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Vor sich selbst (nicht) geoutet

Mi, 06.Jun 2018, 01:02
Gestern wollte ich mit einem Freund darüber reden, warum er direkt nach dem Sex manche Sachen explizit eklig findet, auf die er währenddessen (nicht immer, aber manchmal) durchaus abfährt. Ich unterstellte ihm, dass da auch Scham bzgl. seinen sexuellen Bedürfnissen (im Allgemeinen ebenso wie bzgl. bestimmter Neigungen/Praktiken) offenbar der Grund sei und er sich dann nach seinem Höhepunkt zunächst von der Vorliebe distanziere und dann diese und das Objekt der Begierde nicht einmal neutral betrachten könne, sondern explizit verachten müsse. Er wollte nicht näher mit mir darüber sprechen, wollte nicht einmal darüber nachdenken. Aber es kreist nichtsdestotrotz seither in meinem Kopf, und deswegen frage ich nun einmal herum, ob und ggf. aus welchen Situationen ihr solch ein Muster von euch selber oder von euren Partner/innen kennt. 

Bei meinen Kund/inn/en, die ich über meine eigene Webseite offenbar "passend zu mir" vorselektiere, habe ich das in all den Jahren nur bei zwei Personen so erlebt, aber aus früheren Zeiten in den großkommerziellen Studios kenne ich das noch gut, dass Leute sich direkt nach ihrem Play in Grund und Boden schämten und "schnell weg" wollten. Aus meiner Teeny-Zeit kenne ich das auch noch vom Blümchensex, dass eine Frau oder Praktik, die erst begehrt war, rasch als *Wortzensur* oder als Saukram entwertet wurde.

Ein Mann, der bei mir letztlich keine Session buchte, sondern nur im Plauderdate von seinem Fetisch erzählte: "Hinterher fühlt man sich IMMER schlecht". Er wurde wohl auch deshalb kein Kunde, weil ich ihm eher zu einem Coaching- statt zu einem Session-Date riet, um sich zunächst mit seiner offenkundigen Selbstverachtung auseinanderzusetzen und dann beim Play konstruktiver mit seinem Begehren umgehen zu können....  

Ich glaube, dass Personen, die solch eine Zerrissenheit zwischen Geilheit und Ekel / Verachtung erfahren, quasi "vor sich selber nicht geoutet" sind. Stimmt ihr mir zu? 

Mit einem anderen Freund hatte ich heute dann eine Diskussion, ob es überhaupt für jede Persönlichkeits-Entwicklung wichtig wäre, sich vor sich selbst zu outen. Oder ob ich diesbezüglich (sowohl beim gestrigenGesprächspartner als auch damals beim Mann, dem ich die Session ja auch "einfach so" hätte verkaufen können) übermissionarisch wäre ... das sind nun also die Gedanken, die mich gerade beschäftigen und ich bin echt gespannt auf eure Meinungen/Rückmeldung dazu! 

Re: Vor sich selbst (nicht) geoutet

Mi, 06.Jun 2018, 07:01
Das mit dem "übermissionarisch" kann gut sein... Man muss ja nicht ständig alles bis ins Detail analysieren. Dies v.a. dann nicht, wenn es für die betroffene Person gar kein Problem ist, sie nicht darunter leidet.

Ohne jetzt Deine Fragen wirklich beantworten oder tiefgreifend analysieren zu können, möchte ich doch diesen Gedanken auch noch anbringen, den Du allenfalls mit einbeziehen solltest:
Es kommt doch häufig vor, dass man "in der Hitze des Gefechts" (also mitten im Spiel) etwas total super und anturnend findet, dass man etwas macht, das man sonst nicht machen würde, nur weil man gerade vollkommen im Flow ist und sich voll der Lust hingibt. Das kann sogar soweit gehen, dass man seine hehren Prinzipien über Bord wirft (z.B. Sex mit der Ex praktiziert) oder gar ein Kondom weglässt, weil grad nicht greifbar und doch alles ach so geil ist...
Ich selbst mag - je nach Erregungsgrad - die Zufügung heftiger Schmerzen (Schläge oder Strom) recht gut wegstecken, ja sogar nach mehr verlangen - aber nur bis zum Höhepunkt. Danach sieht es deutlich anders aus - zumindest für eine Weile. Das ist zwar eine Reaktion auf einen physischen Stimulus, doch warum sollte dies bei einem psychischen Stimulus grundsätzlich anders sein?
Was ich damit sagen will: Im Zustand der Erregung kann man etwas geil finden, was einem im "Normalzustand" keineswegs angemessen erscheint.
Wie nennt man das Sexualorgan des Sklaven? - Gehirn :-)

Re: Vor sich selbst (nicht) geoutet

Do, 07.Jun 2018, 02:18
Hallo !

