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 Betreff des Beitrags: Der seinen eigenen Schwxxz jagt
 Beitrag Verfasst: Fr, 10.Jun 2005, 16:31 
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Er kennt alle Dominas, zumindest die in seiner Region und war bei allen zum Termin. Einmal mindestens, bei manchen öfter. Taucht eine neue Domina auf geht er sofort hin. Festgelegt auf einen ganz bestimmten Typ oder auf bestimmte optische Merkmale ist er nicht.

Er hat gute, schlechte, aber auch sehr gute Sessions erlebt, berichtet auch daruber aber dennoch ist er unzufrieden. Egal wie gut es war, irgendwas passt trotzdem nicht. Die wahre Dominanz fehlt ihm. Er konnte auch bei der besten Session keine wahre Domina erkennen, keine echte Veranlagung - alles ist doch nur Schauspielerei, mal gute mal schlechte.

Keine war gut genug, dass er immer wieder und wieder und wieder hingeht, keine war echt genug, dass er ihr die Dominanz restlos abgenommen hat.

Wenn er darüber nachdenkt stellt er vielleicht fest, daß eigentlich der einzige Punkt der störend ist, der finanzielle Tibut ist, den er entrichtet hat. Nicht dass er das Geld reut - nein, das tut er nicht. Aber wo soll nur die wahre Dominanz stecken wenn er dafür bezahlt? Denn wer zahlt schafft an. Dessen Brot ich ess dessen Lied ich sing. Wie gesagt, nicht daß er das bezahlen an sich scheut und das Geld reut.

Er sucht weiter im Profi-Lager nach DER Domina und wenn er darüber nachdenkt will ers auch nicht anders, denn wenn er überlegt wie es mit einer privaten Domina wäre ... beim genauern Hinsehen ist das nämlich doch nicht so toll. Was wenn die Domina nicht seinen Fetisch erfüllt, nicht seine Vorlieben berücksichtigt, nicht seine Phantasien realisiert sondern ...

Also weiter zur Profi-Domina und Termine gebucht, zu jeder neuen mit Hechtsprung, zu anderen vielleicht ein zweites allerhöchstens drittes mal - und weiter gesucht. Aber da sind wir wieder am Anfang, wie ein Hund der seinen eigenen Schwxxz jagt.

Er wird ihn nie erwischen.

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 Beitrag Verfasst: Fr, 10.Jun 2005, 21:00 
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Schöne Umschreibung für den Begriff "Sucht" Lady Lotus

%knast%


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 Beitrag Verfasst: Fr, 10.Jun 2005, 21:13 
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Hallo nes,

hm, "Sucht" ist meiner Meinung nach was anderes.

Der Süchtige, wenn er seinem Drang genug nachgegangen ist, erreicht irgendwann mal für eine gewisse Zeit einen Zustand den er womöglich als "zufrieden" (befriedigt) bezeichnen würde.

Der seinen Schwxxz jagt erreicht nie diesen Zustand. Er ist stets und immer unzufrieden ...

Gruss
Lady Lotus

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 Betreff des Beitrags: Der seinen eigenen Schwxxz jagt
 Beitrag Verfasst: Sa, 11.Jun 2005, 00:27 
 
Hallo Lady Lotus,

schön wieder einmal Etwas von Ihnen zu lesen.

Es steckt viel Richtiges in Ihrer Geschichte.

Ich kann hier zwar nur mein Teil (Schwxxz) schreiben, doch bestimmt sind einige „Sklaven“ so, oder ähnlich gelagert, wie sie es beschreiben, weil:

Ich bin kein Sklave / sie sind keine Sklaven, im eigentlichen Sinne des Wortes.

Es wird Lustgewandelt, in Abkehr vom Normalen und einer Fantasie nachgejagt, die dem Einen oft und den Anderen weniger oft, im Gehirn herumspukt und ein Ausleben verlangt.

