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Feedbacks, Gefühle und Emotionen.....

Mo, 27.Mär 2017, 20:17
Die untenstehenden klaren Worte von Lady MacLaine haben mich gedanklich beschäftigt und nicht mehr losgelassen! Aus diesem Grund eröffne ich dafür einen eigenen Thread. Das Thema hat es, glaube ich, verdient, bzw. mir liegt dieses Thema auch sehr am Herzen.

Ausgangslage
Lady MacLaine hat geschrieben:Was geht es den Gast an, was ich über die Session denke?

Gar nichts!
Er zahlt, ich gebe mein Bestes und das war's dann.
Dieses Gebohre und Gefrage ist sowas von nervig.

So seh ich das
Lady MacLaine
sowie als Reaktion auf meinen Beitrag:
Lady MacLaine hat geschrieben:@all: Ich weiß ja genau, dass die meisten Gäste die Illusion brauchen, dass die Dienstleisterin etwas dabei "empfindet" (was auch immer) und den Besucher als Person wahrnimmt.
Kann ich ja auch verstehen und in einzelnen Fällen gibt es diese Bindungen auch. Manchmal sogar feste Beziehungen oder Ehen.
Aber bitte Männer, seid doch realistisch: Da klingelt es, jemand kommt rein, man wechselt ein paar Worte, er geht ins Bad, die Domina überlegt was zu tun ist und los geht's. Je nach Können und Erfahrung wurschtelt sie sich durch die Session und ist glücklich wenn der Gast zu einem befriedigenden Ende kommt. #Dann kommt er vielleicht wieder#
Danach wieder etwas SmallTalk und tschüss.
Und das ganze 3 bis 5 Mal am Tag. Von Gummisession bis Spanking, von Hartcore bis Kuschelsession.
Jedem Gast genau das, was er will. Es kann sich nämlich KEINE Profifrau leisten zu viele Spielarten abzulehnen. Dann verhungert sie schlicht und einfach.

Und glaubt ihr im Angesicht dieser Tatsachen wirklich, dass bei einer solchen Begegnung bei der Dienstleisterin irgendwelche Gefühle in Bezug zu dem was sie tut auftauchen?
Ich kann euch sagen, dass wir natürlich immer und jedes Mal heilfroh sind, wenn der Kunde glücklich und zufrieden durch die Tür geht. Aber wer mehr Gefühle vorspielt - spielt halt etwas vor.

Mir ist klar, dass ihr das nicht hören (oder lesen wollt) und wahrscheinlich werde ich jetzt wieder als verbittert beschimpft. Egal... ist mir wurscht.
Ich war immer eine gute Dommse und hab immer alles gegeben, dass der Gast ein gutes Spiel hatte.
Nicht mehr und nicht weniger.
Grüße von
Lady MacLaine
Meine Überlegungen und Meinung dazu
Beim ersten Durchlesen empfand ich die Antwort von Lady MacLaine als sehr heftig und auch provozierend. Ist das wirklich der Studioalltag? Vermutlich ja, zumindest in den meisten Studios. Und aufgrund dieser fast „anonymen“ Abfertigungen kann ich dann auch die konkreten, harten Aussagen besser akzeptieren und nachvollziehen. Allerdings weiss ich, auch aus eigener Erfahrung, dass es gottseidank nicht überall so unpersönlich verläuft.