Wie immer ein interessantes Thema von Lady Sara. Und wie immer ist ein Kommentar so abhängig vom jeweiligen "Einzelfall" und von den Definitionen des oben Angedeuteten.

Was Otrok schrieb, ich denke diese Richtung von Geilheit im Kopf jenseits "normaler" Grenzen, physisch oder eben auch im Kopf, kennen die meisten von uns.

Es ist oft Teil des Spiels, ein sich Hochschaukeln, gegenseitig und wenn es gut passt, werden hier evtl kurzzeitig Tabus gebrochen, Grenzen ueberschritten usw.

Das kann sehr horizonterweiternd sein.
Oder gar befreiend. Oder evtl auch mal grenzwertig und "erschreckend".

Erschreckend im Sinne von , war ich das jetzt ? Und wollte ich das wirklich ?
Und wenn ja warum ? :- ) Weil, "normalerweise will ich so was doch gar nicht ... etc.

Outen, also sich quasi-öffentlich zu irgendetwas bekennen, zu etwas zu stehen, das hat irgendwie etwas Definitives. Etwas Offizioeses. Etwas Finales, das nur darauf wartete, endlich ausgesprochen zu werden.

In diesem Sinne würde ich aber zB eine gelegentliche Eskapade, eine ephemere Laune, die sich hier und da ihren Weg ihren Weg in mein erotisches "Handeln" bzw Verhalten bahnt, nicht bezeichnen wollen. Wobei, wer bestimmt so etwas schon ?

Fuer mich waere ein Outing zB ein Bekennen zu bisexuellen Praktiken in einem sonst heterosexuellen Kontext. Und dann auch nur, wenn es einem tieferen inneren Beduerfnis entspringt und nicht einer einmaligen Geilheit.

Im privaten Bereich könnte ich es evtl nachvollziehen, diese gefuehlte innere Zerissenheit zwischen unterdrückter Lust und moralischer individueller und anerzogener oder durch entsprechende Sozialisation gewachsener Wertung, die es mir "eigentlich" nicht erlaubt, so etwas zu tun und es dann auch noch zu mögen. ( Wie kann ich nur ? ! Was wird "man" von mir denken ? ! )

Und ebenda kommt es auf Details an. Privat habe ich so etwas kaum erlebt, weil es doch immer auch auf den Partner ankommt, wie weit man jeweils geht oder bereit ist, sich zu "verausgaben", vllcht weil Partner das gerne möchte oder man ahnt das er/sie es moechte oder aber umgekehrt aktiv, um zu sehen , wie weit man es dem Partner evtl zumuten kann....

Eben ein Wechselspiel und abhaengig von der "Konstellation" . Einmal gab es in meiner Erinnerung einen totalen Absturz, weil Partner sich der Diskrepanz zwischen Fantasie und Realitaet nicht bewusst war. Und das kann sich sehr sehr uebel anfuehlen...

Und ist eigentlich, wie so oft, nichts anderes als ein Mangel an gelungener und offener Kommunikation...

In Profibereich hingegen, so würde ich es jedenfalls schwerpunktmaessig sehen, ist es doch oft gerade gewünscht, ein Outing herbeizufuehren. Bewusst oder unbewusst, das würde sehr vom jeweiligen Vertrautheits- und Kenntnisgrad des Spielpartners abhängen.

Denn hier könnte eine Grenzueberschreitung oder ein Tabubruch doch gerade gezielt ein gewünschtes Ergebnis oder Gefuehl herbeifuehren. Eine Katharsis, weil endlich darf ich sein, was ich wollte oder aber aktuelles Aufzeigen vom Unterschied zwischen gefuehlten oder imaginären Bedürfnis und daraus folgender Abschluss des jeweiligen Wunsches.

Was doch auch ein wichtiges Erlebnis und Ergebnis sein kann.

Ich weiss, das Lady Sara jederzeit wesentlich tiefer in diese Themen eindringt, als ich es , mit meiner bescheidenen Erfahrung, erschöpfend kommentieren könnte. Von daher sind meine Ausführungen evtl eher selbstredend, müssig gar.

Was mir aber aus meiner eigenen Erfahrung in diesem Bereich irgendwie sofort in den Sinn kam, bzgl. Diskrepanz zwischen Lust/Bedürfnis und aktuellen Handlungen, sind meine Erlebnisse mit Transsexuellen.

Hat man zB eine anerzogene moralische Regel verinnerlicht, die ( aus welchen Gruenden auch immer ) homoerotische Aktivitäten als inopportun beurteilt, dann hat man ein "seelisches" Problem, wenn man sich hier hingibt.

Was in diesem Bereich umso leichter ist, umso verfuehrerischer, weil es TS gibt, die so weiblich und doch auch so männlich, dass man lässigleicht um den Verstand gebracht werden kann.

Die typische Reaktion auf diese mehr oder weniger latente Bi-Neigung ist dann häufig, dass man, solange man denn aktiv ist, doch niemals in eine homoerotische " Ecke " gestellt werden kann.