Eine private Beziehung zu einer wirklich dominanten Frau?
Kaum vorstellbar, wenn nicht zufällig wirklich Alles passt und das ist schon bei einer normalen Beziehung selten genug der Fall.

Eigentlich möchten wir eine Frau, die dominant ist, wenn es benötigt wird und die ist sehr schwer zu finden bzw. nicht zu finden.

Das ist der Grund, warum ich / wir so eine Domina nicht ernsthaft suche / n, man(n) glaubt nicht an sein Glück, so eine Frau zu finden.

Mein/unser Gedanken-Fehler liegt vielleicht, nein bestimmt, darin begraben, eine gewisse Angst davor zu haben, sich einer priv. Domina wirklich auszuliefern, weil man(n) den Menschen, die Frau nicht mehr in ihr zu sehen vermag, der / die schließlich auch noch da ist und sie eigentlich nicht 24 h am Tag die Domina rauskehrt.

Bleibt also nur der Besuch bei einer prof. Domina, welche versucht die Fantasien des „Sklaven“ so gut wie möglich umzusetzen und ihn an sich zu binden, was sicherlich auch über einen gewissen Zeitraum möglich ist, je nachdem, wie gut die Chemie zwischen den Beiden stimmt.

Ständig zur selben prof. Domina gehen, dies ist auf Dauer aber auch nicht die Abwechslung, die unsereins dann irgendwie sucht, denn bei mir / uns ist der Schwxxz zwar vorne, doch die Gedanken und Fantasien drehen sich oft so schnell, dass ich / wir, sie genauso schlecht zu fassen bekommen, wie der sprichwörtliche Hund.


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 Beitrag Verfasst: Mi, 15.Jun 2005, 21:19 
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Beiträge: 547
Wohnort: München und Erfurt
Outsider,

> Jeder der beteiligten Parteien es klar sein das Es sich um
> eine Dienstleistung handelt. Ist der Kunde mit der
> Dienstleistung nicht zu frieden wird er sich nach was
> anderem umsehen. Nur ein zufriedener Kunde kann
> gebunden werden, alte Geschäftsweisheit!
> Es ist nicht immer das Geld was stört, oftmals ist es auch
> die zerplatzte Illusion!
> Sind wir doch mal ehrlich eine reine Domina – Sklaven
> Partnerschaft würde über kurz oder lang scheitern, es ist
> eine Illusion. Aktuelles Beispiel Miss Cheyenne!

Was genau beweist das?

Für mich beweist es nur, daß keine Bindung ewig hält und das hat mit dem darin gelebten Machtgefälle nichts zu tun. Bei MC und JL hats eben nicht geklappt .. willst du jetzt ganz pauschal daraus schließen, daß eine Herrin / Skalve Beziehung nie klappen kann?

> Frauen haben auch das Bedürfnis sich mal fallen zu lassen.

Stimmt. Aber was willst du damit sagen?

> Sie müsste mit dieser Situation glücklich sein, es ist Ihr
> Geld!

Ich MUSS gar nichts.

Inspiriert zu diesem Text hat mich ein Chatgespräch mit jemandem, der mir sagte er wolle einen Termin am selben Abend oder am nächsten Tag. Er wunderte sich darüber, daß er keinen Termin bekam, denn sonst wenn er in München bei einer Domina anrief habe er immer schnell einen Termin bekommen.

Ich riet ihm doch bei einem der grossen Münchner Studios anzurufen. Er sagte er kenne dort bereits alle Dominas. Er nannte eine ganze Reihe Namen - auch von Spitzen-Dominas in München - bei allen war er bereits aber keine - wirklich keine wäre echt genug veranlagt, alle wären nur aufgesetzt dominant, hätten nur geschauspielert und und und ..

Ich fragte ihn bei welcher Dame er trotzdem sagen würde, es war die beste Session. Er nannte mir auch hier einen Namen. Ich fragte ihn warum er denn auch nicht mehr zu dieser Dame gehen möchte. Er sagte auch diese Dame würde letztendlich doch nur schauspielern und auch diese Dame bei der er ja doch schon zwei oder drei mal war, wäre keine zu der er wieder und wieder und wieder hingehen wolle.

