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Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 42 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3  Nächste
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 Beitrag Verfasst: Sa, 27.Dez 2008, 19:47 
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Registriert: Fr, 16.Apr 2004, 18:49
Beiträge: 1132
Wohnort: Berlin
Wir tun's ja nur des Geldes wegen....

Schon lange beschäftigt mich diese Thematik und ich wollte schon immer etwas dazu schreiben. Hab mir dann aber selber auf die Finger gehauen und gedacht: "Komm, lass es ....."

Doch aktuell gibt es im Offtopic einen kurzen Thread zum Tod des Pin-Up Models Betty Page. Und da ist er wieder, dieser eine kleine Satz, der mich immer wieder und überall anspringt:
"Sie macht es doch nur des Geldes wegen..."

(Originalzitat von Letzter Maso: "Das war wohl keine überzeugte Leidenschaft, sondern eher des Geldes wegen bedingt.")

Ok - Vielleicht war es so? Vielleicht hat sie die Bilder halt bloss gemacht, weil sie gute Kohle damit verdient hat?
Und wenn? Was ist denn so besonderes an diesem Satz?

Eigentlich nix.
Nix außer dem Personalpronom "sie".

Es ist nämlich eine Tatsache, dass es diesen Satz nirgendwo und niemals im Kontext zu einem männlichen Wesen gab oder gibt.
Nicht bei einem Astronauten oder Arzt, bei keinem Künstler, keinem Politiker und keinem Musiker.
Niemand auf der Welt würde sagen: "Hey, der fährt ja nur des Geldes wegen auf den Mond!"
Oder malt ein Bild, regiert die Welt, komponiert Musik oder heilt Menschen.

Auf die Idee würde niemand kommen.
Klar, Männer werden danach beurteilt, wie gut - oder schlecht - sie ihren Job machen.
Das war schon in der Steinzeit so: Wer das Mammut in die Höhle schleppte, war der Größte. Ohne Wenn und Aber.

Kein Mann würde aber jemals auf die Idee kommen, darüber nachzudenken, ob die verschiedenen Dienstleister, für die er Tag für Tag bezahlt, ihren Job "nur des Geldes wegen" machen. Es wäre ihm vollkommen wurscht, ob dem Mechaniker der Schwxxz steht, wenn er die Karre repariert, der Banker geil wird, wenn er einen guten Vorschlag zur Geldanlage macht, der Zahnarzt abspritzt, wenn er eine neue Krone reinfriemelt oder die Kellnerin ihm die Suppe mit nasser Möse serviert. Und genausowenig würde er darauf achten, ob diesen Dienstleistern "die Augen leuchten", wenn sie ihre Arbeit machen.

Er sieht nur, ob der Job gut oder schlecht gemacht wurde.
Das Auto wieder fährt, die Rendite stimmt, die Krone passt und die Suppe war heiß.
Die normalste Sache der Welt.

Und nun frage ich etwas missmutig in die Runde:
Warum gilt dieses einfache Vorgehen nicht auch für uns Damen der Sexbranche?
Warum zwingt ihr Herren uns Tag für Tag und Land auf und Land ab zu heucheln und zu lügen?
Euch die glänzenden Augen und die feuchte Möse vorzuspielen, damit ihr wirklich mit uns zufrieden seid?
Warum lasst ihr uns nicht auch nur (wie alle anderen Dienstleistern) einen guten, perfekten oder auch manchmal schlechten Job machen?
Warum dürfen wir nicht auch einfach nur gute, herrvorragende oder schlechte Dienstleisterinnen sein?
Warum dürfen wir uns nicht einfach nur den Arsch aufreissen, um unsere zahlenden Kunden zufrieden zustellen?
Was ist daran schlecht, perfekte Arbeit abzuliefern, ohne dabei selbst persönlich involviert zu sein?
Warum um Gottes Willen nicht?


Klar, das sind rein rethorische Fragen, denn ich kenne die Antworten natürlich.

Ich stelle sie aber mal in den Raum und hoffe, dass der eine oder andere vielleicht doch darüber nachdenkt.
Ob es uns allen nicht das Leben wirklich erleichtern würde, wenn gleiches Recht für alle gelten würde:
Wer seinen Job gut macht, bekommt Anerkennung, wer Scheiße baut, wird abgewatscht.
Ohne Ansehen vom Geschlecht oder Art der Deinstleistung.
Das würde ich mir wirklich wünschen...