Das würde ich dann schon als eine gewisse "Verdraengung" eines evtl angesagten Outings bezeichnen wollen, wobei auch hier, je nachdem, es doch auch nur eine Laune, eine Lust, eine Fantasie , die gelebt werden will, sein kann.

Mit der man leicht leben kann, wenn man nicht gar zu streng ist mit sich selbst. Oder aber mit der man lernt , seine (multiple) Sexualitaet , die sich im Laufe der Zeit doch auch verändert, so wie wir alle und verändern, besser zu verstehen, gar zu akzeptieren...

Soweit so gut.

Ein letzter Gedanke, der mir persönlich immer am Herzen liegt, ist der, dass man abhaengig vom Partner, mit solchen Grenz/Tabu/Extrem- Situationen am besten dann umgehen kann, wenn man vertrauen kann.

Vertrauen zB darauf, dass man nach dem Ausleben einer wie auch immer gearteten Grenzsituation auch wieder "aufgefangen" wird. Von jemandem, der erstens weiss um diese extreme Zerissenheit und zweitens sie auch in den Kontext zu stellen versteht, in den sie gehört.

Dafür muss man sich, meiner Meinung nach, zumindest etwas besser und länger kennen.

Weil erraten, inwiefern das gerade Er- bzw Durchlebte nun wichtig, läuternd oder eher bizarre Routine war, das kann wohl kaum ein Partner...

Insofern bin ich, fuer meinen Teil, auch dafür dankbar, das gewisse Fantasien, auf Anraten meines Tops, und basierend auf ihrer langen Erfahrung auch in Grenzbereichen, nicht realisiert wurden.

Und hier schliesst sich dann mein argumentativer Kreis, nämlich das Outing eher einem inneren Bedürfnis entspringt, aber gewisse evtl extremere Fantasien keines Outings bedürfen, sondern eher einer "Führung" durch einen erfahrenen Partner.

Und dann kann man weitersehen...

Just my 5 cents ...

GLG Moro
Wir spielen alle, wer es weiss, ist klug ( Arthur Schnitzler )

Re: Vor sich selbst (nicht) geoutet

Do, 07.Jun 2018, 07:37
Hatte oder besser habe das zum Teil bei mir selber, wenn ich mir einen runterh..e, dass ich mich vor der Phantasie alleine schon ekele. sprich: ich wixe zu einer extremen geschichte und bin danach völlig angeekelt von mir selber und meinem kopfkino.
zum teil sind es Phantasien, die ich wirklich nie erleben möchte und andererseits sind es tiefe Sehnsüchte, die ich auf jeden fall ausleben möchte. der grat ist sehr schmal, was das angeht und , wie moro es schon angeführt hat, ist es wichtig eine verantwortungsvolle Dame zu finden, die einen an die Hand nimmt und entsprechend führt. aber dafür sind FLRs ja da ;) egal ob bezahlt oder nicht!


ich muss hinzufügen, dass ich aber auch froh über die ein oder andere Grenzüberschreitung meinerseits bin, denn ansonsten würde ich immer noch nur von wilden sessions träumen und nichts erlebt haben, was das angeht!

es bedarf auch einer gewissen eigenen reife!

in dem sinne winke winke

Re: Vor sich selbst (nicht) geoutet

Do, 07.Jun 2018, 09:51
rocknroll2000 hat geschrieben:Hatte oder besser habe das zum Teil bei mir selber, wenn ich mir einen runterh..e, dass ich mich vor der Phantasie alleine schon ekele. sprich: ich wixe zu einer extremen geschichte und bin danach völlig angeekelt von mir selber und meinem kopfkino.
Genau einen solchen Fall meinte ich. Ein Mann, der gewisse Praktiken sowohl als Fantasie bei der Masturbation total geil findet, als auch beim Ausleben mit der (privaten!) Partnerin, die ihn explizit dazu ermutigt, weil sie selbst daran Freude hat.

Wobei sein "Ekel danach" für sie sehr verletzend ist. Sie gibt sich mit ihm gemeinsam einer verbindenden Lust hin, und hinterher ekelt er sich vor der Praktik, vor sich selbst und vor ihr.

Auch ich habe dies schon, auch wenn es mehrere Jahre her ist, so erlebt mit einem privaten Gefährten. Deswegen habe ich wohl auch ganz aktuell auf den Freund und seine Situation so heftig und auch mit "Sendungsbewußtsein" reagiert - um Partei für die mitbetroffene Frau zu ergreifen, weil ich weiß, wie sehr diese "Verleugnung" im Nachhinein mir selbst damals wehgetan hat.