Sorry aber was soll ich jetzt bitte dazu sagen?

Ah genau ja dann bist du bei mir richtig denn ich bin die einzig wahre und echte Domina in München? Blödsinn!!!

Ich habe ihm gefragt, ob er es vertragen könne wenn ich ihm meine Meinung sage.

Er meinte ja aber nachdem er meine Meinung (der seinen Schwxxz jagt) gelesen hatte wurde er zunächst sauer. Aber er besonn sich und meinte da wäre vielleicht doch was wahres dran. Leider musste der Chatter dann weg aber ich hätte mich wirklich sehr gerne mit ihm weiter über seine Sichtweise unterhalten - über seine ja offensichtlich geplatzen Illusionen. Und weisst du warum ich mich gerne mit ihm darüber unterhalten hätte? Weil mein Interesse an BDSM viel viel weiter reicht, als nur bis dahin sein Geld zu nehmen.

Neulich habe ich irgendwo folgenden Spruch gelesen:

"Wenn Theorie und Realität nicht übereinstimmen, muß entweder die Theorie oder die Realität geändert werden. Das erste nennt man Wissenschaft, das zweite Religion."

Was glaubst du könnte bei diesem Domina-Gast nicht stimmen? Alle Top-Dominas bei denen vorher war sind alle miteinander nicht in der Lage gewesen seine Illusion real werden zu lassen, oder stimmt was mit seiner Illusion nicht?

Gruss
Lady Lotus

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 Beitrag Verfasst: Mi, 15.Jun 2005, 22:11 
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Hallo sausauger,

zuerst mal möchte ich dir eine Frage stellen.

Hattest du schon mal einen Besuch bei einer Profi-Dame, wonach du befriedigt und glücklich aus der Session gegangen bist und gesagt hast: "Wow, das war wirklich toll ...!" ?

Ich denke ja - ob du nun zu dieser Dame wieder (und wieder und wieder) hingehst steht auf einem ganz anderen Blatt. Wenn du nicht wieder hingehst hat das vielleicht den Grund:

> Ständig zur selben prof. Domina gehen, dies ist auf Dauer
> aber auch nicht die Abwechslung, die unsereins dann
> irgendwie sucht ...

Das ist absolut OK und normal, jede Profi-Dame mit ein bisschen Erfahrung weiss das. Darum gings mir gar nicht mit meinem Beitrag.

Gruss
Lady Lotus

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 Beitrag Verfasst: Mi, 15.Jun 2005, 22:44 
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Beiträge: 62
Lady Lotus,

wenn wichtige Hinderungsinfos fehlen, wird man missverstanden!

Gruss Outsider


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 Beitrag Verfasst: Do, 16.Jun 2005, 07:00 
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Beiträge: 19
Sehr veehrte LadyLous !

das muß ja ein sehr interessantes gespräch gewesen sein ( der chat).
ich kenne diese sichtweise.
am anfang meiner SM karriere besuchte ich diverse prof. damen. aber irgendwie kam kein funke über, wurde mehrmals verarscht, beschissen, aber ich erlebte dann auch plötzlich persönliche highlights.
als ich bei einer dame war, merkte ich mein highlight. denn die erste session ist meist nicht das gelbe vom ei, eine art abtasten. aber je öfter man die dame besucht, desto mehr baut man kontakt auf, und jede session wird intensiver. man beginnt miteinander vertraut zu werden, auch außerhalb dieses spielzimmers, redet über privates, lacht gemeinsam, und baut sowas wie eine beziehung auf.
und erst dann ist SM wunderbar, viel besser als der ganze anonyme zirkus, und das wandern von einer dame zur anderen..... die lust und die sehnsucht die sklaven treibt wird dabei nie befriedigt


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 Beitrag Verfasst: Mi, 29.Jun 2005, 02:56 
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Registriert: Mi, 16.Jul 2003, 00:46
Beiträge: 547
Wohnort: München und Erfurt
Hallo totalsklave,

ja stimmt, das war ein sehr interessantes Gespräch - es war im Sadomaso-Chat - und ich weiss leider nicht mehr wer das war denn träfe ich ihn wieder, würde ich ihn von mir aus ansprechen um das Gespräch fortzusetzen.