Wenn Otto Normalverbraucher den Begriff SM hört, den Begriff BDSM kennt er vermutlich gar nicht, kommt ihm wahrscheinlich in erster Linie Begriffe wie „Schlagen“, „Schmerz“ und „Peitsche“ in den Sinn. BDSM ist aber unendlich viel mehr! Was Otto Normalverbraucher in z.B. entsprechenden Magazinen oder Zeitungsmeldungen auch nicht sehen kann, um BDSM zu praktizieren, braucht es zwischen den beteiligten Personen eine Einvernehmlichkeit. Niemand wird zu etwas gezwungen, was er wirklich nicht will. Was es hingegen unbedingt dazu braucht, ist, „VERTRAUEN“. Je mehr davon vorhanden ist, umso besser. Damit erzähle ich hier nichts neues, ich weiss! Was ich damit sagen will, BDSM hat sehr viel mehr mit Emotionen, Gefühlen und der Psyche zu tun, als mit körperlichen Schmerz. Da für mich BDSM weit mehr ist als nur eine sexuelle Spielart, wahrscheinlich aufgrund der grossen devoten, vorhandenen Neigungen und für mich Gefühle und Emotionen, wie vorstehend dargelegt, unbedingt zum BDSM gehören, erst diese machen BDSM, jedenfalls für mich zu etwas sehr Einzigartigem, wäre ich in einem „unpersönlichen“ SM-Mainstreamstudio kaum gut aufgehoben! Ich bin, wie auch schon geschrieben, nicht der typische Mann und anscheinend auch nicht der typische Dominakunde. Ich möchte ein Vertrauensverhältnis zu einer Domina aufbauen, mich ihr längerfristig immer wieder hingeben, mich ihr unterwerfen. Dazu braucht es natürlich die passende Domina, damit meine ich jetzt nicht in erster Linie ihr Aussehen, sondern die gemeinsame Schnittmenge der Praktiken des BDSM, die gegenseitigen Sympathie und Chemie aber vor allem auch das Grundverständnis über BDSM, so wie ich das verstehe und empfinde. Diese passende Domina habe ich vor über drei Jahren aus purem Zufall gefunden! Interessanterweise oder vielleicht auch gerade deswegen, bezeichnet sie sich selbst als nicht typische Domina. Sie hatte anfangs, bevor sie sich mit viel Ehrgeiz ihr eigenes Studio eingerichtet hat, auch in grossen Studios gearbeitet und fühlte sich da nicht sehr wohl. Sie, wie ich, bewegen uns auch im nichtkommerziellen BDSM, bzw. sie kommt ursprünglich aus der nichtkommerziellen Szene und lebt auch privat BDSM.

So, mit dieser Einleitung zum besseren Verständnis komme ich jetzt zum eigentlichen Thema. Nach jeder Session gebe ich meiner Herrin ein detailliertes Feedback und sie schreibt mir ihre Sicht, wie sie die Session erlebt hat. Dadurch erfahren wir gegenseitig, was der jeweils andere besonders schön oder weniger prickelnd empfunden hat. Dadurch lernen wir uns immer besser kennen, das gegenseitige Vertrauen wird so verstärkt und dies ermöglicht uns, tiefgehende und befriedigende Sessions für beide Seiten zu gestalten und zu erleben. Mir ist es sehr wichtig, dass sich meine Herrin mit mir, in der Session, wohlfühlt. Das ergibt sich schon aus meiner devoten Veranlagung per se. Selbstverständlich haben auch die Wünsche und Neigungen der Herrin in der Session ihren Platz! Es ist also ein freiwilliges Geben und Nehmen von beiden Seiten. Und genau dadurch werden und sind die Session sehr authentisch, ohne eigentliche Inszenierung und von grosser Qualität!

Mich würde es jetzt interessieren, wie handhabt ihr das mit Feedbacks? Schreibt ihr Feedbacks und bekommt ihr auch eventuell eines zurück? Ist es wirklich so „unpersönlich“ in den Studios oder zumindest in den grossen Studios? Oder gibt es schon Unterschiede, z.B. bei einer Domina oder einer dominanten Bizarrlady die alleine arbeitet?
Werden Stammkunden als individuelle Personen, als Menschen wahrgenommen? Ist euch die „emotionale“ Nähe zur Domina wichtig oder betrachtet ihr dies eher als eine reine Dienstleistung im Sinne von Lady MacLaine? Wie geht ihr mit Emotionen und Gefühlen um, teilt ihr diese mit der/dem Domina/Kunde.
Und zu guter Letzt, haben auch die Wünsche der Domina in einer Session Platz, auch wenn diese jetzt nicht unbedingt euer Fetisch ist?