Noch immer - selbst nach den vielen Jahren - freue ich mich ehrlich und aufrichtig, wenn ein Gast nach der Session zu mir sagt: "Danke, das war toll."
Und verdrehe heimlich die Augen, wenn ein anderer mit diesem etwas schleimigen, vertraulichen Unterton fragt:
"Na Herrin, dir hat's doch auch gefallen, oder?"

Was meint er denn um Himmels Willen soll ich ihm auf diese Frage antworten?
"Nee, bin fast eingeschlafen."
Oder: "Naja, hab schon schlimmeren Mundgeruch ertragen...."

Und da niemand in der Branche diese (ehrlichen) Antworten geben kann oder will, lautet die Antwort natürlich IMMER:
"Natürlich. Das war echt supergeil für mich..."
GÄHN...

Und jetzt schließe ich diesen etwas grummeligen Beitrag über die Last mit der Lust und übergebe ihn den männlichen (oder natürlich auch weiblichen ) Lesern zur Kommentierung.
Gruss aus Berlin
Lady MacLaine


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 Beitrag Verfasst: Sa, 27.Dez 2008, 23:00 
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Beiträge: 189
Wohnort: München
sehr geehrte Lady MacLaine

wie soll ich darauf antworten ohne das es sich "schleimig" liest.......?
es gibt hier im Forum viele Schreiber die gut mit Worten umgehen können,
ich bin da nicht so gut.
Aber ich versuchs mal mit einem Beispeil aus meinem Berufsleben.
Ich bin Handwerksmeister und stolz auf meinen Beruf. Manchmal macht die Arbeit Spaß, manchmal nicht. Für manche Kunden arbeitet man gerne , bei manchen ists zum kotzen denen kann man einfach nichts recht machen. Rummeckern, nörgeln, handeln "Geiz ist geil".......

Aber es schön wenn die Kundschaft nach der Lieferung und Montage
zufrieden ist und sagt "gute Arbeit das haben sie toll gemacht"
für mich ist das Seelenlohn, und genauso wichtig wie Geld.

Damits keine Themaverfehlung wird zurück zum THEMA
Ich lege bei meinen Studiobesuchen immer großen Wert auf Vor-und Nachgespräch. Ehrlichkeit, Menschlichkeit und gegenseitige Respekt.
und am Tribut wird nicht rumgehandelt (bitte nicht falsch verstehen ich bin bestimmt nicht reich)
das waren jetzt auch keine Standardsprüche..... So bin ich.

Mit dieser Einstellung sind fast alle meine Studiobesuche positiv verlaufen,
die Chemie hat halt meistens gepasst. und die Lady hat was von ihrem Job verstanden. Beim Vor- und Nachgespräch hab ich sie als ganz normale Frau akeptiert.
wenns ein Studiobesuch so läuft, dann kann ich auch zum Abschied mit ehrlichem Gewissen ein Lob ausprechen und ganz normal sagen "schön wars " und brauch nicht rumzuschleimen. Ich fahre mit einem guten Gefühl nach Hause und freu mich schon aufs nächstemal.

mein Tip einfach ganz normal sein und bleiben.

freundliche Grüße von MA69


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 Beitrag Verfasst: Sa, 27.Dez 2008, 23:47 
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Beiträge: 514
Wohnort: Köln
Danke Lady ML,

Ihr Beitrag hat mir bestätigt, was ich mir schon seit langem klar war.
Ich habs auch schon am eigenem Leib erfahren, dass es ein Job ist um den es hier geht.
Ich hatte mir mal eingebildet, ich wäre für eine Herrin etwas Besonderes, "durfte " sogar mal für sie in ihrem Zimmer einige Verschönerung durchführen.
Leider war sie nach eigener Aussage unberührbar, ich habs auch akzeptiert.
Irgendwann hab ich dann erfahren(dank Forum) dass sie sich von "anderen" berühren ließ und sogar GF angeboten hat.
Ich war da so enttäuscht wie nie vorher, hab dann aber irgendwann kapiert,dass auch ich nur ein Job war, sonst nix, evtl sogar ein unangenehmer, weshalb ich sie wohl auch nicht berühren durfte.
Ich akzeptiere seit dem, dass es hier um einen Job geht.
Einen für mich wichtigen Job, vor dem ich die grösste Hochachtung habe und echte Bewunderung hege.