> als ich bei einer dame war, merkte ich mein highlight. denn die
> erste session ist meist nicht das gelbe vom ei, eine art abtasten.
> aber je öfter man die dame besucht, desto mehr baut man
> kontakt auf, und jede session wird intensiver. man beginnt
> miteinander vertraut zu werden, auch außerhalb dieses
> spielzimmers, redet über privates, lacht gemeinsam, und baut
> sowas wie eine beziehung auf. und erst dann ist SM wunderbar,
> viel besser als der ganze anonyme zirkus, und das wandern von
> einer dame zur anderen ...

Deine Aussage hier freut mich wirklich sehr, denn damit bist du eigentlich ein Traum-Stammgast jeder Domina. Was das angeht, da bedauere ich manchmal, daß mir kurzfristige Termine durch die unregelmäßigen Aufenthalte hier und da nicht mehr so möglich sind, wie das früher mal war.

Durch viele Gespräche mit Kolleginnen weiß ich, daß diejenigen, die wirklich Spass an ihrer Tätigkeit haben, auch genau diese Entwicklung ebenso schätzen wie du das von deiner Seite aus tust.

Vorrausgestzt wir bewegen uns hier in dieser Diskussion immer noch da wo sie auch hingehört - nämlich im bewußten Genießen von kommerziellem BDSM ohne die Gefahr der Sex-Sucht (die in meinem Fall auch ohne direktem Sex/Intimkontakt auskommt) und auch ohne "Liebeskasperei".

Gruss
Lady Lotus

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 Beitrag Verfasst: Mi, 29.Jun 2005, 06:34 
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Registriert: Do, 13.Mai 2004, 08:36
Beiträge: 19
verehrte Lady Lotus !

ich finde das eben oftmalige besuche SM verteifen. und die prof. Domina ist ja neben geschäftsfrau auch ein mensch, was viele "kunden" vergessen. manchmal denke ich mir, wenn ich so aussagen im forum lese, das die domina nur als objekt und als wunscherfüllerin gilt.
es soll aber anders sein, ein gegenseitiges vertrauen, und spaß für beide. denn wenn die domina spaß dabei hat, lust dabei empfindet, wirds ja automatisch für den sklaven auch schöner. und je länger man einander kennt, desto mehr geht man an die grenzen ( die man dann auch kennt ) oder auch wenn gewünscht darüber.
eine bekannte war mal kurzfristig prof. domina, und ich hatte viel zeit bei ihr verbracht, mit reden, reden, reden und lachen. durch die gespräche habe ich sehr viel gelernt, und auch meine eigene denkensweise überdenken müssen. sie ist an den wunschlisten der einmal sklaven "zerbrochen" und lebt jetzt SM nur noch privat aus, eben weils ihr spaß macht.

sie haben es richtig gesagt, ohne die gefahr der sexsucht ( auch ohne berührung und verkehr) und der liebe.

ich kann es mir sehr lebhaft vorstellen, dass sich ein sklave in eine domina verliebt, den sie gibt ihm ja was er will.
da kann man schnell süchtig danach werden, die herrin anbeten, und sich verlieben. nur kennt man die dame nur vom prof. standpunkt her, wie die dame privat ist, wissen ja die wenigsten. aber das ist halt so mit den gefühlen, und mich freut es, das es mir noch nicht passiert ist, in meinen 14 jahren :-)

totalsklave


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 Beitrag Verfasst: Di, 16.Aug 2005, 18:25 
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Registriert: So, 17.Jul 2005, 14:49
Beiträge: 7
Verehrte Lady Lotus,