Zum Schluss möchte ich noch betonen, dass ich mit diesem Thread keinesfalls vermitteln will, dass nur meine Sicht die RICHTIGE ist. Für jeden von uns ist BDSM sehr individuell. Hauptsache es passt für jeden einzelnen.

Gruss
GeniesserCH

Re: Feedbacks, Gefühle und Emotionen.....

Mo, 27.Mär 2017, 21:22
Lady MacLaine hat geschrieben:Was geht es den Gast an, was ich über die Session denke?

Gar nichts!
Er zahlt, ich gebe mein Bestes und das war's dann.
Dieses Gebohre und Gefrage ist sowas von nervig.

So seh ich das
Lady MacLaine

Man kann einen Beruf ausüben und professionell gute Arbeit leisten, wenn aber so offensichtlich die Freude am Beruf fehlt kann das gerade in einem so emotionalen Gewerbe wie der Umsetzung der tiefsten Empfindungen und Wünsche seiner Gäste eigentlich auf Dauer nicht gut gehen.

Hierbei beziehe ich mich nur auf diese Aussage sondern über viele Beiträge der Lady in den letzen Monaten.

Wenn doch, ziehe ich meinen Hut für die schauspielerische Leistung.

Für mich sind solche Aussagen der absolute Abtörner. Ich bin komplett gegen die romantisierung des professionellen und gewerblichen SM. Ich weiß, das ich ein zahlender Kunde/Gast bin und sich die Dame nicht Hals über Kopf in mich verlieben wird. Ich bin mir weiterhin bewusst, das die Damen in erster Linie Geld für ihren Lebensunterhalt und zum Teil für die Unterhaltung des Studios verdienen müssen. Auch ich gehe für Geld arbeiten und wenn ich genug hätte, wäre von einem Tag auf den andern Schluß damit. Trotz alledem haben ja die meißten von uns ihren Beruf aufgrund ihrer Vorlieben und Talente gewählt. Von daher sollte ein gewisser Spaß an dem,was man da tut schon vorhanden sein. Vor allem bei einer doch recht exotischen Berufswahl wie Domina und Inhaberin eines eigenen Studios. Schlechte Tage oder schlechte Phasen wo einen alles ankotzt und man nur noch funktioniert weil man eben muss haben wir alle.Wenn ich aber merke, das jemand seinen Beruf ohne Freude und nur nach dem "Rein-Raus"-Prinzip betreibt werde ich dafür ganz sicher weder meine Zeit noch mein Geld verschwenden.

Und ja, auch wir Männer haben eine gewisse Menschenkenntnis und Empathie um solche Unterschiede zu merken :-D

Ich maße mir nicht an Lady MacLaine´s Beweggründe für die Art ihrer Berufsausübung zu hinterfragen, ich frage mich allerdings schon, wie sich so etwas auf die Sessions auswirkt und wie sich nach solchen Aussagen überhaupt noch Gäste einfinden.

Das ist ein absolut subjektiver Eindruck meinerseits. Zum Schluß werde ich noch einmal philosophisch :
Menschen sind Spiegel , sie reflektieren das , was vor ihnen steht.

Will heißen, wenn die Dame mit erkennbarem Spaß bei der Arbeit ist,ist die Wahrschenlichkeit das der Gast ebenfalls Spaß hat deutlich höher und die Quote der erfüllenden Sessions für beide Seiten einfach besser. Funktioniert zwar leider nicht immer,aber häufig genug um es zu praktizieren. Auch außerhalb des SM.
Viele Grüße , Shimada

Motto : Wenn alle Stricke reißen, dann nimm Handschellen

Re: Feedbacks, Gefühle und Emotionen.....