Allen Herrinnen, Ladys, Dominas und starken Frauen wünsche ich einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles erdenklichen Gute.

LG

Peterdo

_________________
Gutes kommt wieder, man muss nur daran glauben, sich in Geduld üben und ein Ziel haben!


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 Beitrag Verfasst: So, 28.Dez 2008, 00:03 
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Registriert: Di, 28.Sep 2004, 19:21
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Hallo,

Lady Mc Laine hat geschrieben:
Wir tun's ja nur des Geldes wegen....


Ich auch, aber Arbeit macht Spass ...

Gruß

NippleTorture

_________________
If it ain't real, fake it
If it ain't yours, take it
If it don't exist, you make it
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 Beitrag Verfasst: So, 28.Dez 2008, 07:32 
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1) Wenn die Kellnerin hübsch ist, dann denk ich schon darüber nach, was mit ihrer Möse so los ist..... grins

2) Das ist so, weil ihr eben in einer Branche tätig seid, die viel mit Illusion zu tun hat. Ohne das Kopfkino, ohne die Illusion läuft das nunmal nicht rund. Also gehört eben mehr dazu, als den handwerklichen Teil des Jobs gut zu erledigen.

_________________
Grüße

Latexus

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 Beitrag Verfasst: So, 28.Dez 2008, 07:54 
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Beiträge: 153
liebe lady maclaine, sie haben in allem recht ! - nur das will sich keiner eingestehen ... notgeile männer die sich für die tollsten halten am allerwenigsten.
um es deutlich zu sagen, ich nehme mich da gar nicht aus, obwohl ich (selber dienstleister in der werbebranche) genau weiss, dass ich logischerweise für jede professionelle dame ein job bin - wenns anders wäre, wäre die dame nicht professionell und in ihrem job wiederum ganz rasch psychisch am ende.
wunsch und wirklichkeit passen halt nicht zusammen und so macht der mann sich illusionen, träumt sich die herrin domina zur freundin, was er (denke da an mich) vermutlich im zweifelsfall vor eifersucht gar nicht aushalten würde.
beide seiten, dienstleister und kunde, handelnd nach den grundsätzen des ehrbaren hanseatischen kaufmanns - gute leistung für gutes geld -, ist wohl die fairste, unkomplizierteste und für alle praktikabelste form der beziehung auch in der sexbranche. das sich rational einzugestehen heisst natürlich für den freier, dass es nicht um ("käufliche") liebe (schon die gängige begriffswahl ist verräterisch beschönigend) sondern um pure triebbefriedigung geht und dazu sind eben doch die wenigsten in der lage - wohl aus hybridem geltungstrieb.


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 Beitrag Verfasst: So, 28.Dez 2008, 11:36 
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Beiträge: 1689
Wohnort: Berlin
wenn ich eine session bei einer lady habe, gibt es zwei möglichkeiten: entweder spielt sie ihre rolle überzeugend oder nicht. im ersten fall ist alles gut, und ob die dame das nur des geldes wegen macht oder auch ein wenig spaß dabei hat, ist nebensächlich. im zweiten fall heißt es einfach: einmal und nie wieder.

sogar bei meiner früheren langjährigen herrin princess michelle war ich mir immer im klaren, dass es ihr in erster linie ums geld verdienen ging, egal ob session oder videodreh. das tat und tut unserer freundschaft keinen abbruch.

guten rutsch!
goofy

_________________
Frauen trösten uns über jeden Kummer hinweg, den wir ohne sie nicht hätten. (J. Anouilh)


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 Betreff des Beitrags: Knackpunkt
 Beitrag Verfasst: So, 28.Dez 2008, 17:16 
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Registriert: So, 14.Okt 2007, 00:08
Beiträge: 388
Wohnort: Schweiz
Guten Abend Lady McLaine
Es ist nicht das erste Mal, dass Sie sich zu dem Thema äussern und ich denke, Sie sprechen damit etwas an, was zwar sehr heikel ist, aber doch einige Überlegungen wert. Für alle Beteiligten.
Da es zu dem Thema, meiner Beobachtung nach, doch viele Missverständnisse gibt, ist es vielleicht mal ganz gut, den Tatsachen ins Auge zu blicken.