Relativ neu in diesem Forum, hatte mich die Überschrift des Threads neugierig gemacht.
Totalsklave hat aus meiner Sicht recht, wenn er schreibt, dass jeder weitere Besuch bei einer professionellen Domina die Beziehung verstärkt und sicher auch die Sessions intensiver werden.
Aber vielleicht ist genau das etwas, was der, der seinen Schwxxz jagt auch fürchtet, denn ein Verstärken der Beziehung bedeutet ja auch, dass man seine Anonymität weit mehr aufgibt, als wenn man nur einmal zu einer Session erscheint. Sprich wenn man nur einmal erscheint, wird das gemacht, was im Vorgespräch besprochen wurde, aber neue Grenzen werden sicher nicht erreicht. Nach dem 3., 4. oder 5. Mal passiert es dann doch ganz automatisch, dass Neuland erkundet wird und Grenzen langsam aber sicher veschoben werden. Man fängt an sich zu kennen und das Vertrauen wächst.

Der, der nur einmal die Herrin Besucht, wird dies nicht spüren. Vielleicht entsteht genau deswegen bei ihm der Eindruck, dass sie nur schauspielert, denn beim ersten Besuch ist er für sie so unbekannt, wie sie für ihn und da ist dann halt die entsprechende Distanz zwischen den beiden und damit schnell etwas gekünsteltes, dass an Schauspiel erinnert. Sein großer Vorteil dabei ist allerdings, dass er im Grunde seines Herzens weiß, dass er sich nicht Öffnen muss. Er hat ja tief in seinem Inneren sein Urteil oder Vorurteil schon vorher gefällt und sie wird es ihm bestätigen. Egal wie gut dann die Session wirklich war. Die Stimme in seinem Inneren wird schon einen Grund finden, warum auch diese Domina nicht die richtige war. Er hat halt nicht den Mut den zweiten Schritt zu tun. Außerdem kann man dann doch wunderbar den Märtyrer spielen und jammern, das auch diese hochgelobte Domina nichts anders als eine Schauspielerin ist, und man nie die Herrin findet, von der man träumt. Vielleicht ist das genau der Masochismus, den dieser Herr braucht ;-)

Gruß unterwürfling


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 Beitrag Verfasst: Mi, 17.Aug 2005, 14:20 
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Registriert: Sa, 06.Dez 2003, 18:04
Beiträge: 311
Für den armen Kerl ist das auch eine blöde Situation. Ich hatte am Anfang änliche Probleme. Nicht so massiv aber änlich. Mir waren zwei Aspekte nicht bewußt:
a. meine wirklich tiefen Wünsche im SM Umfeld
b. das meine Erwartungen permanenten Schwankungen unterworfen sind

Erst eine Dame aus einem der großes Studios in Muc hat mir hier Klarheit gegeben. Warum? Ich war nicht vorbelastet mit Drehbuch, Techniken usw. ich habe mich einfach in ihre Hände begeben. Eine Frau hat doch viel mehr Gespühr was in einem Mann vorgeht, sie sieht sofort wie es um einen bestellt ist, sie ist in der Lage hier geschickt zu manövrieren.

Die Zeit ist auch immer ein wichtiger Aspekt. In München geht es da schon manchmal recht zackig zu. Unter einer Stunde halte ich einen Studiobesuch für sinnlos. Oft geht es mir sogar so, das ich den flash erst auf dem Weg nach Hause bekomme. Außerhalb des ungewohnten Atmosphäre - Studio - erlebe ich meinen Besuch noch einmal. Ein Hoch bedingt aus der Session und der Intensität. Im Studio sind es teilweise zu viele Eindrücke, die Konzentaration ist nicht nur auf die Dame und die Session begrenzt. Das Ausblenden gelingt mir oft nicht. Das ist wohl wie ein "erzwundender" Orgasmus bei einer Frau. Wenn es sein muß, ist es nicht.