In der Tat kenne ich es, ebenfalls Jahre her, ebenfalls aus dem Profi-Kontext. Da bin ich dann nicht persönlich verletzt, und im damaligen Studiokontext eines fremden Etablissements stand es mir auch nicht zu, dem Gast meine persönliche Meinung zu sagen. Im eigenen Playroom habe ich dem Interessenten diese hingegen eben mitgeteilt und gesagt, ich würde ihm gern helfen, seine Neigung "vor sich selbst zu akzeptieren" und die Scham zu überwinden, sich mit ihr zu versöhnen. Das meine ich, wenn ich "Outing vor sich selbst" sage. Es geht nicht darum, sich vor anderen zu bekennen - es sei denn eben doch in den privaten (!) Partnerschaften auch denjenigen gegenüber, mit denen man das gemeinsam tut.

Re: Vor sich selbst (nicht) geoutet

Do, 07.Jun 2018, 10:41
sara hat geschrieben: [...]und im damaligen Studiokontext eines fremden Etablissements stand es mir auch nicht zu, dem Gast meine persönliche Meinung zu sagen.
Oh Gott, na zum Glück ist das nicht die Regel.
rocknroll2000 hat geschrieben:Hatte oder besser habe das zum Teil bei mir selber, wenn ich mir einen runterh..e, dass ich mich vor der Phantasie alleine schon ekele. sprich: ich wixe zu einer extremen geschichte und bin danach völlig angeekelt von mir selber und meinem kopfkino.
Finde ich völlig normal.
Wenn ich das was ich mir vorstelle alles in real umsetzen würde, säße ich längst im Knast...
sara hat geschrieben:
Wobei sein "Ekel danach" für sie sehr verletzend ist. Sie gibt sich mit ihm gemeinsam einer verbindenden Lust hin, und hinterher ekelt er sich vor der Praktik, vor sich selbst und vor ihr.
Halte ich auch für nachvollziehbar. Direkt nach dem Orgasmus will doch keiner direkt in "Runde 2" starten. Zumindest die Wenigsten.
Unverschämt finde ich es, das seiner Partnerin unter die Nase zu reiben. Ein bisschen zusammenreißen würde wohl nicht schaden. Lernt er spätestens dann, wenn sie nicht mehr mitspielt und sich einen Mann mit besseren Manieren sucht.
Alle 11 Minuten verhaut eine Domina einen Sklaven auf Dominaforum.net...

Re: Vor sich selbst (nicht) geoutet

Do, 07.Jun 2018, 10:55
Lady Lia hat geschrieben: Wenn ich das was ich mir vorstelle alles in real umsetzen würde, säße ich längst im Knast...

Wenn deine Fantasie ist, dich mit Erdbeeren bewerfen zu lassen und du dir dazu einen runterholst oder eine Frau drum bittest, mit dir eine Erdbeerschlacht zu machen und sie hat mit dir gemeinsam Spaß dran, landest du nicht im Knast.

Wenn deine Fantasie ist, ein Rape Play zu machen und du ein einvernehmliches BDSM-Setting verabredest, das sich um's Rape Play dreht, dann auch nicht. (Dass ich reale Vergewaltigungen nicht befürworte, war mir so selbstverständlich, dass ich das nicht separat erwähnt habe.)

Zugegebenermaßen geht es in allen Fällen, an die ich dachte, aber eher um etwas, was hinsichtlich auch der moralisch-ethischen "Verwerflichkeit" eher dem Erdbeer-Beispiel vergleichbar ist. (Aber auch da landet man im Knast, wenn man auf der Straße Fremde beschmeißt.)

Bzgl. des Begriffs "Auslebens" beziehe ich mich in einem Kontext wie dem DoFo IMMER auf das "Ausleben innerhalb von BDSM" und nicht auf das, was gelegentlich als Realsadismus bezeichnet wird.

Es geht mir aber darum, "vor sich selbst geoutet" eine Praktik oder ein Rollenspiel-Setting in ein Ausleben im Play-Kontext umsetzen, also eben auch dazu zu stehen (und es nicht direkt danach zu verdrängen oder in Selbstverachtung oder partnerschaftliche Verachtung umzumünzen!), dass man eine Praktik oder eine Rollenspiel-Fantasie im Play-Kontext GERN auslebt bzw. bei der Masturbation die Fantasie GENIESST ....

Re: Vor sich selbst (nicht) geoutet

Do, 07.Jun 2018, 14:15
Sorry, der Drang von einigen alles auszudiskutieren, alle Probleme, Schwierigkeiten und Intimitäten öffentlich zu machen, finde ich völliger Unsinn.

Wenn ich ins Studio oder "Bezahlsex" gehe, möchte ich meine Phantasie mit einer Dame, die mir sympathisch ist und die meine Neigungen "umsetzt", ausleben. Ich erwarte nicht, dass die Dame Ihre persönliche Meinung zu meinen Neigungen, etc. sagt. Wenn jemand zu einer "normalen Prostituierten" geht, erwarte ich auch nicht, dass die Dame ihre persönliche Meinung sagt, wie "Du hast aber einen kleinen", "Du bist ein lausiger Liebhaber" oder "Du gibst seltsame Geräusche von Dir". Man sagt, es war "schön", etc. und dies ist nicht unehrlich, sondern dies nennt man ANSTAND. Genau gleich bin ich nett und höflich und belästige die Dame nicht mit persönlichen Sachen von mir, die nicht in die Situation passen.