Anders als bei einem Bäcker, Handwerker oder was auch immer, geht es bei einem Dominabesuch um etwas sehr Intimes: Erotik und Sexualität.
Es ist also nicht so abwegig aus der Sicht des Sklaven/Gastes/Kunden, dass er sich dafür interessiert, ob die Domina "auch ihren Spass gehabt hat". Dazu kommt, dass devote Menschen - bei reinen Masochisten ist das meiner Erfahrung nach nicht unbedingt so - ihre Befriedigung vor allem daraus ziehen, der Herrin zu dienen. Klar, das klingt jetzt wieder so nach Gesülze. So blöd und abgedroschen es allerdings klingt - und das hat vor allem damit zu tun, dass viele Menschen, die keine Spur devot sind, das auch von sich behaupten - ja, so durchgekaut und abgelutscht das klingt ... Devote wollen vor allem eines: Die Herrin glücklich machen.
Für sie bricht die Welt zusammen, wenn sie sehen, dass sie das nicht erreicht haben. Der ganze Zauber ist weg.

Das ist die eine Seite.

Auf der Seite der Herrin sieht es anders aus: Da ist eine Domina, die wenn sie das hauptberuflich macht, doch einige Sklaven/Gäste/Kunden empfängt. Ganz unterschiedliche Menschen. Bei den einen stimmt die Chemie besser, bei anderen weniger ... Doch selbst, wenn bei allen die Chemie stimmen würde: Wenn die Domina nun alle Devoten, die ihr zu Füssen liegen, glücklich machen möchte indem sie sich von ihnen glücklich machen lässt, dann müsste sie einen Orgasmus nach dem andern haben ... :shock:
Das mag vielleicht in den Augen mancher Leser toll klingen, aber wäre es das wirklich?

Dann haben wir noch ein anderes Problem: Die Domina hat bei einer Session die Fäden in der Hand. Sie muss aufmerksam sein, konzentriert, den Überblick bewahren ... Das steht irgendwie im Gegensatz zu dem Fallenlassen und Loslassen, das für einen Orgasmus nötig ist. Nicht wahr? Wie soll eine Domina das wirklich schaffen? Und das mit ganz unterschiedlichen Sklaven/Gästen/Kunden?
Ich kann das jedenfalls nicht.
Wie Sie Lady Mac Laine werde ich auch oft gefragt, ob ich denn ... duz
Ich antworte darauf in dem Sinne, wie ich es hier beschrieben habe.
Und ich bin keine Voll-Profi-Domse, ich "spiele" nur mit wenigen Sklaven/Gästen/Kunden, die ich zum Teil schon recht gut kenne.

Nein, es geht nicht darum, ob eine Domina das "nur des Geldes wegen" macht. - Selbst wenn sie es tun würde ... (Was in meinem Fall z.B. klar nicht der Fall ist, ich verdiene mit meinem "normalen" Job nicht schlechter.) Ja, selbst, wenn sie es nur des Geldes wegen tun würde, backt nicht so mancher Bäcker des Geldes wegen Brötchen???

Zugegeben, es gibt Dominas, die sozusagen damit werben, dass sie immer total scharf sind und einen Orgasmus nach dem andern haben. Ob das wirklich der Realität entspricht, kann ich nicht beurteilen, aber mich machen solche Aussagen eher misstrauisch ... %oh%

Nein, es ist, so denke ich, kaum realistisch, dass eine Domina ständig "abgehen kann wie eine Rakete". Eine Domina ist ein Mensch, eine Frau, ein Wesen, das das Recht haben sollte - auch wenn sie im Bereich Erotik und Sexualität arbeitet - eine gewisse, klitzekleine Distanz zu wahren ... die Distanz, die es braucht, damit die eigene Lust und Befriedigung noch etwas ganz Privates, Eigenes bleiben kann. Nicht etwas, das sie auf den Markt tragen und preisgeben muss.

Ich weiss nicht, ob ich mich verständlich ausgedrückt habe ...

Für devote Menschen, die das Glück der vollkommen Hingabe an eine Herrin, der sie wirklich dienen können, erleben möchten, ist das vermutlich ein Dämpfer. Aber dazu kann ich nur eines sagen: Man(n) kann nicht alles haben! Entweder geniesst man die Vorteile, die ein Domina-Besuch beitet (keine weiteren Verpflichtungen, kein "Beziehungsstress", kein Einfluss auf Privat- und Berufsleben, etc.) oder man geht eben einen Schritt weiter und lässt sich auf eine Femdom-Beziehung mit allem Drum und Dran (dem ganzen Alltags- und Beziehungskram) ein. Dann besteht die Möglichkeit das Ersehnte mit der Herrin/Partnerin/Geliebte/Freundin zu erleben. Aber auch da gilt: Eine Herrin ist ein Mensch, eine Frau, ein unvollkommenes Wesen, das nicht immer so reagiert, wie man(n) es sich wünscht. %rolleys%