Mo, 27.Mär 2017, 21:34
Ich finde, dass die ehrliche Schilderung von Lady MacLaine im Großen und Ganzen die Realität in der gewerblichen SM-Szene wieder gibt. Und das ist in anderen Prostitutionsbereichen auch nicht anders.

Es macht keinen Sinn wenn wir unsere Augen davor verschließen und nur uns selbst sehen wollen.

Versetzen wir uns doch mal in die Lage einer Domina, die 500 - 1000 Kunden im Jahr zu bewältigen hat. Die muss sich quasi auch abschotten und professionell distanziert bleiben um nicht emotional unter zu gehen. Ist in übrigens in vielen psychosozialen Berufen so.

Gruß Paul
https://twitter.com/paulsupp99

Re: Feedbacks, Gefühle und Emotionen.....

Mo, 27.Mär 2017, 22:10
Ich trenne hier klar zwischen Zwangsprostitution und freiwilliger Arbeit im Sex-Bereich. Letzteres sehe ich im Grunde als einen Beruf wie (fast) jeden anderen an. Und es gibt unterschiedliche Herangehensweisen. Und wenn jeder ehrlich ist weiß auch jeder welche er in der Regel bevorzugt wenn er einen Service in Anspruch nimmt. Von den Geiz ist Geil Kunden vielleicht mal abgesehen.
Viele Grüße , Shimada

Motto : Wenn alle Stricke reißen, dann nimm Handschellen

Re: Feedbacks, Gefühle und Emotionen.....

Mo, 27.Mär 2017, 22:13
[...]Mich würde es jetzt interessieren, wie handhabt ihr das mit Feedbacks? Schreibt ihr Feedbacks und bekommt ihr auch eventuell eines zurück? Ist es wirklich so „unpersönlich“ in den Studios oder zumindest in den grossen Studios? Oder gibt es schon Unterschiede, z.B. bei einer Domina oder einer dominanten Bizarrlady die alleine arbeitet?
Ich schreibe eigentlich immer ( kurze! ) Feedbacks wenige Tage nach der Session. Wenn ich Glück habe, bekomme ich eine Antwort. 'Meine' Herrin ist die Meisterin der Einzeiler... Ausrufezeichen stehen ihr auch fast grenzenlos zur Verfügung.
Aber ich erwarte da auch nicht mehr. Ich bin gewiss einer unter ( sehr ) vielen; die Zeit der Dame(n) ist begrenzt ( und nicht billig... :shock: ). Wichtiger für mich sind die Sessions. Und dass sie meine e-mails aufmerksam liest, durfte ich vor kurzem sehr einprägsam erfahren... %hä%
Life is too short to ignore your passions

Re: Feedbacks, Gefühle und Emotionen.....

Mo, 27.Mär 2017, 22:16
paul50 hat geschrieben:Ich finde, dass die ehrliche Schilderung von Lady MacLaine im Großen und Ganzen die Realität in der gewerblichen SM-Szene wieder gibt. Und das ist in anderen Prostitutionsbereichen auch nicht anders.

Es macht keinen Sinn wenn wir unsere Augen davor verschließen und nur uns selbst sehen wollen.

Versetzen wir uns doch mal in die Lage einer Domina, die 500 - 1000 Kunden im Jahr zu bewältigen hat. Die muss sich quasi auch abschotten und professionell distanziert bleiben um nicht emotional unter zu gehen. Ist in übrigens in vielen psychosozialen Berufen so.

Gruß Paul
Das ist eigentlich in allen Berufen mit Kunden-bzw Kollegenkontakt so. Mal mehr , mal weniger. Das heißt aber nicht, das man gar nichts, auch nicht das positive an sich heranlässt. Ich hatte jahrelang in meinem Beruf deutlich mehr als 1000 Kunden im Jahr. Das heißt aber nicht, das es bei aller Professionalität und Routine nicht auch mal menscheln darf wenn die Chemie stimmt.
Viele Grüße , Shimada

Motto : Wenn alle Stricke reißen, dann nimm Handschellen

Re: Feedbacks, Gefühle und Emotionen.....