Unter Beachtung meiner zwei Punkte begebe ich mich in die Hand einer selbstbewußten Dame. Sicher kennt sie meine absoluten No's. Wenn mir aber während der Session etwas nicht passt, muß ich darum betteln und dann beginnt die wirkliche Session, d.h. keine Erwartung, offene Wendungen, ...
Das war mir nicht bewußt aber mit der Erkenntnis kann so manche Session echt geil werden.

Lange Rede gar kein Sinn. Lady Lotus, Dein Chatpartner, seht vielleicht vor änlichen Problemen. Vielleicht ist das was er denkt was er von SM erwartet, nicht das was er sich unbewußt wünscht (Klarheit über seine Wünsche) oder vielleicht solle er versuchen ohne detailierte Erwartungen ein Studio zu besuchen. Die Dame kannn sich ohne Drehbuch so geben wie sie ist, sie kommt natürlicher, dominater, schöner und richtig sexy rüber :-)


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 Beitrag Verfasst: Mi, 17.Aug 2005, 14:49 
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Registriert: So, 17.Jul 2005, 14:49
Beiträge: 7
Hallo zusammen,

eines verstehe bei dem Kommentar von Frechdachs nicht und dass ist der folgende Abschnitt

Zitat:
Lange Rede gar kein Sinn. Lady Lotus, Dein Chatpartner, seht vielleicht vor änlichen Problemen. Vielleicht ist das was er denkt was er von SM erwartet, nicht das was er sich unbewußt wünscht (Klarheit über seine Wünsche) oder vielleicht solle er versuchen ohne detailierte Erwartungen ein Studio zu besuchen. Die Dame kannn sich ohne Drehbuch so geben wie sie ist, sie kommt natürlicher, dominater, schöner und richtig sexy rüber :-)


Aus dem, was Lady Lotus über ihren Chatpartner schreibt geht für mich hervor, dass er schon viele Erfahrungen gesammelt hat. Die Klarheit der Wünsche würde ich da schon erwarten. Aber wahrscheinlich ist es einfacher immer wieder ein neues Drehbuch zu schreiben und zu hoffen, dass die Herrin es spielt, als sich wirklich einmal fallen zu lassen und zu sagen. Dass sind meine Erfahrungen und dass sind meine Tabus. Ich liefere mich ihnen aus.

Ich selber habe da zu wenig Erfahrung um zu sagen, dass so etwas geht, doch denke ich an etwas zurück, was mir passiert ist. Das hatte eine Herrin vor einiger Zeit auf ihrer Seite eine Fortsetzungsgeschichte und ich hatte eine Fortsetzung und dann noch eine für eine andere und so fort. Ich bin nun mal ein Schreintischtäter ;-) Als es dann zu einer Session kam (meine erste überhaupt) hat sich mich spitzbübisch gefragt, ob ich ihr vertraue, denn aus den mails und Geschichten wisse sie schon, was wir machen sollten, besser als aus jedem Vorgespräch. Langer Rede kurzer Sinn es war eine Supersession. Leider war es auch aus anderen Gründen, die einzige mit dieser Herrin.


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 Beitrag Verfasst: Mi, 17.Aug 2005, 15:13 
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Registriert: Sa, 06.Dez 2003, 18:04
Beiträge: 311
@unterwürfig
trugschluß!
häufiger Besuch ist nicht gleichzusetzen mit der Klarheit der eigenen Wünsche.
Schau dich doch mal bei vielen "Erwachsenen" um. Frag die mal nach ihren Wünschen für Ihr Leben. Du wirst erstaunt sein. Die leben schon weigstens 20, 30, 40 (?) Jahre, sollten also genug Erfahrungen haben und sich im Klaren sein was sie noch vom Leben erwarten.

Schau Die mal die Kurse zu Work-Live-Balance an, die wie Pilze aus dem Boden schießen.