Klar, kann dies wenn man den Gegenüber schon lange und gut kennt etwas ausgeweitet werden, aber viele wollen dies auch dann nicht. Und bei Menschen, die richtig psychische Probleme haben, egal ob mit Partnerschaft, Sexualität, etc. sind die meisten Damen sowieso nicht geeignet, dies zu analysieren und zu therapieren. Als Maximum würde für mich gelten, wenn man dieser Person sagt, dass evtl. ein Psychiater, Therapeut oder welcher Experte auch immer, helfen würde.

Ich bin nicht prüde und weltoffen, aber ich muss bei einem Geschäftsessen oder einem Essen mit relativ fernen Bekannten/Verwandter (ich spreche jetzt nicht von Freunden) nicht deren sexuellen Probleme, Vorlieben oder andere intime Details ungefragt erfahren. Dieses sich "outen" oder Sachen abzuladen hat die letzten Jahre extrem zugenommen. Bei homosexuellen Menschen macht ein sich outen auch bei "Nicht-Freunden" ja durchaus Sinn, da dies ihren Partner, etc. erklärt, aber ich muss wirklich nicht wissen, wenn ein ferner Bekannter Erektionsstörungen hat oder ob ein Geschäftspartner orale Praktiken oder was auch immer bevorzugt.

Re: Vor sich selbst (nicht) geoutet

Do, 07.Jun 2018, 15:23
@cm: Sehr guter Kommentar. %klatsch%

Ich schäme mich auch direkt nach dem Orgasmus und finde das normal, weil die Sachen die ich mir da wünsche sind nun mal nicht ganz alltäglich und erniedriegend. Es ist zwar in dem Moment geil, aber gleich danach eben irgendwie nicht mehr so. Ich finde dieses Schamgefühl auch nicht schlecht, denn es hilft mir die Bodenhaftung zu behalten und nicht immer nach Steigerungen des erlebten zu trachten. Denn da gibt es ja bekanntlich keine Grenzen.
Der Partnerin allerdings Vorwürfe zu machen finde ich schon etwas merkwürdig. Ich bin ja froh das jemand meine Wünsche umsetzt und mich hoffentlich nicht "eklig" findet.

Re: Vor sich selbst (nicht) geoutet

Do, 07.Jun 2018, 15:41
Bin mir sicher, dass ’meine‘ Holde mich schon irgendwie merkwürdig, bescheuert oder sogar eklig findet - aber das wird sie mir bestimmt nie persönlich unter die Nase binden. Solange für sie das Schmerzensgeld das Alles kompensiert, wird sie mich anlächeln und irgend etwas in die Richtung: ”war schön, freue mich aufs nächste mal“ sagen. Und mehr braucht es auch nicht.

Und dass ich mich vor IHR nach der Session ekle, kann ich absolut ausschließen :-D
Dieses Verhalten kann ich auch absolut nicht nachvollziehen. Ich bin ihr dankbar und ändere mein Verhalten zu ihr in keinster Weise. Weder vor, nach oder während der Session
Life is too short to ignore your passions

Re: Vor sich selbst (nicht) geoutet

Do, 07.Jun 2018, 17:02
cm hat geschrieben: Wenn ich ins Studio oder "Bezahlsex" gehe, möchte ich meine Phantasie mit einer Dame, die mir sympathisch ist und die meine Neigungen "umsetzt", ausleben. Ich erwarte nicht, dass die Dame Ihre persönliche Meinung zu meinen Neigungen, etc. sagt. Wenn jemand zu einer "normalen Prostituierten" geht, erwarte ich auch nicht, dass die Dame ihre persönliche Meinung sagt, wie "Du hast aber einen kleinen", "Du bist ein lausiger Liebhaber" oder "Du gibst seltsame Geräusche von Dir". Man sagt, es war "schön", etc. und dies ist nicht unehrlich, sondern dies nennt man ANSTAND. Genau gleich bin ich nett und höflich und belästige die Dame nicht mit persönlichen Sachen von mir, die nicht in die Situation passen.
Der in meinem Beispiel erwähnte Kunde hatte ein Plauder-Date gebucht, wo es darum ging, wie und ob wir seine Session-Idee gestalten könnten.

Wenn ich dann anbiete, dass wir diese zwar gestalten können, ich persönlich aber eher zu einem Coaching rate, paßt dies in die Situation.