Ich denke, ein bisschen gesunder Menschenverstand und das Wissen um die Begrenztheit der menschlichen Möglichkeiten sind da ganz hilfreich. %oh%

Allen einen guten Rutsch ins neue Jahr! Und Ihnen Lady MacLaine möglichst viel Vergnügen bei Ihrer Arbeit! pies
Annemarie, die sehr viel Vergnügen an ihrer Arbeit hat, auch wenn sie dabei nicht immer "feucht" ist. %lach%

_________________
Freiheitsberaubungen aller Art


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 Beitrag Verfasst: So, 28.Dez 2008, 23:08 
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Registriert: Sa, 06.Dez 2003, 18:04
Beiträge: 307
Lady MacLaine hat geschrieben:
...
Es wäre ihm vollkommen wurscht, ob dem Mechaniker der Schwxxz steht, wenn er die Karre repariert, der Banker geil wird, wenn er einen guten Vorschlag zur Geldanlage macht, der Zahnarzt abspritzt, wenn er eine neue Krone reinfriemelt oder die Kellnerin ihm die Suppe mit nasser Möse serviert. Und genausowenig würde er darauf achten, ob diesen Dienstleistern "die Augen leuchten", wenn sie ihre Arbeit machen.
...
Gruss aus Berlin
Lady MacLaine


Super. Ich konnte mich vor Lachen kaum einkriegen. Meine Madame wurde neugierig und ich musste erst mal auf eine "harmlose" Shopping Seite :-)

Ich denke hier stecken zwei Themen drin. Die klare Ansage das es sich hier um einen professionellen Service handelt. Frank Zappa hat das in dem Album "we're only in it for the money" auf die Schippe genommen. Das zitiere ich sehr oft auf Arbeit. Das macht einfach Spass mit einem süffizienten Grinsen seinem Kunden zu erklären, das wir für Geld doch alles für ihn machen.

Der andere Punkt, das sich die Frage nach der Motivation für Geld nur bei Frauen stellt, war mir bis zu Deinem Post gar nicht präsent. Da ist aber was dran!

Ich verknüpfe das mal einfach mit dem Gedanken, was passiert, wenn die Domina sich eine Session nur zu ihrem Spass macht. Der Genuss kann sehr einseitig werden :-)

Es steckt wohl die zweite Urangst, die erste Urangst ist wohl die "Länge" bzw. die Angst den "Kürzeren" zu ziehen, des Mannes nach dem Wunsch der totalen Hingabe der Frau nur für Ihn. Der Besitzanspruch?! Die Herrlichkeit bekommt einen Knacks, wenn sie dann doch nicht so herrlich ist und Service Leistungen an ihm nicht nur aus purer Geilheit passieren. Oh, wie gefährlich aber wenn ein Mann für einen Mann einen Service aus Hingabe erbringt :-) Ob die Forderer nach einem "naturgeilem" Service auch darauf bestehen sollten? Dem Zahnarzt der einen Steifen bei der Behandlung hat und sich an einem reibt ... OK hier höre ich dann mal lieber auf :-)


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 Beitrag Verfasst: So, 28.Dez 2008, 23:22 
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Registriert: Sa, 06.Dez 2003, 18:04
Beiträge: 307
@Annemarie
Die Erwartung nach Spass an der Arbeit nur(!) im Umfeld vom SM oder SEX Gewerbe zu sehen halte ich für nicht korrekt.

Ich habe auch lange benötigt, um zu erkennen, das ein Vertragsverhältnis beiden Parteien Spass machen muss. Nur dann ist die maximale Performance erreichbar und beide profitieren. Leider wird das aber oft übersehen. Mir hatte da mal ein Lieferant die Augen geöffnet. Seit dem denke ich anders.

Unabhängig davon wird es wohl viele Jobs geben, die man nur wegen des Geldes wahrnimmt und das ist wiederum Branchen unabhängig!