Ich halte das SM Umfeld sogar für noch schwerer zu Beurteilen. Ist es doch meist unterdrückt, im Verborgenen zund entzieht sich bis auf ein paar Foren meist einer offenen Diskusion.

Sich in die Hand einer Domina zu begeben, sich nach meiner Vorstellung "auszuliefern", beinhaltet aber auch eigene Grenzen im Fluss der Session zu Überschreiten. Das sind dann meist die schönsten Erlebnisse. Das mußt Du mit allen Konsequenzen akzeptieren. Hier kommt es auf Deine Ausprägung an. Als voll devoter ist es einfacher. Ich mit meiner provozierenden Art, der "besiegt" werden will, habe da schon deutlichere Schwierigkeiten. Ich muß der Dame ungeheuer Vertauensvorschuß geben. Sie soll mich ja nach unten bringen und es ist für sie um einiges schwieriger hier die Balance zu wahren. Zu viele Absprachen lassen aber meinen Verlust der Kontrolle als Farce ausarten, d.h. die Session ist gekünzelt.

@unterwürfig
Aus Deinem Nick folge ich eine generelle Unterwürfigkeit. Ich habe änlich angefangen, ohne von meinem eigentlichen Fetisch zu wissen. Selbstbewußte Frauen die mir ihren Willen aufzwingen. Meine Spiele als unterwürfiger haben mit trotz gewisser praktischer Erfahrung nicht so viel gegeben. Mir wurden dann erst in MUC die Augen geöffnet. Ich habe der Dame gesagt, sie soll mal schauen was geht. Im Nachgespäch sagte die Dame was ich wie verkraftet habe. Das war die Basis für mich auf die ich aufgebaut habe.

Wenn dem Chatpartner soetwas noch nicht wiederfahren ist, meine Damen vorher waren auch durch meine Vorstellungen zu sehr gegeißelt, ist er auf der Suche und eine jede Session ist "oberflächlich".

Ich finde es echt geil, wenn ich mich nicht durchsetzen kann. Darauf muss man aber erst mal kommen.


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 Beitrag Verfasst: Mi, 17.Aug 2005, 15:36 
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Registriert: So, 17.Jul 2005, 14:49
Beiträge: 7
@ Frechdachs

den Trugschluss den du in deinem Beitrag hervorhebst, muss ich zustimmen.
Zumindest aus dem realen Leben kenne ich ihn zur genüge. Habe auch einige der entsprechenden Ratgeber im Regal stehen und ich weiß ja in Sachen Herrin auch nicht genau, was ich will . Dazu kann ich ehrlich stehen. ich weiß sogar nicht einmal ob der Nick unterwürfling heute noch passt. Aber er ist halt wie ein alter Schuh, bequem etwas ausgelatscht und ihn gegen einen neuen unbequemen tauschen...
Ich denke man kann es auch noch weiter ergänzen, dass der der seinen eigenen Schwxxz jagt vielleicht zu viele Informationen hat und anstatt sich mal ruhig zurückzulehen und einfach nur auf sich selbst zu hören, hektisch im Web sucht und dabei vielleicht glaubt: "Ja die Herrin wird mir den Kick geben, den ich brauche, denn so wie sie sich hier präsentiert, ist es genau, dass was ich mir vorstelle." Aber was stellt er sich vor?
Ich denke gerne in Bildern und für mich ist Lady Lotus Vergleich mit dem Hund, der seinen Schwxxz jagd, ein treffendes Bild, denn wie der Hund, der nicht begreift, dass sein Schwxxz ein Teil von ihm selber ist und sich lieber im Kreis dreht , wird hier hektisch alles vermieden anzuhalten um mal nachzudenken, was man eigentlich wirklich will. Vielleicht gehört dazu auch der Mut einfach mal den ganzen Krempel, wie Fragebögen, Wunschlisten etc wegzuwerfen und der Herrin zu sagen: Mach was du willst". So wie ich dich verstehe hast du genau das getan und dabei mehr über dich gelernt, als in den Sessions vorher. Meine Gratulation dazu.


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