Und der private Bekannte, den ich erwähnt habe, ist ein privater Bekannter. Wenn er mir überhaupt etwas über die Sexualität mit seiner Partnerin erzählt, dann sage ich dazu natürlich meine persönliche Meinung - es ist dann lediglich die Frage, wie "tief" meine Antwort ausfallen soll.

----

Da viele meiner Kunden mich gerade WEGEN meines persönlichen Ansatzes schätzen, wünschen sich übrigens die meisten meine Ehrlichkeit. Ich denke nie "Du machst komische Geräusche", sondern ermutige im Gegenteil dazu, sich in der Lautäußerung nicht zurückzuhalten, weil ich auch dabei zum "Bekenntnis vor sich selbst und den Sexualpartner*innen" rate.

Falls ich gefragt werde, ob eine Session mir gefallen hat oder nicht (oder im Vorfeld gefragt werde, ob sie Chancen hat, mir zu gefallen) sage ich auch meine ehrliche Meinung. Z.B. darf jeder Maschinensex-Kunde gern wissen, dass eine reine Maschinensex-Session für mich eher langweilig ist, weil ich lieber die persönliche Interaktion mag, als an Reglern zu drehen - trotzdem habe ich viele Maschinensex-Kunden, die das überhaupt nicht stört, weil sie eben gar nicht erwarten, dass mich das Bedienen der Regler erregt. Oder wenn sie echt wollen, dass ich mich dann doch stärker einbringe, dann variieren wir die Session entsprechend und es gibt abwechselnd Streicheleinheiten und Maschinensexreize. - Dass ich keine Orgasmen fake, daher aber auch Sessions, die mich zu solchen bringen könnten, immer an eine obligatorische Plauderdatebuchung koppele, wo ich sehr genau sage, was für mich erfahrungsgemäß gut oder schlecht funktioniert, ist auch hier schon im Forum öfter diskutiert worden. - Da ich Sensual Playerin bin (und da ich gern meine sinnlichen Erfahrungen analysiere und dies dann auch wieder fetischisiere, siehe nächsten Beitrag) gefallen mir sehr viele Sessions, die sinnliche Elemente beinhalten, tatsächlich sehr gut. (Aber auch dann verrate ich ehrlich, dass ich privat kein Latex trage, sondern NUR die sinnliche Interaktion in Latex mag etc. ----)
Zuletzt geändert von sara am Do, 07.Jun 2018, 17:19, insgesamt 3-mal geändert.

Re: Vor sich selbst (nicht) geoutet

Do, 07.Jun 2018, 17:05
Lady Lia hat geschrieben: Schämt er sich für eine Erdbeer-Essenschlacht oder zertrampelt seine Partnerin für ihn z.B. lebende Kaninchen? Da liegt der Hase im Pfeffer.
Das Zertrampeln lebender Tiere halte ich für reale Gewalt und nicht für BDSM.

Und es ist für meine Frage wirklich egal, ob es um die Erdbeerschlacht, den Natursekt, den Cunnilingus, das Vollkacken von Windeln oder Travestismus geht.
cm hat geschrieben:Sorry, der Drang von einigen alles auszudiskutieren, alle Probleme, Schwierigkeiten und Intimitäten öffentlich zu machen, finde ich völliger Unsinn.

Dass ich einen "Drang habe, alles zu analysieren" im Bereich der Sexualität, ist möglicherweise auch bis zu einem gewissen Grad MEIN Fetisch.

Meine Lust am Nachfragen in der Theorie und am Ausprobieren in der Praxis und am Analysieren des Gehörten/Gelesenen/Erlebten hat den Nebeneffekt, dass ich mich für viele Themen indirekt sehr echt interessiere, die eigentlich per se nicht direkt mein Kink sind.

Das wiederum sorgt dafür, dass viele Menschen (sowohl in meinem privaten Umfeld als auch unter meinen Kund/inn/en) in ihren Kinks sehr echt von mir "gesehen" werden und sich bei mir gut aufgehoben fühlen. Aber wie gesagt, das ist lediglich "Nebenprodukt" meines vielen Nachfragens und Nachdenkens, wenn ich etwas spannend finde.

Wer keine Lust hat, sich an derartigen Diskussionen zu beteiligen, dem bleibe dies ganz unbenommen.

Re: Vor sich selbst (nicht) geoutet

Fr, 08.Jun 2018, 21:05
cm hat geschrieben:Sorry, der Drang von einigen alles auszudiskutieren, alle Probleme, Schwierigkeiten und Intimitäten öffentlich zu machen, finde ich völliger Unsinn.
Dafür, dass du es für völligen Unsinn hälst, hast du allerdings erstaunlich viel zum Thema beigetragen... %zwinker%
cm hat geschrieben:Wenn ich ins Studio oder "Bezahlsex" gehe, möchte ich meine Phantasie mit einer Dame, die mir sympathisch ist und die meine Neigungen "umsetzt", ausleben. Ich erwarte nicht, dass die Dame Ihre persönliche Meinung zu meinen Neigungen, etc. sagt.
Manchmal kommt Hilfe aber auch ungefragt. Wenn du dein Portemonnaie verliest, ist es dir doch sicher auch lieber, jemand weist dich darauf hin, dass es dir gerade runtergefallen ist, statt dass du es beim Zurückgehen hinterher geplündert findest.