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 Beitrag Verfasst: So, 28.Dez 2008, 23:32 
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Registriert: Mi, 23.Apr 2008, 22:52
Beiträge: 96
Wohnort: Hannover
Oh oh, heikles Thema.... Genau richtig für mich, der gerne mal etwas provokant schreibt ;-)


Lady MacLaine hat geschrieben:
Das war schon in der Steinzeit so: Wer das Mammut in die Höhle schleppte, war der Größte. Ohne Wenn und Aber.


Das könnte man jetzt natürlich auf die folgende Grundaussage bringen: Derjenige, der seinen Job am besten macht, ist der Größte. Das trifft auf den Steinzeitmann zu, auf den Gewinner eines Formel 1 Rennens wie aber auch auf die Frauenfußballnationalmanschaft und auch (tataaaa) auf die "beste" Domina. Oder etwa nicht? (Wobei sich natürlich hier "die Beste" nicht objektiv finden läßt).


Lady MacLaine hat geschrieben:
Kein Mann würde aber jemals auf die Idee kommen, darüber nachzudenken, ob die verschiedenen Dienstleister, für die er Tag für Tag bezahlt, ihren Job "nur des Geldes wegen" machen.


Richtig. Ist mir völlig schnuppe. Ich erwarte "nur", daß ich für das gezahlte Geld eine absolut hochwertige Leistung bekomme. Wenn ich einen Fliesenleger beauftrage, dann erwarte ich das die Fliesen absolut einwandfrei verlegt sind - sonst hätte ich es selber machen können!


Lady MacLaine hat geschrieben:
Und nun frage ich etwas missmutig in die Runde:
Warum gilt dieses einfache Vorgehen nicht auch für uns Damen der Sexbranche?


Gilt es doch.....

Lady MacLaine hat geschrieben:
Warum zwingt ihr Herren uns Tag für Tag und Land auf und Land ab zu heucheln und zu lügen?
Euch die glänzenden Augen und die feuchte Möse vorzuspielen, damit ihr wirklich mit uns zufrieden seid?


Weil wir Euch doch **GENAU** dafür bezahlen. Oder sehe ich das zu engstirnig?

Der Fliesenleger bekommt von mir Geld damit er akkurat Fliesen verlegt.
Der Mechaniker bekommt von mir Geld, damit er meine Karre repariert.
Und die Dame der Sexbranche bekommt von mir Geld damit sie mir das bietet, was ich eben zu Hause nicht bekomme.


Lady MacLaine hat geschrieben:
Warum lasst ihr uns nicht auch nur (wie alle anderen Dienstleistern) einen guten, perfekten oder auch manchmal schlechten Job machen?


Wenn in der Werkstatt der Mechaniker einen schlechten Job macht, dann zahle ich gar nicht oder verlange eine Minderung. Ich unterstelle mal, das ist bei den Damen in der Sexbranche eher unüblich, oder?


Lady MacLaine hat geschrieben:
Was ist daran schlecht, perfekte Arbeit abzuliefern, ohne dabei selbst persönlich involviert zu sein?
Warum um Gottes Willen nicht?


Mir ist es nahezu egal, ob die Dame nun bei einer Session geil ist oder nicht - zumindest solange sie es so rüberbringt, als hätte sie Ihren Spass. Denn *DAFÜR* bezahle ich.


Lady MacLaine hat geschrieben:
Und verdrehe heimlich die Augen, wenn ein anderer mit diesem etwas schleimigen, vertraulichen Unterton fragt:
"Na Herrin, dir hat's doch auch gefallen, oder?"


Ich selber würde mich noch zum "Anfänger" im SM-Bereich zählen und frage selber durchaus nach der Session mal, ob die Dame auch irgendwie ihren Spaß dabei hatte. Und ich erwarte eine mehr oder weniger ehrliche Antwort. Denn ich unterstelle einfach mal, daß die Atmosphäre bei einer Session einfach besser ist, wenn die Chemie stimmt. Wenn die Dame dann meint "oooohhhh, ja, total super" und in Wirklichkeit denkt "au backe war das scheisse"... ja mein Gott, selber Schuld! Oder auch nicht, denn:

A) macht "sie es nur wegen des Geldes" dann braucht sie mich vielleicht als Kunden. OK....

B) ist sie auf mich als Kunden nicht angewiesen - wie gesagt, selber Schuld.


Lady MacLaine hat geschrieben:
Was meint er denn um Himmels Willen soll ich ihm auf diese Frage antworten?
"Nee, bin fast eingeschlafen."
Oder: "Naja, hab schon schlimmeren Mundgeruch ertragen...."


