne, dass sie zum Wrack werden.
Das eine Sucht den betreffenden Menschen ruiniert, kann sein, muss aber nicht sein.

Re: SM Sucht

Do, 11.Sep 2025, 16:13
Meine 5 Cents:
Die genaue Definition von Sucht kann man ja problemlos finden, aber aus meiner Sicht, sollte man was unternehmen, wenn eines oder mehrere der folgenden Kriterien erfüllt ist - gilt für SM Sucht (hier ist es vermutlich die Sucht nach "Bezahl-Sex" gemeint, aber gilt auch für andere Sachen):
- Vernachlässigung des privaten Umfelds - man kümmert sich nicht mehr gross um die Freunde und Familie bzw. die Beziehung zu diesen verschlechtert sich ständig, Konflikte in der Familie. Gleichgültigkeit gegenüber nahestehenden Menschen und man vernachlässigt soziale Kontakte - im Verein, Beruf, etc. Soziale Isolation
- Gleichgültigkeit im Beruf - Qualität und Quantität der Arbeitsleistung nimmt ab und es besteht das Risiko, dass man den Job verliert. Sozialer Abstieg, etc.
- Unzufriedenheit - man wird immer unglücklicher und "depressiver" und kann nichts mehr geniessen, nicht mal mehr eine Session.
- Finanzieller Ruin bzw. man selber oder Familie (Kinder, Frau, etc.) leidet darunter. Man kann Miete, etc. nicht mehr pünktlich bezahlen, hat Schulden, die man nicht mehr zurückzahlen kann, hat Altersvorsorge verbrannt, lügt Freunde und Familie an, leiht sich von denen Geld, etc.

Wenn man dies selber nicht mehr regulieren und korrigieren kann, würde ich zu einer Therapie raten. Es gibt ja Selbsthilfegruppen zur Sexsucht, etc., wo man Hilfe bekommen kann.

Bei mir gab es vor mehreren Jahren auch mal eine Zeit, wo ich aus meiner Sicht zu viel an SM gedacht habe und auch zu viel und zu intensiv ausgelebt habe. Zum Schluss konnte ich es nicht mehr gross geniessen und dachte bereits am Ende einer Session an die nächste anstatt diese und auch die Erinnerungen danach noch intensiv zu geniessen. Privat, beruflich und finanziell hatte es keine grossen Folgen, aber ich war unzufriedener als die Jahre davor. Was mir geholfen hat, ist längere Pausen einzulegen - z.B. die nächsten 3 oder dann sogar 6 Monate keine Domina besuchen. Dafür habe ich dann vermehrt intensive und lange Sessions mit Übernachtungen, mehreren Damen, etc. genossen und neben den Session, konnte ich auch die Zeit davor (Vorfreude) und danach (Nachbrennen, etc.) wieder viel mehr geniessen. Klar, muss dafür Langzeit ein Kink sein und man muss genügend Kohle haben, aber weniger ist dann oftmals mehr.

Re: SM Sucht

Do, 11.Sep 2025, 20:47
Ich denke, dass die BDSM-Sucht zwar nachweislich weniger schädlich für die Gesundheit ist als eine hier aufgeführte Heroin-Sucht ist, aber es bringt nichts, nur die rein auf die körperliche Unversehrtheit bezogenen Aspekte bei der Betrachtung der Thematik heranzuziehen.

Der finanzielle Aspekt gleicht dem eines Gamblers, der alles am Automat in der Spielhölle vertickt. Pro Stunde gehen da auch mal locker 100 Taler durch den einarmigen Banditen.

Wie korrekt gesagt, kann von Sicht gesprochen werden, wenn andere Lebensbereiche touchiert werden und sich dort Verschlechterung einstellt.

Ich sage auch offen, dass BDSM auch bei mir schon Suchttendenzen aufwies, wenn auch noch nicht in bedrohlichem Ausmaß. Es gab Zeiten, da habe ich definitiv zu viel Kohle in Prügel investiert und darüber hinaus auch viel zu viel und zu lange masturbiert, während ich mein Kopfkino mit Session-Erinnerungen laufen ließ.

Es ist nicht leicht, das direkt unter Kontrolle zu bekommen. Das Beste ist, sich in die Arbeit zu stürzen und die Session-Frequenz auszuweiten. So kann man in bestimmten Umfang der Sucht entgegenwirken.
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Wenn die Peitsch' knallt auf mich nieder, werd' ich glücklich, immer wieder!
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Re: SM Sucht

Fr, 12.Sep 2025, 07:54
Es ist nicht leicht, das direkt unter Kontrolle zu bekommen. Das Beste ist, sich in die Arbeit zu stürzen und die Session-Frequenz auszuweiten. So kann man in bestimmten Umfang der Sucht entgegenwirken.
das mag im Einzelfall stimmen aber nicht allgemein.
Jeder muss selber lernen mit seiner Sucht umzugehen und im Zweifel ist es immer besser sich professionellen Rat zu holen als hier auf unsere Amateurratschläge zu zählen
Man kann leichter ein Atom zertrümmern, als ein Vorurteil

http://www.myblog.de/janus4252

Re: SM Sucht

Fr, 12.Sep 2025, 08:25
Janus4252 hat geschrieben:
Fr, 12.Sep 2025, 07:54
Es ist nicht leicht, das direkt unter Kontrolle zu bekommen. Das Beste ist, sich in die Arbeit zu stürzen und die Session-Frequenz auszuweiten. So kann man in bestimmten Umfang der Sucht entgegenwirken.
das mag im Einzelfall stimmen aber nicht allgemein.
Jeder muss selber lernen mit seiner Sucht umzugehen und im Zweifel ist es immer besser sich professionellen Rat zu holen als hier auf unsere Amateurratschläge zu zählen
Das ist korrekt. Das Suchtverhalten ist bei jedem individuell ausgeprägt und bedarf dem gemäß auch individueller Hilfe.

SM birgt halt schon extremes Suchtpotenzial..... Ich habe es für mich auch entdeckt. GV, normaler Sex, nackte Frauen - nichts davon törnt mich auch nur annähernd an, während alles, was in BDSM fällt, mich regelrecht in einen Rauschzustand versetzt.
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