Ebenso hat sara eine Möglichkeit gesehen die geistige Gesundheit eines Menschen zu stärken, indem sie ihm dabei helfen wollte seine Neigung anzuerkennen.
Mir kann niemand erzählen, dass er ziemlich gut mit sich leben kann in diesem Kreis aus verbotener/selbstzensierter Geilheit und anschließender Scham, denn bei jeder beginnenden Erregung wird man unweigerlich auch an die sicher kommende Scham denken müssen, und das kann auf keinen Fall seelisch gut tun.

Im Hauptberuf arbeite ich in einem Supermarkt, und wenn ich da einen Einkaufswagen mit einer Handtasche sehe und zwei Meter weiter die Besitzerin, weise ich sie auch ungefragt daraufhin, dass sie in ihrem eigenen Sinne ihre Handtasche nicht unbeobachtet lassen soll. Wenn die Leute nur mal in 20% der Fälle auf mich hören würden, wäre es nicht soweit gekommen, dass kürzlich einer Kundin, oh Wunder, der Geldbeutel entwendet wurde, während sie zombiegleich ins Regal gestarrt hat und ihre Habe unbeobachtet ließ.
cm hat geschrieben:Genau gleich bin ich nett und höflich und belästige die Dame nicht mit persönlichen Sachen von mir, die nicht in die Situation passen.
War ja gar nicht unpassend, daher ist das eher ein irrelevanter Einwand von dir.
moronikus hat geschrieben:Ein letzter Gedanke, der mir persönlich immer am Herzen liegt, ist der, dass man abhaengig vom Partner, mit solchen Grenz/Tabu/Extrem- Situationen am besten dann umgehen kann, wenn man vertrauen kann.

Vertrauen zB darauf, dass man nach dem Ausleben einer wie auch immer gearteten Grenzsituation auch wieder "aufgefangen" wird. Von jemandem, der erstens weiss um diese extreme Zerissenheit und zweitens sie auch in den Kontext zu stellen versteht, in den sie gehört.

Dafür muss man sich, meiner Meinung nach, zumindest etwas besser und länger kennen.
cm hat geschrieben:Und bei Menschen, die richtig psychische Probleme haben, egal ob mit Partnerschaft, Sexualität, etc. sind die meisten Damen sowieso nicht geeignet, dies zu analysieren und zu therapieren. Als Maximum würde für mich gelten, wenn man dieser Person sagt, dass evtl. ein Psychiater, Therapeut oder welcher Experte auch immer, helfen würde.
Ich halte es für sehr viel wahrscheinlicher, dass der Betroffene das Angebot der Fragenden annimmt, da ihn mit ihr ja bereits die Realität der verpönten Fantasie verbindet, die sie somit zur "Komplizin" macht und nicht zu einem Außenstehenden, das wäre eher ein Therapeut. Die Psyche ist ne komplizierte Sache, und ich bin nicht studiert darin, aber mit meinem Vorstellungsvermögen stufe ich es als plausibel ein, dass eine Angst, ein fremder Therapeut könne ein peinlich-vernichtendes Urteil aussprechen, vorhanden ist, während das Gewissen sich zumindest darin beruhigt, dass die Komplizin die schambehafteten Handlungen ja mitgemacht hat, also involviert ist und damit dem Betroffenen näher als jeder andere. Die "Vertrautheit" liegt damit im Grunde in der Komplizenschaft - gut, dies allerdings auch nur, wenn der Betroffene ihre Hilfestellung angenommen hätte.
cm hat geschrieben:Ich bin nicht prüde und weltoffen, aber ich muss bei einem Geschäftsessen oder einem Essen mit relativ fernen Bekannten/Verwandter (ich spreche jetzt nicht von Freunden) nicht deren sexuellen Probleme, Vorlieben oder andere intime Details ungefragt erfahren.
Ich habe saras Schilderung mitnichten so verstanden, dass es sich um einen entferntern Brieffreund handelt, sondern um jemanden, der ihr ja bereits mal offenbart haben muss, dass er sich an Sachen aufgeilt, die er zehn Minuten später verachtenswert findet.
otrok hat geschrieben:Es kommt doch häufig vor, dass man "in der Hitze des Gefechts" (also mitten im Spiel) etwas total super und anturnend findet, dass man etwas macht, das man sonst nicht machen würde, nur weil man gerade vollkommen im Flow ist und sich voll der Lust hingibt. Das kann sogar soweit gehen, dass man seine hehren Prinzipien über Bord wirft (z.B. Sex mit der Ex praktiziert) oder gar ein Kondom weglässt, weil grad nicht greifbar und doch alles ach so geil ist...
Deine Beispiele lassen sich nur bedingt anwenden, denn gerade beim kondomlosen Sex sehe ich eine Verantwortung, zumindest wenigstens einen Schwangerschaftstest, darüberhinaus auch die Palette an STI-Tests durchzuführen.
Wenn saras Anspruch an ihre Sessions ist, dass sie einen ganzheitlichen Service bieten möchte, finde ich es völlig normal, dass sie auch den Gast auch nachhaltig zufrieden aus ihrem Studio entlassen möchte. Dass sie ihm in diesem Sinne die beste Hilfestellung angeboten hat, die ihr einfiel, leuchtet mir völlig ein.
"So where do you live, anyway?" - "Mostly in my head."