Na und was sollen wir Kunden sagen: "Du stinkst aus dem Mund wie ein Aschenbecher und Dein Gesichtsausdruck zeugt von Langeweile - ich will 30,- Euro zurück"....


Mic


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 Beitrag Verfasst: Mo, 29.Dez 2008, 07:50 
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Tolle Diskussion - Dank an Alle!
@Annemarie: Du hast mit jedem Satz recht, nur eine kleine Anmerkung zum Devoten: Auch der devote Gast weiss beim Besuch in einem Studio heute sehr genau, ob er das Füsschen von rechts nach links küssen möchte und das Stöckchen von oben nach unten auf dem Arsch spüren will. Und nicht anders herum, bitte...

@ Mic34haj: Doch, ich denke es wäre gerade gut und der richtige Weg, wenn unsere Gäste endlich einmal anfangen würden, konstruktive Kritik zu üben und nicht einfach nur mit Wegbleiben ihren Missmut zeigen würden. Viele von uns Damen würden ganz große Augen kriegen, wenn wirklich mal jemand sagen würde:
"Nee, Herrin, das war aber mal gar nix."
Klar, Geld zurück ist schwierig, wenn die Session over ist, aber bei heftigen Mängeln wie Zeitunterschreitung kann der Besucher schon darauf bestehen.

Durch dieses ganze Göttinnen-Getue und und diese unerträgliche ist-doch-alles-so geil-Rumschleimerei ist nämlich gerade der Aspekt GEGENSEITIGR Kritik in unserem Beruf komplett auf der Strecke geblieben.

Gruss von
Lady MacLaine
die nach 40 Jahren erfoglreich das Rauchen gekillt hat *stolz*


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 Beitrag Verfasst: Mo, 29.Dez 2008, 08:38 
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Lady MacLaine hat geschrieben:
Klar, Geld zurück ist schwierig, wenn die Session over ist, aber bei heftigen Mängeln wie Zeitunterschreitung kann der Besucher schon darauf bestehen.


Sieh mir nach, wenn ich das so nicht als allgemein gültig akzeptieren kann. Mag ja Studios geben, wo die Berufsehre entsprechend hoch hängt - andererseits gibt es sicher auch welche, in denen der Gast dann unsanft heraus komplimentiert wird.

Ansonsten: Gratulation zum Ende der Raucherära. Ich drück Dir die Daumen, dass Du es durch hältst.

_________________
Grüße

Latexus

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 Betreff des Beitrags: Kritik?????
 Beitrag Verfasst: Mo, 29.Dez 2008, 11:28 
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Registriert: Sa, 12.Aug 2006, 16:48
Beiträge: 67
Das mit der Kritik am Ende einer Session ist total illusorisch. Eine Domina ist in der Regel genau so wendig kritikfähig wie ein Künstler. Auch eine konstruktive Kritik endet üblicherweise in Schuldzuweisungen (oder mehr) insbesondere durch die Dame. Den Gast möchte ich sehen, der sich am Ende nach einer besch…nen Session auch noch beleidigen lassen möchte. Nicht selten werden gerade die „unfehlbaren“ Damen ausfallend.

„Geld zurück bei Zeitunterschreitung“ = total realitätsfern. Wer Geld zurückfordert, lässt sich auf eine nervige Diskussion ein, da man(n) mit Sicherheit das „Kleingedruckte“ nicht richtig verstanden hat. Das sind dann die paar Euro-Nachlass wirklich nicht wert.

Lady MacLaine :) , Du hast vielleicht 20 Jahre Erfahrung im Umgang mit Kunden aber Du hast mit Sicherheit keine 20 Jahre Erfahrung im Umgang mit Dominas.

Gruß
Drifty


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 Betreff des Beitrags: Re: Kritik?????
 Beitrag Verfasst: Mo, 29.Dez 2008, 12:25 
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Registriert: Sa, 22.Nov 2003, 18:46
Beiträge: 3700
Wohnort: Hannover
drifty hat geschrieben:
Lady MacLaine :) , Du hast vielleicht 20 Jahre Erfahrung im Umgang mit Kunden aber Du hast mit Sicherheit keine 20 Jahre Erfahrung im Umgang mit Dominas.

Gruß
Drifty


Na, das vielleicht schon, da haben sicher schon genügend von im Hause MacLaine gearbeitet, aber von der Kundensicht her ist das schon korrekt.

_________________
Grüße

Latexus

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