Mo, 27.Mär 2017, 22:24
Slv4u67 hat geschrieben:
[...]Mich würde es jetzt interessieren, wie handhabt ihr das mit Feedbacks? Schreibt ihr Feedbacks und bekommt ihr auch eventuell eines zurück? Ist es wirklich so „unpersönlich“ in den Studios oder zumindest in den grossen Studios? Oder gibt es schon Unterschiede, z.B. bei einer Domina oder einer dominanten Bizarrlady die alleine arbeitet?
Ich schreibe eigentlich immer ( kurze! ) Feedbacks wenige Tage nach der Session. Wenn ich Glück habe, bekomme ich eine Antwort. 'Meine' Herrin ist die Meisterin der Einzeiler... Ausrufezeichen stehen ihr auch fast grenzenlos zur Verfügung.
Aber ich erwarte da auch nicht mehr. Ich bin gewiss einer unter ( sehr ) vielen; die Zeit der Dame(n) ist begrenzt ( und nicht billig... :shock: ). Wichtiger für mich sind die Sessions. Und dass sie meine e-mails aufmerksam liest, durfte ich vor kurzem sehr einprägsam erfahren... %hä%

Um mal zum Feedback-Thema zu kommen. :-D

Ich habe das bisher eigentlich nur 2 mal gemacht und da hat es sich eher zufällig ergeben. Einmal nach vorherigem längerem E-Mail Kontakt vor dem Erstbesuch bei der Lady und einmal, als mir die Dame Sessionbilder zugeschickt hat.

Wie schon im Forum zu sehen bin ich nicht so der Sessionberichte-Schreiber. Von daher gebe ich mein Feedback lieber direkt live und in Farbe von Angesicht zu Angesicht nach der Session. Manchmal kommt man da vom hundersten ins tausenste und ist viel spontaner und ungefilterter als 3 Tage später in einer Mail.
Viele Grüße , Shimada

Motto : Wenn alle Stricke reißen, dann nimm Handschellen

Re: Feedbacks, Gefühle und Emotionen.....

Mo, 27.Mär 2017, 23:27
GenießerCH, ein hochinteressantes Thema hast du hier aufgegriffen.

Wenn ein erstes Treffen so verlief, daß ich Interesse an weiteren mit dieser Domina habe, schreibe ich ihr ein ausführliches und ehrliches Feedback, wie ich die Session empfunden habe.

In über 20 Jahren war ich schon häufiger in dieser Situation. Die Reaktionen der jeweiligen Domina waren sehr unterschiedlich. Von Null-Reaktion bis sehr ausführlich.

Zu den Dominas, die ausführlicher antworteten, entstand fast immer ein längerer Kontakt.

Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, daß die Feedbacks von Mal zu Mal kürzer wurden. Das liegt aus meiner Sicht in erster Linie daran, daß ich meiner Stammdomina meine Gefühle, Empfindungen, vielleicht auch Wünsche nicht mehr so ausführlich schildern muß, wie zu Beginn des Kontaktes, da sie mich inzwischen sehr gut kennt und exakt weiß, wie und womit sie mich zum “Fliegen“ oder “Wahnsinn“ bringen kann. Und genau in dem Rahmen wie sie es will, läuft dann auch die Session ab.

Große Studios, wo z.B. die gerade anwesenden Damen wie auf einem Laufsteg an einem vorbeigehen, ein paar wenige Worte sagen und dann die Chefin fragt, für wen man sich entschieden habe, meide ich seit langem. Dort habe ich die Erfahrung gemacht, daß mehr oder weniger die Wünsche/Lieblingspraktiken “abgearbeitet“ werden, also reine Dienstleistung betrieben wird.

Seit vielen Jahren entscheide ich mich aufgrund gewonnener Informationen zur Kontaktaufnahme zu einer Domina, die sich individuell irgendwo einmietet oder in einem kleinen Studio aktiv ist. Und da habe ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht.