Re: Vor sich selbst (nicht) geoutet

Do, 14.Jun 2018, 10:04
Hallo,

viele von euch haben auf dem Level von Profi-Beziehungen geantwortet.

Wie ich schon schrieb, war Anlass für diese Umfrage eine Situation mit einem Freund. Und in der Tat ist das natürlich kein "ferner Bekannter", sondern jemand, der sich mit mir gemeinsam in der privaten SM- und Fetisch-Szene bewegt und mit dem ich daher gelegentlich (sowohl zu zweit als auch zu dritt mit seiner Partnerin=Ehefrau) sogar selbst privat spiele. (Die meisten meiner privaten Freundschaften sind "Freundschaften plus" oder beinhalten dies zumindest als Option.)

Den "Ekel danach", um den es ging, habe ich selbst bislang mit ihm nur am Rande (bzw. aus Beobachterinnen-Perspektive) erlebt, weil wir miteinander nur sehr klar umrissene gemeinsame BDSM-Themen praktizieren. Es gibt aber eine Praktik zwischen ihm und seiner Frau, die übrigens für viele Menschen als "völlig normaler Blümchensex" zählen würde und nicht als ultra-perverser Schweinkram oder gar Gewalt, die sie sehr liebt und die er manchmal mit ihr auslebt, dabei einen Mega-Ständer hat und auch sehr geil davon abspritzt, aber hinterher ekelt er sich eben - vor sich, vor ihr, vor ihrer Mumu, vor dem Akt.

Ich hatte mich explizit dagegen entschieden, dies in dem ursprünglichen Posting so detailliert aufzulisten, weil ich gerne eine möglichst allgemeine Antwort von euch haben wollte, keine auf die Praktik bezogene Stellungnahme, dass "das doch nicht so schlimm" sei. (Irgendwo hier im Forum hab ich das sogar schonmal gepostet, da lief die Diskussion dann auch aus dem Ruder.)

Tatsächlich geht es mir im konkreten Fall bei meinem Bedürfnis, ihn zu einem "Outing vor sich selbst" zu bekehren, nur in zweiter Linie um sein Wohlbefinden (auch ich bin überzeugt, dass ein Mit-Sich-Ins-Reine kommen für ihn selbst förderlich wäre) als um ihr Wohlbefinden, weil ich sie eben auch sehr mag und ihr stilles Leiden an seiner Ambivalenz miterlebe. Bzw. an den Doublebinds, die er ihr gegenüber durch das widersprüchliche Verhalten aussendet. Konkret bin ich der Meinung, dass ein "Outing vor sich selbst" ihr gegenüber FAIR wäre. Und dass seine mangelnde Bereitschaft, sich mit seiner Sexualität und den Auswirkungen seiner Ambivalenzen auf die Sexpartner/innen (in dem Fall auf mich nur indirekt, es KÖNNTE mich aber auch direkt betreffen, wenn ich eben auch DIESE Praktik mit ihm teilen wollte oder wenn sich seine Ambivalenz auf eine andere Praktik bezöge, die ich eben mit ihm gerne zelebriere) dementsprechend UNFAIR ist. Ich solidarisiere mich also mit ihr, bis zu einem gewissen Grad identifiziere ich mich sogar, u.a. werden auch unangenehme Erinnerungen an die zuvor erwähnten frühen Teeny-Erfahrungen wach.

So, nun sind wir also einen Schritt weiter. Eure Antworten waren interessant für mich zu lesen, aber keine davon konnte mir persönlich weiterhelfen. Denn einerseits "geht es mich nichts an" - und andererseits eben doch ....

DAZU würde ich gern wissen, was ihr denkt.

Ich schreibe dies nicht als die Domina mit privater SM-Erfahrung, sondern als ratsuchende Privat-SM-erin, die aber eine Parallele zu (vielleicht sogar typischen) Profi-Situationen sieht/zieht. Da ich "Scham danach" sonst eben, abgesehen von meinen Pubertätserfahrungen, v.a. aus "typischen" Studios erinnere.

Sara
Antworten

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