Zu einer Domina, die sich wie in dem angesprochenen Thread, aber auch diversen anderen als reine gefühllose Dienstleisterin “präsentiert“, wie z.B. Lady MacLaine, würde ich erst gar keinen Kontakt aufnehmen.

Ich könnte mich nicht fallen lassen, einer solchen Domina keinerlei Hingabe erbringen und 10 Rohrstockhiebe von ihr würden mich mehr zermürben als 300 von meiner jetzigen Stammherrin.

Natürlich erhält meine Stammherrin auch meinen Tribut. Es ist letztlich ihr Beruf und sie muß ihren Lebensunterhalt bestreiten. Aber ich werde von ihr als Gast behandelt, spüre, wie sie genausoviel Spaß und Freude an unserem Zusammensein hat, wie ich. Und das vom Betreten ihres Studios bis zum Verlassen. Und wenn ich dann vor einer extremen Nippeltorture in ihre leuchtenden Augen schaue, dann ist das nicht gewerblich-gekünstelt, sondern echte Vorfreude auf die folgenden Minuten.
winke winke slave-nrw

Re: Feedbacks, Gefühle und Emotionen.....

Di, 28.Mär 2017, 13:46
Für mich gehört ein abschliessender Mailaustausch zu einer runden Angelegenheit.

Wobei ich DL kenne, oder in der Vergangenheit kennen lernen durfte, die sich viel Zeit für den Emailaustausch und das Vor- und Nachgespräch genommen haben, aber in der Session dann (wenn auch auf hohem Niveau) enttäuschten.
Im Gegensatz dazu haben andere es da nicht so sehr mit der nachträglichen Seelsorge, brachten mich in der Session selbst allerdings zum fliegen.
Man(n) sollte also von Fall zu Fall entscheiden ob die DL ausreichend Interesse am Kunden erkennen lässt, oder nicht. Die ein oder andere ist halt eine Frau der Tat, liefert tolle Sessions ab, hat aber "Defizite" in der emailbetreuung ihrer Kunden, nicht jede ist halt die geborene Geschäftsfrau.
Wenn ich allerdings 2 mal innerhalb weniger Tage die Mail erhalte "Ja, hat mir auch gefallen", dann kann ich auch drauf verzichten, oder ich ziehe halt meine Schlüsse daraus.

Ich unterhalte mich mit meiner Stammdomina meist noch etwas nach der Session und da geht man auch noch mal auf die ein oder andere Sache aus der Session ein, aber nicht gezielt. Zu Hause schreibe ich ihr noch mal, allein schon damit sie weiss das ich wieder gesund zu Hause angekommen bin. Da teil ich ihr aber auch noch mal mit wie ich unsere gemeinsame Zeit fand, alles nicht so extrem ausführlich. Und das war es dann. Bis zum nächsten mal, mittlerweile kennen wir uns jedoch gut genug als das noch gross Einzelheiten besprochen werden müssten.

Re: Feedbacks, Gefühle und Emotionen.....

Di, 28.Mär 2017, 14:07
Ich kenne einige Dominas privat. Diese sind eigentlich alle auch in der privaten Szene aktiv (richtig selten ist das heute nicht mehr, zumindest meiner Erfahrung nach), und daher kenne ich auch die meisten (es ist auch schon pasiert, dass mich jemand, den ich als Kunde kennengelernt habe, gefragt hat ob wir uns privat treffen wollen - aber das kann und sollte man natürlich nicht erwarten).

Die Dominas, die ich kenne haben alle Spaß an SM. Nicht bei jedem Kunden oder jeder Praktik oder an jedem Tag gleich viel... aber wenn man sich als Kunde etwas Mühe gibt, dann kann man schon jemanden mit ähnlichen Interessen finden. Auch mit den paar Dominas, die ich "nur" als Kunde kenne, schreibe ich auch unabhängig von Sessions mehr oder weniger regelmäßig. Wenn ie Sympathie stimmt, ist das also durchaus möglich. Und in meinem Fall lohnt sich das aus kommerzieller Sicht für die Damen auch nicht so sehr... ich besuche vielleicht 1 bis 3 mal im Jahr ein Studio, umso mehr freue ich mich da natürlich Damen zu kennen, die trotzdem Lust haben auch über die Session hinaus in Kontakt zu bleiben. Dadurch machen mir die seltenen Studiobesuche auch deutlich mehr Freude, da das ganze halt nicht völlig anonym abläuft.

Viele Dominas (und Kunden) haben auf sowas keine Lust, und erzwingen kann man das natürlich auch nicht. Möglich ist es aber zumindest.

Re: Feedbacks, Gefühle und Emotionen.....

Di, 28.Mär 2017, 14:14
Paul50 schrieb:
Versetzen wir uns doch mal in die Lage einer Domina, die 500 - 1000 Kunden im Jahr zu bewältigen hat.
Was ist denn das für eine absurde Zahl?

Bei durchschnittlich 200 Arbeitstagen im Jahr (20/pro Monat abzüglich Feiertage/Urlaub/Krankheit) wären das ja mindestens 2,5 bis 5 Gäste pro Tag...

Ein wenig mehr Realismus scheint mir hier doch angebracht...

Gruß,
LadyTanja
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Re: Feedbacks, Gefühle und Emotionen.....

Di, 28.Mär 2017, 14:29
Tanja hat geschrieben:Paul50 schrieb:
Versetzen wir uns doch mal in die Lage einer Domina, die 500 - 1000 Kunden im Jahr zu bewältigen hat.
Was ist denn das für eine absurde Zahl?
Weiß das natürlich nicht und habe ich daher mal geschätzt.
Wie hoch ist denn die reale Zahl von einer hauptberuflichen Domina im Schnitt, wenn sie gut im Geschäft ist?
Dass es nur wenige sind, kann ich mir nicht vorstellen.

Was mich auch interessiert. Wie halten Sie es denn mit Feedbacks, Gefühlen und Emotionen...?

Gruß Paul
https://twitter.com/paulsupp99

Re: Feedbacks, Gefühle und Emotionen.....

Di, 28.Mär 2017, 15:43
@Paul

Glaubst Du ernsthaft, hier nennt eine der Damen ihre Umsatzzahlen?

Ich kann Dir aber versichern, daß ich einige Kolleginnen kenne, die schon froh wären, 2 Gäste in der Woche zu empfangen.

Aber mit ein wenig gesundem Menschenverstand kann man auch selbst draufkommen, daß eine Zahl von 5 Gästen pro Tag (und das womöglich täglich) einfach nicht passen kann.

Ansonsten schließe ich mich der Aussage von Shimada zum Thema "Abgrenzung und Professionalität an.

Zitat:
Das ist eigentlich in allen Berufen mit Kunden-bzw Kollegenkontakt so. Mal mehr , mal weniger. Das heißt aber nicht, das man gar nichts, auch nicht das positive an sich heranlässt. Ich hatte jahrelang in meinem Beruf deutlich mehr als 1000 Kunden im Jahr. Das heißt aber nicht, das es bei aller Professionalität und Routine nicht auch mal menscheln darf wenn die Chemie stimmt.
Es gibt sympathische Gäste, es gibt unsympathische Gäste. Es gibt Gäste, die strunzlangweilig sind, es gibt Sessions, die ich in Erinnerung behalte.
Es gibt Gäste, bei denen mir das Herz aufgeht, wenn sie sich melden, es gibt Gäste, bei denen ich mit den Augen rolle, wenn sie anrufen.
Es gibt Sessions, die habe ich vergessen, wenn der Gast das Haus verlassen hat, und es gibt Begegnungen, die lange nachklingen.
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